Mechanismus
offenEin Wirkungszusammenhang, der aus sich heraus gilt — Haushaltsidentitäten, Rechtsfolgen, Arithmetik. Kein fester Deckel: P bewertet die Stabilitätsbedingung, nicht die Studienlage.
mechanismus · Deckel aus evidence.mechanismus
Bewertungsgrundlage
Ein Argument kann eine riesige Wirkung behaupten und trotzdem fast nichts wiegen, wenn niemand weiß, ob sie eintritt. Die Plausibilität P ist die Stelle, an der das verrechnet wird — und sie ist nicht frei gesetzt: Welche Art von Beleg vorliegt, entscheidet, wie hoch P überhaupt steigen darf. Diese Seite schreibt diese Deckel aus, samt der Regeln, die darüber hinausführen.
P / 10 liest sich als die maximal beanspruchbare Eintrittswahrscheinlichkeit der behaupteten Wirkung. P 8,5 heißt also nicht „ziemlich sicher“ im Gefühl, sondern: Die Evidenzlage trägt eine Aussage auf dem Niveau very likely, und keinen Deut mehr.
P = 0 ist keine sehr kleine Plausibilität, sondern der Ausschluss: Das Argument fällt aus der Wertung, sein Score ist 0, und der Grund wird mitgespeichert. Dorthin führen zwei Wege: Es wurde gezeigt, dass die Wirkung nicht eintritt — ein Gegenbefund, ein ausgebliebener Effekt, ein widerlegter Wirkungssatz. Oder nach ausgewiesener Suche trägt nichts die Behauptung, und sie ist in sich unwahrscheinlich. Die kleinste Zahl, die noch zählt, ist 0,5.
P 10 gibt es nur für arithmetische Identitäten und gesicherte Wissenschaft. Für alles, was Menschen erst tun müssen, ist 10 nicht zu haben; Verhaltenselastizitäten bekommen es nie.
Auch die beste Studienlage plus Präzedenz plus Mechanismus kommt nicht über 9,5. Der Abstand zu 10 ist der Platz, den wir dem Irrtum lassen.
Jedes Argument nennt seine Evidenzbasis, und die Basis setzt den Deckel. Das ist die eigentliche Härte des Verfahrens: Wer ohne Beleg argumentiert, darf nicht behaupten, sicher zu sein — er bekommt höchstens 5, egal wie überzeugend der Satz klingt. Und wo nichts die Behauptung trägt, steht er darunter; wie weit, regelt die untere Skalenhälfte.
Ein Wirkungszusammenhang, der aus sich heraus gilt — Haushaltsidentitäten, Rechtsfolgen, Arithmetik. Kein fester Deckel: P bewertet die Stabilitätsbedingung, nicht die Studienlage.
mechanismus · Deckel aus evidence.mechanismus
Mehrere unabhängige Studien mit unterschiedlichen Daten und Methoden zeigen in dieselbe Richtung.
konvergierende_studien · Deckel aus evidence.p_ceilings.studie_konvergierend
Generisches Token des Bestands ohne Feinstufe — es erhält den Familien-Höchstwert. Eine ausgewiesene Einzelstudie liegt bei 7.
studie · Deckel aus evidence.p_ceilings.studie_konvergierend
Die Maßnahme lief anderswo mehrfach; die Fälle sind vergleichbar genug, um übertragen zu werden.
mehrere_praezedenzfaelle · Deckel aus evidence.p_ceilings.praezedenz_mehrfach
Generisches Präzedenz-Token ohne Feinstufe — Familien-Höchstwert.
praezedenz · Deckel aus evidence.p_ceilings.praezedenz_mehrfach
Ein einziger Fall anderswo. Trägt zusätzlich den Transfer-Abschlag, wenn das Argument die Rangfolge entscheidet.
einzelner_praezedenzfall · Deckel aus evidence.p_ceilings.praezedenz_einzeln
Modellrechnung ohne Rückschau — Szenarien, Prognosen, Fortschreibungen.
projektion · Deckel aus evidence.p_ceilings.projektion
Begründete Erwartung ohne Beleg. Mehr als „etwa so wahrscheinlich wie nicht“ ist damit nicht behauptbar.
plausibilitaet · Deckel aus evidence.p_ceilings.plausibilitaet
Die Evidenzbasis zählt Belege: woher sie kommen und wie viele es sind. Ob ein Beleg die behauptete Wirkung überhaupt zeigt, ist eine andere Frage — und die Zahl der Belege beantwortet sie nicht. Drei Untersuchungen, die dasselbe Nebeneinander beobachten, bleiben drei Beobachtungen eines Nebeneinanders; dass das eine das andere bewirkt, zeigt keine von ihnen. Nach den Deckeln der Basis allein dürften sie P 9,0 beanspruchen — mehr als ein einzelner sauberer Versuch mit Kontrollgruppe, der bei P 7,0 endet.
