Medi-Bus als rollende Hausarztpraxis

Ein Bus mit Arzt und Fachangestellter soll nach festem Fahrplan Orte ohne Praxis anfahren. In Sachsen-Anhalt sind 172,5 Hausarztstellen unbesetzt, und ein Bus schafft keine zusätzliche Arztkapazität.

Land Sachsen-Anhalt Vorschlag auf Landesebene (Sachsen-Anhalt). Landesmaßnahmen erreichen im bundesweiten Maßstab kleinere Impact-Werte als Bundesmaßnahmen; der Maßstab dieser Seite ist entsprechend gesetzt. Hinzu kommt hier, dass der Vorschlag ausdrücklich ein einzelnes Fahrzeug betrifft und deshalb auch für eine Landesmaßnahme sehr klein ausfällt.

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite. Wie geprüft wird →

Die CDU will einen Medi-Bus als rollende Hausarztpraxis einführen. An Bord sind laut Programm „ein Arzt und eine Medizinische Fachangestellte (MFA) … sowie alles an Ausstattung, was eine Hausarztpraxis benötigt“ [1]. Er soll „mit einem festen Fahrplan durch Regionen Sachsen-Anhalts fahren“, die besonders unter Ärztemangel leiden; bei erfolgreicher Erprobung ist eine fachärztliche Ausstattung möglich [1]. Anzahl, Kosten, Trägerschaft, Standorte und Zeitplan nennt das Programm nicht; es spricht in der Einzahl von einem Medi-Bus. Bewertet wird die Wahlperiode 2026 bis 2031.

Bilanz

Schlechter für die Zukunft · 0,28
Pro 16 · 28 % Contra 43 · 72 %
Größenklasse: sehr klein Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 50 Tsd. € pro Jahr. Wie wir bewerten →

Pro-Argumente

Contra-Argumente

6 Argumente bewertet · Scoring v1.3 Δ absolut −27

Argumente — Pro

3 Argumente

Versorgung dort, wo keine Praxis mehr steht

9,6von 100

In Salzwedel und Sangerhausen hat der Landesausschuss Unterversorgung festgestellt, in 13 weiteren Mittelbereichen drohende Unterversorgung [5]. Im nördlichen Sachsen-Anhalt treten Fahrzeiten bis zu 30 Minuten gehäuft auf [8]. Wer keine erreichbare Praxis hat, landet häufiger im Krankenhaus mit einem Leiden, das ambulant behandelbar gewesen wäre [27].

Wert 10 · Leben & GesundheitImpact 3,2Plausibilität 3
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen sind Leben und Gesundheit, und zwar bei chronisch kranken Menschen, deren Leiden ohne regelmäßige Kontrolle entgleist. Bluthochdruck, Diabetes und Herzschwäche führen unbehandelt in die Klinik und verkürzen das Leben. Kein anderer Strom in dieser Bewertung wiegt schwerer. Der Wert ist der höchste, den das Bewertungsschema kennt.

Impact

Ein Bus, wie ihn das Programm beschreibt, erreicht nach den drei deutschen Vorbildern zwischen 330 und 3.230 Behandlungsfälle im Jahr. Wolfenbüttel kam auf rund 500 Kontakte in anderthalb Jahren [19], Rheinland-Pfalz auf rund 1.000 je Fahrzeug [17] und Hessen auf über 21.000 in gut sechs Jahren [13]. Angesetzt sind 2.000 Fälle im Jahr. Entscheidend ist der Anteil, der ohne den Bus gar keine oder eine verspätete Behandlung erhielte. Angesetzt sind 20 Prozent, also 400 Personen. Für sie greift der gemessene Entfernungseffekt: 32 Prozent mehr Krankenhausaufnahmen wegen ambulant behandelbarer Erkrankungen, bei Älteren 48 Prozent [27]. Bei rund 2 Prozent vermiedenen Aufnahmen und 4.000 Euro je Fall sind das 32.000 Euro. Mit dem gesundheitlichen Wert jenseits der reinen Behandlungskosten sind es rund 120.000 Euro. Betroffen sind überwiegend Ältere in dünn besiedelten Kreisen ohne Ausweichmöglichkeit, weshalb der Betrag mit einem Verteilungsgewicht von 1,3 auf rund 156.000 Euro steigt.

