Abitur nach zwölf oder dreizehn Jahren, nach Wahl der Schülerinnen und Schüler

Die Grünen wollen jede Schülerin und jeden Schüler selbst entscheiden lassen, ob das Abitur nach zwölf oder dreizehn Jahren kommt. Die FDP fordert fast wortgleich dasselbe und legt die Entscheidung in die Hand der Schule.

Land Mecklenburg-Vorpommern Vorschlag auf Landesebene (Mecklenburg-Vorpommern). Landesmaßnahmen erreichen im bundesweiten Maßstab kleinere Impact-Werte als Bundesmaßnahmen; der Maßstab dieser Seite ist entsprechend gesetzt.

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite. Wie geprüft wird →

Die Grünen wollen, dass »das Abitur wahlweise in 12 oder 13 Jahren absolviert werden« kann, und kündigen »flexible Schulausgangsphasen mit Wahlmöglichkeiten« an [1]. Heute führt Mecklenburg-Vorpommern ausschließlich zum Abitur nach zwölf Jahren; das Gymnasium umfasst die Jahrgangsstufen 7 bis 12 [2]. Ein dreizehntes Jahr ist allerdings schon jetzt erreichbar, nur nicht planbar: Die Oberstufenverordnung erlaubt bis zu vier Jahre Verweildauer und einen einmaligen freiwilligen Rücktritt [2]. Neu wäre also weniger die Möglichkeit als ihre Planbarkeit. Weder ein Betrag noch eine Finanzierungsquelle werden genannt.

Bilanz

Ausgeglichen · 0,45
Pro 22 · 45 % Contra 26 · 55 %
Größenklasse: sehr klein Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 1 Mio. € pro Jahr. Wie wir bewerten →

Pro-Argumente

Contra-Argumente

7 Argumente bewertet · Scoring v1.3 Δ absolut −4

Argumente — Pro

3 Argumente

Mehr Studienaufnahmen unter denen, die sich Zeit nehmen

9,2von 100

Wer ein Jahr mehr Zeit hat, nimmt häufiger ein Studium auf. Gemessen wurde ein Unterschied von 6,0 Prozentpunkten, allerdings widerspricht eine zweite Untersuchung. Auf die Wählenden bezogen sind das rund 42 Fälle im Jahr.

Wert 8 · BildungsabschlüsseImpact 3,3Plausibilität 3,5
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Wert

Betroffen sind junge Menschen an der Schwelle zwischen Ausbildung und Studium. Ob jemand studiert, entscheidet über Beruf, Einkommen und Lebensverlauf. In einem Land mit rund 4.400 Personen, die jährlich die allgemeine Hochschulreife erwerben [5], wiegt jede Verschiebung an dieser Schwelle doppelt. Es geht um Bildungsabschlüsse und damit um Existenzsicherung im weiteren Sinn. Für die Bewertung zählt der Strom auf der Stufe der Bildungschancen. Der Wert ist sehr hoch: Es geht um den höchsten erreichbaren Abschluss.

Impact

Ohne die Maßnahme nehmen weniger Abiturientinnen und Abiturienten ein Studium auf, als es unter dem längeren Weg der Fall wäre. Eine Auswertung findet unter der Verkürzung einen Rückgang der Studienaufnahme um 6,0 Prozentpunkte [10]. Angewandt auf die rund 464 Personen je Jahrgang, die den längeren Weg wählen könnten, ergibt das rund 28 zusätzliche Studienaufnahmen. Der Ansatz wird mit dem Faktor 1,5 erhöht, weil unter den Wählenden die Grenzfälle überproportional vertreten sein dürften: rund 42 Fälle. Bewertet mit 80.000 Euro Barwert je Fall — bewusst weit unter der vollen Bildungsrendite — sind das rund 3,3 Millionen Euro im Jahr. Das Land zählte 2025 rund 5.100 Studienberechtigte [6]. Der Impact ist klein bis mittel: der größte Posten der Pro-Seite, auf der schwächsten Grundlage.

Plausibilität

Behauptet wird von der Partei nichts hierzu. Die Befundlage ist offen widersprüchlich, und das erklärt den niedrigen Ansatz. Dafür spricht eine Auswertung in einer führenden Fachzeitschrift: Studienaufnahme minus 6,0 Prozentpunkte, Abbruch plus 1,0 unter dem kurzen Weg [10]. Dagegen spricht eine spätere Untersuchung ohne nachweisbare nachteilige Effekte auf die Studienleistung [11]. Hinzu kommen zwei gesetzte Größen: der Barwert von 80.000 Euro je Fall und der Zielgenauigkeitsfaktor von 1,5. Der Ansatz liegt deshalb unter dem der Schulwahlvariante, obwohl der zugrundeliegende Befund derselbe ist. Das ist gewollt: Je weiter der Weg von der gemessenen zur bewerteten Situation, desto niedriger die Plausibilität. Die Plausibilität ist gering: widersprüchliche Studien und zwei gesetzte Umrechnungen.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 5

Mehr Zeit für die, die sie brauchen

6,5von 100

Wer den längeren Weg selbst wählt, gewinnt Zeit und verliert Druck. Drei unabhängige Studien belegen den Zusammenhang, allerdings für ganze Systeme und nicht für einzelne Schülerinnen und Schüler. Betroffen sind rund 460 junge Menschen je Jahrgang.

