Illustration zur Kategorie Öffentliche Ordnung und Sicherheit
Deutschland · Länder (Polizeirecht und Polizeivollzug) · COFOG 03

Innere Sicherheit

Der Bereich Innere Sicherheit umfasst die Abwehr von Gefahren für Leib, Leben und Eigentum sowie die Verfolgung von Straftaten: Polizeirecht und Polizeivollzug, Strafverfolgung durch Staatsanwaltschaften und Gerichte, Verfassungsschutz und Katastrophenschutz. Dazu gehören auch die Befugnisse zur Datenerhebung und Datenauswertung, auf die diese Aufgaben gestützt sind.

Ausgangslage

Die Zuständigkeit ist geteilt. Polizeirecht und Polizeivollzug sind Sache der Länder; jedes Land hat ein eigenes Polizeigesetz, und die Landespolizeien stellen mit rund 226.000 Beamtinnen und Beamten den weit überwiegenden Teil des Personals. Der Bund führt Bundespolizei und Bundeskriminalamt mit zusammen rund 45.000 Beschäftigten im Vollzug und setzt mit dem Straf- und Strafprozessrecht den Rahmen, den die Länder anwenden. Statistisch kommt eine Polizistin oder ein Polizist auf 309 Einwohner. Die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten ist 2025 auf rund 5,5 Mio. gesunken, 5,6 % weniger als im Vorjahr, und die Zahl der Tatverdächtigen ging auf rund 2,05 Mio. zurück. Der Rückgang verläuft jedoch ungleichmäßig: Wohnungseinbrüche stiegen um 5,7 %, die Zahl tatverdächtiger Kinder um 3,3 % und die erfassten Vergewaltigungen um 9,0 %. Ohne neue Maßnahmen setzt sich diese Bewegung voraussichtlich fort: sinkende Gesamtzahlen bei gleichzeitiger Verschiebung zu Delikten, die das Sicherheitsgefühl stärker prägen als die Gesamtstatistik. Die politische Auseinandersetzung verlagert sich entsprechend von der Menge der Straftaten auf ihre Zusammensetzung, auf Personalausstattung und auf die Reichweite polizeilicher Befugnisse — insbesondere Videoüberwachung, biometrische Auswertung und automatisierte Datenanalyse, deren Grenzen die Gerichte fortlaufend nachziehen.

Zahlen & Fakten
5,5 Mio.
Polizeilich erfasste Straftaten
↘ fallend, −5,6 % gegenüber 2024
57,9 %
Aufklärungsquote
→ knapp drei von fünf Fällen aufgeklärt
212.335
Fälle von Gewaltkriminalität
↘ fallend, −2,3 % gegenüber 2024
29.243
Messerangriffe
↗ steigend, +0,8 % trotz sinkender Gesamtkriminalität
83.144
Wohnungseinbruchdiebstähle
↗ steigend, +5,7 % gegenüber 2024
2,05 Mio.
Ermittelte Tatverdächtige
↘ fallend, −5,9 % gegenüber 2024
+3,3 %
Tatverdächtige Kinder gegenüber dem Vorjahr
↗ steigend, drittes Jahr in Folge gegen den Gesamttrend
271.000
Polizeivollzugsbeamte in Bund und Ländern
→ stabil, rechnerisch eine Kraft je 309 Einwohner

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