Plausibilität

Der Zusammenhang zwischen Entfernung und Gesundheit ist belegt, seine Übertragung auf einen Bus ist es nicht. Zwei große Registerstudien messen ihn sauber. Die erste umfasst 126.666 Versicherte im Großraum Tokio und findet ab einem Kilometer Entfernung 32 Prozent mehr Krankenhausaufnahmen [27]. Die zweite umfasst 121.232 Herzinfarktpatienten in Dänemark. Bei ihnen erhöhen längere Wege im ländlichen Raum die Wahrscheinlichkeit um 46 bis 48 Prozent, vorher gar keinen Hausarztkontakt gehabt zu haben [28]. Beide Schwellen liegen bei rund einem Kilometer. In Sachsen-Anhalt haben 71 Prozent der Bevölkerung fußläufigen Zugang zu einer Praxis [9]. Die Wartezeit auf einen Hausarzttermin ist zudem kurz: 74 Prozent bekommen ihn innerhalb weniger Tage [10]. Eine Untersuchung, die die Wirkung einer mobilen Praxis mit einer Vergleichsgruppe misst, gibt es für keines der drei deutschen Vorbilder.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 5

Brücke, bis sich wieder jemand niederlässt

4,2von 100

Schließt die letzte Praxis eines Ortes, verteilt sich der Patientenstamm, und eine spätere Neugründung wird unwahrscheinlicher. Genau hier setzt der Bus an. In Hessen lief er sechseinhalb Jahre und endete, weil sich wieder Praxen angesiedelt hatten [13].

Wert 6 · VersorgungsstandorteImpact 2Plausibilität 3,5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen ist der Erhalt eines Versorgungsstandorts und damit der Zugang für alle, die dort wohnen. Ein Ort ohne Praxis verliert mehr als eine Adresse; er verliert die Grundlage für jede spätere Niederlassung. Diese Systemwirkung reicht über die einzelnen Patienten hinaus. Der Wert ist mittel.

Impact

Genau dieser Verlauf ist in Hessen dokumentiert. Der Bus lief von Juli 2018 bis Ende 2024 in fünf Gemeinden [12]. Eingestellt wurde er, weil sich in Herleshausen und Sontra wieder Praxen angesiedelt hatten. Für Nentershausen und Cornberg übernahm ab Februar 2025 eine neue Ärztin die Versorgung und mit ihr die Ausstattung des Busses [13]. Über sechseinhalb Jahre entspricht das rund einem wieder besetzten Ort in gut anderthalb Jahren. Bewertet wird der vermiedene dauerhafte Verlust wohnortnaher Versorgung für einen Ort mit rund 1.500 Einwohnern, angesetzt mit rund 80.000 Euro im Jahr. Betroffen sind überwiegend Ältere, weshalb der Betrag mit einem Verteilungsgewicht von 1,2 auf rund 96.000 Euro steigt.

Plausibilität

Es gibt genau einen Fall, und er ist gut dokumentiert. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen zog nach sechseinhalb Jahren die Bilanz, der Bus habe „seine Aufgabe als Brückenlösung hervorragend erfüllt“ [13]. Zwei Einschränkungen wiegen schwer. Erstens ist nicht geprüft, ob sich die Ärztinnen und Ärzte wegen des Busses oder unabhängig davon niedergelassen haben; eine Vergleichsgruppe gibt es nicht [12]. Zweitens erklärt die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz für ihre beiden Fahrzeuge ausdrücklich, eine mobile Praxis könne „nur als Überbrückung dienen“ und sei keine Dauerlösung. Weitere Fahrzeuge sind dort nicht geplant [18]. In Wolfenbüttel endete der Versuch ohne Nachfolge [19].

evidence_basis: Einzelner Präzedenzfall · P-ceiling 7

Kürzere Wege für Menschen ohne Auto

2,6von 100

In kleinen ostdeutschen Landgemeinden liegt die mittlere Entfernung zur nächsten Hausarztpraxis bei rund 2,7 Kilometern [9]. 30,6 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt sind 65 Jahre und älter [11]. Ein Halt im Ort spart ihnen den Weg an den Sprechtagen.

Wert 6 · ErreichbarkeitImpact 0,8Plausibilität 5,5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen ist der Zugang zur Versorgung für alle im Einzugsgebiet, nicht nur für Kranke. Längere Wege treffen Ältere, Menschen ohne Auto und Angehörige am stärksten. Das berührt Teilhabe und wiegt mehr als ein reiner Geldbetrag. Der Wert ist mittel.

Impact

Bei 2.000 Behandlungsfällen im Jahr und einem gesparten Hin- und Rückweg von rund 40 Minuten, bewertet mit 12 Euro je Stunde, ergeben sich rund 8 Euro je Fall. Das sind 16.000 Euro im Jahr. Hinzu kommen Fahrtkosten und die Zeit von Begleitpersonen, zusammen rund 30.000 Euro. Die Ausgangslage stützt eher kleine Werte. Die bundesweite durchschnittliche Fahrzeit beträgt 6 Minuten, und nur im nördlichen Sachsen-Anhalt treten Werte bis 30 Minuten gehäuft auf [8]. Betroffen sind überwiegend Ältere ohne eigenes Auto, weshalb der Betrag mit einem Verteilungsgewicht von 1,3 auf rund 39.000 Euro steigt.