Wert 7 · WohlbefindenImpact 1,7Plausibilität 5,5
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Wert

Betroffen sind Schülerinnen und Schüler, die von sich aus mehr Zeit nehmen wollen. Es geht um Stress, um Zeit für Freunde und Sport und um Gesundheitsbeschwerden in der Jugend. Das ist mehr als Bequemlichkeit und weniger als eine dauerhafte Beeinträchtigung von Lebenschancen. Anders als bei der Schulwahl trägt hier jede Person die Entscheidung selbst. Der Wert des Stroms ändert sich dadurch nicht, wohl aber seine Reichweite. Gebucht ist er auf der Stufe der breiten Teilhabe. Der Wert ist hoch: das Wohlbefinden derer, die sich bewusst dafür entscheiden.

Impact

Ohne die Maßnahme führt Mecklenburg-Vorpommern ausschließlich zum Abitur nach zwölf Jahren [2]. Mit ihr könnte jede Schülerin und jeder Schüler die Ausgangsphase auf vier Jahre strecken. Ein Gymnasialjahrgang zählt rund 5.600 junge Menschen [4]. Angesetzt sind 15 Prozent, die den längeren Weg wählen, und 55 Prozent der Gymnasien, die ihn überhaupt anbieten können: rund 464 je Jahrgang, in der Summe rund 1.850 gleichzeitig. Drei unabhängige Untersuchungen finden unter dem kürzeren Weg mehr Stress und geringeres Wohlbefinden [8][12][13]. Bewertet mit 600 Euro je Person und Jahr und dem Faktor 1,5 für die Zielgenauigkeit der freiwilligen Wahl sind das rund 1,7 Millionen Euro im Jahr. Der Impact ist klein: derselbe Vorteil wie bei der Schulwahl, aber für ein Zehntel der Betroffenen.

Plausibilität

Behauptet wird von der Partei nichts zum Wohlbefinden; das Programm nennt keine Studie [1]. Der Punkt stammt aus dem Suchlauf. Drei unabhängige Untersuchungen weisen in dieselbe Richtung: mehr Stress unter dem kürzeren Weg [12], mehr stressbedingte Gesundheitsbeschwerden in Abrechnungsdaten der Krankenkassen [13] und höhere Belastungswerte im Ländervergleich [8]. Für die schülerscharfe Wahl ist der Abschlag jedoch größer als für die Schulwahl. Die Studien vergleichen zwei Systeme, nicht zwei Wege innerhalb einer Schule. Vor allem ist der Zielgenauigkeitsfaktor von 1,5 nirgends gemessen: Dass gerade die Belasteten den längeren Weg wählen, ist plausibel, aber ungeprüft. Die Umrechnung von Wohlbefinden in Euro ist zusätzlich gesetzt. Die Plausibilität ist mittel: Der Befund ist robust, die Übertragung auf die Selbstauswahl nicht.

evidence_basis: Konvergierende Studien · P-ceiling 7

Der geplante Umweg ersetzt das ungeplante Sitzenbleiben

6von 100

Ein geplantes zusätzliches Jahr ersetzt genau das, was sonst als Sitzenbleiben anfällt. Unter dem kürzeren Weg stieg die Wiederholungsquote von 14,5 auf 17,6 Prozent. Erreichbar sind davon rund 57 Fälle im Jahr.

Wert 7 · Brüche in der SchulzeitImpact 1,7Plausibilität 5
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Wert

Betroffen sind Jugendliche, die im heutigen System eine Klasse wiederholen. Ein verlorenes Schuljahr kostet Lebenszeit und trifft das Selbstbild in einem empfindlichen Alter. Der Unterschied zum Sitzenbleiben liegt nicht in der Zeit, sondern im Vorzeichen: geplant statt gescheitert. Zugleich bleibt der Abschluss in beiden Fällen erreichbar [9]. Es geht damit um Brüche in der Bildungsbiografie und nicht um den Abschluss selbst. Der Wert ist hoch: ein verlorenes Jahr, aber kein verlorener Abschluss.

