Punktesystem bei der Wohnungsvergabe

Bei geförderten und landeseigenen Wohnungen soll künftig ein Punktesystem entscheiden, in dem die Dauer des Wohnsitzes in Berlin zählt.

Land Berlin Vorschlag auf Landesebene (Berlin). Landesmaßnahmen erreichen im bundesweiten Maßstab kleinere Impact-Werte als Bundesmaßnahmen; der Maßstab dieser Seite ist entsprechend gesetzt.

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite. Wie geprüft wird →

Die AfD führt den Vorschlag als erste Überschrift ihres Wahlprogramms unter dem Titel „Vorrang für Einheimische“. Bei rund 420.000 geförderten und landeseigenen Wohnungen soll ein Punktesystem über die Vergabe entscheiden; Punkte gäbe es für die Wohnsitzdauer in Berlin, das Einkommen, die Kinderzahl, Pflegeverantwortung und systemrelevante Tätigkeit. Heute vergeben die landeseigenen Gesellschaften nach Wohnberechtigung, Dringlichkeit und den Quoten der Kooperationsvereinbarung; Haushalte in akuter Not werden über geschützte Marktsegmente vorrangig versorgt. Gewichte, Härtefallregeln und das Verhältnis zu diesen Vorrängen nennt das Programm nicht. Der Bestand selbst bliebe unverändert: 2025 wurden in Berlin 11.027 Wohnungen fertiggestellt, die mittlere Angebotsmiete liegt bei 15,78 €/m². Bewertet wird ein Zeitraum von zehn Jahren.

Bilanz

Schlechter für die Zukunft · 0,23
Pro 22 · 23 % Contra 73 · 77 %
Größenklasse: sehr klein Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 1 Mio. € pro Jahr. Wie wir bewerten →

Pro-Argumente

Contra-Argumente

5 Argumente bewertet · Scoring v1.3 Δ absolut −51

Argumente — Pro

2 Argumente

Nachvollziehbare Vergaberegeln

12von 100

Rund 34.000 Vergaben im Jahr liefen nach einem offengelegten, einheitlichen Maßstab statt nach internen Regeln der Gesellschaften. Angesetzt sind 120 € je Vergabe an ersparter Unsicherheit und Streit. Der Vorteil hängt daran, dass Gewichte und Härtefälle veröffentlicht werden — das Programm nennt sie nicht.

Wert 6 · VerwaltungsqualitätImpact 4Plausibilität 5
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Wert

Der Strom besteht in der Qualität eines Verwaltungsverfahrens: Wer sich um eine öffentlich gebundene Wohnung bewirbt, kann erkennen, warum er sie bekommt oder nicht. Das berührt weder Existenz noch Gesundheit, aber die Verlässlichkeit einer staatlichen Zuteilung, auf die in Berlin Hunderttausende angewiesen sind. Deshalb steht er auf der Stufe der Systeme und der Verwaltungsqualität und nicht höher. Der Wert ist mittel: die Verlässlichkeit eines Verfahrens, das viele betrifft.

Impact

Die landeseigenen Gesellschaften halten rund 365.000 Wohnungen, hinzu kommen 97.040 mietpreis- oder belegungsgebundene Wohnungen privater Eigentümer [3]. Bei einer Fluktuation von rund acht Prozent werden davon etwa 34.000 im Jahr neu vergeben. Heute geschieht das nach den Vergaberegeln der einzelnen Gesellschaften, nach Quoten aus der Kooperationsvereinbarung und nach Dringlichkeitseinstufungen, die nicht veröffentlicht sind; wer eine Absage bekommt, erfährt in der Regel nicht, an welcher Stelle er stand. Ein offengelegtes Punktesystem macht diese Reihenfolge überprüfbar und angreifbar. Angesetzt sind 120 € je Vergabe an ersparter Suche, Unsicherheit und Streit, mit einer Spanne von 30 bis 350 €, also rund 4 Mio. € im Jahr. Der Vorteil hängt nicht davon ab, welche Kriterien das System enthält, sondern allein daran, dass es eines gibt und dass es öffentlich ist. Der Impact ist sehr klein: ein Verfahrensvorteil, verteilt auf viele Vergaben.

