Griechisches Gesprächspaar betrachtet Kunststoffflaschen, Verpackungsschalen und Folien neben einer Steuerwaage.

Plastiksteuer auf Verpackungen

Die EU-Abgabe auf nicht recycelte Kunststoffverpackungen zahlt Deutschland bisher aus allgemeinen Steuermitteln [5][8]. Anfang Oktober 2026 haben Finanz- und Umweltministerium eine eigene Steuer vorgelegt, die das Geld bei den Herstellern holen soll [1]. Die Deutsche Umwelthilfe unterstützt sie, Handel, Kunststoffindustrie, Ernährungswirtschaft und Entsorger lehnen sie ab [4][8]; die für den 14. Oktober 2026 geplante Befassung im Kabinett wurde vertagt [27][28].

  • 3,036 Mio. t Kunststoffverpackungen fielen 2023 in Deutschland an, gut die Hälfte davon wurde recycelt [9]
  • 1,249 Mrd. € zahlte Deutschland 2025 aus Steuermitteln an die EU-Plastikabgabe [5][8]
  • 15 % der Kunststoffverpackungen bestanden 2023 aus Rezyklat [12]

Der Vorschlag

Ab Juli 2027 zahlen Hersteller und Bezieher für jede Tonne Kunststoff in Verpackungen 550 Euro Steuer.

Die Debatte

Die Befürworter wollen, dass nicht mehr die Steuerzahler die EU-Abgabe tragen, sondern wer die Verpackungen in Verkehr bringt; der höhere Preis soll zudem unnötige Verpackungen zurückdrängen [2][8]. Handel und Industrie halten dagegen, die Steuer verteuere Waren des täglichen Bedarfs, schaffe Bürokratie bei Zoll und Betrieben und lenke auf Ersatzmaterialien, die dem Klima kaum nützen [4][26]. Die Verbände wenden sich auch gegen das Eilverfahren ohne Kabinettsbeschluss über den konkreten Entwurf [4]. Am 14. Oktober 2026 vertagte das Kabinett die Befassung, dem Bundestag liegt kein Entwurf vor [27][28].

  • „Mit der geplanten Plastikabgabe zahlen endlich nicht mehr Steuerzahlerinnen und Steuerzahler Milliardenbeträge für nicht recycelte Kunststoffverpackungen.“

    spricht dafür: Barbara Metz, Deutsche Umwelthilfe Pressemitteilung, 30. April 2026
  • „Wir sehen zudem die Gefahr, dass eine weitere Abgabe zusätzliche Kosten verursacht, ohne einen entsprechenden ökologischen Nutzen zu erzielen.“

    spricht dagegen: Stefan Genth, Handelsverband Deutschland Pressemitteilung, 7. Oktober 2026

Die Analyse

Plastiksteuer auf Verpackungen

46 % des Gewichts sprechen dafür, 54 % dagegen.

Das Gewicht eines Arguments verbindet drei Fragen: wie groß die Wirkung ist, wie sicher sie eintritt und wie wichtig das betroffene Gut ist. Je größer das Stück, desto schwerer wiegt das Argument.

Dafür

Dagegen

Die Plastiksteuer auf Verpackungen ist nach der aktuellen Analyse ein schlechter Vorschlag, weil sie vor allem Geld bewegt und sonst wenig.

Sehr wahrscheinlich schlechter

Sehr wahrscheinlich schlechter: Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in weniger als einer von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

Gesamteffekt: mittel

Wie stark der Vorschlag insgesamt wirkt, in fünf Stufen von sehr klein bis sehr groß, über alle Debatten vergleichbar. Der Kreis ist immer voll, auch wenn die Wirkung insgesamt klein ist; wie groß sie ist, sagt diese Stufe.

Im Ergebnis stehen die Analyse und die Wirtschaftsverbände auf derselben Seite, doch der Aufschlag an der Kasse, ihr lautestes Argument, entscheidet wenig. Beinahe den ganzen Kreis füllt dasselbe Geld auf beiden Seiten: Was die Käufer zahlen, nimmt der Bund ein, es geht also vor allem um eine Geldverschiebung. Etwas besser aufgehoben ist das Geld bei den Käufern, weil ärmere Haushalte mehr von ihrem Budget für verpackte Lebensmittel ausgeben, doch der Unterschied wiegt weniger als der Zoll. Entscheidend sind die Kosten der Erhebung bei Zoll und Betrieben, die auch die Verbände vorbringen, und sie wiegen schwerer als alles, was die Steuer dem Klima bringt. Für die Steuer spricht, dass weniger Kunststoff hergestellt und verbrannt wird, doch einen guten Teil davon zehren Papier, Glas und Aluminium als Ersatz wieder auf, wie auch der Handel warnt.

Mit eigenen Werten nachrechnen

Wie schwer Leben, Gesundheit, Klima, Zeit und Geld zählen, lässt sich anders gewichten. Der Werte-Shift rechnet die Debatte damit neu.

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Im Detail

Alle Argumente

Pro-Argumente3 Argumente

Rund 1,45 Milliarden für den Bund

34Punkte

Der Entwurf rechnet mit 805 Mio € für das zweite Halbjahr 2027 und 1,485 Mrd € für 2028, danach leicht fallend [1][3][21]. Das Geld fließt ohne Zweckbindung in den Bundeshaushalt und liegt rund ein Sechstel über der EU-Plastikabgabe, die Deutschland bisher aus allgemeinen Steuermitteln zahlt: 1,249 Mrd € im Jahr 2025, 1,261 Mrd € angesetzt für 2027 [5][8]. Aufgebracht wird es von Herstellern, Beziehern und am Ende von den Käufern verpackter Waren.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 7,1Plausibilität 9,5
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Wert

Gezählt wird Steuergeld, das dem Bund zufließt [1][2]. Ein Euro im öffentlichen Haushalt zählt zum Nennwert, ohne Zuschlag dafür, wofür er später ausgegeben wird. Eine Zweckbindung sieht der Entwurf nicht vor; die EU-Abgabe von 800 € je Tonne nicht recycelten Verpackungskunststoffs wird weiter gezahlt, ob die Steuer kommt oder nicht [5][8]. Was die Zahler verlieren, steht spiegelbildlich im Gegenargument. Beide Seiten zusammen heben sich bis auf den Unterschied auf, wer das Geld trägt. Der Wert ist mittel: öffentliches Geld zum Nennwert.