Plausibilität

Dies ist der am besten gesicherte Posten der Bewertung, weil er nur Wege zählt. Die Entfernungen sind amtlich erhoben: 2,7 Kilometer im Mittel in kleinen ostdeutschen Landgemeinden, und 71 Prozent der Bevölkerung mit fußläufigem Zugang [9]. Die Fahrzeiten stammen aus dem Deutschlandatlas der Bundesregierung [8]. Dass ein Halt im Ort den Weg spart, folgt unmittelbar aus der Anwesenheit des Fahrzeugs. Alle drei Vorbilder fahren nach festem Fahrplan und bieten offene Sprechstunden an [12][17][19]. Unsicher bleibt allein die Zahl der Fälle, und sie schwankt zwischen den Vorbildern um den Faktor zehn. Die Bevölkerungszahl des Landes ist amtlich [11].

evidence_basis: Mehrere Präzedenzfälle · P-ceiling 8,5

Argumente — Contra

3 Argumente

Ein Bus kostet mehr als eine Praxis

30von 100

In Hessen kostete der Betrieb über sechseinhalb Jahre rund 3 Millionen Euro [13]. Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz nennt ihre beiden Fahrzeuge nicht kostendeckend [18]. Das Programm nennt weder Zahl noch Kosten noch Finanzierungsquelle [1].

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 10Plausibilität 6
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen ist der Landeshaushalt, getragen von allen Steuerzahlern und ohne besondere Verteilungswirkung. Deshalb gilt der Normalmaßstab ohne Zuschlag. Erschwerend wirkt, dass die ambulante Versorgung gar nicht in der Zuständigkeit des Landes liegt. Der Wert ist der Normalmaßstab des Schemas.

Impact

Die Kosten sind der am besten belegte Teil. In Hessen kostete der Betrieb über gut sechs Jahre rund 3 Millionen Euro, also rund 460.000 Euro im Jahr [13]. Die zweijährige Pilotphase dort schlug mit rund 600.000 Euro zu Buche. Der Bericht hält fest, das System sei teurer gewesen als eine herkömmliche Hausarztpraxis [16]. Hessen förderte die Erweiterung zusätzlich mit rund 1,4 Millionen Euro [14], Rheinland-Pfalz trug die Hälfte der Anschaffung [17]. Angesetzt sind 500.000 Euro im Jahr für einen Bus einschließlich Personal. Zum Vergleich: Die Kassenärztliche Vereinigung fördert eine Praxisgründung mit bis zu 80.000 Euro [24]. Das Programm nennt keine Zahl und keine Finanzierungsquelle [1].

Plausibilität

Drei Vorbilder liefern Kostenzahlen, und sie liegen nah beieinander. Genannt sind rund 460.000 Euro im Jahr in Hessen [13], rund 300.000 Euro im Jahr in der dortigen Pilotphase [16] und eine hälftige Landesförderung der Anschaffung in Rheinland-Pfalz [17]. Beide Kassenärztlichen Vereinigungen bewerten die Wirtschaftlichkeit offen. In Hessen war das System teurer als eine feste Praxis [16]. In Rheinland-Pfalz ist es „nicht kostendeckend“ und wegen langer Fahrzeiten weniger leistungsfähig als eine klassische Praxisstruktur [18]. Offen bleibt allein die Zahl der Fahrzeuge, denn das Programm spricht in der Einzahl von einem Medi-Bus [1]. Ein Anhaltspunkt für die Größenordnung sind die Fördersätze der Kassenärztlichen Vereinigung von bis zu 80.000 Euro je Praxisgründung [24].

evidence_basis: Mehrere Präzedenzfälle · P-ceiling 8,5

Der Arzt im Bus fehlt in einer Praxis

13von 100

Ein Bus schafft keine zusätzliche Arztkapazität; er verteilt vorhandene um, und zwar mit Verlust. Die Auswertung in Wolfenbüttel kam auf etwa die halbe Kapazität einer regulären Hausarztpraxis [19]. In Sachsen-Anhalt sind zugleich 172,5 Hausarztstellen besetzbar und unbesetzt [3].

Wert 10 · Leben & GesundheitImpact 2,4Plausibilität 5,5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen sind wieder Leben und Gesundheit, diesmal mit umgekehrtem Vorzeichen und bei einer anderen Gruppe. Es geht um die Menschen, die dieselbe Arbeitskraft in einer festen Praxis zusätzlich versorgt hätte. Das wiegt so schwer wie der Nutzen des ersten Pro-Arguments, weil es dieselbe Größe berührt. Der Wert ist der höchste des Schemas.