Plausibilität

Dass ein veröffentlichter Maßstab die Vergabe nachvollziehbarer macht, ist ein bekannter Verwaltungszusammenhang und wird in mehreren Ländern in genau dieser Form praktiziert. Offen ist, wie viel davon in Berlin ankommt. Das Programm nennt Kriterien, aber keine Gewichte, keine Härtefallregeln und keine Rechtsfolge; ein Punktesystem ohne veröffentlichte Gewichtung ist so undurchsichtig wie das heutige Verfahren. Hinzu kommt, dass die geschützten Marktsegmente, die Kooperationsvereinbarung und die Wohnberechtigung weiterlaufen müssten, weil sie bundes- und landesrechtlich vorgegeben sind; das Punktesystem läge dann als weitere Schicht darüber statt an ihre Stelle. Der Vorteil bleibt in jedem Fall bestehen, seine Höhe schrumpft mit jeder Ausnahme. Die Plausibilität ist mittel: sicherer Mechanismus, unsichere Reichweite.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 7

Vorrang für Familien, Pflegende und systemrelevante Berufe

10von 100

Punkte für Kinder, Pflege und systemrelevante Tätigkeit verschieben angesetzte 5.000 Vergaben im Jahr zu diesen Gruppen. Der Mietvorteil je Wohnung liegt bei rund 5.950 € im Jahr, angerechnet wird davon der Bedürftigkeitsunterschied. Weil alle Bewerber einen Wohnberechtigungsschein haben, ist dieser Unterschied klein.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 5Plausibilität 4
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Wert

Der Strom ist Geld: Miete, die einem Haushalt erspart bleibt, weil er eine gebundene statt einer frei angebotenen Wohnung erhält. Er bewegt sich vollständig innerhalb der Gruppe der Wohnberechtigten, also zwischen Haushalten mit ähnlich kleinen Einkommen, weshalb die Gewichte auf beiden Seiten dicht beieinanderliegen und wenig übrig bleibt. Bewertet wird deshalb am Maßstab des Geldstroms selbst. Der Wert ist mittel bis niedrig: ein Geldstrom, der zwischen ähnlich bedürftigen Haushalten wechselt.

Impact

Neben der Wohnsitzdauer vergibt das System Punkte für Kinderzahl, Pflegeverantwortung und Tätigkeit in systemrelevanten Berufen. Diese Merkmale spielen heute eine geringere und je nach Gesellschaft unterschiedliche Rolle. Angesetzt sind 15 % der rund 34.000 Vergaben, also 5.000 im Jahr, die sich zu diesen Gruppen verschieben. Der Mietvorteil einer gebundenen gegenüber einer frei angebotenen Wohnung liegt bei rund 8 €/m², bei 62 m² also bei etwa 5.950 € im Jahr [3]. Angerechnet wird jedoch nicht dieser volle Betrag, sondern nur der Unterschied in der Bedürftigkeit zwischen denen, die gewinnen, und denen, die dafür leer ausgehen: Familien mit Kindern und Pflegende liegen im Mittel nur wenig über den Haushalten, die heute zum Zug kommen, denn auch diese haben einen Wohnberechtigungsschein. Angesetzt sind 15 % Unterschied, also rund 4,5 Mio. € im Jahr, mit einer weiten Spanne von 1 bis 15 Mio. Der Impact ist sehr klein: eine Umverteilung innerhalb einer ohnehin bedürftigen Gruppe.

Plausibilität

Dass ein Punktesystem die Reihenfolge verschiebt, ist sicher; das ist sein Zweck. Unsicher ist, ob die Verschiebung einen Gewinn bedeutet. Wer eine öffentlich gebundene Wohnung sucht, hat bereits einen Wohnberechtigungsschein und liegt damit unter den Einkommensgrenzen; die Gruppe, die zurücktritt, ist nicht wohlhabender, sondern nur anders zusammengesetzt. Ein Vorrang für Pflegende und systemrelevante Berufe kann zudem gegenläufig wirken, weil Erwerbstätigkeit mit einem höheren Einkommen einhergeht als der Bezug von Grundsicherung. Ob die Verschiebung netto etwas gewinnt, hängt vollständig an Gewichten, die das Programm nicht nennt, und ist bestritten. Die Plausibilität ist niedrig: die Verschiebung ist sicher, ihr Gewinn nicht.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5

Argumente — Contra

3 Argumente

Die Dringlichsten rücken nach hinten

32von 100

Wer erst kurz in Berlin lebt, sammelt kaum Punkte — auch wenn er gerade geräumt wurde oder in einer Unterkunft lebt. Angesetzt sind 400 Haushalte im Jahr, die ein Jahr länger ohne eigene Wohnung bleiben. Wie viel vom heutigen Dringlichkeitsvorrang erhalten bliebe, ist offen.