Impact

Der Entwurf erwartet 805 Mio € für das zweite Halbjahr 2027 und 1,485 Mrd € für 2028; in der Kasse kommen 2028 1,505 Mrd € an [1][3][7][21]. Danach sinkt das Aufkommen leicht, auf rund 1,46 Mrd € 2029 und rund 1,415 Mrd € 2031, weil weniger Kunststoff versteuert wird [21]. Über die zehn bewerteten Jahre ergibt dieser Pfad im Mittel 1,40 bis 1,44 Mrd € im Jahr, je nachdem, ob das Aufkommen nach 2031 weiter sinkt; angesetzt sind 1,42 Mrd €, Spanne 1,2 bis 1,505 Mrd €. Die untere Grenze trägt den Fall, dass Rezyklat-Entlastung und sinkender Verbrauch die versteuerte Menge schneller schmälern; in Großbritannien fiel das Aufkommen der vergleichbaren Steuer vom ersten zum dritten Jahr von 283 auf 259 Mio £ [11]. Bei 550 € je Tonne entsprechen 1,42 Mrd € rund 2,6 Mio t versteuerten Kunststoffs, 85 Prozent der 3,036 Mio t von 2023 [9]. Die Kosten für Zoll und Meldepflichten stehen als eigene Argumente. Der Impact ist der größte dieser Bilanz: rund 1,4 Mrd € im Jahr, die nur die Tasche wechseln.

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1.420 Mio €/Jahr
Steueraufkommen im Mittel des Horizonts
× 1,0 Empfangsbein; Zahlbein ist con-1
1.420 Mio €/Jahr
gewichtet: Bund
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab bei k = 1; Spanne 6–7,52
7,1
Normalised Impact
Score 7,1 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 34 von 100

Plausibilität

Die Einnahme ist eine Rechtsfolge: Wer Kunststoffverpackungen herstellt, aus anderen EU-Staaten bezieht oder einführt, zahlt je Tonne [1][6]. Ohne die Steuer gäbe es sie nicht, und niemand muss sein Verhalten ändern, damit sie anfällt. Offen ist allein die Höhe, weil Rezyklat-Entlastung, Ersatzmaterial und Ausfuhr die versteuerte Menge schmälern; das steht in der Spanne von 1,2 bis 1,505 Mrd € im Jahr. Ein Restrisiko liegt im Vollzug: Der Entwurf nennt die Zahl der Steuerpflichtigen nicht, und Bezüge aus dem Ausland sind schwerer zu erfassen als die Herstellung im Inland [3][21]. Es ist dasselbe Geld wie die Zahllast im Gegenargument, deshalb gilt für beide Seiten dasselbe Urteil. Die Plausibilität ist sehr hoch: Dass die Einnahme fließt, folgt aus dem Gesetz; wie viel, steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Weniger Kunststoff, weniger Treibhausgase

1Punkte

Die Steuer verteuert jede Tonne Verpackungskunststoff um 550 € und macht dünnere Folien, weniger Umverpackung und den Verzicht auf Kunststoff lohnender [1]. Eine Modellrechnung für das Umweltbundesamt erwartet von einer Steuer von 750 € je Tonne Kunststoff bis 2030 gut 6 Prozent weniger Kunststoffverpackungen [20]. Jede Tonne, die nicht hergestellt und nicht verbrannt wird, spart Treibhausgase.

Wert 7 · KlimaImpact 0,3Plausibilität 5,5
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Wert

Gezählt werden Treibhausgase, die bei Herstellung und Verbrennung von Verpackungskunststoff nicht entstehen. Kunststoffe verursachen über ihren Lebenszyklus 3,4 Prozent der weltweiten Treibhausgase [14]. Klimaschäden treffen viele Menschen dauerhaft und lassen sich nachträglich nicht zurückholen. Der Wert liegt damit über dem gewöhnlicher Geldströme und unter dem von Leib und Leben. Was Ersatzmaterialien ihrerseits ausstoßen, steht als eigenes Gegenargument. Diese Einstufung folgt derselben Regel wie bei anderen Klimaströmen in dieser Sammlung. Der Wert ist hoch: Klimaschäden sind breit verteilt und nicht rückholbar.

Impact

2023 fielen in Deutschland 3,036 Mio t Kunststoffverpackungen an [9]. Angesetzt ist, dass die Steuer diese Menge gegenüber dem Verlauf ohne Steuer um 6 Prozent senkt, Spanne 2 bis 12 Prozent; das sind rund 182.000 t im Jahr. Eine Modellrechnung für das Umweltbundesamt ergibt bei 750 € je Tonne bis 2030 ein Minus von 6,4 Prozent, auf 550 € umgerechnet knapp 5 Prozent, dort ohne Ausweichen auf andere Materialien [20]. In Großbritannien sank die gemeldete Menge nach Einführung einer Steuer von 200 bis 229 Pfund je Tonne, weniger als die Hälfte des deutschen Satzes, in zwei Jahren um 6 und in drei Jahren um 13 Prozent [10][11][24]. Je Tonne sind 3,0 t Treibhausgase aus Herstellung und Verbrennung angesetzt, Spanne 2,0 bis 3,9 t; der weltweite Durchschnitt liegt bei 3,9 t, die europäische Herstellung ist weniger kohlelastig [14]. Das ergibt rund 546.000 t im Jahr, Spanne 169.000 bis 1,15 Mio t; die Spanne setzt die Unsicherheit beider Annahmen zusammen, ohne beide Extreme zugleich anzunehmen. Soweit die Herstellung unter den europäischen Emissionshandel fällt und die Menge nicht dauerhaft aus dem Handel genommen wird, ersparen sich andere Anlagen unter der Obergrenze entsprechend Vermeidung; bewertet ist jede Tonne deshalb mit den Kosten, sie zu vermeiden [17][18]. Gemessen am Normalised Impact ist das gut ein Viertel der Kosten von Zoll und Meldepflichten zusammen. Der Impact ist klein: Ein Bruchteil der Verpackungen fällt weg, und je Tonne Kunststoff entstehen nur wenige Tonnen Treibhausgase.

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3.036.000 t/Jahr
Kunststoffverpackungen in Deutschland
[9]
× 6 % Setzung nach dem UBA-Modell (−6,4 % bei 750 €/t) und Großbritannien; Spanne 2–12 %
182.160 t/Jahr
durch die Steuer vermieden
× 3,0 t Herstellung und Verbrennung; weltweit 3,9 t, Spanne 2,0–3,9
546.480 t CO₂/Jahr
Treibhausgase je Tonne
× 100 € je Tonne Vermeidungskostenanker; im Emissionshandel ersparte Vermeidung anderswo zum selben Satz
54,65 Mio €/Jahr
bewertete Emissionsminderung
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab bei k = 1; Spanne 0,085–0,57
0,27
Normalised Impact
Score 0,27 Impact × 7 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 1 von 100

Plausibilität

Dass ein höherer Preis den Materialeinsatz senkt, ist der Kern jeder Lenkungssteuer; offen ist, wie stark [1]. Verglichen wird mit dem Verbrauch ohne die Steuer, der von 2022 auf 2023 schon gesunken ist und den die EU-Verpackungsverordnung bis 2030 weiter drückt [9][13]. Für Deutschland gibt es nur eine Modellrechnung mit angenommenen Reaktionen, keinen gemessenen Rückgang [20]. Was den britischen Rückgang sonst erklären könnte, sind Herstellerverantwortung, Recyclingpolitik und Selbstverpflichtungen des Handels; die britische Steuerbehörde weist selbst darauf hin, dass die Zahlen die Wirkung der Steuer nicht belegen [10]. Dass umgekehrt der sinkende Verbrauch die Steuer ausgelöst hätte, scheidet aus. Ob der Verbrauch überhaupt messbar sinkt, entscheidet zugleich über die Umstellungskosten und die Emissionen der Ersatzmaterialien. Die Senkung tritt in gut fünf von zehn vergleichbaren Fällen in dieser Größe ein. Die Plausibilität ist mittel: Die Richtung ist klar, die Stärke in Deutschland nicht gemessen.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6

Mehr Rezyklat statt Neuware

0,16Punkte

Für Verpackungen aus Rezyklat soll die Steuer auf Antrag entfallen [1][6]. Das macht recycelten Kunststoff gegenüber Neuware um bis zu 550 € je Tonne günstiger. Je Tonne Rezyklat statt Neuware entstehen 1,45 bis 3,22 t weniger Treibhausgase [16]; wann die Entlastung startet, legt der Entwurf aber nicht fest [6].

