Zwei griechische Figuren prüfen eine Arbeitserlaubnis zwischen Balkan-Dorf, Baustelle und Café.

Westbalkanregelung halbieren

Die Westbalkanregelung lässt Menschen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, dem Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien mit einem Arbeitsvertrag nach Deutschland kommen, auch ohne anerkannte Berufsausbildung [7][20]. Der Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD beschloss am 2. Juli 2026 die Kürzung, begründet mit steigender Arbeitslosigkeit; Bauverband, Hotel- und Gaststättenverband und Arbeitgeberverbände lehnen sie ab [2][3][6][24]. Das Arbeitsministerium legte am 9. Oktober 2026 einen Referentenentwurf vor, die Verordnung soll ab dem 1. Januar 2027 gelten und braucht die Zustimmung des Bundesrates [20][25].

  • 61.171 Menschen arbeiteten Ende 2024 über die Regelung in Deutschland, gut ein Drittel davon am Bau [7]
  • 18.000 Anfragen musste die Bundesagentur im Dezember 2025 ablehnen, weil das Kontingent erschöpft war [17]
  • 29.000 Visa nach der Regelung erteilten die Auslandsvertretungen zuletzt im Jahr; der Engpass sind die Visastellen, nicht das Kontingent [5][7]

Der Vorschlag

Ab 2027 sollen statt 50.000 nur noch 25.000 Zustimmungen im Jahr an Menschen aus sechs Westbalkanstaaten gehen, die in Deutschland arbeiten wollen; betroffen sind vor allem Bau und Gastgewerbe.

Die Debatte

Die Koalition begründet die Kürzung mit der Lage am Arbeitsmarkt: Stellen, die bisher Arbeitskräfte vom Westbalkan besetzten, sollen Arbeitsuchenden im Inland offenstehen. Bauverband und Arbeitgeber halten dagegen, Betriebe fänden keine anderen Bewerber, Stellen blieben unbesetzt, und wer komme, arbeite fast immer und zahle ein. Die Arbeitgeber nennen die Kürzung zudem einen Widerspruch zu den Beitrittsverhandlungen der sechs Staaten mit der EU. Als Verordnung braucht die Kürzung keinen Beschluss des Bundestages, wohl aber die Zustimmung des Bundesrates, der noch nicht abgestimmt hat.

  • „In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit werden wir die sogenannte Westbalkan-Regelung ab dem 01.01.2027 wie im Koalitionsvertrag vorgesehen auf 25.000 Personen pro Jahr begrenzen.“

    spricht dafür: Koalitionsausschuss, CDU/CSU, SPD Ergebnis des Koalitionsausschusses, 2. Juli 2026
  • „Die Westbalkanregelung ist Zuwanderung in Arbeit, nicht in Sozialsysteme.“

    spricht dagegen: Felix Pakleppa, Zentralverband Deutsches Baugewerbe Pressemitteilung, 24. September 2026
  • „Ein geringeres Kontingent verhindert, dass Arbeitsplätze besetzt werden, und schafft zusätzlichen Verwaltungsaufwand durch die dafür notwendige Administration bei der Bundesagentur für Arbeit (BA).“

    spricht dagegen: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, BDA Positionspapier, August 2026

Die Analyse

Westbalkanregelung halbieren

35 % des Gewichts sprechen dafür, 65 % dagegen.

Das Gewicht eines Arguments verbindet drei Fragen: wie groß die Wirkung ist, wie sicher sie eintritt und wie wichtig das betroffene Gut ist. Je größer das Stück, desto schwerer wiegt das Argument.

Dafür

Dagegen

Die Halbierung der Westbalkanregelung ist nach der aktuellen Analyse wahrscheinlich ein schlechter Vorschlag, mit sehr kleinem Effekt.

Wahrscheinlich schlechter

Wahrscheinlich schlechter: Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in 16 von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

Gesamteffekt: klein

Wie stark der Vorschlag insgesamt wirkt, in fünf Stufen von sehr klein bis sehr groß, über alle Debatten vergleichbar. Der Kreis ist immer voll, auch wenn die Wirkung insgesamt klein ist; wie groß sie ist, sagt diese Stufe.

Mit Bauverband und Arbeitgebern hält die Analyse die Kürzung für einen Fehler, aus einem Grund, den die Verbände nicht ins Feld führen. Entscheidend ist der Lohn, den Menschen mit zugesagter Stelle verlieren, wenn sie nicht kommen dürfen; er wiegt schwerer als alle Gründe der Koalition zusammen. Ihr Hauptgrund trägt dennoch, denn ein Teil der Stellen kann an Arbeitslose im Inland gehen, die dann keine Grundsicherung mehr brauchen; belegt ist das allerdings nur für kurze Zeit. Etwa gleich schwer wiegen die Steuern und Beiträge aus Stellen, die unbesetzt bleiben, worauf Bauverband und Arbeitgeber zielen. Klein bleibt alles, weil die Visastellen schon heute weniger Visa erteilen, als das Kontingent erlaubt, und die Kürzung auf dem Papier die Zuwanderung bei weitem nicht halbiert.

Mit eigenen Werten nachrechnen

Wie schwer Leben, Gesundheit, Klima, Zeit und Geld zählen, lässt sich anders gewichten. Der Werte-Shift rechnet die Debatte damit neu.

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Im Detail

Alle Argumente

Pro-Argumente6 Argumente

Stellen für Arbeitsuchende im Inland

9Punkte

Die Koalition begründet die Kürzung mit steigender Arbeitslosigkeit: Stellen, die bisher mit Arbeitskräften vom Westbalkan besetzt wurden, sollen Arbeitsuchenden im Inland offenstehen [2]. Angesetzt ist, dass ein Fünftel der wegfallenden Stellen mit Menschen besetzt wird, die sonst arbeitslos geblieben wären, im Jahresmittel rund 790 Stellen. Für sie ersetzt ein Lohn die Grundsicherung, und Arbeit hebt die Lebenszufriedenheit über das Einkommen hinaus.

Wert 5,5 · Einkommen und ArbeitImpact 3,3Plausibilität 5
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Wert

Gezählt wird, was ein Mensch gewinnt, der statt Grundsicherung einen Lohn bezieht: rund 10.550 € mehr Nettoeinkommen im Jahr [15]. Für Haushalte am unteren Rand wiegt dieser Betrag mehr als für den Durchschnitt, weil jeder Euro dort einen größeren Teil des Budgets ausmacht. Abgezogen ist die Freizeit, die mit der Arbeit wegfällt. Hinzu kommt, was Arbeit über das Geld hinaus bedeutet: Wer arbeitslos ist, ist auch bei gleichem Einkommen messbar unzufriedener, und sein Partner ebenso. Der Wert liegt deshalb zwischen Haushaltsbudget und Beschäftigungssicherheit, näher am Geld, das den größeren Teil trägt. Der Wert ist mittel: überwiegend Einkommen, zu einem kleineren Teil die Lebenslage ohne Arbeit.

