CO₂-Preis abschaffen

Seit 2021 zahlen Lieferanten von Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel einen nationalen CO₂-Preis; ab 2028 übernimmt der europäische Emissionshandel Heizen und Tanken [7][9]. Die AfD will das nationale System sofort aufheben und den europäischen Handel gleich mit, alle anderen Fraktionen im Bundestag lehnen das ab [1][3]. Der Bundestag wies den Antrag am 24. September 2026 zurück und beschloss am 15. Oktober 2026, den Preis für 2027 im bisherigen Korridor zu halten [2][6].

  • 294,8 Mio. t CO₂ fielen 2024 unter den nationalen Emissionshandel [10]
  • 20 Cent CO₂-Preis samt Umsatzsteuer steckt im beschlossenen Korridor in jedem Liter Kraftstoff [20][24]
  • 316 € CO₂-Preis im Jahr zahlt ein gasbeheiztes Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden [21][22]

Der Vorschlag

Der nationale CO₂-Preis auf Heizöl, Erdgas, Benzin, Diesel und weitere Brennstoffe entfällt ab 2027, ein Jahr bevor der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr beginnt.

Die Debatte

Die AfD begründet ihren Antrag mit hohen Kosten für Sprit, Heizung und Strom und bestreitet, dass CO₂ den Klimawandel treibt. Union und SPD halten dagegen, die Erlöse flössen über Zuschüsse zu den Netzentgelten an Bürger und Betriebe zurück und der nationale Preis gehe ohnehin im europäischen Handel auf. Die Union warnt zudem, eine abrupte Abschaffung entwerte geplante Investitionen, Grüne und Linke sehen die Ursache hoher Preise in der Abhängigkeit von Öl und Gas. Am 24. September 2026 stimmte nur die AfD gegen die Beschlussempfehlung, ihren Antrag abzulehnen.

  • „Wir werden jegliche CO2-Bepreisung streichen, wodurch die Produktionskosten für Strom, aber auch die Kosten für Treibstoffe sinken.“

    spricht dafür: Karsten Hilse, AfD Bundestag, 24. September 2026
  • „Dieses Geld geht nicht in den allgemeinen Haushalt, sondern es geht zurück an Bürger und Unternehmen, beispielsweise indem die Netzentgelte bezuschusst und dadurch die Strompreise für alle reduziert werden.“

    spricht dagegen: Thomas Gebhart, CDU/CSU Bundestag, 24. September 2026
  • „Ich kann davor nur warnen, weil jetzt schon Investitionsentscheidungen von Unternehmen getroffen wurden, die für 2027 mit diesem CO2-Preis geplant haben.“

    spricht dagegen: Christian Moser, CDU/CSU Bundestag, 24. September 2026

Die Analyse

CO₂-Preis abschaffen

49 % des Gewichts sprechen dafür, 51 % dagegen.

Das Gewicht eines Arguments verbindet drei Fragen: wie groß die Wirkung ist, wie sicher sie eintritt und wie wichtig das betroffene Gut ist. Je größer das Stück, desto schwerer wiegt das Argument.

Dafür

Dagegen

Nach der aktuellen Analyse ein schlechter Vorschlag: Die Abschaffung verschiebt vor allem Geld vom Klimafonds zu Haushalten und Betrieben, und ein Teil davon bleibt bei den Lieferanten hängen.

Sehr wahrscheinlich schlechter

Sehr wahrscheinlich schlechter: Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in weniger als einer von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

Gesamteffekt: mittel

Wie stark der Vorschlag insgesamt wirkt, in fünf Stufen von sehr klein bis sehr groß, über alle Debatten vergleichbar. Der Kreis ist immer voll, auch wenn die Wirkung insgesamt klein ist; wie groß sie ist, sagt diese Stufe.

Wie alle Fraktionen außer der AfD lehnt die Analyse die Abschaffung ab, aber kaum aus Sorge ums Klima. Abgewogen wird vor allem Geld, das nur den Besitzer wechselt: Was Käufer sparen, fehlt dem Klimafonds, und bei ihnen ist derselbe Euro kaum besser aufgehoben als im öffentlichen Haushalt. Ins Gewicht fällt der Teil, den Mineralölwirtschaft und Händler behalten, ohne mehr zu liefern; davon war in der Debatte nur beim Tankrabatt die Rede. Für die AfD spricht die spürbare Entlastung beim Heizen und Tanken, die etwas schwerer wiegt als der Einnahmeausfall. Mehr CO₂, Unfälle, Stau und die entwerteten Investitionen, vor denen die Union warnt, wiegen wenig, weil der europäische Handel den Preis ein Jahr später ohnehin setzt.