Wert 7 · KlimaImpact 0,05Plausibilität 4,5
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Wert

Gezählt werden Treibhausgase, die entfallen, wenn Verpackungen aus recyceltem statt aus neuem Kunststoff hergestellt werden [16]. Kunststoffe verursachen über ihren Lebenszyklus 3,4 Prozent der weltweiten Treibhausgase, den größten Teil bei der Herstellung [14]. Der Wert liegt damit über dem gewöhnlicher Geldströme und unter dem von Leib und Leben. Die Einsparung durch weniger Kunststoff insgesamt steht getrennt; hier geht es nur um den Wechsel von Neuware zu Rezyklat. Diese Einstufung folgt derselben Regel wie bei anderen Klimaströmen in dieser Sammlung. Der Wert ist hoch: Klimaschäden sind breit verteilt und nicht rückholbar.

Impact

2023 bestanden Kunststoffverpackungen in Deutschland zu 15 Prozent aus Rezyklat, nach 11 Prozent 2021 [12]. Ab 2030 schreibt die EU-Verpackungsverordnung Mindestanteile von 10 bis 35 Prozent vor, die auch ohne Steuer kommen [13]. Angesetzt ist, dass die Steuer den Anteil zusätzlich um 3 Prozentpunkte hebt, Spanne 1 bis 6, falls die Entlastung greift; das sind rund 91.000 t im Jahr. Weil Rezyklat in Europa knapp ist und bis 2030 eine Lücke von bis zu 3,5 Mio t erwartet wird [11], zieht deutsche Nachfrage einen Teil nur aus anderen Verwendungen ab; angesetzt ist die Hälfte als echter Zuwachs, Spanne ein Viertel bis alles. Je Tonne sind 2,0 t vermiedene Treibhausgase angesetzt, Spanne 1,45 bis 3,22 t [16]. Das ergibt rund 91.000 t im Jahr, Spanne 24.000 bis 271.000 t; die Grenzen setzen die Unsicherheiten der Annahmen zusammen, ohne alle Extreme zugleich anzunehmen. Ob die Entlastung überhaupt greift, ist eine Frage der Plausibilität. Die Einsparung fällt bei der Herstellung im europäischen Emissionshandel an; soweit sie nicht dauerhaft aus dem Handel genommen wird, ersparen sich andere Anlagen unter der Obergrenze entsprechend Vermeidung, und bewertet ist jede Tonne mit den Kosten, sie zu vermeiden [17]. Das ist ein Sechstel der Einsparung durch weniger Kunststoff im Argument davor. Der Impact ist sehr klein: Die EU-Vorgaben treiben den Rezyklatanteil ohnehin, und das Angebot an Rezyklat ist knapp.

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3.036.000 t/Jahr
Kunststoffverpackungen in Deutschland
[9]
× 3 Prozentpunkte Setzung, Spanne 1–6, falls die Entlastung greift; Ausgangswert 15 % [12], EU-Mindestanteile ab 2030 ohnehin [13]
91.080 t/Jahr
zusätzlich aus Rezyklat
× 50 % Rezyklat ist knapp, ein Teil wird nur umgelenkt; Spanne 25–100 %
45.540 t/Jahr
echter Zuwachs
× 2,0 t Ökobilanz: 1,45–3,22 t
91.080 t CO₂/Jahr
Treibhausgase je Tonne Rezyklat statt Neuware
× 100 € je Tonne Vermeidungskostenanker; im Emissionshandel ersparte Vermeidung anderswo zum selben Satz
9,11 Mio €/Jahr
bewertete Emissionsminderung
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab bei k = 1; Spanne 0,012–0,14
0,05
Normalised Impact
Score 0,05 Impact × 7 Wert × 4,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,2 von 100

Plausibilität

Dass ein Preisvorteil die Nachfrage nach Rezyklat erhöht, ist in Großbritannien zu sehen: Der Anteil der Verpackungen mit mindestens 30 Prozent Rezyklat stieg nach Einführung der Steuer von 38 auf 51 Prozent [11]. Verglichen wird mit dem Rezyklatanteil, den die EU-Vorgaben ohnehin verlangen [13]. Der britische Wert ist ein Vergleich vor und nach der Einführung ohne Vergleichsgruppe, den die britische Steuerbehörde selbst nicht als Wirkung der Steuer ausweist [10]. Was den Anstieg sonst erklären könnte, sind Selbstverpflichtungen des Handels, die unabhängig von der Steuer wirken. Dass umgekehrt der steigende Rezyklatanteil die Steuer ausgelöst hätte, scheidet aus. Ein Glied, das die Menge trägt, ist offen: Die Entlastung gilt erst, wenn eine Verordnung Verfahren und Nachweis regelt, wofür der Entwurf keinen Termin nennt, und kontaktempfindliche Verpackungen, knapp zwei Drittel der Menge, enthalten heute kaum Rezyklat, weil die Zulassung fehlt [6][12]. Der Zuwachs tritt in gut vier von zehn Fällen in dieser Größe ein. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: Die Richtung ist klar, aber ob und wann die Entlastung greift, ist offen.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6 Einordnung: Deckungslücke · Plausibilität 4,5

Offen: Ein Gesetzestext mit festem Starttermin und einfachem Nachweisverfahren für die Rezyklat-Entlastung würde P auf etwa 5,5 heben.

Contra-Argumente5 Argumente

Käufer zahlen den Aufschlag

36Punkte

Die Steuer ist so angelegt, dass Hersteller und Händler sie an die Endkunden weitergeben [2]. Eine Verpackung mit 30 Gramm Kunststoff wird dadurch um 1,65 Cent teurer [1]. Das untere Fünftel der Haushalte gibt 14 Prozent seiner Konsumausgaben für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke aus, das obere 10 Prozent [22]; die Last wiegt bei kleinen Einkommen damit etwas schwerer.