Diese Umkehrung beendet die Identifikationsstufe. Jedes Argument, das behauptet, die Maßnahme bewirke etwas, nennt neben der Basis die Stufe des Belegs, der genau diese Behauptung trägt. Sie setzt einen zweiten Deckel, und es gilt der niedrigere von beiden:
p_ceiling = min(Basis-Deckel, Tier-Kappe, Identifikations-Deckel)
Gar keine Kausalbehauptung: die Rechtsfolge des beschlossenen Textes, eine Buchungsidentität, ein Kostenposten, ein rein moralischer Satz — oder eine physikalisch bzw. vertraglich feststehende Beziehung. Hier ist nichts zu identifizieren; es gilt die Unmittelbarkeitsregel weiter unten.
definitorisch · Deckel aus evidence.identifikation.p_ceilings
Wer behandelt wird, entscheidet der Zufall: kontrollierte Studie mit Zufallszuweisung, Feldversuch mit Kontrollarm, ausgeloste Vergleichseinheiten.
experimentell · Deckel aus evidence.identifikation.p_ceilings
Eine benannte äußere Variation trägt den Beleg — Differenz von Differenzen mit gezeigtem Vortrend, Regressionsdiskontinuität, Instrumentvariable mit genanntem Instrument, synthetische Kontrolle, Ereignisstudie mit Vorlauf.
quasi_experimentell · Deckel aus evidence.identifikation.p_ceilings
Eine Vergleichsgruppe gibt es, eine äußere Variation nicht: gematchte Kohorte, kontrollierte Zeitreihe, Vorher/Nachher mit echter Kontrollregion.
kontrolliert · Deckel aus evidence.identifikation.p_ceilings
Eine Verhaltenskette ohne gemessenen Trägerparameter, aber mit benannter Stabilitätsbedingung und geprüften Gegenmechanismen. Der Deckel liegt unter der Likely-Schwelle: Eine ungemessene Elastizität darf nicht „wahrscheinlich“ beanspruchen.
mechanistisch · Deckel aus evidence.identifikation.p_ceilings
Kein Kontrafaktum: Querschnittsvergleich, zwei Zeitreihen, die sich gemeinsam bewegen, unkontrolliertes Vorher/Nachher. Ein Befund, kein Wirkungsnachweis — bewusst nur eine halbe Stufe über der bloßen Analogie.
assoziativ · Deckel aus evidence.identifikation.p_ceilings
Das Design wurde nicht geprüft oder lässt sich aus der Quelle nicht benennen. Die fehlende Angabe ist die unterste Sprosse, nie der Höchstwert der Familie.
unbestimmt · Deckel aus evidence.identifikation.p_ceilings
Vier Angaben, und zwar im sichtbaren Plausibilitätstext des Arguments — nicht nur in einem internen Feld, sondern dort, wo jede und jeder sie nachlesen kann. Wer sie nicht macht, steht auf der untersten Sprosse; die fehlende Angabe wird nicht wohlwollend ausgelegt.
Die Stufe misst nur die Zurechnung, nichts sonst: Ob ein Befund bestritten wird, entscheidet der Forschungsstand weiter unten; ob er aus einem anderen Land stammt, der Transfer-Abschlag. Ein unbestrittener Konsens über eine nie identifizierte Assoziation bleibt deshalb robust und assoziativ zugleich — der niedrigere Deckel greift, doppelt bestraft wird nicht.
16 von 746 Argumenten tragen die Angabe. Alle übrigen zählen bis zu ihrer Überarbeitung als unbestimmt: Ohne geprüftes Design ist mehr als 5,0 nicht zu beanspruchen — 265 von ihnen stehen heute darüber. Die letzte Spalte zählt die Argumente, deren P auf dem Deckel ihrer Stufe sitzt: Dort bindet die Zurechnung, nicht die Evidenz.
