Niedrigere Strompreise im Norden und Osten
In Sachsen-Anhalt liegt die Stromerzeugung weit über dem eigenen Verbrauch; 2023 gingen 6.108 Millionen Kilowattstunden in andere Gebiete [23]. In einer eigenen Zone fiele der Börsenpreis dort. Die Rechnungen nennen für den Norden rund 4 Euro je Megawattstunde weniger [9].
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden
Wert
Betroffen sind die Stromkosten von Haushalten und Betrieben, also ein Geldstrom ohne besonderes Gut dahinter. Weil die Empfänger in Ländern mit unterdurchschnittlichem Einkommen sitzen, ist der Betrag mit einem Verteilungsgewicht angesetzt. Der Wert ist der Normalmaßstab des Schemas.
Impact
Die Preiswirkung ist mehrfach gerechnet. Die Netzbetreiber finden für die nördlichen Zonen einen Rückgang von rund 4 Euro je Megawattstunde [9]. Eine Rechnung mit 22 Regionen kommt auf bis zu 33 Euro in der Spitze und rund 6 Euro im bundesweiten Mittel [13]. Eine Modellierung von 2026 nennt für den Norden 20 bis 30 Prozent unter dem Einheitspreis [14]. Die deutsche Stromerzeugung lag 2025 bei 437,6 Terawattstunden [22]. Setzt man rund 45 Prozent davon in der nördlichen und östlichen Zone an und 4 Euro je Megawattstunde, ergibt das rund 850 Millionen Euro im Jahr bei voller Wirkung. Mit dem Wirksamkeitsanteil von 15 Prozent bleiben rund 128 Millionen Euro. Empfänger sind Haushalte und Betriebe in Ländern mit unterdurchschnittlichem Einkommen, weshalb der Betrag mit einem Verteilungsgewicht von 1,1 angesetzt ist. Dieser Posten ist die eine Seite eines Übertrags. Die andere Seite steht im Argument zu den Preisen im Süden.
Plausibilität
Dass die Preise im Norden fallen, finden alle geprüften Rechnungen [9][13][14]. Die Höhe schwankt erheblich, weil sie am Zuschnitt hängt: Je feiner die Zonen, desto größer der Unterschied. Der Vorschlag nennt keinen Zuschnitt [1]; die Spitzenkandidatin nannte am 4. August 2026 vier Länder [3]. Zwei Punkte drücken zusätzlich. Erstens ist ein Teil des versprochenen Vorteils bereits eingetreten. Die Netzentgelte in Sachsen-Anhalt liegen mit 8,5 Cent je Kilowattstunde rund 9 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt und fielen gegenüber 2025 um 15 Prozent [24]. Zweitens erhält die Mitteldeutsche Netzgesellschaft aus dem bundesweiten Ausgleich für Netze mit viel erneuerbarer Erzeugung 291,9 Millionen Euro und ist damit drittgrößte Begünstigte [25].