Impact

Ohne Kürzung erteilten die Auslandsvertretungen zuletzt rund 29.000 Visa nach der Regelung im Jahr, mit dem Kontingent von 25.000 in den Jahren 2022 und 2023 rund 26.000 [5][7]. Angesetzt sind deshalb rund 3.000 Visa weniger im Jahr; weil nur rund zwei von drei Visa zu einer Aufenthaltserlaubnis führen, kommen rund 1.950 Menschen weniger [7][8]. Über fünf Jahre fehlen im Mittel rund 4.080 Menschen, von denen 97 von 100 arbeiten würden [23]. Angesetzt ist, dass ein Fünftel dieser Stellen Arbeitslose aus dem Inland übernehmen, Spanne 5 bis 50 Prozent; das sind rund 790 Stellen im Jahr. Je Stelle steht ein Nettolohn von rund 22.700 € gegen rund 12.150 € Grundsicherung mit Unterkunft [15]. Der Lohn von 16 € brutto je Stunde folgt aus den 12 €, die Beschäftigte der Regelung 2016/17 zum Einstieg verdienten, fortgeschrieben mit der Lohnentwicklung [22]. Abgezogen sind 1.600 Stunden Freizeit, hinzu kommt, dass Arbeit auch bei gleichem Einkommen zufriedener macht, den bisher Arbeitslosen wie seinen Partner. Das ergibt gut die Hälfte des Lohnabstands der Menschen, die nicht kommen. Der Impact ist klein: Einige hundert Stellen, und wie viele davon an Arbeitslose im Inland gehen, ist die größte offene Zahl.

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3.000 Visa/Jahr
weniger Visa nach der Regelung
× 0,65 2023: 16.835 erstmalige Aufenthaltserlaubnisse auf 25.736 Visa
1.950 Personen/Jahr
Menschen, die tatsächlich kommen und bleiben
× 2,09 Jahrgänge stauen sich auf, 15 % gehen jedes Jahr zurück; Spanne 2.100–16.700 gemeinsam mit allen Karten
4.080 Personen
fehlende Menschen im Jahresmittel über fünf Jahre
[8]
× 0,97 Kohorte 2016/17: am 30.06.2020 zu 98,1 % beschäftigt
3.958 Beschäftigte
davon in Arbeit
× 20 % Setzung nach Dustmann u. a. und Glitz mit Kontexttransfer; Spanne 5–50 %
792 Stellen
davon mit Arbeitslosen im Inland besetzt
× 10.550 € × 1,71 Nettolohn 22.700 € (16 €/h brutto) gegen Grundsicherung 12.150 € (563 € Regelbedarf + 450 € Unterkunft); Gewicht über die Strecke gemittelt, Median 28.891 €
14,3 Mio €/Jahr
Einkommensplus je Stelle, nach Einkommenslage gewichtet
+ 792 × (0,9 × 5.700 € + 0,35 × 0,35 × 5.700 € − 1.600 h × 2,05 €) Lebenszufriedenheit bei gleichem Einkommen (0,9 Punkte), Partner 0,35 Punkte bei rund einem Drittel mit Partner (Setzung), Freizeit zum Wert der Freizeitstunde
2 Mio €/Jahr
Zufriedenheit aus Arbeit, Partner, abzüglich Freizeit
=
16,3 Mio €/Jahr
Summe
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,82–8,14
3,26
Normalised Impact
Score 3,26 Impact × 5,5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 9 von 100

Plausibilität

Ob ein Teil der frei bleibenden Stellen an Arbeitslose im Inland geht, hängt daran, wen Betriebe stattdessen einstellen. Die stärkste Studie dazu stammt von der bayerisch-tschechischen Grenze: Ab 1991 durften tschechische Pendler in grenznahen Gemeinden arbeiten, und verglichen mit Gemeinden weiter weg von der Grenze sank dort die Beschäftigung Einheimischer fast so stark, wie Pendler hinzukamen, vor allem weil weniger Einheimische neu eingestellt wurden [10]. Eine zweite Studie nutzt, dass Spätaussiedler Ende der 1990er-Jahre Regionen zugewiesen wurden; sie findet kurzfristig rund drei verdrängte Arbeitslose je zehn beschäftigte Zuwanderer [19]. Die örtliche Konjunktur, die beide Befunde sonst erklären könnte, fangen die Vergleiche auf, und weil Zulassung und Zuweisung politisch gesetzt waren, folgte die Zuwanderung nicht der Lage am Arbeitsmarkt. Dagegen steht, dass jede Zustimmung nach der Westbalkanregelung eine Prüfung der Bundesagentur voraussetzt, ob für die Stelle ein Bewerber aus dem Inland oder der EU verfügbar ist [20], und dass Studien über längere Zeiträume für Einheimische keine Verdrängung mehr finden [21]. Als Satz über die Welt: In fünf von zehn Fällen geht ein Teil der frei bleibenden Stellen tatsächlich an Menschen, die sonst arbeitslos geblieben wären. Wie groß dieser Teil ist, steht mit 5 bis 50 Prozent in der Spanne. Die Plausibilität ist mittel: Zwei Studien zeigen die Richtung für kurze Zeit, über längere Zeit verschwindet der Effekt.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 5 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Weniger Grundsicherung

4,8Punkte

Wer aus der Arbeitslosigkeit in eine der frei bleibenden Stellen wechselt, braucht keine Grundsicherung mehr. Bei rund 790 Stellen im Jahr entfallen Regelbedarf und Unterkunftskosten von je rund 12.150 € [15]. Steuern und Beiträge aus diesen Stellen fließen ohnehin, weil sonst Zugewanderte dieselben Löhne bezögen.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 1,9Plausibilität 5
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Wert

Gezählt wird öffentliches Geld, das nicht mehr ausgezahlt werden muss [15]. Ein Euro im öffentlichen Haushalt zählt zum Nennwert. Was die bisherigen Leistungsbezieher dabei verlieren, steckt im Argument über ihre neuen Stellen: Dort ist die Grundsicherung vom neuen Lohn bereits abgezogen. Beide Argumente zeigen die eine Bewegung von der Grundsicherung in den Lohn aus zwei Blickwinkeln. Ein Zuschlag für den späteren Verwendungszweck entfällt. Der Wert ist mittel: öffentliches Geld zum Nennwert.

Impact

Die Menge ist dieselbe wie im Argument über die Stellen: rund 790 Stellen im Jahresmittel, Spanne rund 200 bis 1.980, je nachdem ob 5 oder 50 Prozent der frei bleibenden Stellen an Arbeitslose gehen [5][7][23]. Je Stelle entfallen der Regelbedarf von 563 € im Monat und Unterkunftskosten von angesetzt 450 € im Monat, zusammen rund 12.150 € im Jahr [15]. Daraus ergeben sich rund 9,6 Mio € im Jahr. Nicht abgezogen ist, dass ein Teil der neu Beschäftigten vorher keine Leistungen bezog; das würde den Betrag senken. Steuern und Beiträge aus den Löhnen zählen hier nicht, weil dieselben Löhne sonst an Zugewanderte gezahlt würden. Der Impact ist sehr klein: Rund 10 Mio € im Jahr, gebunden an dieselbe offene Zahl wie die Stellen.

