Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026
Am 20. September 2026 wählt Berlin sein Abgeordnetenhaus. Diese Seite bündelt die Vorschläge, mit denen die antretenden Parteien um die Mehrheit werben, und die Ausgangslage des Landes, an der sie gemessen werden.
KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung. Alle 29 Auswertungen dieser Wahl stammen von einem KI-Modell und sind noch nicht menschlich geprüft. Sie sind belegt und nachvollziehbar; ein zweiter Durchgang steht aus, Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Wie geprüft wird →
Ausgangslage
Berlin ist Land und Kommune zugleich: Das Abgeordnetenhaus entscheidet über Landesrecht, Haushalt und Verwaltungsaufbau, die zwölf Bezirke setzen um. Mietpreisrecht, Aufenthaltsrecht und Strafrecht liegen beim Bund, das Land wirkt dort über Bundesratsinitiativen und über den Vollzug. Die Stadt wuchs 2025 um 16.500 Personen auf 3.913.644 Einwohner, während die Zuzüge aus dem Ausland von rund 25.500 auf 4.541 zurückgingen. Der Wohnungsbau steht am Tiefpunkt: 11.027 fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025 bedeuten den stärksten Rückgang im Zehnjahresvergleich, die Genehmigungen stiegen erstmals nach acht Jahren wieder auf 13.754 und wirken wegen der Bauzeiten frühestens ab 2028 auf das Angebot. Die mittlere Angebotsmiete liegt bei 15,78 €/m² netto kalt und stagnierte 2025 erstmals seit Jahren, der Bestand mietpreis- oder belegungsgebundener Wohnungen sank auf 97.040 von insgesamt 2.058.666 Wohnungen. Der Doppelhaushalt umfasst 45,5 Mrd. € für 2026, das Finanzierungsdefizit beträgt 5,3 Mrd. €, und die Schulden je Einwohner steigen von 17.055 € auf geplante 19.156 € im Jahr 2027. Die Kriminalität ging 2025 um 6,7 % auf 502.743 Fälle zurück, bei einer Aufklärungsquote von 44,9 %, während Messerangriffe um 5,5 % auf 3.599 und Wohnungseinbrüche um 24,5 % auf 10.618 zunahmen. Im Straßenverkehr starben 37 Menschen nach 55 im Vorjahr, 17 davon zu Fuß und 22 im Alter ab 65 Jahren; die BVG investierte 530,8 Mio. € und erhielt 478,3 Mio. € Ausgleichsleistungen aus dem Verkehrsvertrag. Beim Landesamt für Einwanderung waren im zweiten Quartal 2026 19.878 Personen ausreisepflichtig, davon 18.959 mit Duldung, bei 1.670 Abschiebungen im Jahr 2025. Am Arbeitsmarkt liegt die Quote bei 10,6 %, 0,4 Punkte über dem Vorjahr, und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sank um 7.600 Stellen. Ohne neue Maßnahmen bleibt der Nachfrageüberhang auf dem Wohnungsmarkt bis mindestens 2028 bestehen, der Schuldenpfad verengt den Haushaltsspielraum weiter, und die Beschäftigung entwickelt sich schwächer als im Bundesdurchschnitt.
Die Parteien im Vergleich
Partei anklicken → Liste filtern · Punkt anklicken → VorschlagJeder Punkt ist ein ausgewerteter Vorschlag, die senkrechte Linie der Median der Partei. Sortiert ist nach Median, nicht nach Mittelwert: Bei 4 bis 8 Werten je Partei verschiebt ein einzelner Ausreißer den Mittelwert stark. 9 Vorschläge werden von mehreren Parteien gemeinsam getragen und erscheinen deshalb in jeder ihrer Zeilen.
Wo die Parteien direkt gegeneinander stehen
Sachbereiche mit mindestens zwei VorschlägenHier liegen Vorschläge verschiedener Parteien im selben Politikfeld nebeneinander. Das ist der einzige Vergleich, der ohne Umweg über Mediane auskommt: gleiche Ausgangslage, gleicher Maßstab, verschiedene Antworten.
Wohnen & Mieten
10 Vorschläge- CDU Schneller bauen 0,71
- SPD · Linke · BSW Landesmietendeckel 0,62
- Linke Mietendeckel für landeseigene Wohnungen 0,56
- Grüne · Linke Bezahlbare-Mieten-Gesetz 0,55
- SPD Sozialquote auf 50 Prozent 0,54
- Linke Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände 0,53
- SPD · Linke Mietenaufsicht mit Register 0,46
- FDP Randbebauung des Tempelhofer Felds 0,33
- SPD · Grüne Büros zu Wohnungen 0,27
- AfD Punktesystem bei der Wohnungsvergabe 0,23
Verkehr & Mobilität
4 VorschlägeBildung
3 VorschlägeInnere Sicherheit
3 VorschlägeAlle Auswertungen
29 Vorschläge · sortiert nach relativer Stärke- Deutlich besser · 86 %Größe: sehr kleinSozialticket für 9 Euro
Das Berlin-Ticket S soll wieder 9 Euro im Monat kosten statt 27,50 Euro — so viel wie zwischen 2023 und März 2025.
