Lab · Entwurf · Seitenaufbau

Seitenaufbau der Debattenseite

Entwürfe für eine Debattenseite, die oben in einer Minute erklärt, wie die Debatte ausgeht und warum, und unten die ganze Rechnung behält. Alle sind an zwei Debatten gebaut, einer mit klarem Ja und einer mit klarem Nein; G zusätzlich an Tempolimit 130 und am Wiedereinstieg in die Kernenergie.

Arbeitsstand. Diese Seite zeigt ein Experiment; ihre Zahlen und Urteile sind nicht belastbar und können sich ändern. Die Entwürfe zeigen den Aufbau der Seite; Zahlen und Urteile stammen aus den veröffentlichten Bewertungen.

Bauplan: welcher Teil wofür

Jeder Teil der Seite beantwortet genau eine Frage. Die Tabelle legt fest, was er zeigt, wie er es zeigt und was bewusst woanders steht. Sie folgt seit dem 25.10. der Reihenfolge Thema, Bild, Erklärung (Entwurf G); F stellt das Urteil noch an den Anfang.

TeilAufgabeUmsetzungSteht nicht hier
ThemaUm welches Thema es geht und warum es das gibtG: Titel, darunter ohne Überschrift zwei, drei Sätze, wie das System funktioniert, wen es betrifft, um wie viel es geht. Darunter der Wegweiser, der beim Lesen mitläuft und den Abschnitt zeigtUrteil, Zahlen der Bewertung
Der VorschlagWas genau vorgeschlagen ist, was ohne ihn passiert, wer ihn will und warum, was dagegen stehtDie Unterzeile als Kern, dann drei bis vier Sätze, einer davon zur Gegenseite; Text des Vorschlags und Ebene klappen aufwas die Unterzeile schon sagt
Die AnalyseWelche Seite schwerer wiegt und welche Gründe wie schwerG: der Urteilssatz, darunter die Grafik als einzige Fläche der Seite: der Kreis mit dem Anteil dafür und dagegen, „Gewichtung nach der Analyse“ und der Gesamteffekt; je Seite die größten Argumente mit ihrem Anteil, höchstens drei und nur ab 3 % des Gewichts, der Rest als ein Stück; alle einblendbar. F: Treemap im Kastenwarum eine Seite schwerer wiegt, was das Ergebnis kippen würde
KurzfassungWie groß, wie sicher, wie wichtigAnteil am Gewicht und Punkte; je eine Leiste, ein Stufenwort und ein Satz; Link in die Argumentkarte, „↑ Zum Kreis“ zurückWert, Impact und Plausibilität als Zahl
ZusammenfassungWas gegeneinander abgewogen wird und warum es so ausgehtG: der Abwägungssatz, dann die Einschätzung offen; am Ende „Selbst abwägen“ mit dem Link zum Werte-Shiftder Urteilssatz, der schon über der Grafik steht
Wie belastbar das Ergebnis istWie stark das Ergebnis an der Zahlenlage hängtErster Teil von „Im Detail“: wie gerechnet wird und warum Kreis-Anteil und Modellrechnungen verschieden sein können, 100 Punkte, Maßstab-Hinweis mit dem Kipppunkt; Verteilung und Maßstab klappen auf„durchgerechnete Zukünfte“
Alle ArgumenteWoher die Zahlen kommenDie Argumentkarten der Maßnahmenseite, mit „Punkte“ statt „von 100“
Quellen und PrüfungBelege und PrüfprotokollListe und Prüfblase wie bisher

Regeln für alle Teile

  1. Jede Aussage steht auf der ersten Ebene einmal. Was ein Teil schon sagt, sagt kein zweiter.
  2. Feste Abschnitte mit festem Namen, an derselben Stelle auf jeder Seite; jeder mit derselben Überschrift und einer Zeile, wozu er da ist.
  3. Eine linke Kante: Text höchstens 680 px breit, nur Grafik und Argumentkarten nutzen das ganze Raster von 960 px.
  4. Fünf Schriftgrößen (44, 28, 19, 17, 14) und der Einstieg mit 20; Serif nur für Überschriften, Mono nur für Zahlen.
  5. Nur die Grafik steht auf einer Fläche; Hervorhebungen sind eine Linie links.
  6. Wie belastbar das Ergebnis ist, steht am Anfang von „Im Detail“; Maßstab und Methode stehen dort, die ganze Rechnung folgt danach.