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792 Stellen
mit Arbeitslosen im Inland besetzte Stellen im Jahresmittel
× 12.150 € 563 € Regelbedarf + 450 € Unterkunft (Setzung, 350–600 €) × 12
9,6 Mio €/Jahr
Grundsicherung je Person und Jahr
× 1,0 öffentlicher Euro zum Nennwert
9,6 Mio €/Jahr
gewichtet: Staat
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,48–4,8
1,92
Normalised Impact
Score 1,92 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 4,8 von 100

Plausibilität

Ob Leistungen wegfallen, hängt allein daran, ob Arbeitslose die Stellen bekommen; das Argument teilt deshalb die Plausibilität des Arguments über die Stellen [10][19]. Bekommt ein bisheriger Leistungsbezieher eine Stelle zu diesem Lohn, entfällt die Grundsicherung nach dem Gesetz. Belegt ist die Verdrängung für kurze Zeit: in Grenzgemeinden nach 1991 und bei der Zuweisung von Spätaussiedlern. Über längere Zeit finden Studien für Einheimische keinen solchen Effekt mehr [21]. Als Satz über die Welt: In fünf von zehn Fällen sinken die Leistungen überhaupt. Wie stark, steht mit 5 bis 50 Prozent der Stellen in der Spanne. Die Plausibilität ist mittel: Der Wegfall folgt aus dem Gesetz, ob er eintritt, hängt an der Besetzung der Stellen.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 5 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Andere Zuwanderer bekommen die Stellen

2,4Punkte

Bleiben Arbeitskräfte vom Westbalkan aus, besetzen Betriebe einen Teil der Stellen mit Menschen aus anderen Ländern. Diese gewinnen dasselbe wie die, die nun nicht kommen: einen Lohn, der weit über dem zu Hause liegt [11]. Angesetzt ist ein Viertel der Stellen.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 1,4Plausibilität 3,5
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Wert

Gezählt ist das Einkommen der Menschen, die eine Stelle bekommen, weil Arbeitskräfte vom Westbalkan nicht kommen, gemessen an dem, was sie zu Hause verdienen würden [11]. Sie erhalten durch die Maßnahme eine konkrete Zugangsmöglichkeit, einen Arbeitsvertrag, und zählen deshalb nach derselben Regel wie die Menschen, die ihre zugesagte Stelle verlieren. Ohne dieses Argument zählte der Gewinn nur auf einer Seite. Weil sie zu Hause meist wenig haben, wiegt jeder zusätzliche Euro mehr als bei einem durchschnittlichen Haushalt in Deutschland. Der Wert ist der des Haushaltsbudgets, wie auf der Gegenseite. Der Wert ist mittel: Einkommen, gewichtet nach dem, was die Betroffenen sonst hätten.

Impact

Angesetzt ist, dass ein Viertel der frei werdenden Stellen Menschen aus anderen Ländern über andere Wege übernehmen; das sind rund 990 Stellen im Jahresmittel, Spanne rund 400 bis rund 1.980, falls Betriebe solche Wege überhaupt nutzen; ob sie das tun, ist eine Frage der Plausibilität. Für sie gilt dieselbe Rechnung wie für die Menschen, die nicht vom Westbalkan kommen: Lohn in Deutschland gegen Einkommen zu Hause nach Kaufkraft, gewichtet nach dem, was sie sonst hätten, abzüglich Ausweichen und Trennung [11][12]. Angesetzt ist derselbe Betrag je Person wie dort, weil die Herkunftsländer nicht bekannt sind; aus ärmeren Ländern wäre der Gewinn größer. So zählt der Gewinn auf beiden Seiten gleich: Wer eine zugesagte Stelle verliert, zählt mit seinem Lohnabstand, wer sie stattdessen bekommt, ebenso. Das ergibt rund ein Viertel des Lohnabstands der Menschen, die nicht kommen. Der Impact ist sehr klein: Rund tausend Menschen, deren Gewinn wie auf der Gegenseite gerechnet ist.

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990 Personen
Stellen, die andere Zuwanderer übernehmen
× 7.595 € wie con-1: 22.019 € in Deutschland gegen 14.424 € zu Hause
7,52 Mio €/Jahr
Lohnabstand je Person, nach Kaufkraft
× 0,56 wie con-1
4,21 Mio €/Jahr
Ausweichen und Trennung
× 1,61 Gewicht über die Strecke 14.424 → 22.019 € gemittelt, Median 28.891 €
6,78 Mio €/Jahr
nach Einkommenslage gewichtet
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,54–2,72
1,36
Normalised Impact
Score 1,36 Impact × 5 Wert × 3,5 Plausibilität ÷ 10 = 2,4 von 100

Plausibilität

Dass ein Teil der Stellen an Menschen aus anderen Ländern geht, ist eine Annahme dieser Bewertung: ein Viertel. Wege dafür gibt es, etwa die kurzzeitige Beschäftigung mit eigenem Kontingent, von deren 25.000 Plätzen 2025 rund 9.800 frei blieben [24]; sie erlaubt aber nur acht Monate Arbeit und nur bei tarifgebundenen Betrieben. Ob Betriebe solche Wege für Stellen nutzen, die sie bisher mit Arbeitskräften vom Westbalkan besetzt haben, ist nicht untersucht. Die Kette ist benennbar: Stelle frei, Anwerbung über einen anderen Weg, Einkommensgewinn für den Zugewanderten. Dass Arbeit im reicheren Land das Einkommen tatsächlich steigert, zeigt eine Lotterie-Studie zu Tonga und Neuseeland [11]. Als Satz über die Welt: In etwa drei bis vier von zehn Fällen kommen tatsächlich andere Zuwanderer zum Zug. Die Plausibilität ist niedrig: Der Gewinn ist belegt, ob die Stellen überhaupt so besetzt werden, nicht.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6 Einordnung: Kette offen · Plausibilität 3–3,5

Offen: Eine Auswertung, wie viele Betriebe nach abgelehnten Westbalkan-Zustimmungen über die kurzzeitige kontingentierte Beschäftigung oder andere Wege einstellen, würde P bis etwa 5,0 heben.

Weniger Nutzung öffentlicher Leistungen

1,4Punkte

Wer nicht kommt, nutzt in Deutschland keine öffentlichen Leistungen. Wo die Stelle trotzdem besetzt wird, von Arbeitslosen im Inland, fließen Steuern und Beiträge weiter, und der Staat spart diese Leistungen. Angesetzt sind 3.000 € je Person und Jahr.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,5Plausibilität 5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Gezählt wird öffentliches Geld, das nicht ausgegeben werden muss, weil weniger Menschen öffentliche Leistungen nutzen. Ein Euro im öffentlichen Haushalt zählt zum Nennwert. Gezählt ist nur, was nicht schon im Argument über Steuern und Beiträge gegengerechnet ist: Dort sind die Leistungen für die unbesetzten Stellen abgezogen. Bei Stellen, die andere Zuwanderer übernehmen, nutzen diese dieselben Leistungen, dort ändert sich nichts. Ein Zuschlag für den Verwendungszweck entfällt, weil offen ist, wofür das Geld sonst ausgegeben würde. Der Wert ist mittel: öffentliches Geld zum Nennwert.

Impact

Von den rund 4.080 Menschen, die im Jahresmittel fehlen, wären rund 790 auf Stellen, die nun Arbeitslose im Inland übernehmen; dazu kommen rund 120, die ohne Arbeit wären [23]. Für sie entfällt die Nutzung öffentlicher Leistungen, von der Verwaltung bis zum Nahverkehr, angesetzt mit 3.000 € je Person und Jahr wie im Argument über Steuern und Beiträge, Spanne 1.000 bis 5.000 €. Bei den unbesetzten Stellen ist dieser Betrag schon dort gegengerechnet. Zusammen sind das rund 2,7 Mio € im Jahr. Grundsicherung für Zugewanderte ohne Arbeit ist nicht angesetzt, weil sie selten anfällt: Von den Beschäftigten der Regelung bezogen 2020 unter einem Prozent Grundsicherung [23]. Der Impact ist sehr klein: Rund 2,7 Mio € im Jahr, gebunden an dieselbe offene Zahl wie die Stellen.