Impact

Ein Bus schafft keine zusätzliche Arztkapazität. Er verteilt vorhandene um, und zwar mit Verlust. Die Auswertung in Wolfenbüttel beziffert die erreichte Leistung auf etwa die halbe Kapazität einer regulären Hausarztpraxis [19]. Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz begründet dasselbe mit langen Fahrzeiten [18]. Bei rund 4.000 Fällen in einer festen Praxis und 2.000 im Bus entgehen rund 2.000 Fälle. Für den Anteil, der ohne Behandlung bliebe, gilt derselbe Maßstab wie im ersten Pro-Argument: 20 Prozent von 2.000, also 400 Personen, bewertet mit rund 300 Euro. Das ergibt rund 120.000 Euro. Ein Verteilungszuschlag ist hier nicht angesetzt, weil die entgangenen Fälle anders ausgewählt sind.

Plausibilität

Der Mechanismus ist von drei Seiten bestätigt. Die Auswertung in Wolfenbüttel misst etwa die halbe Kapazität einer regulären Praxis [19]. Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz nennt ihr Angebot „aufgrund langer Fahrzeiten weniger effizient als eine klassische Praxisstruktur“ [18]. Und das brandenburgische Gesundheitsministerium führt genau diesen Einwand gegen mobile Praxen an: Bei über 20 Prozent unbesetzten Hausarztsitzen würde jeder fahrende Hausarzt zusätzlich in seiner Praxis fehlen [20]. Für Sachsen-Anhalt ist die Ausgangslage belegt: 172,5 besetzbare Hausarztstellen [3], mit einer Prognose von gut 300 unbesetzten Hausarztstellen bis 2030 [6]. Der Engpass liegt beim Personal, nicht bei den Räumen.

evidence_basis: Mehrere Präzedenzfälle · P-ceiling 8,5

Dasselbe Geld wirkt anderswo länger

0von 100

500.000 Euro im Jahr entsprechen rund sechs bis acht Niederlassungsförderungen zum Höchstsatz [24] oder rund 52 Stipendienjahren [25]. Eine geförderte Niederlassung bindet eine Ärztin dauerhaft an einen Ort. Ein Bus tut das nur für die Dauer seines Betriebs. Der Vergleich ordnet den Mitteleinsatz ein; als eigener Posten geht er nicht in die Bilanz ein, weil dieselben 500.000 Euro dort schon als Betriebskosten stehen.

Wert 6 · StaatsfinanzenImpact 0Plausibilität 3
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen sind öffentliche Mittel, die an einer Stelle eingesetzt werden, an der sie weniger bewirken als anderswo. Der Schaden liegt im Geld und darin, dass die eigentliche Ursache unbearbeitet bleibt. Das reicht über den einzelnen Halt hinaus. Der Wert ist mittel.

Impact

500.000 Euro im Jahr entsprechen rund sechs bis acht Niederlassungsförderungen zum Höchstsatz von 80.000 Euro [24]. Alternativ sind es rund 52 Stipendienjahre zu 800 Euro im Monat [25]. Eine geförderte Niederlassung bindet eine Ärztin oder einen Arzt dauerhaft an einen Ort, ein Bus für die Dauer seines Betriebs. Die 500.000 Euro im Jahr sind in dieser Bilanz bereits als Betriebskosten erfasst. Der Vergleich mit den Alternativen bewertet denselben Geldstrom ein zweites Mal und geht deshalb nicht als eigener Posten in die Bilanz ein; er bleibt eine Einordnung. Ein eigener Betrag wäre auch schwer zu beziffern, weil die Alternativen nicht durchweg wirken. Die Landarztquote etwa wirkt wegen Studium und Weiterbildung frühestens in den 2030er Jahren [26].

Plausibilität

Die Alternativen sind belegt, ihre Wirkung ist es nicht. Fördersätze und Stipendienhöhen stehen fest [24][25]. Die Landarztquote wurde im Mai 2026 auf 8,8 Prozent der Studienplätze angehoben und ist jährlich überzeichnet [26]. Ob diese Mittel je gebundener Ärztin mehr Versorgung erzeugen als ein Bus, ist nirgends gemessen. Für die Landarztquote liegen wegen Studium und Weiterbildung noch keine Wirkungszahlen vor [26]. Das brandenburgische Gesundheitsministerium empfiehlt statt eines Busses Zweigpraxen in Gemeinderäumen mit festen Zeiten, Telemedizin und Kooperationsmodelle [21]. Beziffert wird der Unterschied dort ebenfalls nicht. Deshalb eine niedrige Sicherheit; ein eigener Betrag wird nicht angesetzt.

