Wohnen & Mieten
Der Bereich Wohnen & Mieten umfasst die Versorgung mit Wohnraum in Deutschland: Wohnungsneubau und Bestandsentwicklung, den Mietwohnungsmarkt, die soziale Wohnraumförderung und das Mietrecht. Er betrifft Mieterhaushalte ebenso wie Eigentümer, Vermieter und die Bau- und Wohnungswirtschaft.
Ausgangslage
Die Zuständigkeiten sind geteilt: Das Mietrecht setzt der Bund im Bürgerlichen Gesetzbuch, die soziale Wohnraumförderung liegt seit der Föderalismusreform 2006 bei den Ländern, der Bund beteiligt sich über Finanzhilfen. Bauleitplanung und Baugenehmigungen verantworten Kommunen und Länder; auf Bundesebene koordiniert das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Der Wohnungsbau ist rückläufig: 2025 wurden 206.600 Wohnungen fertiggestellt, der niedrigste Wert seit 2012 und der zweite deutliche Rückgang in Folge. Die Baugenehmigungen stiegen 2025 erstmals seit 2021 wieder, um 10,8 % auf 238.500 Wohnungen. Zugleich stocken viele genehmigte Projekte: Die durchschnittliche Bauzeit von der Genehmigung bis zur Fertigstellung stieg seit 2020 von 20 auf 27 Monate, und 2025 erloschen 35.700 Baugenehmigungen, der höchste Wert seit 2002. Auf der Nachfrageseite steigen die Mieten weiter: Neuvertragsmieten legten im vierten Quartal 2025 um 4,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal zu, Bestandsmieten um 1,8 % (April 2026 gegenüber Vorjahresmonat). Mieterhaushalte wandten 2022 im Schnitt 27,8 % ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete auf; 3,1 Millionen Haushalte lagen über 40 %. Ohne neue Maßnahmen dürfte der Nachfrageüberhang auf dem Mietmarkt anhalten; die gestiegenen Genehmigungen wirken wegen der langen Bauzeiten frühestens ab 2027 spürbar auf die Fertigstellungen.
Übersicht
17 Vorschläge auf der Zukunftsskala · als Punkte, Liste darunterschlechterschlechterausgeglichenbesserdeutlich
besser
- Bau-Turbo
- Schneller bauenWahl
- BüroumwandlungWahl
- Bremse durchsetzen
- Mietpreisbremse+
- Landeseigen-DeckelWahl
- GrESt 6 → 3,5 %Wahl
- GrESt 6 → 5 %Wahl
- MV-BaukindergeldWahl
- VergesellschaftungWahl
- MietendeckelWahl
- Mieten-GesetzWahl
- Punktesystem WohnenWahl
- MietenaufsichtWahl
- Tempelhof bebauenWahl
- Sozialquote 50 %Wahl
- Enteignungsverbot
Vorschläge
17 bewertet · sortiert nach BilanzBund
- Deutlich besser · 0,85 alter MaßstabGröße: kleinBau-Turbo
Gemeinden dürfen Wohnungsbau befristet bis Ende 2030 genehmigen, indem sie vom Bauplanungsrecht abweichen — ohne dafür einen Bebauungsplan aufzustellen oder zu ändern.
- Ausgeglichen · 0,57 alter MaßstabGröße: mittelMietpreisbremse durchsetzbar machen
Die Mietpreisbremse wird entfristet und erstmals wirklich durchsetzbar gemacht: unaufgeforderte Auskunftspflicht des Vermieters über die zulässige Miete und ihre Berechnung, Beweislast beim Vermieter und eine empfindliche Strafzahlung bei Falschauskunft.
- Ausgeglichen · 0,56 alter MaßstabGröße: kleinMietpreisbremse entfristen und verschärfen
Die Mietpreisbremse soll dauerhaft über 2029 hinaus gelten, und die Ausweichwege über Möblierungszuschläge und Indexverträge sollen geschlossen werden.
- Deutlich schlechter · 0,05 alter MaßstabGröße: sehr kleinVergesellschaftung von Wohnungskonzernen verbieten
Ein Bundesgesetz soll den Ländern verbieten, große private Mietwohnungsbestände nach Artikel 15 des Grundgesetzes in Gemeineigentum zu überführen.