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792 Personen
Menschen, deren Stelle Arbeitslose im Inland übernehmen
+ + 4.080 × 3 % Kohorte 2016/17: 98,1 % beschäftigt
914 Personen
dazu Zugewanderte ohne Arbeit
× 3.000 € Setzung wie con-2, Spanne 1.000–5.000 €
2,7 Mio €/Jahr
öffentliche Leistungen je Person und Jahr
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,18–0,9
0,54
Normalised Impact
Score 0,54 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 1,4 von 100

Plausibilität

Wer nicht kommt, nutzt keine Ämter, Straßen oder Busse in Deutschland; das folgt aus der Sache. Zählen kann das nur dort, wo die Stelle trotzdem besetzt wird und Steuern und Beiträge weiter fließen, also bei den Stellen, die Arbeitslose im Inland übernehmen. Ob sie das tun, ist dieselbe Frage wie im Argument über die Stellen: Für kurze Zeit zeigen zwei Studien, dass Zuwanderung Arbeitslose aus Stellen hält [10][19], über längere Zeit verschwindet der Effekt [21]. Hinzu kommt ein kleiner Teil, die rund drei Prozent der Zugewanderten ohne Arbeit, deren Nutzung ebenfalls entfällt. Als Satz über die Welt: In fünf von zehn Fällen spart der Staat diese Leistungen überhaupt. Wie viel, steht mit 1.000 bis 5.000 € je Person in der Spanne. Die Plausibilität ist mittel: Die Ersparnis folgt aus der Sache, ob sie eintritt, hängt an der Besetzung der Stellen.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 5 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Weniger Nachfrage nach Wohnungen

1,3Punkte

Wer nicht kommt, braucht in Deutschland keine Wohnung. Im Jahresmittel fehlen rund 4.080 Menschen, viele davon hätten in Wohngemeinschaften oder Unterkünften der Betriebe gewohnt. Ein Teil der Wohnungen, die sie belegt hätten, steht dann anderen Suchenden offen.

Wert 6 · WohnraumversorgungImpact 0,7Plausibilität 3
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Wert

Gezählt wird der Zugang zu angemessenem Wohnraum für andere Suchende [18]. Bewertet ist der Grundbedarf, also was das Sozialrecht als angemessene Miete anerkennt. Die Wohnung selbst ist ein fairer Tausch und zählt nicht; gezählt wird nur, wer am Ende einer Umzugskette ohne angemessene Wohnung bliebe. Der Ansatz ist derselbe wie bei der Bewertung des ausgesetzten Familiennachzugs auf dieser Seite. Wohnraumversorgung steht eine Stufe über reinem Geld, weil sie eine Grundlage des Alltags ist. Der Wert ist mittel: Wohnraum als Grundlage des Alltags.

Impact

Im Jahresmittel fehlen rund 4.080 Menschen [5][7][8]. Angesetzt sind 2,5 Personen je Wohnung, Spanne 1,5 bis 4, weil Arbeitskräfte oft in Wohngemeinschaften oder in Unterkünften der Betriebe wohnen; das ergibt rund 1.630 Wohnungen. Bei drei von zehn davon, Spanne 15 bis 60 Prozent, bliebe am Ende der Umzugskette ein Haushalt mit zwei Personen ohne angemessene Wohnung. Das sind rund 980 Personenjahre ohne angemessenen Wohnraum, die wegfallen. Bewertet ist jedes dieser Jahre so, als kostete es so viel, wie das Wohngeld in einer mittleren Mietenstufe je Person als angemessene Miete anerkennt, rund 310 € im Monat [18]; die Beschäftigten arbeiten über das ganze Land verteilt, deshalb gilt nicht der Wert für angespannte Märkte. Das ist rund ein Achtel des Lohnabstands der Menschen, die nicht kommen. Der Impact ist sehr klein: Einige hundert Wohnungen, gemessen am Wohnungsbestand.

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3.000 Visa/Jahr
weniger Visa nach der Regelung
× 0,65 2023: 16.835 erstmalige Aufenthaltserlaubnisse auf 25.736 Visa
1.950 Personen/Jahr
Menschen, die tatsächlich kommen und bleiben
× 2,09 Jahrgänge stauen sich auf, 15 % gehen jedes Jahr zurück; Spanne 2.100–16.700 gemeinsam mit allen Karten
4.080 Personen
fehlende Menschen im Jahresmittel über fünf Jahre
[8]
÷ ÷ 2,5 Setzung, Spanne 1,5–4: Wohngemeinschaften und Betriebsunterkünfte
1.632 Wohnungen
Personen je zusätzlich nachgefragter Wohnung
× 30 % Setzung des Ankers Grundbedarf Wohnen, Spanne 15–60 %
490 Wohnungen
Anteil, der am Kettenende einen Haushalt ohne angemessene Wohnung ließe
× 2 Personen je Wohnung Regelwert je fehlender Wohnung
980 Personenjahre
Personenjahre ohne angemessenen Wohnraum
× 3.700 € je Person und Jahr Anker Grundbedarf Wohnen, Regelwert Mietenstufe IV (Spanne 2.600–5.400 €)
3,6 Mio €/Jahr
bewertet
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,16–3,5
0,72
Normalised Impact
Score 0,72 Impact × 6 Wert × 3 Plausibilität ÷ 10 = 1,3 von 100

Plausibilität

Eine Messung, die den Wohnungsmarkteffekt gerade dieser Gruppe zeigt, gibt es nicht. Die Kette ist benennbar: weniger Zuzug, weniger Nachfrage, am Ende der Umzugskette ein Haushalt mehr mit angemessener Wohnung. Ungeprüft ist das Glied, das die Menge trägt: wie viel Wohnraum die Beschäftigten tatsächlich belegen, viele wohnen in Unterkünften der Betriebe. Mehr als der Zuzug einiger tausend Menschen bewegt der Neubau die Lage am Markt. Eine Umkehrung scheidet aus, die Kürzung folgt nicht der Lage am Wohnungsmarkt. Als Satz über die Welt: In etwa drei von zehn Fällen werden tatsächlich Wohnungen für andere Suchende frei. Die Plausibilität ist niedrig: Die Richtung ist klar, das tragende Glied ist nicht geprüft.

Beleglage: Plausibilität · Plausibilität höchstens 5 Nachweis der Wirkung: Unbestimmt · höchstens 5 Einordnung: Kette offen · Plausibilität 3–3,5

Offen: Eine Auswertung, wie viele Beschäftigte der Westbalkanregelung in angespannten Märkten eigene Wohnungen anmieten statt in Betriebsunterkünften zu wohnen, würde P bis etwa 4,5 heben.

Sichtbare Begrenzung der Zuwanderung

1Punkte

Die Kürzung setzt eine Zusage des Koalitionsvertrags um [1][2]. Für einen Teil der Öffentlichkeit ist das ein Zeichen, dass Zuwanderung gesteuert wird. Die Westbalkanregelung steht allerdings selten im Mittelpunkt der Migrationsdebatte, und die Zahl der Visa dürfte nur wenig sinken.

Wert 6 · SystemvertrauenImpact 0,5Plausibilität 3,5
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Wert

Gezählt wird das Vertrauen, dass der Staat Zuwanderung steuern kann. Es betrifft das Funktionieren des Gemeinwesens, nicht ein einzelnes Budget, und steht deshalb eine Stufe über reinem Geld. Derselbe Wert trägt auf dieser Seite die Steuerungsargumente beim Familiennachzug und bei den Zurückweisungen an der Grenze. Ein Aufschlag für die Bedeutung des Themas Migration entfällt; bewertet wird nur, was diese eine Kürzung beiträgt. Die Gegenwirkung, dass die Kürzung bei anderen das Vertrauen in eine sachgerechte Politik senkt, steckt in der Spanne. Der Wert ist mittel: Vertrauen in die Steuerungsfähigkeit des Staates.