Ausgeschlossen (Achse = 0): B6 Disjunktheit / Skill Addendum §5 (Alternativen netten nie innerhalb einer Bewertung): Addendum §5 und B6: derselbe Strom unter zwei Etiketten. Die Alternativen gehören in complementary_policies, nicht in die Bilanz. Wirkung: con_total 0,00243 auf 0,00216, r 0,253 auf 0,276, Kategorie bleibt schlechter.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5

Summary

Der Anlass ist echt. In Salzwedel und Sangerhausen hat der Landesausschuss Unterversorgung festgestellt, in 13 weiteren Mittelbereichen drohende Unterversorgung [5]. 172,5 Hausarztstellen sind besetzbar und unbesetzt, bis 2030 werden gut 300 erwartet [3][6]. Genau daraus folgt der stärkste Einwand. Ein Bus schafft keine zusätzliche Arztkapazität, er verteilt vorhandene um. Die Auswertung des niedersächsischen Versuchs kam auf etwa die halbe Kapazität einer regulären Hausarztpraxis [19]. Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz führt lange Fahrzeiten als Grund an [18]. Das brandenburgische Gesundheitsministerium formuliert es so: Bei über 20 Prozent unbesetzten Sitzen fehlt jeder fahrende Hausarzt zusätzlich in seiner Praxis [20]. Auch die Erfahrung der Vorbilder mahnt. Hessen betrieb seinen Bus von 2018 bis Ende 2024 und stellte ihn ein, weil sich wieder Ärzte niedergelassen hatten; über 21.000 Fälle kosteten rund 3 Millionen Euro [13]. Niedersachsen führte seinen Versuch nach rund 500 Kontakten nicht in den Regelbetrieb über [19]. Rheinland-Pfalz nennt seine beiden Fahrzeuge nicht kostendeckend und plant keine weiteren [18]. Zwei Zahlen aus dem Land selbst relativieren zudem das Bild. Die Hausärzteschaft ist im Ländervergleich jung: 33,1 Prozent sind 60 Jahre und älter gegenüber 41 Prozent im Bund [7]. Und 74 Prozent der Befragten bekommen einen Hausarzttermin innerhalb weniger Tage, während 57 Prozent beim Facharzt länger als vier Wochen warten [10]. Für den Bus spricht, was er am Halt leistet: kürzere Wege für ältere Menschen ohne Auto [9], erreichte Patienten, die sonst gar nicht kämen [27][28], und die in Hessen dokumentierte Brücke bis zur Wiederbesetzung [13]. Zur Größe: Das Programm spricht von einem einzigen Fahrzeug [1].

Ausblick — Wirkung über die Zeit

Schlechter für die Zukunft · 0,28
heute Δ −27,0 F1 — mit Medi-Bus F0 — Baseline ohne Maßnahme +3 Jahre +5 Jahre Normalised Impact → F0 konstant als Referenz · F1 über/unter F0 = positive/negative Nettowirkung · Δ = Nettoscore Band = Erwartungsbereich — reicht es unter F0, ist auch eine negative Wirkung plausibel Kurvenform und Höhe illustrativ · y-Achse bewusst ohne Skala