Impact

Ohne die Maßnahme bleibt nur das Sitzenbleiben, wenn ein Jahr nicht reicht. Mit ihr lässt sich dasselbe Jahr vorher einplanen. Eine Auswertung der Verkürzungsreformen findet, dass die Wiederholungsquote unter dem kürzeren Weg um 3,1 Prozentpunkte stieg, von 14,5 auf 17,6 Prozent [9]. Bei einem Gymnasialjahrgang von rund 5.600 [4] sind das rund 174 Fälle im Jahr. Erreichbar ist davon nur ein Teil: 55 Prozent der Gymnasien können den längeren Weg anbieten, und nicht jede gefährdete Person wählt ihn — angesetzt sind 60 Prozent. Bleiben rund 57 vermiedene Wiederholungen, bewertet mit rund 30.000 Euro je Fall: rund 1,7 Millionen Euro im Jahr. Der Impact ist klein: der Strom, den die freiwillige Wahl am besten trifft.

Plausibilität

Behauptet wird von der Partei nichts hierzu. Der Befund selbst ist robust und stammt aus einem Vergleich mehrerer Länderreformen [9]. Er passt zur schülerscharfen Wahl besser als zu jeder anderen Variante: Ein geplantes zusätzliches Jahr ersetzt genau das, was sonst ungeplant als Wiederholung anfällt. Gegen einen höheren Ansatz spricht dreierlei. Es ist eine Einzelstudie. Der Erfassungsgrad von 60 Prozent ist gesetzt und nicht gemessen. Und die Abiturquote änderte sich durch die Verkürzung nicht [9] — wer sitzenblieb, kam trotzdem zum Abschluss. Hinzu kommt, dass die Oberstufenverordnung schon heute bis zu vier Jahre Verweildauer und einen freiwilligen Rücktritt erlaubt [2]. Die Plausibilität ist mittel: robust gemessen, aber mit gesetztem Erfassungsgrad.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 7

Argumente — Contra

4 Argumente · Top 3 angezeigt

Zwei Wege nebeneinander, für sehr kleine Gruppen

15von 100

Wer beide Wege anbietet, muss beide organisieren. Rund 16 Wählende je Schule sind für einen vollständigen Kursbestand sehr wenig. Angesetzt sind rund 87 zusätzliche Lehrerstellen, je Person das Fünffache der Schulwahlvariante.

Wert 5 · LehrerstellenImpact 6,1Plausibilität 5
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Wert

Betroffen sind das Land als Träger der Lehrerstellen und die Schulen selbst. Es geht um Geld und um Arbeitszeit, die anderswo fehlt. Der Strom steht auf der mittleren Stufe, weil öffentliche Mittel die Vergleichsgröße aller anderen Ströme sind. Ein Zusatz ist dennoch anzumerken. Im gegenwärtigen Lehrkräftemangel — 675 Neueinstellungen, davon 244 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger [22] — sind 87 Stellen nicht nur Geld, sondern Personal, das es nicht gibt. Der Wert ist mittel: öffentliche Mittel, hier aber knappes Personal.

Impact

Ohne die Maßnahme führt jedes Gymnasium eine Oberstufe. Mit ihr müsste es zwei Wege parallel führen, wenn es die Wahl ernst meint. Hessen lässt parallele Züge seit 2020 zu und zeigt, dass es organisatorisch geht [17]. Teuer wird es durch die Gruppengröße: Rund 464 Wählende verteilen sich auf etwa 29 Gymnasien, also rund 16 je Schule. Für einen vollständigen Kursbestand in der Ausgangsphase ist das sehr wenig. Angesetzt sind drei zusätzliche Lehrerstellen je anbietender Schule, insgesamt rund 87 Stellen zu je 70.000 Euro: rund 6,1 Millionen Euro im Jahr. Je Person sind das rund 13.000 Euro und damit das Fünffache der Schulwahlvariante. Der Impact ist klein bis mittel: der größte Posten dieser Bewertung.

Plausibilität

Behauptet wird von der Partei nichts zur Finanzierung [1]. Ein Präzedenzfall existiert: Hessen erlaubt seit der Änderungsverordnung von 2020 parallele Züge ab Jahrgangsstufe 7 [17]. Kostenzahlen speziell für den Parallelbetrieb veröffentlicht es allerdings nicht. Die Länder mit Kostenrechnungen [14][20] haben jeweils vollständig umgestellt und nicht parallel geführt, weshalb ihre Zahlen nur die Größenordnung liefern. Der Ansatz von drei Stellen je Schule ist deshalb hergeleitet und nicht belegt. Gegen einen niedrigeren Ansatz spricht die Arithmetik der kleinen Gruppen: Ein Kurs mit acht Personen kostet je Kopf ein Vielfaches eines Kurses mit 25. Dieser Zusammenhang ist so sicher wie wenig anderes in dieser Bewertung. Die Plausibilität ist mittel: ein Präzedenzfall, aber keine übertragbaren Kostenzahlen.

evidence_basis: Einzelner Präzedenzfall · P-ceiling 7

Ein Jahr später ins Erwerbsleben — der Teil, den die Allgemeinheit trägt

5,5von 100

Wer ein Jahr länger zur Schule geht, tritt ein Jahr später ins Erwerbsleben ein. Weil die Wahl freiwillig ist, zählt hier nur der Teil, den die Allgemeinheit über entgangene Steuern und Beiträge trägt. Das sind rund 2,2 Millionen Euro im Jahr.

