Käufer sparen fast 17 Milliarden
Ohne nationalen CO₂-Preis fallen 2027 rund 18,5 Milliarden Euro an Zertifikatekosten weg, im Schnitt 66 Euro je Tonne. Nach den gemessenen Erfahrungen mit Abgabensenkungen kommen davon samt Umsatzsteuer rund 16,7 Milliarden Euro bei Haushalten und Betrieben an. An der Zapfsäule sind das rund 20 Cent je Liter brutto, nach Weitergabe rund 16 Cent; bei einem gasbeheizten Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden 316 Euro brutto, nach Weitergabe rund 270 Euro im Jahr.
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Wert
Der Strom besteht aus Geld, das Käufern von Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel 2027 erspart bleibt. Sein Gewicht ist aus der Verteilung hergeleitet. Von 10,4 Milliarden Euro Haushaltslast bei 65 Euro je Tonne entfallen nach dem DIW 5,6 Milliarden auf Kraftstoffe und 4,8 Milliarden auf Heizstoffe [14]. Für Kraftstoffe gilt das Gewicht, das sich aus der Verteilung der Spritkosten über die Einkommenszehntel ergibt, 1,04; 22 Prozent der Haushalte haben kein Auto [42]. Beim Heizen verbrauchte das ärmste Fünftel je Person 13 Prozent, das reichste 27 Prozent der Gas- und Heizölmenge [43]; mit den Einkommensgewichten ergibt das 1,08. Davon geht der Anteil ab, den Vermieter tragen: 58 Prozent der Haushalte wohnen zur Miete [44], angesetzt sind 45 Prozent der Heizmenge, und Vermieter tragen dort im Mittel 27 Prozent der CO₂-Kosten [27]. Vermieter zählen mit 0,7, weil private Vermieter vor allem in den oberen Einkommensgruppen liegen [14]; so ergibt sich für Heizstoffe 1,03, für alle Haushalte 1,04, Spanne 0,99 bis 1,07 beim Heizen. Betriebe und öffentliche Stellen zählen mit 1,0, zusammen mit der Umsatzsteuer ergibt das 1,023. Der Wert ist mittel: Es ist Geld, breit gestreut, und es wiegt bei Haushalten nur wenig mehr als ein durchschnittlicher Euro.
Impact
Nach geltendem Recht gilt 2027 der Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne: Rund 234 Millionen Zertifikate werden zu höchstens 65 Euro versteigert, was darüber hinaus gebraucht wird, kostet 71 Euro, im Mittel rund 66 Euro, wie der Ausschuss erwartet [5][6]. Angesetzt ist, dass die Abgabepflicht für 2026 nach der Aufhebung noch abgerechnet wird und nur das Jahr 2027 entfällt. Gebraucht werden 2027 rund 280 Millionen Zertifikate, eine Setzung mit einer Spanne von 265 bis 295 Millionen: 2024 lagen die Emissionen bei 294,8 Millionen Tonnen [10], für 2026 rechnet der Ausschuss mit 252 plus 40 Millionen [5]. Das ergibt 18,5 Milliarden Euro, nach dem DIW zu 54 Prozent Kraftstoff, 14 Prozent Heizöl und 32 Prozent Gas [14]. Bei Kraftstoffen kamen bei den Tankrabatten 2026 und 2022 zwischen 71 und 87 Prozent an, angesetzt sind 81 Prozent [16][17][18]. Heizöl wird täglich zu Marktpreisen gehandelt, angesetzt sind 85 Prozent ohne eigene Messung. Bei Gas müssen Grundversorger Kostensenkungen ebenso weitergeben wie Erhöhungen [47], und der CO₂-Anteil steht auf jeder Rechnung [19]; eine gesetzliche Weitergabepflicht wie beim Wegfall der Gasspeicherumlage sieht der Antrag aber nicht vor [48], und Festpreisverträge laufen weiter, angesetzt sind 85 Prozent. Zusammen kommen 83 Prozent an, Spanne 71 bis 93 Prozent; die Bewertung des eingefrorenen Preises rechnet dagegen mit voller Weitergabe, gemessen ist bei Abgabensenkungen weniger. Abgezogen werden 0,26 Milliarden Euro entfallende Ausgleichszahlungen an Betriebe [15], hinzu kommt die Umsatzsteuer auf den Haushaltsanteil, zusammen 16,7 Milliarden Euro. Auf zehn Jahre verteilt und mit 1,023 gewichtet ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 8,5. Der Impact ist der größte dieser Bewertung: Fast jeder Haushalt und Betrieb zahlt 2027 weniger, aber nur in einem einzigen Jahr.
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Plausibilität
Dass der Preis wegfällt, ist eine Rechtsfolge der Aufhebung. Kontrafaktum ist der beschlossene Korridor für 2027 [5]; das Design ist definitorisch, denn das Geld bleibt in jedem Fall in der Kette aus Lieferanten und Käufern. Wie es sich aufteilt, ist eine Frage der Größe und steht in der Spanne der Weitergabe: Der Auslandsvergleich von ifo und RWI misst sie bei Kraftstoffen gegen ausländische Tankstellen [17][18], die Markttransparenzstelle über Kosten und Margen [16]. Die eine Störgröße ist der Rohölpreis während einer Änderung, den der Auslandsvergleich festhält. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Ein Restrisiko liegt im Gesetzgebungsweg; den Antrag hat der Bundestag am 24. September 2026 abgelehnt [2][51], bewertet wird, was die Aufhebung bewirkt, wenn sie kommt. Dieses Argument trifft in etwa 19 von 20 vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist sehr hoch: Das Ob steht mit dem Gesetz fest, die Aufteilung zwischen Käufern und Lieferanten steht in der Spanne.