Ganztagsverordnung und Qualitätsoffensive Ganztag 2030

Das BSW sieht Sachsen-Anhalt auf den Rechtsanspruch schlecht vorbereitet. Die Zahl, mit der es das begründet, ist fünffach falsch; die Zahl, die es stützen würde, fehlt.

Land Sachsen-Anhalt Vorschlag auf Landesebene (Sachsen-Anhalt). Landesmaßnahmen erreichen im bundesweiten Maßstab kleinere Impact-Werte als Bundesmaßnahmen; der Maßstab dieser Seite ist entsprechend gesetzt. Hinzu kommt hier, dass das Programm drei Instrumente ohne Betrag und ohne Zielwert nennt und der Maßstab deshalb besonders unsicher ist.

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite. Wie geprüft wird →

Das Landtagswahlprogramm des BSW fordert auf Seite 47 f., die Landesregierung solle eine eigene Ganztagsverordnung einführen, ein landeseigenes Förderprogramm aufbauen und eine Qualitätsoffensive Ganztag 2030 starten [1]. Infrastruktur, Personal und pädagogische Konzepte sollen gezielt gestärkt und Schulträger bei Planung, Bau und Kooperationen unterstützt werden. Keines der drei Instrumente ist mit einem Regelungsgegenstand, einem Zielwert, einem Datum oder einem Betrag hinterlegt; die Jahreszahl 2030 steht nur im Namen der Offensive. Begründet wird die Forderung mit dem Satz, in Sachsen-Anhalt verfügten derzeit nur rund 14 Prozent der allgemeinbildenden Schulen über ein Ganztagsangebot [1]. Nach der amtlichen Statistik der Kultusministerkonferenz waren es 2024 rund 70,4 Prozent der Verwaltungseinheiten, und 53,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler nahmen teil [2]. Der bundesrechtliche Rechtsanspruch greift ab dem Schuljahr 2026/27 für die erste Klassenstufe und ist 2029/30 voll ausgebaut [4].

Bilanz

Schlechter für die Zukunft · 0,37
Pro 24 · 37 % Contra 41 · 63 %
Größenklasse: sehr klein Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 2 Mio. € pro Jahr. Wie wir bewerten →

Pro-Argumente

Contra-Argumente

6 Argumente bewertet · Scoring v1.3 Δ absolut −17

Argumente — Pro

3 Argumente

Qualität statt Aufbewahrung am Nachmittag

15von 100

Der Kern der Forderung ist Qualität: Ganztagsschule dürfe keine bloße Aufbewahrung am Nachmittag sein und brauche Konzepte, Räume und Personal nach bewährten Standards der Horte und der Jugendhilfe [1]. Genau darauf zeigt die Evidenz. Die erste kausale Auswertung für Deutschland findet positive Effekte auf Deutschnoten, Gymnasialbesuch, Mobbing und Zufriedenheit, aber nur dort deutlich, wo gezielte Förderkurse angeboten werden [7].

Wert 8 · BildungschancenImpact 4,8Plausibilität 4
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Wert

Bewertet sind Bildungschancen von Grundschulkindern. Sie wirken über das ganze Erwerbsleben und liegen deshalb eine Stufe über gewöhnlichen Systemwirkungen.

Impact

Betroffen sind rund 77.466 Grundschulkinder [11], von denen 53,8 Prozent bereits am Ganztag teilnehmen [2]. Angesetzt sind 8 Mio Euro im Jahr für den Qualitätsgewinn bei den Teilnehmenden, Band 2 bis 25 Mio. Mit einem Verteilungsgewicht von 1,2 ergibt sich 0,0096. Der Wert steht für bessere Übergänge und weniger Mobbing, nicht für Testergebnisse.

