Zinseszins auf das Startkapital
Die 10 € im Monat bleiben bis zum Alter von 65 Jahren am Kapitalmarkt. Im Mittel der Jahre 2027 bis 2066 liegen rund 22 Mrd € in den Depots, bis 2066 wächst der Bestand auf rund 58 Mrd €. Was der Kapitalmarkt darauf erwirtschaftet, gehört den Kindern; wie viel, hängt an der Rendite.
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Wert
Gezählt ist Geld, das den Kindern der geförderten Jahrgänge als Altersvermögen zuwächst. Jedes Kind bekommt denselben Betrag, unabhängig vom Einkommen der Eltern [1]. Ausgezahlt wird frühestens mit 65; dann zählt ein Euro bei einer Rentnerin mit kleinem Einkommen mehr als bei einem Rentner mit großem. Weil die Einzahlung pro Kopf gleich ist, verteilt sich der Ertrag gleichmäßig über alle späteren Einkommensgruppen und zählt im Mittel mit dem Gewicht 1,24. Es geht nicht um Existenzsicherung: Die gesetzliche Rente und die Grundsicherung im Alter bleiben unberührt [1]. Bewertet ist der Ertrag deshalb als Einkommen privater Haushalte, ohne Zuschlag für das Thema Rente. Der Wert ist mittel: Es geht um zusätzliches Alterseinkommen in der Breite, nicht um existenzielle Güter.
Impact
Ohne die Maßnahme gibt es für diese Kinder kein staatlich befülltes Depot; das Geld bleibt im Bundeshaushalt [1]. Mit der Maßnahme fließen ab 2027 jährlich wachsende Beträge in die Depots: 198 Mio € im ersten Jahr, 411 Mio € im Jahr 2030 und knapp 1 Mrd € ab 2038, wenn zwölf Jahrgänge gleichzeitig gefördert werden [1][4][5]. Die 10 € sind nicht an die Preise gekoppelt; bei 2 % Inflation im Jahr verlieren sie bis 2066 mehr als die Hälfte ihrer Kaufkraft [16]. Angesetzt ist eine reale Rendite von 4,4 % im Jahr: der Median von 4,6 %, den das ZEW für die Alterssicherungskommission über 10.000 Renditepfade ermittelt hat, abzüglich 0,2 Prozentpunkten, weil die meisten Kinder in Einzeldepots landen, die bis zu 1 % im Jahr kosten dürfen [1][6][20]. Der Entwurf schloss Abschluss- und Vertriebskosten nur bis zum 18. Geburtstag aus, das beschlossene Gesetz verbietet sie auf das Startkapital bis zur Auszahlung; der Abzug sinkt deshalb von 0,3 auf 0,2 Punkte, eine Setzung, deren Zweifel im Renditeband steht [23]. Der Abzug ist eher vorsichtig, denn bis zum Alter von 46 Jahren liegt das Geld ganz in Aktien, während der ZEW-Median auch die Jahre ab 52 mit wachsendem Anleihenanteil enthält [6]; für die Sammelanlage der Bundesbank schreibt das beschlossene Gesetz eine Anlage ausschließlich in breit gestreuten globalen Aktien vor [23]. In heutiger Kaufkraft wächst der Bestand bis 2066 auf rund 58 Mrd €, eingezahlt sind bis dahin rund 22 Mrd €; die Differenz von 36 Mrd € ist der Ertrag der vierzig Jahre, im Mittel 0,91 Mrd € im Jahr, am unteren Rand des Renditebands 0,43, am oberen 1,70 Mrd € [6]. Mit dem Gewicht der späteren Empfänger steht der Strom bei einem Normalised Impact von 5,6, Spanne 2,7 bis 10,5; gezählt ist nur der Ertrag bis 2066, nicht der Zuwachs danach. Für ein Kind des Jahrgangs 2022 rechnet das ZEW mit rund 100 € mehr Monatsrente ab 67 in heutiger Kaufkraft [6]. Mittel fällt der Impact aus: Die Einzahlungen sind klein, aber der Zinseszins über Jahrzehnte macht aus ihnen ein Vielfaches.
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Plausibilität
Behauptet wird, dass ein breit gestreutes Aktiendepot über vierzig Jahre überhaupt einen realen Ertrag bringt; wie hoch er ausfällt, steht in der Spanne des Impacts. Aktien erreichten in 16 Industrieländern seit 1870 knapp 7 % reale Rendite im Jahr [7]. In der ZEW-Rechnung für die Alterssicherungskommission liegt die reale Rendite nach vierzig Jahren selbst im schlechtesten Zwanzigstel der 10.000 Pfade noch knapp über null [6]. Der ernsthafteste Einwand kommt vom IMK, das für das erste Viertel dieses Jahrhunderts nur 3,5 % reale globale Aktienrendite vor Kosten ausweist; auch das ist ein Ertrag, nur ein kleinerer [10]. Für die Sammelanlage legt das am 16. Oktober 2026 beschlossene Gesetz eine Anlage ganz in breit gestreuten globalen Aktien fest; damit gilt für alle Kinder dieselbe Anlage, auf die sich die Renditereihen beziehen [23]. Verglichen wird mit dem Zustand ohne die Maßnahme, in dem das Geld im Bundeshaushalt bleibt; die Belege sind lange Renditereihen über viele Länder, ohne dass der Zufall bestimmt hätte, wo und wann angelegt wurde [6][7]. Was den Befund sonst erklären könnte, ist die Auswahl der Märkte, die überlebt haben und deshalb in den Reihen stehen; sie drückt die erwartete Höhe, nicht das Vorzeichen. Andersherum kann es nicht laufen, weil die Einzahlungen die Kurse nicht bewegen. Bei 7 gilt: Dass die Depots über vierzig Jahre einen realen Ertrag bringen, ist wahrscheinlich; mehr als „wahrscheinlich“ tragen Renditereihen aus der Vergangenheit nicht. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: Dass Aktien über Jahrzehnte Ertrag bringen, ist gut belegt; wie viel, bleibt eine Spanne.