Wert 5 · Haushalte & BetriebeImpact 7,7Plausibilität 9,5
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Wert

Der Strom ist Geld, das Käufer verpackter Waren und die Betriebe zahlen, die die Steuer nicht weitergeben können: gewöhnliches Haushalts- und Betriebsgeld. Ein Euro wiegt umso schwerer, je kleiner das Einkommen ist; das Gewicht des Käuferanteils folgt deshalb daraus, welcher Teil der Ausgaben auf welches Einkommensfünftel fällt [22]. Haushalte mit kleinem Einkommen geben einen größeren Teil ihres Budgets für Lebensmittel und Getränke aus, die den größten Teil der Kunststoffverpackungen im Handel tragen; in Berlin und Brandenburg sind es 19 bis 20 Prozent unter 1.300 € netto gegen 13 Prozent ab 5.000 € [19]. Daraus ergibt sich ein Gewicht von 1,10 für den Käuferanteil, Spanne 1,05 bis 1,12. Der Anteil der Betriebe zählt zum Nennwert. Der Wert ist mittel: Haushalts- und Betriebsgeld, beim Käufer leicht höher gewichtet.

Impact

Die Steuer bringt im Mittel der zehn Jahre rund 1,42 Mrd € im Jahr, Spanne 1,2 bis 1,505 Mrd € [1][3][21]. Der Entwurf geht davon aus, dass die Last bei den Endverbrauchern ankommt [2]; angesetzt sind 80 Prozent bei den Käufern und 20 Prozent bei Herstellern und Handel, Spanne 60 bis 100 Prozent bei den Käufern. Je Erwachsenem gerechnet entfallen auf das untere Einkommensfünftel 14,7 Prozent der Ausgaben für Nahrungsmittel und Getränke und 12,1 Prozent aller Konsumausgaben, auf das obere 24,3 und 28,4 Prozent [22]. Mit den Gewichten 2,5 für das untere bis 0,5 für das obere Fünftel ergibt das 1,12 für Lebensmittel und 1,05 für den gesamten Konsum. Rund 63 Prozent der Kunststoffverpackungen gehen an private Endverbraucher, vor allem um Lebensmittel; der Rest sind gewerbliche Verpackungen, deren Kosten in alle Preise eingehen [9][23]. Nach diesen Anteilen gemischt ergibt sich 1,10. Für die Käufer sind das 1,136 Mrd € mal 1,10, rund 1,25 Mrd €, für die Betriebe 284 Mio €, zusammen eine Last von 1,53 Mrd € im Jahr, Spanne 1,24 bis 1,69 Mrd €. Dem steht die Einnahme des Bundes gegenüber; netto bleibt der Unterschied der Gewichte, rund 114 Mio € im Jahr. Nicht eingerechnet ist die Umsatzsteuer auf den weitergegebenen Aufschlag, ein weiterer Geldfluss von den Käufern an den Staat von rund 0,1 Mrd € im Jahr mit einem Gewichtsunterschied von etwa 10 Mio €. Der Impact ist groß, weil der ganze Steuerbetrag als Last erscheint; in der Bilanz zählt davon nur der Gewichtsunterschied.

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1.420 Mio €/Jahr
Steueraufkommen im Mittel des Horizonts
× × 80 % Weitergabe in den Preis, Setzung (Spanne 60–100 %); Rest 284 Mio € bei den Betrieben
1.136 Mio €/Jahr
davon Käufer
[2]
× × 1,10 Gewicht je Einkommensfünftel × Anteil an den Ausgaben: Lebensmittel 1,12, gesamter Konsum 1,05, gemischt 63 : 37 nach privatem und gewerblichem Verbrauch; Spanne 1,05–1,12
1.249,6 Mio €/Jahr
Käuferanteil gewichtet
+ + 284 Mio € Betriebe, Gewicht 1
1.533,6 Mio €/Jahr
Anteil der Betriebe zum Nennwert
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab bei k = 1; Spanne 6,18–8,43
7,67
Normalised Impact
Score 7,67 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 36 von 100

Plausibilität

Die Zahllast folgt aus dem Steuertarif von 550 € je Tonne Kunststoff, und der Entwurf ist darauf angelegt, dass sie bei den Endkunden ankommt [1][2]. Ohne die Steuer gäbe es keinen Aufschlag, und niemand muss sein Verhalten ändern, damit er anfällt. Offen ist nur, wie hoch die Last insgesamt ausfällt und wie sie sich zwischen Käufern und Betrieben teilt; beides steht in der Spanne. Ein Restrisiko liegt wie bei der Einnahme im Vollzug, weil der Entwurf die Zahl der Steuerpflichtigen nicht nennt [3]. Es ist dasselbe Geld wie die Einnahme des Bundes, deshalb gilt für beide Seiten dasselbe Urteil. Die Plausibilität ist sehr hoch: Dass die Käufer zahlen, folgt aus dem Gesetz; wie viel bei wem ankommt, steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Der Zoll braucht 788 Stellen

2,5Punkte

Für die neue Steuer soll der Zoll 788 zusätzliche Stellen bekommen, mit Informationstechnik und Ministerium sind es 819 [3][21]. Für 2026 bis 2029 veranschlagt der Entwurf 283,5 Mio €, ab 2029 104 Mio € im Jahr [2][21]. Die Wirtschaftsverbände halten rund 2.000 zusätzliche Zöllner für nötig [4].

Wert 5 · Vollzug & VerfahrenImpact 0,5Plausibilität 9,5
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Wert

Gezählt werden Arbeitszeit und Technik, die beim Zoll für Erhebung und Kontrolle gebunden werden [2][3]. Das sind reale Ressourcen, die für andere Aufgaben fehlen. Sie zählen zum Nennwert. Der Aufwand der Betriebe für Meldungen und Nachweise steht im eigenen Argument. Der Streit zwischen Entwurf und Verbänden betrifft die Höhe, nicht die Art des Aufwands [4]. Der Wert ist mittel: Verwaltungsaufwand zum Nennwert.

Impact

Der Entwurf veranschlagt 283,5 Mio € für 2026 bis 2029 und 104 Mio € in jedem Jahr ab 2029 [2][21]. Die zehn bewerteten Jahre reichen von Juli 2027 bis Juni 2037; zu den 283,5 Mio € kommen damit siebeneinhalb Jahre zu 104 Mio €, zusammen 1.063,5 Mio € oder rund 106 Mio € im Jahr. Der Anlauf vor Juli 2027 zählt mit, weil er nur wegen der Steuer anfällt. Nach unten reicht die Spanne bis 90 Mio €, falls die Technik weniger kostet. Nach oben reicht sie bis 270 Mio €: So viel ergibt sich, wenn statt 788 die von den Verbänden genannten 2.000 Stellen nötig sind [4]. Plastics Europe weist darauf hin, dass der Entwurf die Zahl der Steuerpflichtigen nicht nennt [3]. Der Impact ist klein: gut 7 Prozent der erwarteten Einnahmen.