Plausibilität

Drei unabhängige Untersuchungen zeigen dasselbe Muster: Die Qualität entscheidet, der bloße Umfang nicht [7][8][9]. Die stärkste davon nutzt die Verteilung der Bundesfördermittel als Instrument und findet keine Effekte auf Testergebnisse, wohl aber auf Noten und Übergänge [7]. Zwei Einschränkungen wiegen. Erstens findet dieselbe Arbeit keine über den Durchschnitt hinausgehenden Effekte für Kinder aus bildungsfernen Haushalten [7]. Zweitens füllt das Programm keines seiner drei Instrumente mit Inhalt [1]. Deshalb 4,0.

evidence_basis: Konvergierende Studien · P-ceiling 7

Nicht abgerufene Bundesmittel könnten fließen

4,5von 100

Der Bund stellt 3,5 Mrd Euro für den Ausbau der Ganztagsbetreuung bereit [4]. Sachsen-Anhalt verfügt über einen Rahmen von 74,1 Mio Euro und hat davon 10,0 Prozent bewilligt; bundesweit sind es 49,5 Prozent [3]. Abgerufen wurden 0,8 Prozent gegenüber 8,2 Prozent im Bund. Rund 66,8 Mio Euro liegen unbewilligt. Genau darauf zielen ein landeseigenes Förderprogramm und die Unterstützung der Schulträger bei Planung und Bau [1].

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 3Plausibilität 3
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Wert

Bewertet ist der Abruf von Bundesmitteln für den Ganztagsausbau. Das ist ein öffentlicher Zahlungsstrom über die verbleibende Programmlaufzeit bis 2029/30 und zählt zu seinem Nennwert, nicht darüber.

Impact

66,8 Mio Euro nicht bewilligter Bundesmittel, verteilt auf die verbleibende Programmlaufzeit von rund vier Jahren, ergeben 16,7 Mio Euro im Jahr [3]. Die Wahrscheinlichkeit, dass die drei genannten Instrumente den Abruf tatsächlich auslösen, ist mit 30 Prozent gesetzt, weil das Programm weder einen Betrag noch ein Verfahren nennt [1]. Bleiben 5 Mio Euro, mit einem Verteilungsgewicht von 1,2 der Wert 0,006.

Plausibilität

Verfügungsrahmen, Bewilligungs- und Abrufquoten sind amtlich erhoben und monatlich gemeldet [3]. Unsicher ist die Wirkung der Instrumente, denn keines von ihnen ist im Programm mit Inhalt gefüllt. Gegenläufig wirkt der Befund aus demselben Bericht, dass Sachsen-Anhalt die niedrige Quote mit einer bereits bedarfsdeckenden Angebotsstruktur begründet [3]. Eine niedrige Abrufquote kann also auch geringen Bedarf anzeigen. Deshalb 3,0 bei einer Obergrenze von 6,0.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 6

Fachkräfte und Räume im ländlichen Raum

4,3von 100

Zwei Teile der Programmdiagnose halten der Prüfung stand: Es fehlen Fachkräfte und geeignete Räumlichkeiten, insbesondere im ländlichen Raum [1]. Die große Längsschnittstudie zum Ganztag kommt zum selben Befund, dass materielle, personelle und räumliche Ausstattung nicht an allen Schulen hinreichend sind [9].

Wert 6 · VerwaltungsqualitätImpact 2,4Plausibilität 3
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Wert

Bewertet ist die Ausstattung der Standorte. Das ist eine Systemwirkung auf die Qualität des Angebots und kein einzelner Zahlungsstrom.

Impact

Angesetzt sind 4 Mio Euro im Jahr, Band 0 bis 12 Mio. Der Wert steht für den Teil der Qualitätslücke, der auf Räume und Personal entfällt und über gezielte Landesmittel schließbar wäre. Mit einem Gewicht von 1,2 ergibt sich 0,0048. Der Posten ist bewusst klein gehalten, weil er sich mit dem Qualitätsposten überschneidet.