Mit eigenen Werten nachrechnen

Wie schwer Leben, Gesundheit, Klima, Zeit und Geld zählen, lässt sich anders gewichten. Der Werte-Shift rechnet die Debatte damit neu.

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Im Detail

Alle Argumente

Pro-Argumente8 Argumente

Käufer sparen fast 17 Milliarden

41Punkte

Ohne nationalen CO₂-Preis fallen 2027 rund 18,5 Milliarden Euro an Zertifikatekosten weg, im Schnitt 66 Euro je Tonne. Nach den gemessenen Erfahrungen mit Abgabensenkungen kommen davon samt Umsatzsteuer rund 16,7 Milliarden Euro bei Haushalten und Betrieben an. An der Zapfsäule sind das rund 20 Cent je Liter brutto, nach Weitergabe rund 16 Cent; bei einem gasbeheizten Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden 316 Euro brutto, nach Weitergabe rund 270 Euro im Jahr.

Wert 5 · Haushalte & BetriebeImpact 8,5Plausibilität 9,5
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Wert

Der Strom besteht aus Geld, das Käufern von Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel 2027 erspart bleibt. Sein Gewicht ist aus der Verteilung hergeleitet. Von 10,4 Milliarden Euro Haushaltslast bei 65 Euro je Tonne entfallen nach dem DIW 5,6 Milliarden auf Kraftstoffe und 4,8 Milliarden auf Heizstoffe [14]. Für Kraftstoffe gilt das Gewicht, das sich aus der Verteilung der Spritkosten über die Einkommenszehntel ergibt, 1,04; 22 Prozent der Haushalte haben kein Auto [42]. Beim Heizen verbrauchte das ärmste Fünftel je Person 13 Prozent, das reichste 27 Prozent der Gas- und Heizölmenge [43]; mit den Einkommensgewichten ergibt das 1,08. Davon geht der Anteil ab, den Vermieter tragen: 58 Prozent der Haushalte wohnen zur Miete [44], angesetzt sind 45 Prozent der Heizmenge, und Vermieter tragen dort im Mittel 27 Prozent der CO₂-Kosten [27]. Vermieter zählen mit 0,7, weil private Vermieter vor allem in den oberen Einkommensgruppen liegen [14]; so ergibt sich für Heizstoffe 1,03, für alle Haushalte 1,04, Spanne 0,99 bis 1,07 beim Heizen. Betriebe und öffentliche Stellen zählen mit 1,0, zusammen mit der Umsatzsteuer ergibt das 1,023. Der Wert ist mittel: Es ist Geld, breit gestreut, und es wiegt bei Haushalten nur wenig mehr als ein durchschnittlicher Euro.

Impact

Nach geltendem Recht gilt 2027 der Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne: Rund 234 Millionen Zertifikate werden zu höchstens 65 Euro versteigert, was darüber hinaus gebraucht wird, kostet 71 Euro, im Mittel rund 66 Euro, wie der Ausschuss erwartet [5][6]. Angesetzt ist, dass die Abgabepflicht für 2026 nach der Aufhebung noch abgerechnet wird und nur das Jahr 2027 entfällt. Gebraucht werden 2027 rund 280 Millionen Zertifikate, eine Setzung mit einer Spanne von 265 bis 295 Millionen: 2024 lagen die Emissionen bei 294,8 Millionen Tonnen [10], für 2026 rechnet der Ausschuss mit 252 plus 40 Millionen [5]. Das ergibt 18,5 Milliarden Euro, nach dem DIW zu 54 Prozent Kraftstoff, 14 Prozent Heizöl und 32 Prozent Gas [14]. Bei Kraftstoffen kamen bei den Tankrabatten 2026 und 2022 zwischen 71 und 87 Prozent an, angesetzt sind 81 Prozent [16][17][18]. Heizöl wird täglich zu Marktpreisen gehandelt, angesetzt sind 85 Prozent ohne eigene Messung. Bei Gas müssen Grundversorger Kostensenkungen ebenso weitergeben wie Erhöhungen [47], und der CO₂-Anteil steht auf jeder Rechnung [19]; eine gesetzliche Weitergabepflicht wie beim Wegfall der Gasspeicherumlage sieht der Antrag aber nicht vor [48], und Festpreisverträge laufen weiter, angesetzt sind 85 Prozent. Zusammen kommen 83 Prozent an, Spanne 71 bis 93 Prozent; die Bewertung des eingefrorenen Preises rechnet dagegen mit voller Weitergabe, gemessen ist bei Abgabensenkungen weniger. Abgezogen werden 0,26 Milliarden Euro entfallende Ausgleichszahlungen an Betriebe [15], hinzu kommt die Umsatzsteuer auf den Haushaltsanteil, zusammen 16,7 Milliarden Euro. Auf zehn Jahre verteilt und mit 1,023 gewichtet ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 8,5. Der Impact ist der größte dieser Bewertung: Fast jeder Haushalt und Betrieb zahlt 2027 weniger, aber nur in einem einzigen Jahr.

