Mehr Menschen dürfen mitentscheiden
In Sachsen-Anhalt leben 76.822 Menschen im Alter von 14 bis 17 Jahren [7]. Sie dürfen bei Landtagswahlen nicht abstimmen, obwohl über Schule, Ausbildung und Klima Entscheidungen fallen, die sie länger betreffen als die meisten Wählenden. Bei 1.788.930 Wahlberechtigten im Jahr 2021 wären das 4,1 Prozent mehr [8].
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden
Wert
Bewertet ist der Zugang zum Wahlrecht. Das berührt den Verfassungskern und liegt damit knapp unterhalb von Leben und Gesundheit.
Impact
Angesetzt sind 4 Mio Euro im Jahr für den Zugewinn an Mitbestimmung bei 76.822 Menschen, also rund 52 Euro je Person und Jahr. Der Wert ist gesetzt, weil sich das Wahlrecht nicht in Euro messen lässt; er soll die Größenordnung eines echten, aber begrenzten Zuwachses abbilden. Bei einer Absenkung nur auf 16 wäre die betroffene Gruppe mit 38.811 Personen halb so groß [7]. Das Band reicht von 1 bis 12 Mio.
Plausibilität
Dass 76.822 Menschen das Wahlrecht bekämen, folgt unmittelbar aus der Bevölkerungsstatistik [7]. Unsicher ist allein die Bewertung. Gegen einen hohen Wert spricht, dass das passive Wahlrecht bei Landtagswahlen nach dem Programmtext bei 18 bliebe [1]: Vierzehnjährige dürften wählen, aber nicht gewählt werden. Deshalb 4,0 bei einer Obergrenze von 5,0.