Plausibilität

Die Diagnose ist plausibel und wird von der Längsschnittstudie gestützt [9]. Was fehlt, ist jede Zahl: weder das Programm noch eine amtliche Quelle beziffert fehlende Räume oder unbesetzte Stellen im Ganztag in Sachsen-Anhalt. Deshalb 3,0 bei einer Obergrenze von 5,0.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5

Argumente — Contra

3 Argumente

Der Platzbedarf sinkt, statt zu steigen

16von 100

Der Programmsatz Es fehlen Plätze trifft für Sachsen-Anhalt nicht zu [1]. Die amtliche Bedarfsschätzung findet in drei von vier Szenarien einen sinkenden Platzbedarf, bis 2029/30 um bis zu 7.000 Plätze [3]. Der Grund ist die Demografie: 11.978 Lebendgeborene im Jahr 2025 gegenüber 18.092 im Jahr 2016 [12]. Der Bericht hält zudem fest, dass der Rechtsanspruch in Sachsen-Anhalt faktisch seit zwei Jahrzehnten besteht [3].

Wert 6 · VerwaltungsqualitätImpact 6Plausibilität 4,5
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Wert

Bewertet ist die Passung des Ausbaus zum tatsächlichen Bedarf. Das betrifft die Wirksamkeit des Mitteleinsatzes und liegt über einem reinen Geldbetrag.

Impact

Angesetzt sind 12 Mio Euro im Jahr, Band 4 bis 30 Mio. Der Wert steht für Mittel, die in Kapazität fließen, die demografisch ohnehin frei wird. Bundesweit steigt der Bedarf um 10 bis 18 Prozent, in Sachsen-Anhalt sinkt er [3]. Der Posten liegt über dem Diagnosefehler, weil er einen dauerhaften Strom betrifft und nicht nur eine falsche Begründung.

Plausibilität

Die Bedarfsschätzung stammt von einem Forschungsinstitut im Auftrag des Bundesministeriums und liegt in vier Szenarien vor [3]. Die Geburtenzahlen sind amtlich [12]. Einschränkend gilt: Die Schätzung betrifft Plätze, nicht Qualität, Räume oder Fachkräfte; diese Teile der Programmdiagnose bleiben unberührt. Deshalb 4,5 bei einer Obergrenze von 7,0.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 7

Das Problem ist kleiner als behauptet

15von 100

Die tragende Zahl der Forderung ist falsch. Das Programm behauptet, nur rund 14 Prozent der allgemeinbildenden Schulen verfügten über ein Ganztagsangebot [1]. Nach der amtlichen Statistik waren es 2024 rund 70,4 Prozent der Verwaltungseinheiten, und 53,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler nahmen teil [2]. Ein zweiter, unabhängiger Beleg nennt eine Inanspruchnahmequote von 77 Prozent der Grundschulkinder [3].

Wert 6 · VerwaltungsqualitätImpact 5Plausibilität 5
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Wert

Bewertet ist die Treffsicherheit des Mitteleinsatzes. Das betrifft die Wirksamkeit öffentlicher Förderung insgesamt und liegt über einem reinen Geldbetrag.

Impact

Angesetzt sind 10 Mio Euro im Jahr, Band 3 bis 25 Mio. Der Wert steht für den Mitteleinsatz, der auf ein fünffach überzeichnetes Problem antwortet und deshalb an der Lücke vorbeigeht. Die Herkunft der Zahl ist rekonstruierbar: 109 nach Paragraph 12 Schulgesetz genehmigte öffentliche Ganztagsschulen entsprechen bei 850 Schulen 12,8 Prozent [6][11]. Das ist eine engere Kategorie als das, was der Programmsatz behauptet.