- Besser · 72 %Größe: sehr kleinHandyverbot an Grundschulen
An allen Berliner Grundschulen soll die private Nutzung von Smartphones und Tablets landesweit untersagt werden.
- Besser · 71 %Größe: sehr kleinSchneller bauen
Berlin verkürzt Verfahren weiter, digitalisiert die Genehmigung und führt ein standardisiertes Mehrfamilienhaus in serieller Fertigung ein.
- Besser · 70 %Größe: sehr kleinVerpflichtendes Schulvorbereitungsjahr
Im Jahr vor der Einschulung sollen alle Kinder ein verbindliches Programm in der Kita durchlaufen, mit Sprachstandstests schon ab drei Jahren.
- Besser · 69 %Größe: sehr kleinMehr Studienplätze für Ärztinnen und Ärzte
Berlin soll mehr Studienplätze für Ärztinnen und Ärzte schaffen — ein 100-Tage-Punkt ohne Zielzahl und ohne Zieljahr.
- Besser · 62 %Größe: kleinLandesmietendeckel
Berlin friert die Mieten von rund 1,5 Mio Wohnungen für fünf Jahre ein und senkt überhöhte Mieten auf Antrag ab.
- Besser · 61 %Größe: sehr kleinSolaranlagen auf allen öffentlichen Gebäuden
Alle öffentlichen Gebäude Berlins sollen bis 2030 mit Solaranlagen ausgestattet sein, unterlegt mit einem Umsetzungsplan aus Prioritäten, Zeitplänen und jährlichen Ausbauzielen.
- Ausgeglichen · 56 %Größe: sehr kleinCorona-Untersuchungsausschuss und Entschädigung
Das Abgeordnetenhaus soll einen Corona-Untersuchungsausschuss einsetzen, und Berlin soll verhängte Bußgelder erstatten und Impfgeschädigte entschädigen.
- Ausgeglichen · 56 %Größe: kleinMietendeckel für landeseigene Wohnungen
Für die rund 365.000 landeseigenen Wohnungen soll ein Jahr Mietenstopp und danach höchstens 1 % Steigerung gelten — statt der heute erlaubten 2,9 %.
- Ausgeglichen · 55 %Größe: sehr kleinBezahlbare-Mieten-Gesetz
Vermieter mit mehr als 50 Wohnungen müssen einen Teil ihrer Neuvermietungen mindestens 20 % unter der Vergleichsmiete anbieten.
- Ausgeglichen · 54 %Größe: sehr kleinSozialquote auf 50 Prozent
Wer neues Baurecht für Wohnungen erhält, muss die Hälfte der Fläche mietpreis- und belegungsgebunden bauen statt bisher 30 Prozent.
- Ausgeglichen · 53 %Größe: sehr kleinBürokratiebremse für Berlin
Für jede neue bürokratische Last sollen zwei bestehende wegfallen, ein Normenkontrollrat soll überwachen, ein Kostenindex messen und neue Regelungen ein Verfallsdatum erhalten.
- Ausgeglichen · 53 %Größe: kleinVergesellschaftung großer Wohnungsbestände
Berlin überführt rund 240.000 Wohnungen privater Konzerne in eine öffentliche Anstalt und bedient die Entschädigung aus den Mieten.
- Ausgeglichen · 53 %Größe: sehr kleinDuale Ausbildung für Lehrkräfte
Angehende Lehrkräfte sollen von Beginn an vergütet an einer Schule arbeiten und parallel studieren, statt erst nach Studium und Referendariat einzusteigen.
- Ausgeglichen · 51 %Größe: sehr kleinTempo 30 vor Kitas und Schulen
Vor jeder Kita und jeder Schule soll Tempo 30 gelten, auch auf Hauptverkehrsstraßen — als Regel statt als Einzelfallentscheidung.
- Ausgeglichen · 47 %Größe: sehr kleinKostenlose Sperrmüllabholung
Jeder Haushalt soll zweimal im Jahr eine kostenlose Sperrmüllabholung buchen können — digital und unkompliziert.
- Ausgeglichen · 46 %Größe: sehr kleinMietenaufsicht mit Register
Berlin verfolgt überhöhte Mieten von Amts wegen und erfasst alle Wohnungen und Mietverträge in einem Register.
- Ausgeglichen · 46 %Größe: sehr kleinVideoüberwachung an den Brennpunkten
Die intelligente Videoüberwachung soll von zwei Pilotstandorten auf alle sieben kriminalitätsbelasteten Orte Berlins ausgeweitet werden.
- Ausgeglichen · 46 %Größe: sehr kleinPoller-Stopp und Tempo 50
Keine neuen Kiezblocks, Rückbau vorhandener Poller, und auf Hauptstraßen soll wieder Tempo 50 der Regelfall sein.