Wert 8 · ExistenzsicherungImpact 8Plausibilität 5
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Wert

Der Strom betrifft die Frage, ob ein Haushalt eine eigene Wohnung hat oder nicht. Wohnungslosigkeit greift in Gesundheit, Schulbesuch der Kinder, Erwerbsfähigkeit und die Möglichkeit, überhaupt einen Haushalt zu führen; sie ist keine Frage des Komforts. Deshalb steht der Strom auf der Stufe der Existenzsicherung und damit über jedem Geldstrom dieser Bewertung. Der Wert ist hoch: die Existenzgrundlage Wohnung für Haushalte ohne Ausweichmöglichkeit.

Impact

Die Wohnsitzdauer ist im Programm das erste Kriterium. Wer sie belohnt, benachteiligt zwangsläufig die zuletzt Zugezogenen, und das sind überdurchschnittlich oft die Haushalte in der schärfsten Not: Menschen nach einer Zwangsräumung, aus Gemeinschaftsunterkünften, nach Trennung oder Gewalt. 2024 wurden in Berlin 2.211 Wohnungen zwangsgeräumt [6]; hinzu kommen mehrere zehntausend Menschen in Unterkünften der Bezirke. Heute erreicht diese Gruppe über geschützte Marktsegmente und Dringlichkeitseinstufungen vorrangig eine Wohnung. Angesetzt sind 400 Haushalte im Jahr, die durch das Punktesystem später oder gar nicht versorgt werden, mit einer Spanne von 150 bis 1.000, im Mittel mit einem zusätzlichen Jahr ohne eigene Wohnung. Bewertet über die Lebenslage sind das 20.000 € je Haushalt und Jahr, mit einer Spanne von 8.000 bis 40.000, also rund 8 Mio. € im Jahr. Der Impact ist sehr klein in der Zahl, für die betroffenen Haushalte aber existenziell.

Plausibilität

Der Zusammenhang ist begrifflich und nicht bestreitbar: Ein festes Kontingent wird umsortiert, und wer nach Wohnsitzdauer nach vorn rückt, verdrängt jemanden nach hinten. Offen ist allein, wie stark die Dringlichkeit im neuen System noch gewichtet würde. Das Programm nennt Dringlichkeit nicht unter den Kriterien; die geschützten Marktsegmente beruhen jedoch auf Verpflichtungen gegenüber den Bezirken und auf dem Sozialrecht und ließen sich nicht ohne Weiteres abräumen. Realistisch ist deshalb ein Nebeneinander: Ein Teil der Dringlichkeitsfälle bliebe geschützt, ein Teil geriete unter den neuen Maßstab. Die Größe der Zahl ist gesetzt, ihre Richtung nicht. Die Plausibilität ist mittel: sicherer Mechanismus, unklare Zahl.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 7

Gleichbehandlung bei öffentlicher Vergabe

32von 100

Die Wohnsitzdauer trifft Menschen mit Migrationsgeschichte mittelbar deutlich stärker; das Programm nennt das selbst „Vorrang für Einheimische“. Angesetzt sind 6 € je Kopf und Jahr auf 1,65 Mio. Betroffene — eine offengelegte Setzung ohne Marktpreis. Ob die Regel vor dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz Bestand hätte, ist zweifelhaft.

Wert 9 · GleichbehandlungImpact 10Plausibilität 3,5
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Wert

Der Strom betrifft die Gleichbehandlung durch den Staat und durch Unternehmen, die ihm gehören. Diese Bindung gehört zum Kern der Verfassungsordnung und steht nicht zur Disposition einzelner Verwaltungsverfahren; sie wirkt auch weit über den Wohnungsmarkt hinaus, weil eine amtliche Sortierung nach Herkunftsnähe den Maßstab für andere Zuteilungen mitverschiebt. Deshalb steht er auf der Stufe des Verfassungskerns. Der Wert ist sehr hoch: die Gleichbehandlung durch staatliche Stellen.

