Wer heute zahlt, zahlt künftig nicht
Wer heute für ein Ticket zahlt, zahlt künftig nicht mehr — rund 15 Millionen Euro im Jahr. Das ist der einzige Nutzen des Vorschlags, der mit hoher Sicherheit eintritt. Es ist allerdings ein Transfer aus dem Landeshaushalt und keine neu geschaffene Leistung.
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Wert
Betroffen sind Haushalte mit Kindern, Auszubildende und junge Berufstätige. Für einen Auszubildenden sind 43 Euro im Monat rund 516 Euro im Jahr, bei einer Ausbildungsvergütung im niedrigen vierstelligen Bereich ein spürbarer Anteil. Für Familien mit mehreren Kindern summiert sich der Betrag entsprechend. Die Entlastung trifft überwiegend Haushalte unterhalb des mittleren Einkommens; das ist in der Gewichtung des Betrags berücksichtigt, nicht in der Stufe. Es geht um verfügbares Einkommen, nicht um Existenzsicherung. Der Wert ist mittel: Es geht um Geld, dessen Gewicht allein davon abhängt, bei wem es ankommt.
Impact
Ohne die Maßnahme zahlen diejenigen jungen Menschen, die heute ein Ticket haben, dafür. Das sind vor allem Auszubildende mit dem rabattierten Landesticket zu 43 Euro im Monat — 11.761 Abonnements — sowie Studierende über das Semesterticket und Berufstätige unter 27 mit dem regulären Deutschlandticket zu 63 Euro [4]. Mit der Maßnahme entfällt diese Zahlung. Angesetzt sind rund 30.000 Personen unter 27, die heute zahlen, mit durchschnittlich rund 500 Euro im Jahr: rund 15 Millionen Euro. Das ist ein Transfer vom Landeshaushalt an Haushalte, keine neu geschaffene Leistung. Weil junge Menschen und ihre Familien im Schnitt unter dem mittleren Einkommen liegen, ist der Betrag mit dem Faktor 1,3 gewichtet: rund 20 Millionen Euro Wohlfahrtswirkung. Es ist der einzige Nutzen dieser Bewertung, der mit hoher Sicherheit eintritt. Der Impact ist mittel: eine sichere Entlastung für die, die heute schon zahlen.
Plausibilität
Behauptet wird von der Partei nichts gesondert zu diesem Punkt; er folgt aus der Sache. Wer heute 43 oder 63 Euro im Monat zahlt und künftig nichts, spart genau diesen Betrag. Die Wirkungskette ist unmittelbar und braucht keine Verhaltensannahme — das unterscheidet dieses Argument von allen anderen dieser Bewertung. Unsicher ist allein die Zahl der heutigen Zahlerinnen und Zahler unter 27; die amtliche Statistik weist Abonnements nicht nach Alter aus, belegt sind nur die 11.761 Azubi-Abos [4]. Der Gewichtungsfaktor von 1,3 ist eine Setzung nach der Verteilungsregel und nicht gemessen. Beides drückt den Wert unter die Decke, die ein reiner Mechanismus sonst erreichen würde. Die Plausibilität ist hoch: Wer heute zahlt, zahlt künftig nicht — mehr braucht es nicht.