Plausibilität

Zwei unabhängige amtliche Quellen widersprechen der Programmzahl [2][3], und die wahrscheinliche Herkunft des Fehlers ist belegbar [6]. Der Vergleich mit Sachsen im selben Satz ist zusätzlich unsauber, weil er eine enge Landeszahl einer weiten Nachbarlandzahl gegenüberstellt. Offen bleibt, ob eine Regierung tatsächlich nach der falschen Diagnose handeln würde. Deshalb 5,0 bei einer Obergrenze von 8,5.

evidence_basis: Mehrere Präzedenzfälle · P-ceiling 8,5

Verpflichtender Ganztag zeigt keine Wirkung

10von 100

Das Land strebt perspektivisch den Wechsel von der offenen in die gebundene Form an [5]. Die Evidenz spricht dagegen. Eine Auswertung von 4.039 Kindern aus dem Sozio-oekonomischen Panel findet, dass freiwillige Teilnahme prosoziales Verhalten und psychische Gesundheit signifikant verbessert, verpflichtende Teilnahme dagegen keine messbaren Vorteile zeigt [8]. Das BSW fordert Ausbau, ohne sich zur Form zu äußern [1].

Wert 8 · BildungschancenImpact 3,6Plausibilität 3,5
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Wert

Bewertet ist die sozial-emotionale Entwicklung von Grundschulkindern. Sie prägt spätere Bildungs- und Lebenschancen und liegt deshalb eine Stufe über gewöhnlichen Systemwirkungen.

Impact

Angesetzt sind 6 Mio Euro im Jahr, Band 0 bis 20 Mio. Der Wert steht für den entgangenen Entwicklungsvorteil, wenn der Ausbau in gebundener Form erfolgt. Bezogen sind sie auf die rund 41.700 Grundschulkinder, die heute am Ganztag teilnehmen [2][11]. Mit einem Verteilungsgewicht von 1,2 ergibt sich 0,0072.

Plausibilität

Die Auswertung ist groß und nutzt administrative Schuldaten [8]. Sie betrifft allerdings sechs westdeutsche Länder und einen Zeitraum bis 2018; Sachsen-Anhalt mit seiner Horttradition ist nicht darin. Die erste kausale Auswertung für Deutschland findet zudem, dass fast 90 Prozent der Schulen mit Ganztagsbetrieb auf freiwillige Teilnahme setzen [7]; ein flächendeckender Wechsel zur gebundenen Form ist also nicht der Regelfall. Deshalb 3,5 bei einer Obergrenze von 5,0.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 5

Summary

Die Richtung stimmt, die Begründung nicht. Qualität statt Aufbewahrung ist die evidenzgestützte Forderung. Die erste kausale Auswertung für Deutschland findet keine Effekte auf Testergebnisse. Sie findet aber Effekte auf Deutschnoten, Gymnasialbesuch, Mobbing und Zufriedenheit mit der Schule, und zwar deutlicher dort, wo gezielte Förderkurse angeboten werden [7]. Die große Längsschnittstudie kommt zum selben Ergebnis: Qualität entscheidet, einzelne Angebote allein wirken nicht [9]. Die Begründung trägt das nicht. Das Programm behauptet, nur rund 14 Prozent der Schulen verfügten über ein Ganztagsangebot [1]. Amtlich sind es 70,4 Prozent der Verwaltungseinheiten und 53,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler [2]; die Inanspruchnahmequote bei Grundschulkindern liegt bei 77 Prozent [3]. Die Zahl ist vermutlich falsch etikettiert und nicht frei erfunden: 109 nach Paragraph 12 Schulgesetz genehmigte Ganztagsschulen ergeben bei 850 Schulen 12,8 Prozent [6][11]. Der Vergleich mit Sachsen im selben Satz stellt dann eine enge Landeszahl einer weiten Nachbarlandzahl gegenüber. Auch der Satz Es fehlen Plätze trifft nicht zu. Die amtliche Bedarfsschätzung findet für Sachsen-Anhalt in drei von vier Szenarien einen sinkenden Platzbedarf, bis 2029/30 um bis zu 7.000 Plätze [3]. Bundesweit steigt er zweistellig. Der Grund ist die Demografie, und der Bericht hält fest, dass der Rechtsanspruch in Sachsen-Anhalt faktisch seit zwei Jahrzehnten besteht [3]. Was die Kernaussage tatsächlich stützen würde, steht nicht im Programm. Von seinem Bundesrahmen über 74,1 Mio Euro hat Sachsen-Anhalt 10,0 Prozent bewilligt und 0,8 Prozent abgerufen; bundesweit sind es 49,5 und 8,2 Prozent [3]. Rund 66,8 Mio Euro liegen. Das ist der belastbare Beleg dafür, dass das Land unzureichend vorbereitet ist. Einschränkend gilt: Eine niedrige Abrufquote kann auch geringen Bedarf anzeigen, und genau so begründet das Land sie gegenüber dem Bund.