Impact

Das Kriterium Wohnsitzdauer knüpft dem Wortlaut nach an Jahre in Berlin an, trifft aber mittelbar Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit und mit Migrationsgeschichte deutlich stärker: 24,9 % der Berliner haben keinen deutschen Pass, 42,3 % eine Migrationsgeschichte [4]. Das Programm stellt den Vorschlag ausdrücklich unter die Überschrift „Vorrang für Einheimische“, benennt die Wirkung also selbst. Auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist Herkunftsdiskriminierung bereits jetzt gut belegt [2]; hier würde sie zum offiziellen Maßstab einer staatlich kontrollierten Zuteilung. Für den entstehenden Schaden gibt es keinen Marktpreis. Angesetzt ist eine Größenordnung in derselben Systematik wie bei anderen institutionellen Strömen dieser Sammlung: 6 € je Kopf und Jahr, mit einer Spanne von 2 bis 20 €, auf rund 1,65 Mio. Menschen, die das Kriterium betrifft, also rund 10 Mio. € im Jahr. Der Impact ist sehr klein in der Zahl, weil ein Marktpreis fehlt; die Bezugsgruppe ist groß.

Plausibilität

Dass das Kriterium mittelbar nach Herkunft sortiert, ist nicht bestritten, sondern die erklärte Absicht. Bestritten ist alles Weitere. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet in § 19 die Benachteiligung wegen ethnischer Herkunft bei der Vermietung, das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz bindet landeseigene Unternehmen zusätzlich, und Unionsbürger können sich auf das Freizügigkeitsrecht berufen; ob eine Ausnahme für sozial stabile Bewohnerstrukturen ein solches System tragen würde, ist mehr als zweifelhaft. Es ist also möglich, dass die Regel nie in Kraft tritt und der Strom entfällt. Umgekehrt gibt es keine Methode, den Schaden einer amtlich sortierten Ungleichbehandlung zu messen; die Zahl ist eine offengelegte Setzung mit weitem Band. Beides drückt die Belastbarkeit. Die Plausibilität ist niedrig: klare Richtung, ungemessene Höhe, offener Bestand vor Gericht.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 4

Verfahren, Prüfung und Rechtsstreit

9von 100

Wohnsitzdauer, Pflege und Systemrelevanz müssen belegt, geprüft und im Streitfall verteidigt werden. Angesetzt sind 3 Mio. € im Jahr für Prüfung, Systempflege und Rechtsverfolgung. Die Kosten fallen auch dann an, wenn die Kriterien vor Gericht keinen Bestand haben.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 3Plausibilität 6
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Wert

Der Strom besteht aus Mitteln landeseigener Unternehmen und des Landeshaushalts, die anderswo fehlen; sie konkurrieren mit Instandhaltung, Neubau und dem übrigen Landesbudget. Ein besonderer Zweck, der ein höheres Gewicht rechtfertigen würde, ist nicht erkennbar. Der Wert ist mittel: gewöhnliche öffentliche Mittel am allgemeinen Maßstab.

Impact

Ein Punktesystem muss gepflegt, angewandt und belegt werden. Wohnsitzdauer, Pflegeverantwortung und systemrelevante Tätigkeit sind keine Angaben, die im Wohnberechtigungsschein stehen; sie müssten nachgewiesen, geprüft und im Zweifel gegen den Bewerber entschieden werden. Bei rund 34.000 Vergaben im Jahr und einem Vielfachen an Bewerbungen sind angesetzt: 3 Mio. € jährlich für Nachweisprüfung, Systempflege, Schulung und Rechtsverfolgung, mit einer Spanne von 1 bis 10 Mio. Hinzu kommt, dass ein Vergabemaßstab, der an der Aufenthaltsdauer ansetzt, absehbar gerichtlich angegriffen wird; die Kosten dieser Verfahren fallen auch dann an, wenn das System am Ende keinen Bestand hat, und eher stärker. Die Beträge tragen die landeseigenen Gesellschaften und damit mittelbar der Landeshaushalt. Der Impact ist sehr klein: laufende Verwaltungskosten in einstelliger Millionenhöhe.