Impact

Das Kontingent sinkt von 50.000 auf 25.000 Zustimmungen; die Zahl der Visa dürfte dagegen nur von rund 29.000 auf rund 26.000 im Jahr sinken, weil die Visastellen schon heute der Engpass sind [5][7][24]. Sichtbar ist vor allem die Regel selbst. Beim ausgesetzten Familiennachzug ist auf dieser Seite angesetzt, dass die Begrenzung jedem Erwachsenen so viel wert ist wie rund neun Minuten freie Zeit im Jahr, bei rund 12.000 ausbleibenden Nachzügen. Hier kommen rund 1.950 Menschen im Jahr weniger, und die Regelung steht seltener in der Debatte; angesetzt ist deshalb ein Fünfundzwanzigstel davon, rund zwanzig Sekunden je Erwachsenem, Spanne ein Viertel bis das Vierfache, falls der Effekt eintritt. Die Untergrenze liegt bei einem Viertel, weil dieselbe Kürzung bei einem Teil der Öffentlichkeit, etwa in Bau und Gastgewerbe, das Vertrauen in eine sachgerechte Politik senkt [3][6]; ob die Begrenzung überhaupt Vertrauen schafft, ist eine Frage der Plausibilität. Das ergibt ein Zwölftel des Lohnabstands der Menschen, die nicht kommen. Der Impact ist sehr klein: Sehr viele Menschen, ein sehr kleiner und gesetzter Betrag je Kopf.

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60 Mio Personen
Erwachsene in Deutschland
× 0,04 € je Person Setzung, Spanne 0,01–0,16 €, falls der Effekt eintritt: Ansatz beim ausgesetzten Familiennachzug (1 €) × 1.950 statt 12.000 Menschen im Jahr × ¼ für die geringere Sichtbarkeit
2,4 Mio €/Jahr
Wert der sichtbaren Begrenzung je Jahr
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,12–1,92
0,48
Normalised Impact
Score 0,48 Impact × 6 Wert × 3,5 Plausibilität ÷ 10 = 1 von 100

Plausibilität

Dass das Kontingent sinkt, steht fest, sobald die Verordnung gilt; dass daraus Vertrauen wird, ist nicht gemessen. Die Kette ist benennbar: sichtbare Begrenzung, das Gefühl, Zuwanderung werde gesteuert, mehr Zustimmung zur Migrationspolitik. Ungeprüft ist das letzte Glied, denn es gibt keine Befragung vor und nach einer Änderung des Kontingents. Die Zustimmung zur Migrationspolitik bewegen Asylzahlen und Einzelereignisse weit stärker; das könnte jeden Befund überdecken. Zudem antwortet die Kürzung selbst auf die Stimmungslage, sodass Ursache und Wirkung schwer zu trennen wären. Als Satz über die Welt: Das Argument trifft in etwa drei bis vier von zehn Fällen zu. Die Plausibilität ist niedrig: Die Begrenzung ist sichtbar, ihre Wirkung auf das Vertrauen ist nicht gemessen.

Beleglage: Plausibilität · Plausibilität höchstens 5 Nachweis der Wirkung: Unbestimmt · höchstens 5 Einordnung: Kette offen · Plausibilität 3–3,5

Offen: Eine Befragung, die die Zustimmung zur Migrationspolitik vor und nach einer Kontingentänderung misst, würde P bis etwa 5,0 heben.

Contra-Argumente2 Argumente

Zuwanderer verlieren den Lohnabstand

27Punkte

Im Jahresmittel bleiben rund 4.080 Menschen aus den sechs Staaten, die eine zugesagte Stelle in Deutschland hatten, zu Hause oder gehen anderswohin. In Deutschland verdienten sie netto rund 22.700 € im Jahr, zu Hause nach Kaufkraft gerechnet rund ein Drittel weniger [12][13][15]. Wer über die Regelung kommt, arbeitet fast immer [23].

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 5,6Plausibilität 9,5
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Wert

Gezählt ist das Einkommen der Menschen, die wegen der Kürzung eine schon zugesagte Stelle in Deutschland nicht antreten können, gemessen an dem, was sie zu Hause verdienen würden [12][13]. Diese Seite zählt Menschen, die eine konkrete, schon zugesagte Zugangsmöglichkeit verlieren, etwa einen Arbeitsvertrag oder einen Anspruch auf Nachzug; wer nur abstrakt einwandern könnte, zählt nicht. Bisher hat keine Bewertung auf dieser Seite diesen Gewinn gebucht: Beim ausgesetzten Familiennachzug zählen die Trennung und die Leistungen der Angehörigen, ihre Erwerbschancen in Deutschland nicht. Weil die Betroffenen zu Hause wenig haben, wiegt jeder zusätzliche Euro für sie mehr als für einen durchschnittlichen Haushalt in Deutschland; bei einem so großen Sprung ist das Gewicht über die ganze Strecke gemittelt. Abgezogen ist, was der Umzug selbst kostet, vor allem die Trennung von der Familie. Der Wert ist der des Haushaltsbudgets, ohne Aufschlag für Existenzsicherung, weil das Gewicht des Euros die Bedürftigkeit schon trägt. Der Wert ist mittel: Einkommen, gewichtet nach dem, was die Betroffenen sonst hätten.

Impact

Ohne Kürzung erteilten die Auslandsvertretungen zuletzt rund 29.000 Visa nach der Regelung im Jahr, mit dem Kontingent von 25.000 in den Jahren 2022 und 2023 rund 26.000 [5][7]. Angesetzt sind rund 3.000 Visa weniger; weil nur rund zwei von drei Visa zu einer Aufenthaltserlaubnis führen, kommen rund 1.950 Menschen im Jahr weniger, und weil jedes Jahr rund 15 Prozent zurückgehen, fehlen über fünf Jahre im Mittel rund 4.080 [8]. In Deutschland arbeiten 97 von 100 von ihnen, bei 16 € brutto je Stunde mit rund 22.700 € netto im Jahr [15][23]. Zu Hause verdienen Beschäftigte netto rund 700 € im Monat, die Preise liegen bei gut der Hälfte der deutschen, und etwa jeder Neunte findet dort keine Arbeit [12][13]; nach Kaufkraft sind das rund 14.400 € im Jahr. Der Abstand von rund 7.600 € wiegt mehr als bei einem durchschnittlichen Haushalt, weil die Betroffenen wenig haben. Abgezogen ist, dass ein Teil in andere Länder ausweicht, Faktor 0,8, und dass Trennung und Umzug einen Teil des Gewinns aufzehren, Faktor 0,7; zusammen Spanne 0,3 bis 0,9. Das ist das größte Argument dieser Bewertung, gut eineinhalbmal so groß wie die Stellen für Arbeitsuchende. Der Impact ist klein: Rund 4.080 Menschen, deren Einkommen ohne die Stelle in Deutschland um rund ein Drittel niedriger liegt.