Quellen

  1. CDU Sachsen-Anhalt: Regierungsprogramm zur Landtagswahl am 6. September 2026, beschlossen am 13.06.2026, Kapitel „Gute Gesundheit und Pflege überall“, S. 28: Die Überschrift lautet „Medizinische Versorgung im ländlichen Raum durch Medi-Bus verbessern“; zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen wird die Einführung eines sogenannten Medi-Busses angestrebt. Weiter heißt es: „Als rollende Praxis hat der Medi-Bus einen Arzt und eine Medizinische Fachangestellte (MFA) an Bord sowie alles an Ausstattung, was eine Hausarztpraxis benötigt. Ziel ist es, ihn mit einem festen Fahrplan durch Regionen Sachsen-Anhalts fahren zu lassen, die besonders unter Ärztemangel leiden. Bei erfolgreicher Erprobung ist eine fachärztliche Ausstattung des Medi-Busses (z.B. Augenarzt, Hautarzt) möglich.“ Angaben zu Anzahl, Kosten, Trägerschaft, Standorten und Zeitplan fehlen. cdu-salzland.de
  2. Ärztenachrichtendienst: Bericht „CDU setzt auf MVZ und Medi-Busse“ zum Gesundheitsteil des Regierungsprogramms der CDU Sachsen-Anhalt. aend.de
  3. Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt: Praxisbörse, Stand 23.06.2026: 172,5 besetzbare Hausarztstellen im Land. Schwerpunkte Dessau-Roßlau mit 19,0, Salzwedel mit 13,5, Eisleben mit 11,5 und Wittenberg mit 11,0. In Halle-Stadt, Magdeburg-Stadt, Naumburg, Osterburg, Oschersleben, Schönebeck, Weißenfels und Genthin sind keine Stellen frei. kvsa.de
  4. Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen Sachsen-Anhalt: Beschlüsse zur 69. Versorgungsstandsmitteilung vom 23.06.2026: Die hausärztliche Bedarfsplanung umfasst 32 Mittelbereiche. Acht sind überversorgt und für Zulassungen gesperrt, 24 sind es nicht; zusammen stehen dort 187,5 Positionen zur Verfügung. In keinem Planungsbereich lag der Versorgungsgrad über 140 Prozent. kvsa.de
  5. Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen Sachsen-Anhalt: Beschluss vom 21.03.2024, gültig vom 1. April 2024 bis zum 30. Juni 2026: „Unterversorgung besteht in der Arztgruppe der Hausärzte in den Planungsbereichen/Mittelbereichen Salzwedel und Sangerhausen.“ Drohende Unterversorgung besteht in 13 weiteren Mittelbereichen, darunter Aschersleben, Bernburg, Gardelegen, Jessen, Köthen, Wittenberg und Zerbst. Ein Nachfolgebeschluss war nicht auffindbar. kvsa.de
  6. Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt, Magazin PRO 05/2025: Prognose 2030: Zum 31.12.2024 waren 1.434,5 hausärztliche Versorgungsaufträge von 1.505 Ärztinnen und Ärzten besetzt. Die ambulante Arztdichte liegt bei 203,7 Ärzten je 100.000 Einwohner, nach eigener Angabe die bundesweit zweitgeringste. Knapp 31 Prozent der Hausärzte sind 60 Jahre und älter. Bis 2030 erwartet die Vereinigung gut 520 unbesetzte Stellen, davon gut 300 Hausarztstellen. Von 32 Mittelbereichen sind 2 unterversorgt und 13 drohend unterversorgt. kvsa.de
  7. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung N046 vom 01.09.2025: Hausärztliche Versorgung 2024: bundesweit 1.264 Einwohner je Hausärztin oder Hausarzt, Spanne von 1.114 in Bayern bis 1.436 in Brandenburg. 41 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte sind bundesweit 60 Jahre und älter. Für Sachsen-Anhalt sind es 33,1 Prozent, der drittniedrigste Wert aller Länder hinter Thüringen mit 31,5 und Sachsen mit 33,2 Prozent; Spitzenreiter ist Rheinland-Pfalz mit 48,0 Prozent. destatis.de
  8. Ärzte Zeitung zum Deutschlandatlas der Bundesregierung: Erreichbarkeit von Hausarztpraxen: bundesweite durchschnittliche Fahrzeit mit dem Auto 6 Minuten. 87 Prozent der Bevölkerung erreichen eine Praxis in höchstens 5 Minuten, 11 Prozent in 5 bis 10 Minuten. Fahrzeiten bis zu 30 Minuten treten gehäuft in dünn besiedelten Gebieten Mecklenburg-Vorpommerns, Brandenburgs und im nördlichen Sachsen-Anhalt auf. aerztezeitung.de
  9. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, referiert bei t-online: Auswertung für das Datenjahr 2022 zu 55.307 Hausärzten: mittlere Luftlinienentfernung bundesweit 945 Meter, in kleinen ostdeutschen Landgemeinden rund 2,7 Kilometer gegenüber rund 2 Kilometern im Westen. In Sachsen-Anhalt haben 71 Prozent der Bevölkerung fußläufigen Zugang zu einer Hausarztpraxis. t-online.de
  10. Techniker Krankenkasse und forsa: Repräsentative Befragung in Sachsen-Anhalt, September und Oktober 2025, 502 Befragte: 74 Prozent erhalten einen Hausarzttermin innerhalb weniger Tage, 13 Prozent innerhalb von zwei Wochen. Beim Facharzt warten dagegen 57 Prozent länger als vier Wochen und 33 Prozent mehrere Monate. tk.de