Plausibilität

Dass zusätzliche Kriterien zusätzlichen Prüfaufwand erzeugen, ist gesichert; jede Nachweispflicht kostet Bearbeitungszeit. Die Höhe ist gerechnet, nicht erhoben, und sie hängt daran, wie viele Merkmale belegt werden müssen und wie automatisiert die Prüfung läuft. Ein System, das allein auf die Meldedaten zugreift, wäre billig, aber auch grob; eines, das Pflege und Systemrelevanz erfasst, ist teuer. Die Richtung steht in beiden Fällen fest, weshalb die Belastbarkeit hier höher liegt als bei den Wirkungsargumenten. Die Plausibilität ist hoch: sicherer Kostenanfall, geschätzter Umfang.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 7

Summary

Berlin hat zu wenig bezahlbare Wohnungen: 2025 wurden 11.027 fertiggestellt, die mittlere Angebotsmiete liegt bei 15,78 €/m², und der gebundene Bestand ist auf 97.040 Wohnungen gesunken [3][5]. An diesem Engpass ändert ein Punktesystem nichts — es verteilt denselben Bestand in einer anderen Reihenfolge. Der Vorteil, den es hat, ist echt: Rund 34.000 Vergaben im Jahr liefen nach einem offengelegten Maßstab statt nach internen Regeln, und ein Vorrang für Familien, Pflegende und systemrelevante Berufe ist begründbar; beides ist allerdings klein und hängt an Gewichten, die das Programm nicht nennt. Dem steht gegenüber, dass jeder, der nach vorn rückt, jemanden verdrängt: Weil das erste Kriterium die Wohnsitzdauer ist, trifft es überdurchschnittlich Haushalte nach Zwangsräumung oder aus Unterkünften, angesetzt sind 400 im Jahr [6]. Vor allem aber würde ein staatlich kontrollierter Zugang nach Aufenthaltsdauer sortieren, was Menschen mit Migrationsgeschichte mittelbar deutlich stärker trifft — 42,3 % der Berliner — und was das Programm mit „Vorrang für Einheimische“ selbst so benennt [4]; ob das vor dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz Bestand hätte, ist mehr als zweifelhaft. Die Gegenseite liegt um mehr als das Dreifache vorn und bliebe es auch am unteren Rand ihrer Bänder. Das Scharnier ist nicht die Rechtsfrage, sondern die Mengenneutralität: Wer ein festes Kontingent neu sortiert, kann den Gewinn der einen nur aus dem Verlust der anderen nehmen.

Ausblick — Wirkung über die Zeit

Schlechter für die Zukunft · 0,23
heute Δ −51,0 F1 — mit Punktesystem Wohnen F0 — Baseline ohne Maßnahme +5 Jahre +10 Jahre Normalised Impact → F0 konstant als Referenz · F1 über/unter F0 = positive/negative Nettowirkung · Δ = Nettoscore Band = Erwartungsbereich — reicht es unter F0, ist auch eine negative Wirkung plausibel Kurvenform und Höhe illustrativ · y-Achse bewusst ohne Skala

Quellen

  1. AfD Berlin: Wahlprogramm 2026: Vorrang für Einheimische bei der Wohnungsvergabe. afd.berlin
  2. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Diskriminierung bei der Wohnungsvermietung. antidiskriminierungsstelle.de
  3. Investitionsbank Berlin: IBB Wohnungsmarktbericht 2025: 97.040 gebundene Wohnungen, Angebotsmiete 15,78 €/m². ibb.de
  4. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Einwohnerregisterstatistik 2025: 3.913.644 Einwohner, Anteil mit Migrationshintergrund 42,3 %. statistik-berlin-brandenburg.de
  5. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Baufertigstellungen Berlin 2025: 11.027 Wohnungen. statistik-berlin-brandenburg.de
  6. Tagesspiegel: 2.211 Zwangsräumungen in Berlin 2024. tagesspiegel.de
Zuletzt geprüft von Claude Fable 5 · 24. August 2026 · 2× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 24. August 2026KI-PrüfungClaude Fable 5keine Änderung nötig

    Prüfung gegen das Skill-Regelwerk (Prüfraster A1–H2): keine Korrektur angewendet. 3 Punkt(e) offen für das menschliche Review.

  2. 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung

    Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/evaluations/berlin-punktesystem.json); Bewertung unverändert übernommen, Review-Status in der Quelle: draft.

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen. Wie wir prüfen →

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