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3.000 Visa/Jahr
weniger Visa nach der Regelung
× 0,65 2023: 16.835 erstmalige Aufenthaltserlaubnisse auf 25.736 Visa
1.950 Personen/Jahr
Menschen, die tatsächlich kommen und bleiben
× 2,09 Jahrgänge stauen sich auf, 15 % gehen jedes Jahr zurück; Spanne 2.100–16.700 gemeinsam mit allen Karten
4.080 Personen
fehlende Menschen im Jahresmittel über fünf Jahre
[8]
× 0,97 × 22.700 € 16 €/h brutto; 97 von 100 in Arbeit, Leistungsbezug unter 1 %
22.019 €/Jahr
Nettoeinkommen in Deutschland je Person
− 0,89 × 700 € × 12 × 1,9 + 0,11 × 2.000 € Nettolohn rund 700 €; Preisniveau Deutschland 109 gegen Region rund 57; 11 % ohne Arbeit
7.595 €/Jahr
abzüglich Einkommen zu Hause nach Kaufkraft
× 1,61 Gewicht über die Strecke 14.424 → 22.019 € gemittelt, Median 28.891 €
12.220 €/Jahr
nach Einkommenslage gewichtet
× 0,8 × 0,7 Setzungen; zusammen Spanne 0,3–0,9
6.843 €/Jahr
Ausweichen in andere Länder und Kosten von Trennung und Umzug
× 4.080 Personen
27,9 Mio €/Jahr
alle Fehlenden
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 2,98–8,96
5,58
Normalised Impact
Score 5,58 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 27 von 100

Plausibilität

Dass weniger Menschen über die Regelung kommen, folgt aus dem kleineren Kontingent, sobald die Verordnung gilt; schon 2025 war das größere Kontingent Ende November erschöpft, im Dezember musste die Bundesagentur rund 18.000 Anfragen ablehnen [6][17]. Wer deshalb nicht kommt, hatte einen Arbeitsvertrag zu Bedingungen, die die Bundesagentur mit denen von Beschäftigten im Inland verglichen hat, und verdient zu Hause nach Kaufkraft rund ein Drittel weniger [12][13][20]. Dass dieser Gewinn echt ist und nicht daher rührt, dass gerade die Tüchtigsten gehen, zeigt eine Lotterie: Neuseeland vergab Aufenthaltsplätze an Menschen aus Tonga per Los, und die Gewinner verdienten im ersten Jahr gut das Dreieinhalbfache der Verlierer [11]. Ein Restrisiko liegt im Vollzug: Die Verordnung braucht die Zustimmung des Bundesrates [20]; den Referentenentwurf legte das Arbeitsministerium am 9. Oktober 2026 vor [25]. Offen ist die Höhe: wie viele in andere Länder ausweichen und was die Trennung von der Familie kostet, das steht in der Spanne; wie viele insgesamt weniger kommen, betrifft alle Argumente gleich und steht über der Bilanz. Beides senkt die Plausibilität nicht ein zweites Mal. Die Plausibilität ist sehr hoch: Das Ob folgt aus der Regel, die Höhe steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Weniger Steuern und Beiträge

9,4Punkte

Wer über die Regelung kommt, arbeitet fast immer sozialversicherungspflichtig und zahlt Lohnsteuer und Beiträge [4][9]. Bleibt eine Stelle unbesetzt, fehlt dieses Geld; angesetzt ist, dass gut die Hälfte der wegfallenden Stellen nicht anders besetzt wird. Das Institut der deutschen Wirtschaft schätzt, dass die meisten Zugewanderten vom Westbalkan mehr einzahlen, als sie an Leistungen erhalten [9].

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 3,4Plausibilität 5,5
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Wert

Gezählt wird öffentliches Geld, das ohne die Beschäftigten fehlt [14]. Ein Euro im öffentlichen Haushalt und in den Sozialkassen zählt zum Nennwert. Nur der Teil zählt, dem keine spätere Leistung an dieselben Menschen gegenübersteht; Rentenansprüche und Gesundheitsleistungen sind abgezogen. Der Lohn selbst steht im Argument über die Menschen, die nicht kommen. Einen Ertrag der Betriebe über den Lohn hinaus zählt diese Seite nicht: An der zuletzt besetzten Stelle liegt er im Wettbewerb nahe null. Der Wert ist mittel: öffentliches Geld zum Nennwert.

Impact

Von den rund 3.960 Beschäftigten, die im Jahresmittel fehlen, sind angesetzt 55 Prozent nicht zu ersetzen, Spanne 35 bis 80 Prozent; der Rest geht an Arbeitslose im Inland oder an Zugewanderte über andere Wege [7][8][23]. Das sind rund 2.180 Stellen im Jahr. Bei 16 € je Stunde und rund 33.240 € brutto im Jahr fallen rund 3.300 € Lohnsteuer an und 42,9 Prozent Sozialbeiträge, rund 14.260 € [14]. Von den Beiträgen sind angesetzt 40 Prozent ohne spätere Gegenleistung an dieselben Menschen; dazu kommen rund 1.800 € Steuern auf den Konsum, abgezogen sind rund 3.000 € für öffentliche Leistungen, die sie nutzen. Je Stelle ergibt das rund 7.800 € im Jahr, Spanne 4.000 bis 11.000 €. Zusammen sind das rund 17 Mio € im Jahr, gut halb so viel wie der Lohnabstand der Menschen, die nicht kommen. Der Impact ist klein: Rund 17 Mio € im Jahr, abhängig davon, wie viele Stellen unbesetzt bleiben.

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3.000 Visa/Jahr
weniger Visa nach der Regelung
× 0,65 2023: 16.835 erstmalige Aufenthaltserlaubnisse auf 25.736 Visa
1.950 Personen/Jahr
Menschen, die tatsächlich kommen und bleiben
× 2,09 Jahrgänge stauen sich auf, 15 % gehen jedes Jahr zurück; Spanne 2.100–16.700 gemeinsam mit allen Karten
4.080 Personen
fehlende Menschen im Jahresmittel über fünf Jahre
[8]
× 0,97 Kohorte 2016/17: am 30.06.2020 zu 98,1 % beschäftigt
3.958 Beschäftigte
davon in Arbeit
× 55 % 1 − 20 % Arbeitslose im Inland − 25 % andere Zuwanderungswege; Spanne 35–80 %
2.177 Stellen
davon nicht anders besetzt
× 3.300 + 0,4 × 14.260 + 1.800 − 3.000 ≈ 7.800 € Lohnsteuer; Beiträge 42,9 % von 33.240 €, davon 40 % ohne spätere Gegenleistung; Konsumsteuern; öffentliche Leistungen; Spanne 4.000–11.000 €
17 Mio €/Jahr
Nettoabgaben je Stelle
× 1,0
17 Mio €/Jahr
gewichtet: Staat und Sozialkassen
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 1,1–6,98
3,4
Normalised Impact
Score 3,4 Impact × 5 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 9,4 von 100

Plausibilität

Dass auf jeden Lohn Steuern und Beiträge fallen, folgt aus dem Gesetz [14]. Ob Abgaben fehlen, hängt daran, ob Stellen ohne die Zugewanderten unbesetzt bleiben. Dafür sprechen Fallstudien, in denen nach einer abgelehnten Zustimmung die Stelle frei blieb und Vermittlungen der Bundesagentur scheiterten [22], sowie die Warnung des Bauverbands [3]. Gemessen ist das nicht, es sind Fallstudien und Angaben von Verbänden. Bei schwacher Konjunktur stellen Betriebe ohnehin weniger ein, dann blieben weniger Stellen offen. Als Satz über die Welt: In gut fünf von zehn Fällen fehlen überhaupt Abgaben. Wie viele Stellen offen bleiben, steht mit 35 bis 80 Prozent in der Spanne. Die Plausibilität ist mittel: Die Abgaben folgen aus dem Gesetz, dass Stellen offen bleiben, ist berichtet, nicht gemessen.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6

Wie belastbar das Ergebnis ist

Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in 16 von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

bringt mehr, als er kostetkostet mehr, als er bringt

Jeder Punkt steht für 200 der 20.000 Modellrechnungen.