Wert 5 · Steuern und BeiträgeImpact 2,2Plausibilität 5
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Wert

Betroffen sind die öffentlichen Haushalte und die Sozialkassen. Gebucht sind allein die Steuern und Sozialbeiträge eines Erwerbsjahres, die der Allgemeinheit entgehen; der private Einkommensverlust der Wählenden bleibt außen vor, weil sie ihn selbst abgewogen haben. Es geht damit um öffentliche Mittel, nicht um Gesundheit, Bildungschancen oder Wertschöpfung im Ganzen. Der Strom trägt dieselbe Stufe wie die zusätzlichen Lehrerstellen: Öffentliche Mittel sind die Vergleichsgröße aller anderen Ströme. Dass der Strom aus einem späteren Berufseintritt entsteht, ändert nichts an seiner Art. Der Wert ist mittel: entgangene Steuern und Beiträge, also öffentliche Mittel.

Impact

Ohne die Maßnahme treten Abiturientinnen und Abiturienten nach zwölf Jahren ins Erwerbsleben ein. Mit ihr tun es die Wählenden ein Jahr später. Betroffen sind rund 464 Personen je Jahrgang, gemessen an rund 4.700 Abiturienten im Land [3]. Angesetzt sind 12.000 Euro Barwert je verlorenem Erwerbsjahr, derselbe Ansatz wie in der Schulwahlvariante [19]. Anders als dort wird jedoch nur der äußere Teil gebucht: Wer freiwillig wählt, wägt den eigenen Einkommensverlust selbst ab und hat ihn eingepreist. Übrig bleiben Steuern und Sozialbeiträge, die der Allgemeinheit entgehen — angesetzt sind 40 Prozent. Das ergibt rund 2,2 Millionen Euro im Jahr. Der Impact ist klein: derselbe Mechanismus wie bei der Schulwahl, aber ein Zwanzigstel der Größe.

Plausibilität

Behauptet wird von der Partei nichts zu den Kosten [1]. Der Mechanismus selbst ist unstrittig: Ein zusätzliches Schuljahr verschiebt den Erwerbseintritt um ein Jahr. Strittig ist die Bewertung, und hier kommt ein zweiter Schritt hinzu. Die Kürzung auf den äußeren Anteil folgt einem anerkannten Grundsatz: Was jemand freiwillig und informiert wählt, ist für ihn kein Verlust. Der Grundsatz setzt allerdings voraus, dass die Wahl wirklich frei und informiert getroffen wird. Sechzehnjährige entscheiden unter dem Einfluss von Eltern und Schule, und der Einkommensverlust liegt Jahrzehnte in der Zukunft. Der Ansatz von 40 Prozent für Steuern und Beiträge ist zudem grob. Beides zusammen hält die Plausibilität unter der der Schulwahlvariante, wo dieser Zwischenschritt entfällt. Die Plausibilität ist mittel: klarer Mechanismus, aber eine zusätzliche Annahme über die Freiwilligkeit.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 9,5

Auf dem Land gibt es die Wahl nicht

4,9von 100

Ein zweiter Bildungsweg lohnt sich nur an großen Gymnasien. Rund 24 der 53 Gymnasien im Land dürften ihn nicht anbieten können, überwiegend auf dem Land. Das Programm verspricht im selben Kapitel gleichwertige Schulen in Stadt und Land.

Wert 7 · Gleicher ZugangImpact 1,4Plausibilität 5
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Wert

Betroffen sind Familien in dünn besiedelten Kreisen, vor allem in Vorpommern und der Seenplatte. Es geht um gleichen Zugang zu einem Bildungsangebot und damit um Teilhabe. Der Strom trägt nicht die Stufe der Bildungschancen, weil niemandem ein Abschluss verwehrt wird. Er trägt aber mehr als reinen Komfort, weil die Ungleichheit vom Land selbst hergestellt wird. Für die Bewertung zählt er auf der Stufe der breiten Teilhabe. Der Wert ist hoch: gleicher Zugang, nicht gleicher Abschluss.

Impact

Ohne die Maßnahme gibt es die Wahl nirgends. Mit ihr gibt es sie dort, wo ein Gymnasium groß genug ist. Von 53 Gymnasien [4] können nach dem hier angesetzten Anteil rund 29 einen zweiten Weg tragen; 24 können es nicht. Betroffen sind rund 2.530 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten je Jahrgang, von denen rund 380 den längeren Weg gewählt hätten. Über vier Jahre gerechnet sind das rund 1.520 Personen. Gebucht ist nicht ein materieller Verlust, denn ohne die Maßnahme bekämen sie ebenfalls nichts. Gebucht ist die Ungleichheit selbst: ein Recht, das landesweit gilt und nur in Städten eingelöst werden kann. Bewertet mit demselben Satz wie der gewährte Vorteil sind das rund 1,4 Millionen Euro im Jahr. Der Impact ist klein: eine Ungleichheit, kein materieller Verlust.