Die Deckel sagen, wie hoch P steigen darf. Wo P landet, entscheidet etwas anderes: was die Behauptung trägt. Drei Träger gibt es. Forschung — eine Studie, die die Wirkung gemessen hat. Präzedenz — die Maßnahme lief anderswo, und das Ergebnis ist beobachtbar, wenigstens zum Teil übertragbar. Und eine geschlossene Wirkungskette — ein Mechanismus, der praktisch von selbst dorthin führt. Trägt einer davon, darf P bis an den Deckel. Trägt keiner, steht das Argument unter 5,0 — nicht weil etwas dagegen spricht, sondern weil nichts dafür spricht.
5,0 ist deshalb kein Nullpunkt, sondern die Obergrenze der unbelegten Behauptung: „etwa so wahrscheinlich wie nicht“ ist das Beste, was eine Behauptung ohne Studie, ohne Beispiel und ohne geschlossene Kette erreichen kann, und sie erreicht es nur mit geschlossener Kette. Nach unten ist die Leiter offen bis zur Null: Wer nach ausgewiesener Suche nichts findet und dessen Behauptung auch in sich unwahrscheinlich ist, steht bei 1,0, 0,5 oder fällt aus der Wertung. Dasselbe gilt, und schwerer noch, für Gegenbelege: Wer auf Befunde stößt, die zeigen, dass die Wirkung nicht eintritt oder nicht eingetreten ist, steht ebenfalls dort — das ist die zweite Prüfung, weiter unten. Dahinter steht eine Setzung, und sie steht offen da: Eine Wirkungsbehauptung, die nichts trägt, ist eher falsch als richtig. Das ist keine Skepsis, sondern die Bilanz der Evaluationsforschung — Peter Rossis „eiserne Regel“ von 1987 lautet, dass der erwartete Nettoeffekt eines großen Sozialprogramms null ist. Wer mehr behauptet, muss es zeigen.
Die Leiter deckelt nicht, sie platziert: Jedes Band hat eine Unter- und eine Obergrenze, und über den Deckel hebt es nie — es gilt der kleinere der beiden Werte. Das ist keine Randfrage: 48 % der bewerteten Argumente stehen unter 5,0.
P = min(Bandwert, p_ceiling)
Die Suche ist ausgewiesen und hat nichts ergeben — keine Studie, kein Beispiel, keine Analogie —, und die Behauptung ist auch in sich unwahrscheinlich: Die Kette müsste durch Glieder laufen, für die es keinen Grund gibt. 1,0, wenn ein Rest denkbar bleibt; 0,5, wenn nur der Satz selbst übrig ist; 0, wenn nichts, auch keine Analogie, für die Behauptung spricht. Dann fällt das Argument aus der Wertung — Score 0, Grund gespeichert —, derselbe Ausschluss wie beim widerlegten Wirkungssatz.
≈ 0–10 % Eintrittswahrscheinlichkeit · unbelegt_unwahrscheinlich · aus evidence.befundleiter.baender
Weder Studie noch Präzedenzfall noch geschlossene Wirkungskette — aber es könnte etwas dahinterstecken: Die Richtung ist denkbar, ein Mechanismus vorstellbar, nur zeigen lässt es sich noch nicht. Der obere Wert gilt, wenn die Richtung wenigstens aus einer teils übertragbaren Analogie folgt — anderer Bereich, anderes Instrument; der untere, wenn obendrein ein naheliegender Gegenmechanismus ungeprüft ist. Wer auch das Denkbare nicht mehr sieht, steht ein Band tiefer.
≈ 15–25 % Eintrittswahrscheinlichkeit · ohne_traeger · aus evidence.befundleiter.baender
Die Wirkungskette ist benannt, aber mindestens ein Glied, das die Menge trägt, ist ungeprüft oder ein Gegenmechanismus unbeantwortet — und kein Beleg, kein Präzedenzfall stützt sie. Der obere Wert bei einem offenen Glied, der untere bei mehreren.
≈ 30–35 % Eintrittswahrscheinlichkeit · kette_offen · aus evidence.befundleiter.baender
Die Kette ist geschlossen: jedes Glied benannt, die Bedingung genannt, unter der sie hält, Gegenmechanismen geprüft und ausgeräumt. Es fehlt allein der Beleg. Den oberen Wert, die 5,0, gibt es nur mit einer zusätzlichen schwachen Stütze — Expertenkonsens, eine teils übertragbare Analogie; sonst 4,0 bis 4,5. Höher kommt eine Behauptung ohne Studie und ohne Beispiel nicht.