Zwei Setzungen außerhalb der Rechnung tragen das Ergebnis. Erstens eine Regel dieser Seite: Wer durch eine Maßnahme eine konkrete, schon zugesagte Zugangsmöglichkeit verliert oder gewinnt, hier einen Arbeitsvertrag, zählt mit seinem Nettogewinn; wer nur abstrakt einwandern könnte, zählt nicht. Mit dieser Regel liegt die Kürzung in knapp zwei von zehn Durchläufen vorn, ohne sie in gut sieben von zehn. Zweitens die Zahl der Menschen, die fehlen: rund 4.080 im Jahresmittel, rund 2.100, wenn kaum weniger Visa erteilt werden, rund 16.700, wenn das halbe Kontingent die Visa wirklich halbiert. Sie bewegt alle Argumente gemeinsam und ändert die Richtung nicht. Nicht beziffert sind Folgen in den Herkunftsländern, wo Abwanderung Fachkräfte kostet und Überweisungen Familien tragen, der spätere Familiennachzug der Beschäftigten und ein möglicher Ausweich in Schwarzarbeit.

Verteilung der Modellrechnungen ansehen

20.000 durchgerechnete Zukünfte

Wahrscheinlich schlechter · 16 %

In 16 von 100 durchgerechneten Zukünften bringt der Vorschlag mehr, als er kostet.

Keine Wirkung ist genau bekannt, jedes Argument hat eine Spanne. Die Rechnung zieht 20.000-mal für jedes Argument eine mögliche Größe aus seiner Spanne und zählt, wie oft der Nutzen die Kosten übersteigt.

Nettoeffekt in Punkten je Zukunft. Links der Null überwiegen die Nachteile, rechts der Nutzen. Acht von zehn Zukünften liegen zwischen −39 und +6,3 Punkten.
Maßstab und Auswertung

Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 5 Mio. € pro Jahr.

Größenklasse:sehr klein

Effekt klein (−0,08) · 36 % der Wirkung positiv

Die Flächen zeigen die einzelnen Argumentgewichte. Der positive Wirkungsanteil verrechnet Geldverschiebungen zwischen beiden Seiten; die Wahrscheinlichkeit eines positiven Nettoeffekts wird gesondert bestimmt.

Wie wir bewerten →

Prüfung und Quellen

Zuletzt geprüft von Claude Opus 5.5 · 30. Oktober 2026 · 12× KI, 1× Mensch
  1. 30. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    An pro-5 eintritt_anteil 0,6 in der bestehenden Gruppe inlaender-besetzen-stellen ergänzt (eigenes Band Leistungen je Person), Visa-Minderung bewusst ohne Gruppe; P(D>0) 0,158 → 0,155.

  2. 29. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5keine Änderung nötig

    C3 geprüft: Eintrittsgruppe inlaender-besetzen-stellen (pro-1, pro-2, pro-5) bestand bereits, Bilanz unverändert.

  3. 29. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Referentenentwurf des BMAS vom 9. Oktober 2026 mit Lobbyregister-Beleg nachgezogen, Daten im Maßnahmentext ausgeschrieben.

  4. 28. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Seitentexte für den neuen Seitenaufbau (Entwurf G) mit Zitaten aus Primärquellen; keine Zahl geändert.

  5. 20. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1Record aktualisiert

    Summary und Maßstab-Hinweis nach Schreibstil vom 20.10.2026 neu geschrieben; Zahlen unverändert

  6. 19. Oktober 2026KI-PrüfungGPT-6keine Änderung nötig

    Lab-Qualitätsprüfung 19.10.2026: politische Quellen, Urheberschaft, Gebiet und Aussageumfang geprüft; zusätzlich Einheiten/Zeitraum und Bindung des Größenestimates an die vorhandene Bewertungsfassung kontrolliert. Keine kanonische Inhaltsänderung. Keine neue wissenschaftliche Vollbewertung und keine Neuberechnung der Wirkungsbilanz. Offene Quellen-/Modellgrenzen im Lab-Audit dokumentiert.

  7. 17. Oktober 2026KI-PrüfungGPT-6keine Änderung nötig

    Gezielte Nachrecherche zur offenen Bedarfsdeckung: Quellen, Mengenbrücken und Teilziele geprüft; Ergebnisse und Grenzen im Lab dokumentiert, kanonische Wirkungsbewertung unverändert.

  8. 17. Oktober 2026KI-PrüfungGPT-6keine Änderung nötig

    Größenestimate geprüft, weiterhin offen: Weniger Visa, mehr heimische Beschäftigung und entgangene Lohngewinne sind verschiedene Ziele. Offene Stellen entsprechen weder Arbeitslosigkeit noch Visakontingent. Keine Prozentzahl aus fehlender Mengenbrücke erzeugt; Bewertungsparameter und Bilanz unverändert.

  9. 16. Oktober 2026KI-PrüfungGPT-6keine Änderung nötig

    Bedarfsabgleich v1: Ein halbiertes Kontingent bedeutet im Modell keine halbierte Visazahl; der Nutzen für Arbeitsuchende ist mengenmäßig unsicher. Nur vorhandenes Wirkungsmodell auf Reichweite, Bedarfsmaßstab und Zeitraum geprüft; keine neue Wirksamkeitsbewertung oder Änderung der Parameter.

  10. 16. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Spannen ab null bei pro-4 und pro-6 auf den Eintrittsfall gesetzt, das Ob trägt P; Bilanz und Texte unverändert.

  11. 16. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Texte auf Bilanz 2.2 nachgezogen

  12. 8. Oktober 2026Von Menschen bewertet, von KI umgesetztClaude Opus 5.5Erstbewertung

    KI-Entwurf der Themen-Automatisierung übernommen; Bestandsmodell an die Visa-Zahlen angepasst, Lohnabstand nach Julians Regel vom 08.10. gezählt