Plausibilität

Behauptet wird von der Partei das Gegenteil: Sie will Schulen auf dem Land und in der Stadt gleichwertig fördern [1]. Der Widerspruch ist strukturell und nicht beabsichtigt. Belegt ist die Grundlage doppelt. Hessen zeigt nach mehreren Jahren Wahlfreiheit, dass sich die Angebote vereinheitlichen [17]. Baden-Württemberg verlangt für einen zweiten Zug mindestens 27 Schülerinnen und Schüler [15], und das Bürgergutachten musste eigens fordern, dass in ländlichen Kreisen überhaupt ein Angebot bleibt [16]. Genau diese Untergrenze wird in Mecklenburg-Vorpommern vielerorts nicht erreicht, zumal die Schülerzahlen bis 2034/35 um 16,4 Prozent sinken [21]. Unsicher ist dagegen die Bewertung: Wie viel eine nicht einlösbare Wahlmöglichkeit kostet, ist nirgends beziffert. Der Ansatz ist gesetzt. Die Plausibilität ist mittel: Der Mechanismus ist belegt, seine Bewertung nicht.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 7

Der Kompetenzvorteil des kürzeren Weges — hier fast bedeutungslos

1,0von 100

Eine Untersuchung findet unter dem kürzeren Weg leicht bessere Leistungen, allerdings nur bei den Leistungsstärksten. Wer freiwillig ein Jahr anhängt, gehört selten zu dieser Gruppe. Der Posten fällt deshalb hier fast vollständig weg.

Wert 8 · KompetenzstandImpact 0,3Plausibilität 4
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Wert

Betroffen sind die Wählenden in ihrem Kompetenzstand am Ende der Schulzeit. Was jemand am Ende der Schule kann, wirkt über das gesamte Erwerbsleben fort. Der Strom trägt deshalb dieselbe Wertstufe wie die Studienaufnahme auf der Pro-Seite. Beide betreffen den Übergang von der Schule in Beruf oder Hochschule. Die geringe Menge ändert nichts am Wert des betroffenen Guts. Der Wert ist sehr hoch: Kompetenz am Ende der Schulzeit.

Impact

Ohne die Maßnahme durchlaufen alle den kürzeren Weg. Eine Untersuchung findet, dass er die Leistung leicht verbessert, um rund 0,05 Standardabweichungen — allerdings nur bei den Leistungsstärksten [7]. Umgerechnet über zwölf Prozent Lebenseinkommen je Standardabweichung und 400.000 Euro Barwert je Kind sind das rund 2.400 Euro je Person. Genau dieser Posten trägt in der Schulwahlvariante rund 11 Millionen Euro [19]. Hier trägt er fast nichts. Der Grund liegt in der Selbstauswahl: Wer den längeren Weg wählt, gehört gerade nicht zu der Gruppe, für die der Vorteil gemessen wurde. Angesetzt ist ein Viertel des Durchschnittseffekts auf rund 464 Personen: rund 0,3 Millionen Euro im Jahr. Der Impact ist sehr klein: Die freiwillige Wahl entschärft den stärksten Gegeneinwand.

Plausibilität

Behauptet wird von der Partei nichts zur Kompetenz [1]. Der Befund stammt aus einer Einzelstudie mit ausdrücklichem Gegenbefund [7][8]. Er ist überdies der einzige des Themas, der gegen die progressivere Position spricht, und wird deshalb besonders vorsichtig behandelt. Für den niedrigen Ansatz spricht der Zuschnitt der Studie selbst: Sie findet den Vorteil ausdrücklich bei den Leistungsstärksten und nicht im Mittel [7]. Wer freiwillig ein Jahr anhängt, gehört selten dazu. Gegen einen noch niedrigeren Ansatz spricht, dass die Selbstauswahl nicht perfekt ist; auch leistungsstarke Jugendliche wählen mitunter mehr Zeit. Das Viertel ist eine Setzung zwischen diesen beiden Überlegungen. Die Plausibilität ist gering bis mäßig: Einzelstudie mit Gegenbefund, hier zusätzlich stark gekürzt.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 5