Ausblick — Wirkung über die Zeit

Schlechter für die Zukunft · 0,37
heute Δ −17,0 F1 — mit Ganztag 2030 F0 — Baseline ohne Maßnahme +3 Jahre +5 Jahre Normalised Impact → F0 konstant als Referenz · F1 über/unter F0 = positive/negative Nettowirkung · Δ = Nettoscore Band = Erwartungsbereich — reicht es unter F0, ist auch eine negative Wirkung plausibel Kurvenform und Höhe illustrativ · y-Achse bewusst ohne Skala

Quellen

  1. BSW Sachsen-Anhalt: Landtagswahlprogramm, beschlossen am 07.03.2026, S. 47 f.: In Sachsen-Anhalt verfügen derzeit nur rund 14 Prozent der allgemeinbildenden Schulen über ein Ganztagsangebot; die Landesregierung sollte eine eigene Ganztagsverordnung einführen, ein landeseigenes Förderprogramm aufbauen und eine Qualitätsoffensive Ganztag 2030 starten; Ganztagsschule braucht Konzepte, Räume und Personal nach bewährten Standards der Horte und der Jugendhilfe. st.bsw-vg.de
  2. Kultusministerkonferenz: Allgemeinbildende Schulen in Ganztagsform in den Ländern, Statistik 2020 bis 2024: In Sachsen-Anhalt hatten 2024 rund 70,4 Prozent der Verwaltungseinheiten Ganztagsschulbetrieb und 53,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler nahmen teil; Bund 72,4 und 49,7 Prozent, Sachsen 98,7 und 89,6 Prozent; 2015 lag Sachsen-Anhalt noch bei 28,4 Prozent. kmk.org
  3. Bundesregierung: Dritter GaFöG-Bericht zum Ausbaustand der Ganztagsbetreuung, Datenstichtag 28.08.2025: Inanspruchnahmequote in Sachsen-Anhalt 77 Prozent der Grundschulkinder; zusätzlicher Platzbedarf 2029/30 je nach Szenario minus 7.000 bis minus 2.000 Plätze; Verfügungsrahmen des Landes 74,1 Mio Euro, davon 10,0 Prozent bewilligt und 0,8 Prozent abgerufen, bundesweit 49,5 und 8,2 Prozent; für Sachsen-Anhalt bestehe der Rechtsanspruch auf Landesebene bereits seit zwei Jahrzehnten. recht-auf-ganztag.de
  4. Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Ganztagsförderungsgesetz: Rechtsanspruch nach Paragraph 24 Absatz 4 SGB VIII ab dem Schuljahr 2026/27 für die erste Klassenstufe, jährliche Erweiterung, Vollausbau 2029/30; acht Stunden an allen fünf Werktagen; Investitionsprogramm des Bundes 3,5 Mrd Euro. bmbfsfj.bund.de
  5. Land Sachsen-Anhalt, Bildungsportal: Ganztagsschulen in Sachsen-Anhalt: Genehmigung nach Paragraph 12 Schulgesetz, offene und gebundene Form; das Land strebt perspektivisch den Wechsel von der offenen in die gebundene Form an. bildung.sachsen-anhalt.de
  6. Verband Deutscher Privatschulverbände Sachsen-Anhalt: Ausarbeitung zur Ganztagsschulförderung in Sachsen-Anhalt: 109 nach Paragraph 12 Schulgesetz genehmigte öffentliche Ganztagsschulen im Schuljahr 2015/16 und ebenso viele 2017/18; bezogen auf 850 allgemeinbildende Schulen sind das 12,8 Prozent. vdp-sachsen-anhalt.de