  11. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Bevölkerungsstand zum 31.12.2025: 2.120.252 Personen, davon 649.690 im Alter von 65 Jahren und darüber, rund 30,6 Prozent. statistik.sachsen-anhalt.de
  12. Kassenärztliche Vereinigung Hessen: Medibus, die mobile Hausarztpraxis: Betrieb von Juli 2018 bis zum 31. Dezember 2024. An Bord ein Hausarzt und ein bis zwei Medizinische Fachangestellte, dazu Sprechzimmer, Behandlungsraum, Wartebereich, Labor und Videokonferenzanlage in einem Linienbus von 12,7 Metern Länge. Fahrplan: vier Tage in der Woche, je rund dreieinhalb Stunden Aufenthalt, fünf Gemeinden in den Landkreisen Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg. Offene Sprechstunde ohne Termin. kvhessen.de
  13. Deutsches Ärzteblatt: Der Medibus in Hessen wurde zum Jahresende 2024 eingestellt. In gut sechs Jahren wurden über 21.000 Fälle behandelt, bei Gesamtkosten von rund 3 Millionen Euro. Grund der Einstellung war die wieder verbesserte Lage: In Herleshausen und Sontra hatten sich erneut Praxen angesiedelt, für Nentershausen und Cornberg übernahm ab Februar 2025 eine neue Ärztin die Versorgung und mit ihr die Ausstattung des Busses. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende: „Der Medibus hat seine Aufgabe als Brückenlösung hervorragend erfüllt.“. aerzteblatt.de
  14. Hessische Landesregierung: Fortsetzung und Erweiterung des Medibusses: Das Land förderte die Erweiterung zum sogenannten Medibus 2.0 ab 2022 mit rund 1,4 Millionen Euro und verlängerte das Projekt um drei Jahre. Die Erweiterung band die Diakonie mit pflegerischen und sozialen Leistungen ein. hessen.de
  15. Deutsche Bahn AG: Faktenblatt zum Medibus: in einem Quartal bis zu knapp 2.000 Patientenkontakte, daraus etwa 900 Behandlungsfälle. Betreibermodell: die Kassenärztliche Vereinigung als Mieterin, DB Regio als Eigentümerin und Vermieterin des Fahrzeugs. deutschebahn.com
  16. Deutsches Ärzteblatt: Bericht zum Start der rollenden Praxisbusse: In den ersten drei Monaten wurden 1.314 Patientenbesuche und 690 Behandlungen je Quartal gezählt. Die zweijährige Pilotphase kostete rund 600.000 Euro. Das System war nach dem Bericht teurer als eine herkömmliche Hausarztpraxis. aerzteblatt.de
  17. Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz: Zwei mobile Arztpraxen im laufenden Betrieb, besetzt mit einer Ärztin, zwei Ärzten und zwei Medizinischen Fachangestellten. Bis Juli 2025 wurden zehn Einsatzorte angefahren, mit höchstens drei Monaten Verweildauer je Standort. Im ersten Jahr wurden mehr als 2.000 Patientenkontakte gezählt, dazu rund 200 Termine in der Videosprechstunde. Die Anschaffung trug zur Hälfte das Land, ergänzt durch zwei Krankenkassen; die Kommunen stellen die örtliche Infrastruktur. kv-rlp.de
  18. Deutsches Ärzteblatt: Mobile Arztpraxen in Rheinland-Pfalz: gut angenommen, aber nicht kostendeckend. Nach Angabe der Kassenärztlichen Vereinigung ist das Angebot „aufgrund langer Fahrzeiten weniger effizient als eine klassische Praxisstruktur“. Der Vorstandsvorsitzende erklärte, die mobile Praxis könne nur als Überbrückung dienen und sei keine Dauerlösung. Weitere Fahrzeuge sind nicht geplant. aerzteblatt.de
  19. Ärzte Zeitung: Auswertung der Rollenden Arztpraxis im Landkreis Wolfenbüttel, August 2013 bis Ende 2014: rund 500 Patientenkontakte insgesamt, Durchschnittsalter der Patienten 69,1 Jahre, über die Hälfte mit zwei oder mehr Diagnosen. Erreicht wurde damit nur etwa die halbe Kapazität einer regulären Hausarztpraxis. Zwei von sieben Halten wurden mangels Nachfrage vorzeitig aufgegeben. Fazit der Organisatoren: „Das Projekt kann unter den gegebenen Umständen nur als subventioniertes Modell betrieben werden.“ Eine Überführung in den Regelbetrieb erfolgte nicht. aerztezeitung.de
  20. Health & Care Management: Prüfung mobiler Hausarztpraxen in Brandenburg 2026. Die Landesärztekammer Brandenburg stellt fest: „Eine ärztliche Versorgung im Umherziehen ist nach der Berufsordnung sowie dem Heilberufsgesetz ohnehin nicht zulässig.“ Das Gesundheitsministerium hält das rechtlich nicht für grundsätzlich unmöglich, nennt aber drei praktische Einwände: Bei über 20 Prozent unbesetzten Hausarztsitzen würde jeder fahrende Hausarzt zusätzlich in seiner Praxis fehlen; die hygienischen Anforderungen seien fraglich; die parallele Behandlung mehrerer Patienten in abgetrennten Bereichen sei ungeklärt. hcm-magazin.de