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283,5 Mio €
Verwaltungskosten 2026 bis 2029
+ + 7,5 × 104 Mio € 104 Mio € jährlich ab 2029; der Horizont endet im Juni 2037
1.063,5 Mio €
laufende Kosten 2030 bis Juni 2037
[2]
÷ ÷ 10 Jahre Spanne 90–270 Mio €; obere Grenze bei 2.000 statt 788 Stellen
106,35 Mio €/Jahr
je Jahr im Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab bei k = 1; Spanne 0,45–1,35
0,53
Normalised Impact
Score 0,53 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 2,5 von 100

Plausibilität

Der Aufwand entsteht, sobald die Steuer gilt, gleich ob sie den Verbrauch ändert [1][3]. Ohne die Steuer gäbe es keine Erhebung und keine Kontrolle. Offen ist allein die Höhe, die sich nach der Zahl der Steuerpflichtigen richtet; sie steht in der Spanne von 90 bis 270 Mio € im Jahr. Ein Restrisiko liegt im Vollzug: Besetzt der Zoll die Stellen langsamer als geplant, fällt ein Teil der Kosten später an, und Kontrollen bleiben liegen. Die Plausibilität ist sehr hoch: Dass die Erhebung kostet, folgt aus dem Gesetz; wie viel, steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Meldepflichten für Betriebe

2,1Punkte

Hersteller und Bezieher müssen den Kunststoff in jeder Verpackung erfassen, melden und versteuern, Rezyklat nachweisen und Ausfuhren belegen [6]. Der Entwurf beziffert diesen Aufwand auf 44,1 Mio € im Jahr und 8,8 Mio € einmalig [2]. Die Wirtschaftsverbände nennen mindestens 600 Mio € im Jahr [4].

Wert 5 · Vollzug & VerfahrenImpact 0,5Plausibilität 9,5
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Wert

Gezählt werden Arbeitszeit, Software und Prüfkosten in den Betrieben, die die Steuer erheben. Das sind reale Ressourcen, die für anderes fehlen. Sie zählen zum Nennwert, gleich ob der Betrieb sie trägt oder in den Preis gibt [2]. Die Steuer selbst steht im Argument zur Zahllast, der Aufwand beim Zoll im eigenen Argument. Der Streit über die Höhe ändert nichts an der Art des Aufwands [3][4]. Der Wert ist mittel: Befolgungsaufwand zum Nennwert.

Impact

Der Entwurf rechnet mit 44,1 Mio € im Jahr und 8,8 Mio € einmalig, über zehn Jahre rund 45 Mio € im Jahr [2]. Gezählt sind darin nur die Kosten für Meldungen und Nachweise; den Normenkontrollrat hat der Entwurf nicht durchlaufen, und die Zahl der steuerpflichtigen Betriebe nennt er nicht [3][21]. Eine Untersuchung für das Umweltbundesamt kommt auf 420 Mio € im Jahr, allerdings für eine Steuer, die bei allen 1,2 Mio Unternehmen erhoben würde, die befüllte Verpackungen in Verkehr bringen [20]. Der Entwurf setzt früher an, bei Herstellern und Beziehern der Verpackungen, und erfasst damit weit weniger Betriebe. Angesetzt ist deshalb das Doppelte der Zahl des Entwurfs, rund 90 Mio € im Jahr, Spanne 45 bis 200 Mio €. Die von den Verbänden genannten 600 Mio € sind nicht übernommen, weil sie ohne eigene Rechnung veröffentlicht sind und sich auf die breitere Erhebung stützen [4][21]. Der Impact ist klein, aber von allen Kosten der unsicherste.

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44,1 Mio €/Jahr
Erfüllungsaufwand der Wirtschaft, laufend
[2]
+ + 8,8 Mio € ÷ 10 Jahre Umstellung der Systeme
44,98 Mio €/Jahr
einmaliger Aufwand verteilt
[2]
× × 2 Setzung, Spanne 1–4,4: nur Informationspflichten gezählt, Zahl der Steuerpflichtigen offen [3]; unter dem UBA-Modell für die breitere Erhebung (420 Mio €) [20]
89,96 Mio €/Jahr
angesetzter Aufwand
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab bei k = 1; Spanne 0,22–1
0,45
Normalised Impact
Score 0,45 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 2,1 von 100

Plausibilität

Der Aufwand entsteht, sobald die Steuer gilt: Jede steuerpflichtige Verpackung muss erfasst und gemeldet werden [6]. Ohne die Steuer gäbe es diese Pflichten nicht. Offen ist allein die Höhe, weil der Entwurf die Zahl der Steuerpflichtigen nicht nennt [3]; sie steht in der Spanne von 45 bis 200 Mio € im Jahr. Ein Restrisiko liegt im Vollzug, nämlich darin, wie viele kleine Bezieher aus anderen EU-Staaten tatsächlich erfasst werden. Die Plausibilität ist sehr hoch: Dass die Meldepflichten kosten, folgt aus dem Gesetz; wie viel, steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Umstellung kostet Betriebe

0,69Punkte

Wer weniger Kunststoff einsetzt, spart die Steuer, hat aber neue Kosten: andere Maschinen, teureres Material, neue Verpackungsgestaltung. Diese Kosten liegen je Tonne zwischen null und den 550 € Steuer, die dadurch entfallen [1]. Getragen werden sie von Herstellern, Händlern und über die Preise von Käufern.

Wert 5 · UnternehmensbudgetsImpact 0,3Plausibilität 5,5
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Wert

Gezählt werden Ausgaben der Betriebe für Umstellungen, die ohne Steuer nicht lohnend wären. Das sind reale Ressourcen, Arbeit, Material und Maschinen, die für anderes fehlen. Sie zählen zum Nennwert, gleich ob Betrieb oder Käufer sie am Ende trägt [2]. Die Steuer, die auf den weiter eingesetzten Kunststoff anfällt, steht nicht hier, sondern im Argument zur Zahllast. Die Klimafolgen eines Materialwechsels stehen ebenfalls getrennt. Der Wert ist mittel: Betriebsgeld zum Nennwert.

Impact

Die Steuer senkt den Kunststoffeinsatz um angesetzt 6 Prozent von 3,036 Mio t, also rund 182.000 t im Jahr, Spanne 2 bis 12 Prozent [9][20]. Ein Betrieb stellt nur um, wenn die Umstellung je Tonne weniger kostet als die gesparte Steuer von 550 € [1]. Die günstigsten Schritte kosten fast nichts, die letzten fast die volle Steuer. Angesetzt ist die Hälfte, 275 € je Tonne, Spanne ein Fünftel bis die Hälfte, also 110 bis 275 €, weil viele Einsparungen wie dünnere Folien wenig kosten [20]. Das ergibt rund 50 Mio € im Jahr, Spanne 12 bis 100 Mio €; die Mengenspanne ist dieselbe wie bei der Einsparung von Treibhausgasen. Der Impact ist klein: Er wächst mit dem Lenkungserfolg und bleibt unter der Steuer, die die Betriebe damit vermeiden.