≈ 40–50 % Eintrittswahrscheinlichkeit · kette_geschlossen · aus evidence.befundleiter.baender
Die zweite Prüfung wiegt schwerer als die erste: Nicht nur, dass niemand die Wirkung gezeigt hat — sondern dass jemand gezeigt hat, dass sie nicht eintritt oder nicht eingetreten ist. Wer auf einen solchen Befund stößt, steht tiefer, bis hinab zur Null — und wie viel tiefer, sagt der Befund, nicht das Gefühl. Gilt beides, nichts trägt und etwas spricht dagegen, bindet das tiefere Band, und nur das wird gespeichert.
Es wurde gezeigt, dass die Wirkung nicht eintritt: Der kontextnächste Fall zeigt einen Befund in die Gegenrichtung — oder es ist nachprüfbar, dass die Kette gar nicht anlaufen kann: fehlende Zuständigkeit, entgegenstehende Rechtslage, abgelaufene Frist, physischer Zustand. 1,0 bei einem solchen Befund; 0,5, wenn mehrere unabhängige Gegenbefunde vorliegen und kein Stützbefund derselben Nähe; 0, wenn die Gegenbefunde den Wirkungssatz selbst treffen — dann fällt das Argument aus der Wertung.
≈ 0–10 % Eintrittswahrscheinlichkeit · gegenbefund · aus evidence.befundleiter.baender
Die Maßnahme oder ihr enger Zwilling lief bereits — in derselben Zuständigkeit oder an derselben Zielgruppe —, und der behauptete Effekt blieb aus. Unterschied zum Band darunter: bloßes Ausbleiben, kein positiver Befund dagegen. Der untere Wert gilt bei zwei Nullbefunden oder wenn der Vollzugsträger selbst widerspricht.
≈ 15–20 % Eintrittswahrscheinlichkeit · ausgebliebener_effekt · aus evidence.befundleiter.baender
Stütz- und Gegenbefund derselben Nähe liegen beide vor, und der Stützbefund trägt nachweislich nur einen benannten Teil: eine Teilgruppe, ein Glied der Kette, einen von mehreren Kanälen. Trägt dieser Teil die Menge, gilt der obere Wert; steht der Gegenbefund auf der höheren Identifikationsstufe, der untere.
≈ 25–30 % Eintrittswahrscheinlichkeit · teilaspekt · aus evidence.befundleiter.baender
Die Richtung ist gestützt, aber genau das Glied, das den Hauptteil der angesetzten Menge trägt, hat einen Befund gegen sich, den es nicht ausräumt. Ist der Gegenbefund schwächer identifiziert, gilt der obere Wert; steht er gleich stark oder kommt ein zweiter hinzu, der untere.
≈ 35–40 % Eintrittswahrscheinlichkeit · tragendes_glied · aus evidence.befundleiter.baender
Ein benanntes, mengentragendes Glied ist ungedeckt — weder Stützbefund noch Gegenbefund —, während der Rest der Behauptung getragen ist. Die Lücke wird im sichtbaren Plausibilitätstext beim Namen genannt.
≈ 45 % Eintrittswahrscheinlichkeit · deckungsluecke · aus evidence.befundleiter.baender
Nicht die Menge ist bestritten, sondern der Wirkungssatz selbst — und er hält nicht. Dann fällt das Argument aus der Wertung: Score 0, Grund gespeichert, aus allen Summen heraus. Auf dieselbe Null führen zwei Bänder: „Gegenbefund“, wenn gezeigt wurde, dass die Wirkung nicht eintritt, und „Unbelegt und unwahrscheinlich“, wenn nichts sie trägt.
kein Band, Rand der Leiter · aus evidence.befundleiter.baender
Dazu vier Sperren, die verhindern, dass dieselbe Tatsache zweimal kostet: Die gewählte Zahl steht einmal als Satz über die Welt im sichtbaren Plausibilitätstext („in etwa jedem dritten vergleichbaren Fall tritt das ein“, „nichts trägt das über die Kette hinaus“) — „schwach“ und „eher niedrig“ sind Stimmungen, keine Behauptungen. Die dünne Beleglage zählt einmal: Der Deckel 5,0 der Basis Plausibilität und das Belegband beantworten dieselbe Frage, das Band ist die Platzierung darunter, kein zweiter Abschlag. Steht der Gegenbefund bereits als eigenes Argument der Gegenseite auf demselben Blatt, ist er dort gebucht und senkt das Band dieser Seite nicht zusätzlich. Und die Leiter wird je Maßnahme angewandt, nie nur auf die unbequeme Seite.