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280 Mio t
Zertifikatebedarf 2027
× × 66 € je Tonne 234 Mio zu 65 €, 46 Mio Überschussmenge zu 71 €; Erwartung des Umweltausschusses
18,48 Mrd €
Durchschnittspreis im Korridor 2027
[5]
× × 82,8 % 54 % Kraftstoff zu 81 %, 14 % Heizöl zu 85 %, 32 % Gas zu 85 %; Spanne 71–93 %
15,31 Mrd €
bei Käufern ankommender Anteil
− − 0,26 Mrd € § 11 BEHG, Ansatz im Wirtschaftsplan 2027
15,05 Mrd €
entfallende Ausgleichszahlungen an Betriebe
+ + 19 % auf 8,70 Mrd € Haushaltsanteil nach DIW je Brennstoff, nach Weitergabe
16,71 Mrd €
Umsatzsteuer auf den Haushaltsanteil
÷ ÷ 10 Jahre fällt nur 2027 an
1.671 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
× × 1,023 62 % Haushalte (Kraftstoff 1,04, Heizen 1,03 nach Abzug des Vermieteranteils), 38 % Betriebe und öffentliche Stellen mit 1,0
1.709 Mio € im Jahr
Gewicht des Euro bei den Käufern
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
8,54
Normalised Impact
Score 8,54 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 41 von 100

Plausibilität

Dass der Preis wegfällt, ist eine Rechtsfolge der Aufhebung. Kontrafaktum ist der beschlossene Korridor für 2027 [5]; das Design ist definitorisch, denn das Geld bleibt in jedem Fall in der Kette aus Lieferanten und Käufern. Wie es sich aufteilt, ist eine Frage der Größe und steht in der Spanne der Weitergabe: Der Auslandsvergleich von ifo und RWI misst sie bei Kraftstoffen gegen ausländische Tankstellen [17][18], die Markttransparenzstelle über Kosten und Margen [16]. Die eine Störgröße ist der Rohölpreis während einer Änderung, den der Auslandsvergleich festhält. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Ein Restrisiko liegt im Gesetzgebungsweg; den Antrag hat der Bundestag am 24. September 2026 abgelehnt [2][51], bewertet wird, was die Aufhebung bewirkt, wenn sie kommt. Dieses Argument trifft in etwa 19 von 20 vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist sehr hoch: Das Ob steht mit dem Gesetz fest, die Aufteilung zwischen Käufern und Lieferanten steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Restsystem ab 2031 entfällt

10Punkte

Liefe der nationale Preis auf Abfall und Landwirtschaft nach 2030 weiter, entfiele er mit der Abschaffung auch für 2031 bis 2036. Das wären rund 8 Milliarden Euro, die bei Betrieben und Gebührenzahlern blieben. Ob das Restsystem so lange besteht, ist offen.

Wert 5 · Betriebe & GebührenImpact 4,1Plausibilität 5
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Wert

Der Strom besteht aus Geld, das Betreibern von Abfallverbrennungsanlagen, ihren Gebührenzahlern und landwirtschaftlichen Betrieben erspart bliebe. Angesetzt ist das Gewicht 1,0, wie für die Jahre bis 2030. Ein Aufschlag kommt nicht in Betracht, weil der Strom aus Geld besteht. Das Zahlbein des Klimafonds steht als eigenes Argument auf der Gegenseite. Die Einordnung folgt den Argumenten zu Abfall und Landwirtschaft bis 2030. Der Wert ist mittel: betriebliche Mittel und Gebühren zum Nennwert.

