Weniger Ablenkung, vor allem in den Klassen 5 und 6
Betroffen sind realistisch die 21.700 Kinder der Klassen 5 und 6 an Schulen ohne bestehende Regel. Angesetzt ist d = 0,02, weniger als der Rapid-Review-Wert von 0,05 — der stammt von weiterführenden Schulen, und die größte Untersuchung findet kaum Wirkung.
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Wert
Der Strom betrifft Lernleistung und damit die Ausgangslage für den weiteren Bildungsweg. Er steht in derselben Reihe wie die übrigen Bildungsmaßnahmen dieser Datenbank und wird bewusst mit demselben Gewicht bewertet, damit sich Vorschuljahr, Startchancen und Handyverbot direkt vergleichen lassen. Der Wert ist sehr hoch: Lernleistung als Grundlage des weiteren Bildungswegs.
Impact
Zwei Einschränkungen bestimmen die Größe, bevor überhaupt über Wirkung geredet wird. Erstens reicht die Berliner Grundschule bis Klasse 6, das Gerät wird aber erst im letzten Drittel dieser Zeit relevant — betroffen sind realistisch die rund 65.000 Kinder der Klassen 5 und 6 von insgesamt 195.436 [6]. Zweitens haben über zwei Drittel der Schulen bereits eigene Regelungen [3]; das Delta liegt bei den übrigen, also rund 21.700 Kindern. Zur Wirkung: Der Rapid Review von Böttger und Zierer findet für Lernleistung d = 0,05 [5]. Angesetzt ist hier weniger, d = 0,02 mit einer Spanne von null bis 0,08, und dafür gibt es zwei Gründe: Die zusammengefassten Studien stammen von weiterführenden Schulen, und die mit Abstand größte Untersuchung — rund 5.000 US-Schulen, an denen die Nutzung von 61 auf 13 % fiel — findet kaum Auswirkungen auf die durchschnittliche Leistung [5]. Umgerechnet in denselben Wohlfahrtsmaßstab wie bei den übrigen Bildungsseiten sind das rund 870 € je Kind und Jahr, zusammen rund 19 Mio. €. Der Impact ist sehr klein und liegt bewusst unter dem, was die Übersichtsarbeiten nahelegen.
Plausibilität
Die Studienlage ist ungewöhnlich reichhaltig und ungewöhnlich uneinheitlich. England fand 2016 deutliche Testverbesserungen an weiterführenden Schulen, mit dem stärksten Effekt bei leistungsschwachen Schülern — der Größenordnung nach eine zusätzliche Unterrichtsstunde je Woche. Eine schwedische Replikation von 2019 fand nichts, mit dem Hinweis, dass schwedische Schulen bereits stark digitalisiert waren. Ein Scoping-Review über 22 Studien aus zwölf Ländern zeichnet ein gemischtes Bild, und die größte Einzeluntersuchung findet kaum Wirkung auf Leistungen, Anwesenheit und Cybermobbing [5]. Für die Berliner Grundschule kommt hinzu, dass die englischen Befunde bei Elf- bis Sechzehnjährigen erhoben wurden und die Gerätedichte in den Klassen 1 bis 4 gering ist. Wer ein Verbot für die Grundschule begründet, kann sich auf die Forschung nur eingeschränkt berufen. Die Plausibilität ist niedrig: reiche, aber widersprüchliche Befundlage, erhoben an einer anderen Altersgruppe.