Summary

Die Grünen wollen Schülerinnen und Schülern die Wahl lassen, ob sie das Abitur nach zwölf oder dreizehn Jahren ablegen. Die FDP fordert im selben Wahlkampf fast wortgleich dasselbe, legt die Entscheidung aber in die Hand der Schule — beide Vorschläge sind deshalb getrennt bewertet. Der Unterschied ist groß: Wenn Schulen entscheiden, entscheiden am Ende fast alle gleich, in Nordrhein-Westfalen führen nach der Freigabe noch drei von 609 Gymnasien den kürzeren Weg [14]. Wenn Schülerinnen entscheiden, bleibt die Wahl echt, erreicht aber nur einen kleinen Teil — angesetzt sind rund 460 je Jahrgang. Dafür trifft sie genau die, die mehr Zeit brauchen, und ersetzt ein ungeplantes Sitzenbleiben durch ein geplantes Jahr. Der Preis steht auf zwei Blättern. Ein zweiter Bildungsweg kostet je Person rund das Fünffache. An rund 24 der 53 Gymnasien wäre er zu klein, um angeboten zu werden — überwiegend auf dem Land [15][16]. Beide Varianten landen im ausgeglichenen Bereich, obwohl die eine zehnmal so groß ist wie die andere.

Ausblick — Wirkung über die Zeit

Ausgeglichen · 0,45
heute Δ −4,0 F1 — mit G8/G9 nach Wahl F0 — Baseline ohne Maßnahme +3 Jahre +5 Jahre Normalised Impact → F0 konstant als Referenz · F1 über/unter F0 = positive/negative Nettowirkung · Δ = Nettoscore Band = Erwartungsbereich — reicht es unter F0, ist auch eine negative Wirkung plausibel Kurvenform und Höhe illustrativ · y-Achse bewusst ohne Skala