  21. Pharmazeutische Zeitung: Bericht zur Idee mobiler Hausarztpraxen in Brandenburg. Das Gesundheitsministerium empfiehlt als Alternative Zweigpraxen in Gemeinderäumen mit festen Zeiten, Telemedizin und Kooperationsmodelle. pharmazeutische-zeitung.de
  22. § 75 Absatz 1 SGB V: Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben die vertragsärztliche Versorgung sicherzustellen und den Krankenkassen gegenüber die Gewähr dafür zu übernehmen. Ein eigener Sicherstellungsauftrag der Länder für die ambulante Versorgung besteht nicht. sozialgesetzbuch-sgb.de
  23. § 105 SGB V: Förderung der vertragsärztlichen Versorgung. Absatz 1a verpflichtet die Kassenärztlichen Vereinigungen, mindestens 0,1 und höchstens 0,2 Prozent der Gesamtvergütungen in einen Strukturfonds einzustellen, den die Krankenkassen in gleicher Höhe aufstocken. Absatz 1c Satz 2 bestimmt, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen Einrichtungen auch „in Form von mobilen oder telemedizinischen Versorgungsangebotsformen“ betreiben können. sozialgesetzbuch-sgb.de
  24. Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt: Fördermöglichkeiten beim Praxiseinstieg: für Neugründung oder Übernahme einer Praxis bis zu 65.000 Euro, bei dringlichem Versorgungsbedarf bis zu 80.000 Euro. Für eine ärztliche Anstellung bis zu 15.000 beziehungsweise 25.000 Euro. Gefördert wird in den vom Landesausschuss benannten Regionen. kvsa.de
  25. Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt: Stipendienprogramme für Medizinstudierende, laufend seit 2010: allgemeines Stipendium von 200 bis 700 Euro monatlich je Studienjahr gegen zwei bis drei Jahre vertragsärztliche Tätigkeit. Für die Klasse Allgemeinmedizin in Halle und die Klasse Hausärzte in Magdeburg 800 Euro monatlich über die gesamte Regelstudienzeit, gegen hausärztliche Tätigkeit in unterversorgten Regionen. kvsa.de
  26. Deutsches Ärzteblatt: Sachsen-Anhalt erhöht die Landarztquote. Rechtsgrundlage ist das Land- und Amtsarztgesetz vom 29.10.2019; der erste Vergabedurchgang betraf das Wintersemester 2020/21. Im Mai 2026 beschloss der Landtag die Anhebung auf 8,8 Prozent der Studienplätze, also 36 Plätze, und die Übertragung des Verfahrens auf die Kassenärztliche Vereinigung. Die Verpflichtung umfasst mindestens zehn Jahre hausärztliche Tätigkeit in einer unterversorgten oder drohend unterversorgten Region. Die Quote ist jährlich überzeichnet. aerzteblatt.de
  27. Iba u. a., SSM Population Health 2023: Retrospektive Kohorte über 126.666 gesetzlich Versicherte im Alter von 50 bis 74 Jahren im Großraum Tokio, davon 1.793 mit mindestens einer Krankenhausaufnahme wegen ambulant behandelbarer Erkrankungen. Eine Entfernung über 1 Kilometer zur nächsten Praxis gegenüber unter 0,3 Kilometern geht mit einer um 32 Prozent erhöhten Aufnahmerate einher; bei Personen ab 65 Jahren beträgt der Aufschlag 48 Prozent. Bei chronischen Erkrankungen ist der Zusammenhang stärker als bei akuten. pmc.ncbi.nlm.nih.gov
  28. Kjærulff u. a., BMJ Open 2024: Registerbasierte Kohorte über 121.232 Erwachsene ab 30 Jahren mit erstmaligem Herzinfarkt in Dänemark zwischen 2005 und 2017. In ländlichen Gebieten erhöhte eine mittlere bis lange Entfernung zur Praxis die Wahrscheinlichkeit, vor dem Infarkt gar keinen persönlichen Hausarztkontakt gehabt zu haben, um 46 bis 48 Prozent. In Kleinstädten betrug der Aufschlag 19 Prozent; in Großstädten und der Hauptstadtregion war der Zusammenhang nicht bedeutsam. pmc.ncbi.nlm.nih.gov
Zuletzt geprüft von Claude Fable 5 · 24. August 2026 · 2× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 24. August 2026KI-PrüfungClaude Fable 5neu bewertet

    Prüfung gegen das Skill-Regelwerk (Prüfraster A1–H2): 2 Korrektur(en) angewendet (B6, G2); r 0.253 → 0.276. 3 Punkt(e) offen für das menschliche Review.

  2. 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung

    Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/evaluations/cdu-lsa-medi-bus.json); Bewertung unverändert übernommen, Review-Status in der Quelle: draft.

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen. Wie wir prüfen →

Score-Einschätzung abgeben

Argument
Aktueller Score:
Value Impact Plausibilität
deutlich
niedriger
etwas
niedriger
passtetwas
höher
deutlich
höher
passt so

↔ Regler bewegen — die Begründungen passen sich deiner Einschätzung an:

Community-Ergebnis
Häufigste Begründungen