Aus den Landtagswahlen 2026
- Besser · 0,79 alter MaßstabGröße: sehr kleinLand Berlin Schneller bauen
Berlin verkürzt Verfahren weiter, digitalisiert die Genehmigung und führt ein standardisiertes Mehrfamilienhaus in serieller Fertigung ein.
- Besser · 0,63 alter MaßstabGröße: sehr kleinLand Berlin Büros zu Wohnungen
Berlin stoppt den Büroneubau und fördert die Umwandlung von rund 2,2 Mio. m² leerstehender Bürofläche in Wohnungen.
- Ausgeglichen · 0,56 alter MaßstabGröße: kleinLand Berlin Mietendeckel für landeseigene Wohnungen
Für die rund 365.000 landeseigenen Wohnungen soll ein Jahr Mietenstopp und danach höchstens 1 % Steigerung gelten — statt der heute erlaubten 2,9 %.
- Ausgeglichen · 0,50 alter MaßstabGröße: kleinLand Berlin Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände
Berlin überführt rund 240.000 Wohnungen privater Konzerne in eine öffentliche Anstalt und bedient die Entschädigung aus den Mieten.
- Ausgeglichen · 0,50 alter MaßstabGröße: kleinLand Berlin Landesmietendeckel
Berlin friert die Mieten von rund 1,5 Mio Wohnungen für fünf Jahre ein und senkt überhöhte Mieten auf Antrag ab.
- Ausgeglichen · 0,48 alter MaßstabGröße: sehr kleinLand Berlin Bezahlbare-Mieten-Gesetz
Vermieter mit mehr als 50 Wohnungen müssen einen Teil ihrer Neuvermietungen mindestens 20 % unter der Vergleichsmiete anbieten.
- Ausgeglichen · 0,44 alter MaßstabGröße: sehr kleinLand Berlin Punktesystem bei der Wohnungsvergabe
Bei geförderten und landeseigenen Wohnungen soll künftig ein Punktesystem entscheiden, in dem die Dauer des Wohnsitzes in Berlin zählt.
- Ausgeglichen · 0,43 alter MaßstabGröße: sehr kleinLand Berlin Mietenaufsicht mit Register
Berlin verfolgt überhöhte Mieten von Amts wegen und erfasst alle Wohnungen und Mietverträge in einem Register.
- Ausgeglichen · 0,42 alter MaßstabGröße: sehr kleinLand Berlin Randbebauung des Tempelhofer Felds
Das Abgeordnetenhaus soll das Bebauungsverbot aufheben und einen Randstreifen für rund 5.000 Wohnungen freigeben — in der bewerteten Fassung ohne erneute Abstimmung.
- Ausgeglichen · 0,42 alter MaßstabGröße: sehr kleinLand Berlin Sozialquote auf 50 Prozent
Wer neues Baurecht für Wohnungen erhält, muss die Hälfte der Fläche mietpreis- und belegungsgebunden bauen statt bisher 30 Prozent.
- Ausgeglichen · 0,54 alter MaßstabGröße: sehr kleinLand Mecklenburg-Vorpommern Grunderwerbsteuer 3,5 Prozent
Die FDP will den zweithöchsten Grunderwerbsteuersatz Deutschlands fast halbieren — in einem Markt, in dem die beste verfügbare Untersuchung sagt, dass davon vor allem Verkäufer profitieren.
- Ausgeglichen · 0,53 alter MaßstabGröße: sehr kleinLand Mecklenburg-Vorpommern Grunderwerbsteuer 5 Prozent
Die AfD wirbt im Familienblock ihres Flyers für einen Prozentpunkt weniger Grunderwerbsteuer — bei einer Steuer, deren Last nach der besten verfügbaren Untersuchung überwiegend die Verkäufer tragen.
- Ausgeglichen · 0,51 alter MaßstabGröße: sehr kleinLand Mecklenburg-Vorpommern MV-Baukindergeld
Das Land zahlt Familien einmalig 15.000 Euro je Kind beim ersten Kauf einer eigenen Wohnung — in einem Markt, in dem 5,5 Prozent der Wohnungen leer stehen.
Zuletzt geprüft von Claude Opus 4.8 · 12. Juli 2026 · 1× KI, 1× Mensch
- 12. Juli 2026KI-Prüfung, menschlich freigegebenClaude Opus 4.8Erstbewertung
Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen.Wie wir prüfen →