  7. Seidlitz und Zierow: Longer Days, Better Performance? Economics of Education Review 107 (2025), zusammengefasst im ifo Schnelldienst 10/2025: Instrumentvariablenschätzung über die Verteilung der IZBB-Fördermittel auf Gemeindeebene, Nationales Bildungspanel, Einschulungskohorte 2012; keine signifikanten Effekte auf Testergebnisse in Deutsch und Mathematik, aber signifikant bessere Deutschnoten, häufigerer Gymnasialbesuch, weniger Mobbing und höhere Zufriedenheit mit der Schule; keine über den Durchschnitt hinausgehenden Effekte für Kinder aus Haushalten mit niedriger Bildung; positivere Effekte in Schulen mit gezielten Förderkursen. ifo.de
  8. DIW Berlin: Wochenbericht 48/2022: 4.039 Schülerinnen und Schüler aus dem Sozio-oekonomischen Panel, sechs westdeutsche Länder, 2002 bis 2018; freiwillige Teilnahme am Ganztag verbessert prosoziales Verhalten und psychische Gesundheit signifikant, verpflichtende Teilnahme zeigt keine messbaren Vorteile; keine signifikanten Effekte auf Noten. diw.de
  9. StEG, Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen: Ergebnisse der zweiten Phase 2012 bis 2015: Ganztagsangebote fördern die psychosoziale Entwicklung bei hoher Qualität; dauerhafte Nutzung verbessert Noten; einzelne Förderangebote zeigen keinen messbaren Effekt auf Fachleistungen; materielle, personelle und räumliche Ausstattung sind nicht an allen Schulen hinreichend. ganztaegig-lernen.de
  10. DIW Berlin: Wochenbericht 47/2016: Ganztagsschule und Hort erhöhen die Erwerbsbeteiligung von Müttern mit Grundschulkindern; Sozio-oekonomisches Panel mit rund 30.000 Befragten in rund 15.000 Haushalten. diw.de
  11. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Pressemitteilung 21/2026 vom 29.01.2026: 211.854 Schülerinnen und Schüler an 850 allgemeinbildenden Schulen, davon 77.466 an Grundschulen. statistik.sachsen-anhalt.de
  12. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Geborene und Gestorbene, Stand 29.5.2026: 11.978 Lebendgeborene 2025 gegenüber 18.092 im Jahr 2016, neunter Rückgang in Folge. statistik.sachsen-anhalt.de
  13. Finanzministerium Sachsen-Anhalt: Steuerschätzung Mai 2026: Mindereinnahmen von rund 240 Mio Euro (2026) sowie je rund 260 Mio Euro für 2027 und 2028. dubisthalle.de
  14. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt: Programm zur Landtagswahl 2026: Ausweitung des Startchancen-Programms und Sicherung der Ganztagsangebote. gruene-lsa.de
  15. SPD Sachsen-Anhalt: Wahlprogramm 2026, S. 28: Der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung, auf den berufstätige Eltern angewiesen sind, darf nicht eingeschränkt werden. spdsachsenanhalt.de
Zuletzt geprüft von Claude Fable 5 · 24. August 2026 · 2× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 24. August 2026KI-PrüfungClaude Fable 5neu bewertet

    Prüfung gegen das Skill-Regelwerk (Prüfraster A1–H2): 1 Korrektur(en) angewendet (B3); r 0.386 → 0.369. 4 Punkt(e) offen für das menschliche Review.

  2. 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung

    Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/evaluations/bsw-lsa-ganztagsschulen.json); Bewertung unverändert übernommen, Review-Status in der Quelle: draft.

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen. Wie wir prüfen →

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