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182.160 t/Jahr
durch die Steuer vermiedener Kunststoff
× 275 € je Tonne Hälfte des Steuersatzes von 550 €; Spanne ein Fünftel bis die Hälfte (110–275 €)
50,09 Mio €/Jahr
mittlere Umstellungskosten
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab bei k = 1; Spanne 0,06–0,5
0,25
Normalised Impact
Score 0,25 Impact × 5 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,7 von 100

Plausibilität

Dass Anpassungen an eine Steuer zwischen nichts und dem Steuersatz kosten, folgt aus der Rechnung des Betriebs: Teurer als die Steuer wird keine Umstellung gewählt [1]. Verglichen wird mit dem Kunststoffeinsatz ohne die Steuer. Für Deutschland ist die umgestellte Menge nicht gemessen, nur aus einer Modellrechnung abgeleitet [20]. Was die Kosten sonst verschieben könnte, ist die Menge, die tatsächlich umgestellt wird; sie ist dieselbe wie bei der Einsparung beim Kunststoff. Dass umgekehrt die Kosten die Steuer ausgelöst hätten, scheidet aus. Diese Kosten fallen in gut fünf von zehn Fällen in der angesetzten Größe an. Die Plausibilität ist mittel: Die Rechnung je Tonne ist sicher, die umgestellte Menge nicht.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6

Ersatzmaterial stößt auch aus

0,62Punkte

Wo Kunststoff durch Papier, Glas oder Aluminium ersetzt wird, entstehen dort neue Emissionen. Eine Untersuchung für das Umweltbundesamt warnt, dass eine Steuer nur auf Kunststoff zu anderen umweltproblematischen Verpackungsmaterialien lenken kann [20]. In 13 von 14 untersuchten Anwendungen verursachte Kunststoff weniger Treibhausgase als seine Alternative [15].

Wert 7 · KlimaImpact 0,2Plausibilität 5,5
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Wert

Gezählt werden Treibhausgase aus der Herstellung von Papier-, Glas- und Aluminiumverpackungen, die Kunststoff ersetzen. Eine Tonne aus der Papierherstellung wiegt für das Klima so viel wie eine aus der Kunststoffherstellung [14][15]. Der Wert liegt damit über dem gewöhnlicher Geldströme und unter dem von Leib und Leben. Die Einsparung beim Kunststoff selbst steht im Pro-Argument, brutto ohne diesen Abzug. Diese Einstufung folgt derselben Regel wie bei anderen Klimaströmen in dieser Sammlung. Der Wert ist hoch: Klimaschäden sind breit verteilt und nicht rückholbar.

Impact

Von den rund 182.000 t Kunststoff, die die Steuer im Jahr vermeidet, wird ein Teil durch andere Materialien ersetzt, der Rest durch dünnere Folien, weniger Umverpackung oder Verzicht [9][11]. Angesetzt sind 40 Prozent Ersatz, Spanne 20 bis 60 Prozent: In Großbritannien deutet die Entwicklung eher auf leichtere Verpackungen als auf Materialwechsel [11], die Untersuchung für das Umweltbundesamt erwartet bei einer Steuer nur auf Kunststoff spürbares Ausweichen [20]. Je ersetzter Tonne Kunststoff sind die 1,5-fachen Emissionen des Kunststoffs angesetzt, also 4,5 t, Spanne das 1,1- bis 2,5-Fache; Kunststoff lag in der Untersuchung um 10 bis 90 Prozent unter den Alternativen [15]. Das ergibt rund 328.000 t im Jahr. Die Spanne von 81.000 bis 880.000 t setzt die Unsicherheiten der einzelnen Annahmen zusammen, ohne alle Extreme zugleich anzunehmen. Papier, Glas und Aluminium entstehen fast ganz in Anlagen des europäischen Emissionshandels; soweit die Mehrmenge nicht dauerhaft aus dem Handel genommen wird, müssen andere Anlagen unter der Obergrenze entsprechend mehr vermeiden, und bewertet ist jede Tonne mit den Kosten, sie zu vermeiden [17]. Der Impact ist klein, zehrt aber rund sechs Zehntel der Einsparung beim Kunststoff wieder auf.

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182.160 t/Jahr
durch die Steuer vermiedener Kunststoff
× 40 % Setzung, Spanne 20–60 %
72.864 t/Jahr
davon durch andere Materialien ersetzt
× 3,0 t je Tonne wie im Pro-Argument
218.592 t CO₂/Jahr
Treibhausgase des ersetzten Kunststoffs
× × 1,5 Kunststoff 10–90 % unter den Alternativen; Spanne 1,1–2,5
327.888 t CO₂/Jahr
Emissionen des Ersatzmaterials
× 100 € je Tonne Vermeidungskostenanker; im Emissionshandel zusätzliche Vermeidung anderswo zum selben Satz
32,79 Mio €/Jahr
bewertete Mehremission
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab bei k = 1; Spanne 0,041–0,44
0,16
Normalised Impact
Score 0,16 Impact × 7 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,6 von 100

Plausibilität

Dass Ersatzmaterialien je Verpackung mehr Treibhausgase verursachen können, zeigen Ökobilanzen für die meisten Anwendungen [15]. Verglichen wird mit derselben Verpackung aus Kunststoff. Die Werte stammen aus den USA, und einen gemessenen Materialwechsel in Deutschland gibt es nicht, nur einen angesetzten Anteil. Was das Bild sonst verschieben könnte, ist der Ersatzanteil, der von Produkt zu Produkt schwankt; er steht in der Spanne von 20 bis 60 Prozent. Dass umgekehrt die Emissionen der Ersatzmaterialien die Steuer ausgelöst hätten, scheidet aus. Das Argument hängt an derselben Frage wie die Einsparung beim Kunststoff: ob der Verbrauch überhaupt sinkt. Das Ausweichen tritt in gut fünf von zehn Fällen in dieser Größe ein. Die Plausibilität ist mittel: Die Richtung ist belegt, Anteil und Ort des Ausweichens sind angesetzt.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6

Wie belastbar das Ergebnis ist

Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in weniger als einer von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

bringt mehr, als er kostetkostet mehr, als er bringt

Jeder Punkt steht für 200 der 20.000 Modellrechnungen.

Außerhalb der Rechnung hängt das Ergebnis daran, wie die Einnahme zählt: Sie ist nicht zweckgebunden und wiegt so viel, wie sie die Zahler kostet. Was der Bund ohne die Steuer täte, um die EU-Plastikabgabe zu bezahlen, ist offen. Ein Kredit brächte Zinsen, die hier als Zahlung an Gläubiger nicht als Verlust zählen; eine Kürzung an anderer Stelle hätte eigene Folgen, die nicht gebucht sind. In keinem Durchlauf liegt die Steuer vorn. Das Ergebnis hält auch, wenn ein Euro der Käufer so viel wiegt wie einer des Bundes, ohne die Umstellungskosten der Betriebe oder mit doppelt so großer Klimawirkung: in praktisch keinem Durchlauf. Erst bei rund zwölffacher Klimawirkung wäre das Ergebnis unklar. Offen ist zudem, ob Verpackungen eingeführter, befüllter Ware erfasst werden; davon hängt ab, ob inländische Abfüller einen Nachteil im Wettbewerb haben.