Anlass war Entwurf D: Dort standen auf der ersten Ebene „21 Millionen“ und „40 Euro“ je viermal, die Summen 43 zu 49 dreimal, und das Warum kam im Urteilskasten, im Ausschlag-Text und in der Zusammenfassung.

Die aktuellen Entwürfe

G

Thema, Kreis, Erklärung

Feste Abschnitte in fester Reihenfolge: Thema, Vorschlag, Analyse mit dem Kreis (die größten Argumente je Seite mit Anteil, alle einblendbar), Zusammenfassung mit der Einladung, selbst abzuwägen, dann „Im Detail“. Ein Wegweiser läuft mit.

Urteil
Als Satz über der Grafik der Analyse; die Stufe mit Info-Blase und der Gesamteffekt unter dem Kreis
Desktop
Raster von 960 px mit einer linken Kante; Text 680 px, Grafik und Argumentkarten volle Breite, Kreis links, Liste rechts
Handy
Kreis über der Liste, Wegweiser rollt seitlich mit
Ebene 2
Unter dem Kreis, nach Klick auf ein Stück oder eine Zeile; mit Blättern
F

Antwort zuerst

Ein Antwortkasten unter dem Titel: Urteil, Warum in zwei Sätzen, Gewinner und Verlierer, Leisten. Die Treemap steht in einem Kasten und wird beim Klick zum Streifen, darunter der Text.

Urteil
Antwortkasten mit Urteil und Warum; Zusammenfassung aufklappbar
Desktop
Eine Spalte; Treemap im Kasten, ein Klick schiebt sie zum Streifen nach oben
Handy
Antwortkasten vor dem Bild; derselbe Kasten mit quer gestellter Karte
Ebene 2
Unter dem Streifen im Kasten, mit Blättern und Weg zurück zur Karte

Worin sich F und G unterscheiden

F · Antwort zuerstG · Thema, Kreis, Erklärung
ReihenfolgeAntwort, Thema, Treemap, RechnungThema, Vorschlag, Analyse, Zusammenfassung, Im Detail
UrteilIm Antwortkasten direkt unter dem TitelAls Satz über der Grafik der Analyse; die Stufe mit Info-Blase unter dem Kreis
Bild der ArgumenteTreemap im Kasten; ein Klick macht sie zum StreifenKreis mit den größten Argumenten je Seite und ihren Anteilen (höchstens drei, ab 3 %); alle einblendbar
Kurzfassung eines ArgumentsUnter dem Streifen im KastenUnter dem Kreis, mit Blättern
Gewinner und VerliererGruppen im AntwortkastenIn den Titeln der Argumente, ohne eigenen Block
VerrechnungZweite Leiste im AntwortkastenOhne eigene Leiste; in der Zusammenfassung
Neue Texte je DebatteWarum in zwei Sätzen, Hintergrund, GruppenHintergrund, warum das Thema wichtig ist, Abwägung in einem Satz

Frühere Entwürfe

Zum Vergleich: die drei Ausgangsentwürfe vom 24.10., die Mischung D, aus der der Bauplan entstand, und E mit Hauptspalte und Infobox.

  • A
    Karte mit Detailspalte Die Treemap ist der Einstieg; ein Klick zeigt die Kurzfassung daneben. Haltelinie 48 %Paid Family Leave
  • B
    Urteil zuerst Oben steht das Urteil in einem Satz; die Karte trägt die Sätze selbst, das Handy bekommt Balken. Haltelinie 48 %Paid Family Leave
  • C
    Schritt für Schritt Die Seite führt durch die Abwägung: Argumente als Balken, dann was den Ausschlag gibt, am Ende das Urteil. Haltelinie 48 %Paid Family Leave
  • D
    Empfohlene Mischung Urteil oben wie B, am Desktop die Treemap mit Sätzen und Detailspalte, am Handy die Rangliste; dazu Verrechnung, Gewinner und Verlierer und 100 Punkte. Haltelinie 48 %Paid Family Leave
  • E
    Zusammenfassung mit Infobox Oben die Zusammenfassung der Bewertung, ihr erster Satz groß; daneben eine Infobox mit Kräfteverhältnis, Verrechnung und Gewinnern und Verlierern. Haltelinie 48 %Paid Family Leave

Was eine Umsetzung bräuchte

E braucht je Debatte zwei neue Texte: die Kurzfassungen der Argumente (vier Sätze je Argument) und die Liste der Gruppen, die gewinnen oder verlieren. Urteil und Warum kommen aus der Zusammenfassung, die jede Bewertung schon hat. F braucht zusätzlich das Warum in zwei Sätzen und den Hintergrund in drei. G braucht den Hintergrund, zwei bis drei Sätze, warum das Thema wichtig ist, drei Sätze, die den Kreis erklären, und eine Überschrift dazu; Kreis und Anteile kommen aus der Bewertung. Die Texte für die zwei Debatten hier stehen in src/lib/lab/seitenaufbau/texte.ts.

