Wer heute zahlt, zahlt zwanzig Euro weniger
Wer heute den vollen Ticketpreis zahlt, spart 20 Euro im Monat. Das ist der sicherste Nutzen des Vorschlags, weil er keine Verhaltensannahme braucht. Er ist allerdings ein Transfer aus dem Landeshaushalt und keine neu geschaffene Leistung.
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden
Wert
Betroffen sind Haushalte mit schulpflichtigen Kindern und Auszubildende. Zwanzig Euro im Monat sind 240 Euro im Jahr; für Familien mit mehreren Kindern summiert sich der Betrag entsprechend. Für einen Auszubildenden mit einer Vergütung im niedrigen vierstelligen Bereich ist es ein spürbarer Anteil. Die Entlastung trifft überwiegend Haushalte unterhalb des mittleren Einkommens; dass 240 Euro im Jahr dort schwerer wiegen, steckt bereits im angesetzten Betrag und nicht im Gewicht des Guts. Bewertet wird verfügbares Einkommen zum Nennwert: ein Transfer aus dem Landeshaushalt an private Haushalte, keine neu geschaffene Leistung und keine Frage der Existenzsicherung. Der Wert ist mittel: private Mittel zum Nennwert — 240 Euro im Jahr, umverteilt und nicht neu geschaffen.
Impact
Ohne die Maßnahme zahlen diejenigen Schülerinnen und Schüler, die heute ein Ticket haben, den vollen Preis von 63 Euro [17]; Auszubildende zahlen bereits heute nur 43 Euro [4]. Wie viele Schülerinnen und Schüler das betrifft, weiß niemand: Der Landesregierung liegen dazu keine Daten vor [18]. Angesetzt sind rund 10.000 Personen. Für sie sinkt der Preis um 20 Euro im Monat, also um 240 Euro im Jahr — zusammen rund 2,4 Millionen Euro. Das ist ein Transfer aus dem Landeshaushalt an Haushalte und keine neu geschaffene Leistung. Weil junge Menschen und ihre Familien im Schnitt unter dem mittleren Einkommen liegen, ist der Betrag mit dem Faktor 1,3 gewichtet und anschließend mit dem Verbindlichkeitsgrad: rund 1,25 Millionen Euro. Es ist der größte und zugleich sicherste Nutzen dieser Bewertung. Der Impact ist sehr klein, aber er ist der größte dieser Bewertung — und er schafft nichts Neues.
Plausibilität
Behauptet wird von der Partei nichts gesondert zu diesem Punkt; er folgt aus der Sache. Wer heute 63 Euro im Monat zahlt und künftig 43, spart genau 20 Euro — ohne dass eine Verhaltensannahme nötig wäre. Das unterscheidet dieses Argument von allen anderen dieser Bewertung. Unsicher sind zwei Größen. Die Zahl der heutigen Zahlerinnen und Zahler unter den Schülerinnen und Schülern ist amtlich nicht erhoben [18]; die Spanne reicht von 4.000 bis 25.000. Und der Verteilungsfaktor von 1,3 ist gesetzt und nicht gemessen. Beides drückt den Wert unter die Decke, die ein reiner Mechanismus sonst erreichte. Die Plausibilität ist hoch: Wer heute zahlt, zahlt künftig weniger — mehr braucht es nicht.