Verteilung der Modellrechnungen ansehen

20.000 durchgerechnete Zukünfte

Sehr wahrscheinlich schlechter · 0 %

In weniger als einer von 100 durchgerechneten Zukünften bringt der Vorschlag mehr, als er kostet.

Keine Wirkung ist genau bekannt, jedes Argument hat eine Spanne. Die Rechnung zieht 20.000-mal für jedes Argument eine mögliche Größe aus seiner Spanne und zählt, wie oft der Nutzen die Kosten übersteigt.

Nettoeffekt in Punkten je Zukunft. Links der Null überwiegen die Nachteile, rechts der Nutzen. Acht von zehn Zukünften liegen zwischen −10 und −4,7 Punkten.
Maßstab und Auswertung

Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 200 Mio. € pro Jahr.

Größenklasse:mittel

Effekt mittel (−1,5) · 12 % der Wirkung positiv

Die Flächen zeigen die einzelnen Argumentgewichte. Der positive Wirkungsanteil verrechnet Geldverschiebungen zwischen beiden Seiten; die Wahrscheinlichkeit eines positiven Nettoeffekts wird gesondert bestimmt.

Wie wir bewerten →

Prüfung und Quellen

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite.Wie geprüft wird →

Zuletzt geprüft von Claude Opus 5.5 · 29. Oktober 2026 · 9× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 29. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Kabinettsvertagung vom 14. Oktober 2026 mit Quellen nachgezogen, HDE-Pressemitteilung ergänzt, Datum von Quelle [8] und Jahresangabe zur EU-Plastikabgabe korrigiert.

  2. 28. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Seitentexte für den neuen Seitenaufbau (Entwurf G) mit Zitaten aus Primärquellen; keine Zahl geändert.

  3. 20. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1Record aktualisiert

    Summary und Maßstab-Hinweis nach Schreibstil vom 20.10.2026 neu geschrieben; Zahlen unverändert

  4. 19. Oktober 2026KI-PrüfungGPT-6keine Änderung nötig

    Lab-Qualitätsprüfung 19.10.2026: politische Quellen, Urheberschaft, Gebiet und Aussageumfang geprüft; zusätzlich Einheiten/Zeitraum und Bindung des Größenestimates an die vorhandene Bewertungsfassung kontrolliert. Keine kanonische Inhaltsänderung. Keine neue wissenschaftliche Vollbewertung und keine Neuberechnung der Wirkungsbilanz. Offene Quellen-/Modellgrenzen im Lab-Audit dokumentiert.

  5. 17. Oktober 2026KI-PrüfungGPT-6keine Änderung nötig

    Größenestimate für 2027–2036 als zusätzliche, bedingte Szenariorechnung abgeglichen: 30 % weniger Kunststoffverpackungsabfall gegenüber 2023; gleicher Mengenmaßstab und Annahmen im Lab offengelegt. Keine gemessene Deckungsquote und keine Änderung der vorhandenen Bewertungsparameter oder Bilanz.

  6. 16. Oktober 2026KI-PrüfungGPT-6keine Änderung nötig

    Bedarfsabgleich v1: Das Zentralmodell setzt 6 Prozent weniger Verpackungskunststoff an; Einnahmen und Materialminderung sind getrennte Wirkungen. Nur vorhandenes Wirkungsmodell auf Reichweite, Bedarfsmaßstab und Zeitraum geprüft; keine neue Wirksamkeitsbewertung oder Änderung der Parameter.

  7. 16. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Spanne des Rezyklat-Arguments auf den Fall beschränkt, dass die Entlastung greift (das Ob trägt die Plausibilität); Bilanz unverändert.

  8. 16. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Texte auf Bilanz 2.2 nachgezogen

  9. 8. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Erstbewertung

    KI-Entwurf der Themen-Automatisierung übernommen; Quellen und Regeln geprüft und korrigiert (Stand Formulierungshilfe, keine Drucksache)