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen.Wie wir prüfen →

Alle 25 Quellen anzeigenQuellen einklappen
  1. taz: Westbalkanregelung: Zuwanderung aus Südosteuropa soll begrenzt werden (02.07.2026): Koalitionsausschuss senkt das Kontingent von 50.000 auf 25.000, Begründung steigende Arbeitslosigkeit. taz.de
  2. Bundesregierung: Ein Programm für Aufschwung und Beschäftigung, Ergebnis des Koalitionsausschusses (02.07.2026), Punkt 23: Westbalkan-Regelung ab 01.01.2027 auf 25.000 Personen pro Jahr begrenzen, Begründung steigende Arbeitslosigkeit. bundesregierung.de
  3. Deutsche Handwerks Zeitung: Baugewerbe warnt vor 8.000 fehlenden Arbeitskräften (24.09.2026): Kontingent 50.000 → 25.000 ab 01.01.2027, 30 % der Visa am Bau, Zitat zum Sondervermögen. deutsche-handwerks-zeitung.de
  4. Zentralverband Deutsches Baugewerbe (news aktuell): Tausende Jobs in Gefahr: Baugewerbe kritisiert Regierungspläne zur Westbalkanregelung (24.09.2026): rund 30 % der Visa gehen an den Bau, bis zu 8.000 Arbeitskräfte könnten wegfallen; Forderung: Kontingent von mindestens 50.000. presseportal.de
  5. Deutscher Bundestag: Drucksache 21/1375, Antwort der Bundesregierung (27.08.2025): 35.061 nationale Visa nach § 19c AufenthG i. V. m. § 26 Abs. 2 BeschV vom 01.06.2024 bis 14.08.2025; 19.572 Personen mit erstmaliger Aufenthaltserlaubnis nach der Regelung seit 01.06.2024 (Stand 31.07.2025). dserver.bundestag.de
  6. Tageskarte: Jahreskontingent für Westbalkanregelung 2025 erschöpft: Kritik an geplanter Halbierung (08.12.2025): 50.000 Zustimmungen Ende November erreicht, DEHOGA gegen die Kürzung. tageskarte.io
  7. Deutscher Bundestag: Drucksache 21/1126, Antwort der Bundesregierung (04.08.2025): erteilte Visa nach § 26 Abs. 2 BeschV je Jahr (2019: 27.263; 2022: 26.659; 2023: 25.736; 2024: 28.634), 16.800 erstmals erteilte Aufenthaltstitel 2023; 61.171 Beschäftigte über die Regelung Ende 2024, davon Bau 36,3 %, Gastgewerbe 14,8 %; noch keine Zeitplanung für die Rückkehr zu 25.000. dserver.bundestag.de
  8. Mediendienst Integration: Fragen und Antworten zur Westbalkanregelung (Stand 11.04.2025): Kontingent 25.000 bis Mai 2024, 50.000 seit Juni 2024; über die Regelung kamen nie mehr als 25.000 Personen im Jahr, zuletzt rund 15.000 Aufenthaltserlaubnisse im Jahr; rund 76.000 Menschen über die Regelung im Land. mediendienst-integration.de
  9. Institut der deutschen Wirtschaft: IW-Kurzbericht 33/2025, Zuwanderung aus dem Westbalkan: Ein Gewinn für Deutschland (01.04.2025): 521.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Ende 2024, Bürgergeldquote 10,1 %, Mehrheit zahlt mehr ein als sie erhält. iwkoeln.de
  10. Dustmann, Schönberg, Stuhler: Labor Supply Shocks, Native Wages, and the Adjustment of Local Employment, Quarterly Journal of Economics 132(1), 2017: tschechische Grenzpendler ab 1991, Differenz-in-Differenzen; 1 Prozentpunkt mehr tschechische Beschäftigte senkt die Beschäftigung Einheimischer um rund 0,9 %. christiandustmann.com
  11. Gibson, McKenzie, Rohorua, Stillman (VoxEU): International migration's long-term impact: Evidence from a lottery: Einkommensplus 263 % im ersten Jahr (McKenzie, Gibson, Stillman 2010), 271 % nach rund zehn Jahren; Vergleiche ohne Los überschätzen um mindestens 20 %. cepr.org
  12. Eurostat: Preisniveauindizes 2024 (prc_ppp_ind), Individualverbrauch, EU-27 = 100: Deutschland 109,1; Albanien 62,9; Bosnien und Herzegowina 59,7; Montenegro 57,9; Nordmazedonien 49,6; Serbien 61,4 (Kosovo nach Weltbank-Kaufkraftparitäten rund 52 % des deutschen Niveaus); Arbeitslosenquoten 2024 (lfsa_urgan) rund 9–13 %. ec.europa.eu
  13. Albanian Daily News: Average wage in Albania 30–50 % lower than region (10.04.2026): Bruttodurchschnittslöhne 2025 Serbien rund 1.290 €, Albanien rund 860 €, Kosovo darunter. albaniandailynews.com
  14. Haufe: Sozialversicherung: die Beitragssätze für 2026: Rente 18,6 %, Kranken 14,6 % plus durchschnittlich 2,9 % Zusatzbeitrag, Pflege 3,6 % plus 0,6 % für Kinderlose, Arbeitslosen 2,6 %. haufe.de
  15. finanz.de: Höherer Mindestlohn jetzt fix: Wichtige Änderungen für Minijobs und Bürgergeld in 2026 (08.01.2026): Mindestlohn 13,90 € ab 01.01.2026, Regelbedarf Alleinstehende 563 € (unverändert in der Grundsicherung für Arbeitsuchende). finanz.de
  16. Statistisches Bundesamt (Destatis): Armutsgefährdungsschwelle, Median und Durchschnitt des Nettoäquivalenzeinkommens (EU-SILC, Erhebungsjahr 2025): Median 28.891 € im Jahr. destatis.de
  17. Bundesagentur für Arbeit: Presseinfo Nr. 07: Fünf Jahre Fachkräfteeinwanderungsgesetz (18.02.2026): Im Dezember 2025 musste die BA rund 18.000 Anfragen nach der Westbalkanregelung ablehnen, da das Kontingent erschöpft war. arbeitsagentur.de
  18. Wohngeldgesetz: § 12 Absatz 1 mit Anlage 1 — Höchstbeträge für Miete und Belastung ab 2025 (Gegenüberstellung 2024/2025, Bauministerium NRW): Mietenstufe IV, zwei Personen, 619 € im Monat. mhkbd.nrw
  19. Glitz: The Labor Market Impact of Immigration: A Quasi-Experiment Exploiting Immigrant Location Rules in Germany, Journal of Labor Economics 30(1), 2012: Zuweisung von Spätaussiedlern als natürliches Experiment; kurzfristig rund 3 verdrängte Arbeitslose je 10 beschäftigte Zuwanderer, kein Lohneffekt. journals.uchicago.edu
  20. Bundesrat: Drucksache 490/20, Sechste Verordnung zur Änderung der Beschäftigungsverordnung (27.08.2020): Kontingent auf Zustimmungen mit Vorrangprüfung, nur Erstanträge, maßgeblich der Tag der Zustimmung; Verordnung mit Zustimmung des Bundesrates (§ 42 Abs. 1 Nr. 4 AufenthG); Visastellen als Engpass. bundesrat.de
  21. Brücker, Hauptmann, Jahn, Upward: Migration and Imperfect Labor Markets: Theory and Cross-Country Evidence from Denmark, Germany and the UK, IZA DP 6713 (European Economic Review 66, 2014): langfristig keine höhere Arbeitslosigkeit Einheimischer, die Last tragen vor allem früher Zugewanderte. docs.iza.org
  22. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (IAB): Forschungsbericht 544, Evaluierung der Westbalkanregelung: Registerdatenanalyse und Betriebsfallstudien (Brücker u. a., 2020): Median Vollzeit 12 € brutto je Stunde 2016/17; nach abgelehnter Zustimmung blieben Stellen in den bekannten Fällen unbesetzt, Vermittlungen der BA meist erfolglos. bmas.de
  23. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: IAB-Forschungsbericht 23/2022 (Adunts, Brücker u. a.): Kohorte 2016/17 am 30.06.2020 zu 98,1 % beschäftigt, Leistungsbezug 2,5 %, davon SGB II 0,7 %; Median Vollzeit 15 € brutto je Stunde 2020. doku.iab.de
  24. Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: Positionspapier zur Weiterentwicklung der sog. Westbalkanregelung (August 2026): Kontingent 2025 Ende November ausgeschöpft, 105.000 Zustimmungen 2025, Visa wegen fehlender Terminkapazität regelmäßig unter den Zustimmungen; kurzzeitige kontingentierte Beschäftigung 2025: 9.772 von 25.000 Plätzen frei. arbeitgeber.de
  25. Lobbyregister des Deutschen Bundestages: Regelungsvorhaben RV0029134 (Verband binationaler Familien und Partnerschaften, Eintrag vom 16.10.2026): Referentenentwurf der Neunten Verordnung zur Änderung der Beschäftigungsverordnung vom 09.10.2026, federführend BMAS, Halbierung des Kontingents nach § 26 Abs. 2 BeschV von 50.000 auf 25.000. lobbyregister.bundestag.de

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