Quellen

  1. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern: Programm zur Landtagswahl 2026, Stand 16.07.2026, 112 Seiten. Wörtlich (S. 43): »Das Abitur soll wahlweise in 12 oder 13 Jahren absolviert werden.« In der Maßnahmenliste, eingeleitet mit »werden wir«: »längeres gemeinsames Lernen bis zur 6. Klasse ermöglichen sowie flexible Schulausgangsphasen mit Wahlmöglichkeiten zwischen Abitur nach 12 oder 13 Jahren schaffen«. Die Wahl liegt damit bei der Schülerin oder dem Schüler, nicht bei der Schule. Ferner (S. 42): »Wir werden die sinkenden Schüler*innenzahlen nutzen, um endlich die Pflichtstundenzahl abzusenken«, »offene Stellen wieder verstärkt mit vollständig ausgebildeten Lehrkräften besetzen« und, zur Gleichwertigkeit: Schulen auf dem Land und in der Stadt gleichwertig fördern. Eine Studie wird nirgends benannt, ein Betrag ebenfalls nicht; das Wort »Gymnasium« kommt im Bildungskapitel nicht vor. Eigene Lagebeschreibung (S. 43): »Steigende Schulabbruchquoten von über 10 Prozent zeigen, dass die rot-rote Koalition dafür keine ausreichenden Voraussetzungen geschaffen hat«. gruene-mv.de
  2. Schulgesetz Mecklenburg-Vorpommern §§ 19 und 21 sowie Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung (APVO M-V) vom 19.02.2019: § 19 SchulG: »Das Gymnasium umfasst die Jahrgangsstufen 7 bis 12.« § 21 regelt die gymnasiale Oberstufe: Jahrgangsstufe 10 Einführungsphase, Jahrgangsstufen 11 und 12 Qualifikationsphase. § 2 APVO M-V bestätigt das für Gymnasien und Gesamtschulen; am Fachgymnasium liegt die Einführungsphase in Jahrgangsstufe 11 und die Qualifikationsphase in 12 und 13. § 3 APVO M-V zur Verweildauer: in der Regel drei Jahre, mindestens zwei und höchstens vier; ein freiwilliger Rücktritt um ein Schuljahr ist einmalig auf Antrag möglich. QUELLENVORBEHALT: landesrecht-mv.de ist durch robots.txt gesperrt und wurde nicht umgangen; zitiert ist die Fassung im Gesetz- und Verordnungsblatt. regierung-mv.de
  3. Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung M-V, Mitteilung vom 09.07.2026: Zeugnisausgabe und Start in die Sommerferien — im Schuljahr 2025/26 legten rund 4.700 junge Menschen an 280 Schulen das Abitur ab, Durchschnittsnote 2,3; 150-mal wurde die Note 1,0 erreicht. bildung-mv.de
  4. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern (LAiV), Statistischer Bericht B1131: Allgemeinbildende Schulen — 53 Gymnasien mit 33.755 Schülerinnen und Schülern; gymnasiale Oberstufe an Gymnasien: Jahrgangsstufe 10 5.441, Jahrgangsstufe 11 4.957, Jahrgangsstufe 12 4.455, an Integrierten Gesamtschulen zusätzlich 1.237, 492 und 361. Die gymnasiale Oberstufe des Landes umfasst damit rund 16.900 Schülerinnen und Schüler; ein Gymnasialjahrgang liegt bei rund 5.600. laiv-mv.de
  5. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern (LAiV), Statistischer Bericht B1132: Absolventinnen und Absolventen allgemeinbildender Schulen — 4.411 Personen mit allgemeiner Hochschulreife, 31,3 Prozent aller 14.104 Absolventen. VORBEHALT: Die Aufschlüsselung nach Schulart (Gymnasium rund 4.010, Integrierte Gesamtschule rund 653) ging in der Auswertung nicht sauber auf und ist vor Verwendung am Original zu prüfen. laiv-mv.de
  6. Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 063 vom 25.02.2026: Studienberechtigte 2025 — in Mecklenburg-Vorpommern 5.100, ein Rückgang um 2,7 Prozent gegenüber 2024. destatis.de
  7. Huebener, Mathias, Susanne Kuger und Jan Marcus (2017), »Increased instruction hours and the widening gap in student performance«, Labour Economics 47, 15–34: Auswertung der Verkürzung des gymnasialen Bildungsgangs von dreizehn auf zwölf Jahre. Abstract wörtlich: »On average, the reform improves student performance. However, treatment effects are small and differ across the student performance distribution. While low-performing students do not benefit, high-performing students benefit the most.« Effekte 5,26 bis 5,76 Punkte auf der PISA-Skala bei zwei zusätzlichen Wochenstunden, entsprechend rund 0,05 bis 0,06 Standardabweichungen. Vorabfassung DIW Diskussionspapier 1561. diw.de
  8. Hübner, Nicolas, Wolfgang Wagner, Jochen Kramer, Benjamin Nagengast und Ulrich Trautwein (2017), Zeitschrift für Erziehungswissenschaft: Vergleich von Abiturjahrgängen in Baden-Württemberg, N = 5.210. In Mathematik und Physik keine signifikanten Leistungsunterschiede; im englischen Leseverständnis lag der längere Bildungsgang rund 18 bis 20 Punkte vorn, in Biologie zeigte sich ein leichter Nachteil. Belastung 4,0 und Gesundheitsbeschwerden 2,1 T-Wert-Punkte zuungunsten des kürzeren Wegs; in vier von elf Freizeitbereichen signifikante Nachteile, darunter 96 Minuten pro Woche weniger Zeit mit Freunden. d-nb.info
  9. Huebener, Mathias und Jan Marcus, DIW Economic Bulletin 18/2015: Auswertung der Verkürzungsreformen — die Klassenwiederholungsquote stieg um 3,1 Prozentpunkte von 14,5 auf 17,6 Prozent (Jungen plus 3,8, Mädchen plus 2,4). Die Abiturquote blieb unverändert. Das Abschlussalter sank nicht um zwölf, sondern nur um 10,3 Monate, weil mehr Schülerinnen und Schüler eine Klasse wiederholten. diw.de
  10. Marcus, Jan und Vaishali Zambre (2019), »The Effect of Increasing Education Efficiency on University Enrollment«, Journal of Human Resources 54(2), 468–502: Unter dem verkürzten Bildungsgang sank die Studienaufnahme um 6,0 Prozentpunkte und die unmittelbare Einschreibung um 6,8 Prozentpunkte; der reguläre Studienverlauf ging um 2,6 Prozentpunkte zurück, Fachwechsel stiegen um 1,6 und Studienabbrüche um 1,0 Prozentpunkte. Die Autoren halten die langfristigen ökonomischen Effekte eines früheren Erwerbseintritts ausdrücklich für derzeit nicht quantifizierbar. Zusammenfassung im DIW-Wochenbericht 21/2017. diw.de