- Ausgeglichen · 45 %Größe: sehr kleinEine Million Bäume für Berlin
Berlin soll eine Million neue Bäume pflanzen — an Straßen, auf Schulhöfen, in Hinterhöfen und auf Firmengeländen — und Pflege und Unterhalt des Bestands finanziell absichern.
- Schlechter · 38 %Größe: sehr kleinSonderwirtschaftszone „Frei-Kiez“
Eine befristete Sonderwirtschaftszone auf einem Teil des Tempelhofer Felds, mit Ausnahmen vom Arbeitszeit-, Ladenschluss-, Lieferketten- und Mindestlohngesetz.
- Schlechter · 35 %Größe: sehr kleinBerliner Vergabegesetz abschaffen
Das Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz soll aufgehoben werden; für Aufträge des Landes gälte dann nur noch das Vergaberecht des Bundes und der EU.
- Schlechter · 33 %Größe: sehr kleinRandbebauung des Tempelhofer Felds
Das Abgeordnetenhaus soll das Bebauungsverbot aufheben und einen Randstreifen für rund 5.000 Wohnungen freigeben — in der bewerteten Fassung ohne erneute Abstimmung.
- Schlechter · 32 %Größe: sehr kleinBezirkspolizei mit Durchgriffsrechten
Die Ordnungsämter sollen zu einer Bezirkspolizei ausgebaut werden und bei kleinen Straftaten selbst einschreiten dürfen.
- Schlechter · 27 %Größe: sehr kleinBVG-Investitionslinie und sechs U-Bahn-Verlängerungen
Über 1,3 Milliarden Euro pro Jahr für den Nahverkehr und die Verlängerung der Linien U2, U3, U6, U7, U8 und U9.
- Schlechter · 27 %Größe: sehr kleinBüros zu Wohnungen
Berlin stoppt den Büroneubau und fördert die Umwandlung von rund 2,2 Mio. m² leerstehender Bürofläche in Wohnungen.
- Schlechter · 25 %Größe: sehr kleinLandesantidiskriminierungsgesetz aufheben
Das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz soll sofort aufgehoben werden — mit ihm die Vermutungsregelung, der Entschädigungsanspruch und die Ombudsstelle.
- Schlechter · 23 %Größe: sehr kleinPunktesystem bei der Wohnungsvergabe
Bei geförderten und landeseigenen Wohnungen soll künftig ein Punktesystem entscheiden, in dem die Dauer des Wohnsitzes in Berlin zählt.
- Deutlich schlechter · 18 %Größe: sehr kleinSofortige Abschiebung aller Ausreisepflichtigen
Berlin soll alle bis zu 20.000 ausreisepflichtigen Personen abschieben, ein eigenes Abschiebezentrum bauen und den Winterabschiebestopp streichen.
Wie die Zahl zu lesen ist
Was sie misst
Die relative Stärke der Pro-Seite in einer Debatte: die Summe der Pro-Argumentwerte geteilt durch die Summe aller Argumentwerte. Sie sagt, wie das Kräfteverhältnis in dieser Debatte ausgeht.
Was sie nicht misst
Weder die Größe der Maßnahme noch die Qualität einer Partei. Ein Vorschlag mit 0,60 kann winzig sein, einer mit 0,30 kann Milliarden bewegen. Die Größenordnung steht auf der jeweiligen Vorschlagsseite.
Wie die Themen ausgewählt sind
Je Partei sind die Vorschläge ausgewählt, mit denen sie im Wahlkampf sichtbar wirbt — Sofortprogramm, Kernversprechen, Titelseite — und die konkret genug sind, dass sich ihre Wirkung gegen die heutige Lage bewerten lässt; dazu kommt die Größe des Effekts für das Land. Bekenntnisse ohne Instrument und Prüfaufträge bleiben außen vor. Eine andere Auswahl ergäbe andere Bilder: Die Zahlen vergleichen Vorschläge, nicht Programme. Weitere Themen lassen sich jederzeit vorschlagen. Thema vorschlagen →
Warum so viel in der Mitte liegt
Ausgabe- und Erhaltzusagen bestehen im Kern aus einer Umverteilung. Bei einer Umverteilung stehen Empfänger und Zahler mechanisch nah beieinander, und das Ergebnis landet fast zwangsläufig um 0,50. Regel- und Verbotsmaßnahmen können davon deutlich abweichen.
Warum der Abstand klein ist
Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Median liegen 0,35. Innerhalb einer einzigen Partei (Grüne) reicht die Spanne dagegen von 0,27 bis 0,86, also 0,59. Die Unterschiede liegen zwischen Vorschlägen, nicht zwischen Parteien.
Stand der Prüfung
Alle 29 Auswertungen sind KI-erstellt und belegt, aber noch nicht durch ein zweites Augenpaar gegangen. Das Prüfprotokoll steht auf jeder Vorschlagsseite.
Zuletzt geprüft von Claude (Anthropic) · 23. August 2026 · 1× KI, noch nicht menschlich geprüft
- 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung
Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/wahl/), Inhalt unverändert übernommen.
Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen. Wie wir prüfen →