Ohne neue Texte kommen aus: die Stufenwörter und Leisten der Kurzfassung (aus Wert, Impact und Plausibilität), das Kräfteverhältnis, die Verrechnung des Geldes, das auf beiden Seiten steht (aus den Transferpaaren der Bilanz), und die 100 Punkte (aus der Wahrscheinlichkeit der Bilanz). Bekommt eine der beiden Debatten eine neue Version, zeigen die Entwürfe die Zusammenfassungen der Argumente, und ein Test schlägt fehl, bis die Texte nachgezogen sind.

Woran die Entwürfe anknüpfen

Überblick zuerst

Our World in Data beginnt jede Themenseite mit wenigen ausgewählten Kernaussagen; Datenexplorer, Methodik und Artikel folgen darunter. Das folgt der Regel „Überblick zuerst, Einzelheiten auf Abruf“ aus der Visualisierungsforschung (Shneiderman 1996).

Warum es wichtig ist

Axios setzt unter jede Meldung einen festen Abschnitt „Why it matters“ und führt mit „Go deeper“ zur Langfassung. Feste Abschnittsnamen erleichtern das Überfliegen; der Inhalt darf je Thema wechseln.

Urteil am Ende

Tangle stellt erst die Argumente der Lager nebeneinander und bringt die eigene Einschätzung („My take“) am Schluss. Der Abschnitt entstand, weil Leser des ersten Entwurfs fragten, was der Autor selbst denkt. Entwurf C prüft diese Reihenfolge.

Eine Leiste als Zusammenfassung

Ground News fasst die Verteilung der Berichterstattung in einer einzigen gestapelten Leiste zusammen, darunter folgen die Quellen. Das Kräfteverhältnis in B und C arbeitet genauso: eine Treemap in einer Dimension, die auch auf dem Handy passt.

Argumente als Karte

Kialo zeigt oben die These, darunter Pro und Contra in Spalten, wahlweise als Baum oder als Sunburst. Gewichte haben die Argumente dort nicht; die Treemap ergänzt genau das.

Fläche oder Länge

Längen und Positionen auf einer gemeinsamen Skala werden genauer verglichen als Flächen (Cleveland und McGill 1984). Heer und Bostock bestätigen das 2010 für Rechteckflächen, wie Treemaps sie nutzen; stark gestreckte Rechtecke erschweren den Vergleich zusätzlich. Die Treemap zeigt deshalb gut, welcher Teil das Ganze trägt, Balken zeigen besser, um wie viel ein Argument ein anderes übertrifft.

Eigene Fassung fürs Handy

Eine Auswertung von 231 Nachrichtengrafiken zeigt, dass Redaktionen für kleine Bildschirme eigene Fassungen bauen: verkleinern, umstellen, Beschriftungen ändern oder weglassen. Zwei Darstellungen derselben Zahlen sind damit gängige Praxis, keine Notlösung.

Unsicherheit ohne Statistik

Auf dem Handy schätzen Menschen Wahrscheinlichkeiten mit einer kleinen Zahl einzelner Punkte genauer als mit einer Dichtekurve (Kay u. a. 2016). Symbolraster mit 100 Feldern helfen gerade Menschen, die ungern mit Zahlen umgehen (Garcia-Retamero und Galesic 2009). Animierte Einzelziehungen, wie sie die Verteilung der Maßnahmenseite zeigt, verbessern Urteile darüber, welche von zwei Größen vorn liegt (Hullman, Resnick und Adar 2015).

Aufklappen statt weiterblättern

Seltener gebrauchte Einzelheiten erst auf Wunsch zu zeigen, hält eine Seite leicht (Nielsen 2006). Auf dem Handy funktionieren aufklappbare Abschnitte, wenn ihre Kopfzeile beim Lesen erreichbar bleibt (Budiu 2015). Ebene 2 und 3 klappen deshalb auf derselben Seite auf.