  11. Doersam, Julia und Verena Lauber, Universität Konstanz Working Paper 19-03 (2019): Gegenbefund zur Studienwirkung: keine nachweisbaren nachteiligen Effekte der Verkürzung auf die Studienleistung. Die Autorinnen argumentieren, die Reform senke die Opportunitätskosten eines Studiums. ideas.repec.org
  12. Quis, Johanna Sophie (2018), Journal of Economics and Statistics 238(5), 441–476: Auswertung von NEPS-Daten, N = 2.306 — unter dem verkürzten Bildungsgang mehr Stress bei beiden Geschlechtern und mehr internalisierende Probleme bei Mädchen. ideas.repec.org
  13. Marcus, Jan, Simon Reif, Amelie Wuppermann und Amélie Rouche (2020), Journal of Health Economics 70: Auswertung von Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung: »the reform slightly increased stress-related health problems among school children«. econpapers.repec.org
  14. Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen, Seite »Das neue G9«: Ergebnis der schulscharfen Wahl in Nordrhein-Westfalen: »606 neue G9-Gymnasien, elf G9-Schulversuchsgymnasien, fünf Aufbaugymnasien, drei verbleibende G8-Gymnasien«. Es gab »eine einmalige schulinterne Entscheidungsoption für die Beibehaltung von G8«. Von 609 wählenden Gymnasien blieben damit drei beim kürzeren Weg, also 0,5 Prozent. Zu den Kosten: 518 Mio € Investitionskosten 2022 bis 2026, laufende Kosten 7,76 Mio €/Jahr 2024 bis 2026 und ab 2027 27,94 Mio €/Jahr; rund 2.200 zusätzliche Lehrkräfte vollständig zulasten des Landes. schulministerium.nrw
  15. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium ab dem Schuljahr 2025/26. Ein achtjähriger Zug ist nur auf Antrag beim Regierungspräsidium möglich, setzt mindestens 27 Schülerinnen und Schüler voraus und ist nur zulässig, wenn an derselben oder einer benachbarten Schule ein neunjähriger Zug besteht. Kleine Standorte im ländlichen Raum sind damit strukturell ausgeschlossen. km.baden-wuerttemberg.de
  16. Bürgergutachten G8/G9, Baden-Württemberg, Januar 2024: Ergebnis eines Verfahrens mit rund 60 gelosten Bürgerinnen und Bürgern: 49 von 55 Stimmen für den neunjährigen Bildungsgang als Regelform. Für den ländlichen Raum fordert das Gutachten ausdrücklich, mindestens einen achtjährigen Zug je Landkreis vorzuhalten — ein Eingeständnis, dass eine schulscharfe Wahl sonst nicht flächendeckend besteht. beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de
  17. Hessisches Kultusministerium: Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjährigem Bildungsgang seit dem Schuljahr 2013/14, geregelt in §§ 24 und 26 Hessisches Schulgesetz; seit der Zweiten Änderungsverordnung vom 14.09.2020 sind auch parallele Züge ab Jahrgangsstufe 7 an einer Schule zulässig. Nach mehreren Jahren Wahlfreiheit führen noch rund fünf Prozent der Schulen den kürzeren Bildungsgang. kultus.hessen.de
  18. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Individuelle Lernzeitverkürzung am bayerischen Gymnasium — das einzige schülerscharfe Modell im Bundesgebiet: Einzelne Schülerinnen und Schüler können die Jahrgangsstufe 11 überspringen und so nach zwölf statt dreizehn Jahren zum Abitur gelangen. Nutzungszahlen werden nicht veröffentlicht. km.bayern.de
  19. FDP Mecklenburg-Vorpommern: Landtagswahlprogramm 2026, S. 86: »den Gymnasien ermöglichen, selbst zu entscheiden, ob sie ihr Angebot vom sechsjährigen auf einen siebenjährigen Bildungsweg bis zum Abitur umstellen oder um einen solchen ergänzen.« Dieselbe Überschrift, anderer Mechanismus: Die FDP legt die Wahl in die Hand der Schule, die Grünen in die der Schülerinnen und Schüler. Gesondert bewertet als mv-g9-schulwahl-fdp mit dem Ergebnis 0,42. fdp-mv.de
  20. Institut der deutschen Wirtschaft Köln, iwd vom 20.08.2018: Bundesweite direkte Kosten der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium rund 1,2 Mrd €. Nordrhein-Westfalen 2.200 zusätzliche Lehrerstellen und 115 Mio €/Jahr sowie 518 Mio € Baukosten; Bayern 1.000 Vollzeitäquivalente und 100 Mio €/Jahr sowie 500 Mio € Bau, nach Angaben der Staatsregierung ein Gesamtpaket von 870 Mio € bis 2025 und über 2.000 neue Stellen; Hessen 450 bis 460 zusätzliche Gymnasiallehrkräfte und 27 Mio €/Jahr; Schleswig-Holstein 116 Stellen. In Niedersachsen fielen keine nennenswerten Baukosten an, weil die Schülerzahlen ohnehin sanken. iwd.de
  21. Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Drucksache 8/4904 vom 28.05.2025: Schülerprognosen — allgemeinbildende Schulen 164.680 im Schuljahr 2025/26 und 137.600 im Schuljahr 2034/35, ein Rückgang um 16,4 Prozent. dokumentation.landtag-mv.de
  22. Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung M-V, Pressemitteilung vom 09.09.2025: 11.600 Lehrkräfte im Schuljahr 2025/26; 675 Neueinstellungen, davon 244 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger. 478 allgemeinbildende Schulen in öffentlicher Trägerschaft; neun davon können die Kontingentstundentafel derzeit nicht erfüllen. regierung-mv.de
Zuletzt geprüft von Claude Fable 5 · 24. August 2026 · 2× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 24. August 2026KI-PrüfungClaude Fable 5neu bewertet

    Prüfung gegen das Skill-Regelwerk (Prüfraster A1–H2): 1 Korrektur(en) angewendet (G1); r 0.44 → 0.45. 4 Punkt(e) offen für das menschliche Review.

  2. 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung

    Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/evaluations/mv-g13-schuelerwahl-gruene.json); Bewertung unverändert übernommen, Review-Status in der Quelle: draft.

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen. Wie wir prüfen →

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