Eine niedrige Platzierung ist ein Stand, kein Urteil. Ein Argument darf mitführen, welcher Nachweis es heben würde und bis wohin: eine laufende Evaluation, ein Präzedenzfall, der demnächst berichtet, ein Trägerparameter, der sich messen ließe. Am heutigen Score ändert das nichts. Es sagt, wo sich die Zahl bewegen dürfte — und es steht sichtbar an der Argument-Karte, damit niemand die niedrige Zahl für endgültig hält.
5 der 360 Argumente unter 5,0 nennen das Band, das sie dorthin bringt. Die übrigen stehen unten, ohne zu sagen, ob nichts trägt oder etwas dagegen spricht — sie werden Thema für Thema nachgezogen.
Die Zahlen sind nicht frei gewählt. Sie liegen auf den Wahrscheinlichkeitsbändern, mit denen andere Disziplinen seit Jahrzehnten arbeiten: die Likelihood-Bänder des IPCC und die Wahrscheinlichkeitsstufen von ICD-203 („likely“ 55–80 %, „very likely“ 80–95 %, „almost certain“ 95–99 %).
Der Deckel der Basis ist der Ausgangspunkt, nicht das letzte Wort. Drei Regeln heben ihn, drei binden ihn. Jede muss im Argument benannt sein; keine gilt stillschweigend.
Mindestens zwei unabhängige Basen — anderer Typ, andere Datenquelle, gleiche Richtung, verträgliche Größenordnung. Ausgangspunkt ist der höchste Einzeldeckel.
Einzelstudie + Präzedenzfall → höchstens 8,0 · Kappe 9,5
Ist die Wirkung die direkte Rechtsfolge des beschlossenen Textes — eine Haushaltszeile, ein Steuersatz, eine gestrichene Leistung —, ist auf diesem Strom P 10 zulässig; mit benanntem Vollzugsrisiko 9,5. Was daraus folgt, ist ein eigenes Argument mit eigener Plausibilität.
Eine Projektion mit veröffentlichter, extern geprüfter Treffer-Bilanz zählt wie eine Studie. Wer über Jahre nachweislich richtig lag, wird nicht dafür bestraft, dass er in die Zukunft rechnet.
Evidenz aus einem anderen Land, einer anderen Zeit, einem anderen Maßstab. Entscheidet ein einzelner Präzedenzfall die Rangfolge, muss die erwartete Abweichung beziffert werden — die externe Validität liegt im Median bei rund 50 %.
Wer mit einem Mechanismus argumentiert, nennt die Bedingung, unter der er hält, und die Gegenmechanismen, die geprüft wurden. Ohne diese Angabe trägt die Basis nicht.
Ist der Befund umstritten oder widerlegt, deckelt das zusätzlich: vielversprechend ≤ 7,0 · umstritten ≤ 5,0 · widerlegt ≤ 2,0.
Die Deckel-Tabelle sagt, was erlaubt wäre. Diese Zahlen kommen live aus der Datenbank und sagen, was benutzt wird — vor allem: wie oft nicht die Evidenz bindet, sondern der Deckel. Gezählt wird der gesamte deutschsprachige Bestand in seiner jeweils neuesten Fassung, Wahl-Vorschläge eingeschlossen.
Zwei Deckel, nicht einer: Hinter der Evidenzbasis steht der Regel-Deckel aus der Tabelle oben — was diese Belegart allgemein trägt. Die letzte Spalte zählt dagegen die Argumente, die auf ihrem eigenen Deckel sitzen: dem Wert, der nach den Zu- und Abschlägen für dieses eine Argument übrig bleibt und der auf seiner Karte steht. Er kann unter dem Regel-Deckel liegen, auf ihm, mit Zuschlag darüber — und beim Mechanismus gibt es gar keinen, gegen den man ihn halten könnte. Die beiden Zahlen sind deshalb nicht ineinander umzurechnen.
Eine Evidenzbasis nennt jedes Argument — das Schema lässt keines ohne durch, hier sind es alle 746. Aussagekräftig ist die letzte Spalte: 45 Argumente liegen auf ihrem eigenen Deckel. Eine hohe Quote ist kein gutes Zeichen — sie heißt, dass dort nicht die Evidenz die Grenze setzt, sondern die Regel.