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen.Wie wir prüfen →

Alle 28 Quellen anzeigenQuellen einklappen
  1. t-online (dpa): Koalitionsfraktionen planen neue Plastiksteuer (05.10.2026): Entwurf eines Kunststoffverpackungsteuergesetzes, 550 € je Tonne Kunststoff ab Juli 2027, 805 Mio € 2027 und rund 1,5 Mrd € jährlich ab 2028, rund 3 Mio t Kunststoffverpackungsabfall 2023. t-online.de
  2. finanznachrichten.de (dts): Plastiksteuer soll Bund jährlich 1,4 Milliarden Euro bringen (05.10.2026): Verwaltungskosten 284 Mio € bis 2029 und 104 Mio € jährlich ab 2029, Erfüllungsaufwand der Wirtschaft 44,1 Mio € jährlich und 8,8 Mio € einmalig, Überwälzung auf die Endverbraucher beabsichtigt. finanznachrichten.de
  3. finanznachrichten.de: Plastiksteuer: Milliarden-Einnahmen geplant, Steuerschuldner unbekannt (05.10.2026): 1,485 Mrd € jährlich ab 2028, 283,5 Mio € Verwaltungskosten bis 2029, 788 zusätzliche Stellen beim Zoll, Stellungnahme von Plastics Europe Deutschland. finanznachrichten.de
  4. packaging journal: Plastiksteuer: Verbände fordern Stopp des Eilverfahrens (02.10.2026): acht Wirtschaftsverbände, Kabinettsbeschluss vom 06.07.2026 mit Einnahmeziel 1,261 Mrd €, Bürokratiekosten nach Verbandsangabe mindestens 600 Mio € jährlich, rund 2.000 zusätzliche Zöllner, Warnung des Umweltbundesamts vor Ausweichbewegungen zu anderen Verpackungsmaterialien. packaging-journal.de
  5. EUWID Recycling: Bund veranschlagt Plastiksteuer noch vor Vorlage eines Gesetzentwurfs (07.07.2026): EU-Plastikabgabe im Haushaltsentwurf 2027 mit 1,261 Mrd €, im Haushalt 2026 1,249 Mrd €, Ist 2025 ebenfalls 1,249 Mrd €; Kritik der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen. euwid-recycling.de
  6. EUWID Recycling: Plastiksteuer: 550 € je Tonne, auch Mehrweg wäre betroffen (05.10.2026): Steuerschuldner Hersteller und Importeure, Entlastung für Rezyklat ohne festen Starttermin, Entlastung bei Ausfuhr. euwid-recycling.de
  7. Mittelstand-Nachrichten (dts): Plastiksteuer: Bundesregierung plant neue Verbrauchsteuer auf Kunststoffverpackungen ab Juli 2027 (05.10.2026): 670 Mio € 2027, 1,505 Mrd € 2028, Verpackungen mit mehr als 5 Prozent Kunststoffanteil. mittelstand-nachrichten.de
  8. Deutsche Umwelthilfe: Deutsche Umwelthilfe begrüßt geplante Plastikabgabe (Pressemitteilung, 30.04.2026): EU-Abgabe von 800 € je Tonne nicht recycelter Kunststoffverpackungsabfälle seit 2021 bisher aus Steuermitteln bezahlt; Forderung, Papier und Verbundmaterialien einzubeziehen. duh.de
  9. Umweltbundesamt: Verpackungsabfälle: Kunststoffverpackungen 3,036 Mio t im Jahr 2023, Recyclingquote 52,2 Prozent. umweltbundesamt.de
  10. Packaging Gateway: HMRC: UK recycled-content packaging up 17 % since plastic tax began (10.09.2026): gemeldete Kunststoffverpackungen 3,433 → 2,970 Mio t, steuerpflichtige 1,399 → 1,107 Mio t von 2022/23 bis 2025/26; HMRC: Wirkung der Steuer nicht von anderen Faktoren getrennt. packaging-gateway.com
  11. CETEX: Plastic packaging taxes (Policy Brief, Juni 2026): Großbritannien −6 Prozent Gesamttonnage 2022/23–2024/25, Anteil mit mindestens 30 Prozent Rezyklat 38 → 51 Prozent; Spanien 591/572/599 Mio € Aufkommen 2023–2025; Rezyklatlücke in EU und Großbritannien bis 3,5 Mio t 2030. cetex.org
  12. IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen / Conversio: Monitoring: Rezyklateinsatz deutlich gesteigert (21.11.2024): 580.000 t Rezyklat in Kunststoffverpackungen 2023, Anteil 15 Prozent nach 11 Prozent 2021, bei kontaktempfindlichen Verpackungen unter 1 Prozent. newsroom.kunststoffverpackungen.de
  13. Verordnung (EU) 2025/40: Verpackungsverordnung: Artikel 7, Mindestrezyklatanteile in Kunststoffverpackungen ab 2030 (10 bis 35 Prozent); Artikel 43, Verringerung der Verpackungsabfälle je Kopf gegenüber 2018 um 5 Prozent bis 2030 und 10 Prozent bis 2035. eur-lex.europa.eu
  14. OECD: Global Plastics Outlook (2022): 460 Mio t Kunststoffproduktion und 1,8 Mrd t CO₂-Äquivalente über den Lebenszyklus im Jahr 2019, 90 Prozent aus Herstellung und Verarbeitung. read.oecd.org
  15. McKinsey & Company: Climate impact of plastics (06.07.2022): Kunststoff verursacht in 13 von 14 untersuchten Anwendungen 10 bis 90 Prozent weniger Treibhausgase als die Alternativen; Daten aus den USA. mckinsey.com
  16. chemie.de / Hochschule Magdeburg-Stendal: CO2-Vermeidung durch Kunststoffrecycling (23.06.2014): je Tonne Rezyklat statt Neuware 1,45 bis 3,22 t CO₂-Äquivalente vermieden (Ökobilanz nach ISO 14040/44). chemie.de
  17. Deutsche Emissionshandelsstelle: Deutschland löscht Emissionszertifikate (2025): ohne Löschung können frei werdende Zertifikate an anderer Stelle in der EU genutzt werden. dehst.de
  18. Umweltbundesamt: Der nationale Emissionshandel (Brennstoffe, Einbeziehung der Abfallverbrennung seit 2024, Preispfad). umweltbundesamt.de
  19. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren nach Haushaltsnettoeinkommen 2023: Anteil 19 bis 20 Prozent unter 1.300 €, 13 Prozent ab 5.000 €; rund 300 gegen 600 € im Monat. statistik-berlin-brandenburg.de
  20. Umweltbundesamt (UBA-Texte 87/2025): Untersuchung ökonomischer Instrumente zur Verringerung des Verpackungsverbrauches sowie zur Stärkung des Kunststoffrecyclings und des Rezyklateinsatzes (Öko-Institut, cyclos, GVM, RWI): Lenkungswirkung einer Verpackungssteuer, Tab. 4, S. 137–141 (Kunststoff −6,4 Prozent bei 750 € je Tonne bis 2030); Gefahr des Ausweichens bei einer Steuer nur auf Kunststoff, S. 121f.; Vollzugsaufwand bei Erhebung bei 1,2 Mio Inverkehrbringern rund 420 Mio €, S. 130. umweltbundesamt.de
  21. K-Zeitung: Kunststoffverpackungsteuer soll Milliarden bringen (06.10.2026): Aufkommen 805 Mio € 2027 (Kasse 670 Mio €), 1.485 Mio € 2028 (Kasse 1.505 Mio €), rund 1.460 Mio € 2029, rund 1.415 Mio € 2031; Verwaltung 283,521 Mio € 2026–2029; 788 Stellen beim Zoll, 819 insgesamt; Informationskosten 44,103 Mio € jährlich; Formulierungshilfe zum Haushaltsbegleitgesetz 2027 ohne Normenkontrollrat. k-zeitung.de
  22. Eurostat: Household Budget Survey 2020, Deutschland: Konsumausgaben je Erwachsenenäquivalent nach Einkommensfünfteln (hbs_exp_t133) und Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (hbs_str_t223: 14,0 / 12,5 / 11,7 / 11,3 / 9,8 Prozent). ec.europa.eu
  23. Umweltbundesamt / GVM: Verwertung von Verkaufsverpackungen – private Endverbraucher: Verbrauch Kunststoffe 2023 1.918,1 Tsd. t (Recycling-Bilanz für Verpackungen, 32. Ausgabe 12/2025). umweltbundesamt.de
  24. GOV.UK: Plastic Packaging Tax: Steuersatz 200 £ je Tonne ab April 2022, 210,82 £ (2023), 217,85 £ (2024), 223,69 £ (2025), 228,82 £ (2026); nur Verpackungen mit weniger als 30 Prozent Rezyklat. gov.uk
  25. ad-hoc-news (dpa): Koalitionsausschuss: Union und SPD beraten Reformzeitplan ohne Nachtsitzung (08.10.2026): bestehende Vorhaben bestätigt, keine neuen Beschlüsse; Bereinigungssitzung 12.11., Schlussabstimmung zum Haushalt Ende November. ad-hoc-news.de
  26. Handelsverband Deutschland (HDE): HDE kritisiert geplante Einführung einer Plastiksteuer scharf (Pressemitteilung, 07.10.2026): Stefan Genth warnt vor zusätzlichen Kosten ohne entsprechenden ökologischen Nutzen. einzelhandel.de
  27. Dr. Kleeberg & Partner: Update: Kunststoffsteuer in der Kritik (19.10.2026): geplanter Kabinettsbeschluss vertagt nach Blockade der CDU/CSU-Fraktion, mindestens 24 Abgeordnete gegen die Steuer in der vorliegenden Form, Entwurf nicht vom Tisch. kleeberg.de
  28. PackIntelX: Plastiksteuer auf Eis gelegt: Koalition vertagt die Entscheidung (Oktober 2026): für den 14.10.2026 vorgesehener Kabinettsbeschluss nach Widerstand aus der CDU/CSU-Fraktion verschoben, Unionsfraktionschef Thorsten Frei hält den Entwurf in der vorliegenden Form für nicht zustimmungsfähig, Start 1. Juli 2027 nicht mehr gesichert. packintelx.com

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