Impact

Angesetzt ist, dass ein fortgeführtes Restsystem für 2031 bis 2036 die Abfallverbrennung im Umfang von drei vollen Jahren erfasst und die Landwirtschaft sechs Jahre lang. Bei der Abfallverbrennung ist die Spanne 1,5 bis 6 Jahre, weil die Kommission sie 2031 bis 2034 stufenweise in den europäischen Industrie-Emissionshandel holen will [28]. Das sind 12,2 Millionen Tonnen mal drei und 7,5 Millionen Tonnen mal sechs, zusammen 81,6 Millionen Tonnen [10][13]. Für diese Jahre erwarten Institute Preise im europäischen Brennstoffhandel von 120 bis 151 Euro je Tonne ab 2030 [21]; angesetzt sind 100 Euro, Spanne 60 bis 180 Euro. Das ergibt rund 8,2 Milliarden Euro. Auf zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 4,1. Der Impact ist mittel: sechs Jahre Preis auf rund 20 Millionen Tonnen, falls das Restsystem besteht.

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Abfallverbrennung 2031 bis 2036 Setzung, Spanne 1,5 bis 6 Jahre: stufenweise Einbeziehung in den EU-ETS 1 vorgeschlagen [10][28] 12,2 Mio t × 3 volle Jahre 36,6 Mio t
+ Land- und Forstwirtschaft 2031 bis 2036 [13] 7,5 Mio t × 6 Jahre 45 Mio t
= national bepreiste Tonnen nach 2030 81,6 Mio t
× Preis der Versteigerungen im europäischen Brennstoffhandel Setzung, Spanne 60 bis 180 €; Erwartungen für 2030 120 bis 151 € [21] × 100 € je Tonne 8,16 Mrd €
÷ Verteilt auf den Bewertungszeitraum ÷ 10 Jahre 816 Mio € im Jahr
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 200 Mio € je Punkt 4,08
Score 4,08 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 10 von 100

Plausibilität

Für die Jahre ab 2031 legt das Gesetz keine nationale Menge mehr fest, es reicht nur bis 2030 [5]. Ob der Preis auf Abfall und Landwirtschaft dann weiterläuft, hängt an einer Entscheidung, die noch nicht gefallen ist: Für die Fortführung spricht das erklärte Ziel, alle bisher bepreisten Brennstoffe weiter zu bepreisen [7]; dagegen sprechen die angekündigte Ausnahme der Landwirtschaft [46] und der Vorschlag der Kommission, Siedlungsabfall ab 2031 in den europäischen Industrie-Emissionshandel zu holen [28]. Kontrafaktum ist die Fortführung des Restsystems; das Design ist definitorisch für den Betrag, wenn sie kommt. Die eine Störgröße ist genau diese offene Rechtslage; sie steht in der Plausibilität, die Menge in der Spanne. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Dieses Argument trifft in etwa der Hälfte vergleichbarer Fälle zu. Die Plausibilität ist mittel: Ohne gesetzliche Menge ist offen, ob dieser Preis überhaupt kommt.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Abfallverbrennung bis 2030 entlastet

5,4Punkte

Die Verbrennung von Siedlungs- und Sonderabfällen fällt nicht unter den europäischen Brennstoffhandel und bliebe nach geltendem Recht ab 2028 im nationalen System. Mit der Abschaffung entfällt dort der CO₂-Preis auf rund 12 Millionen Tonnen im Jahr. Für 2028 bis 2030 bleiben so rund 2,6 Milliarden Euro bei Anlagenbetreibern und über die Müllgebühren bei Haushalten und Betrieben.

Wert 5 · Betriebe & GebührenImpact 1,3Plausibilität 8,5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Der Strom besteht aus Geld, das Betreibern von Abfallverbrennungsanlagen erspart bleibt. Sie geben ihre Kosten über Entsorgungsentgelte weiter, bei kommunalen Anlagen nach dem Grundsatz der Kostendeckung über die Müllgebühren an Haushalte und Betriebe. Angesetzt ist ein Gewicht von 1,0; Müllgebühren, die je Haushalt fast gleich hoch sind, würden etwas mehr wiegen, das ist nicht eigens angesetzt. Ein Aufschlag kommt nicht in Betracht, weil der Strom aus Geld besteht. Das Zahlbein des Klimafonds steht als eigenes Argument auf der Gegenseite. Der Wert ist mittel: gewöhnliche betriebliche Mittel und Gebühren zum Nennwert.

Impact

Nach dem am 15. Oktober 2026 beschlossenen Gesetz entfallen die nationalen Pflichten ab 2028 nur für Brennstoffe, die dann dem europäischen Brennstoffhandel unterliegen; für die übrige Menge wird weiter verkauft [5]. Die Abfallverbrennung bleibt national, eine Einbeziehung in den europäischen Handel wurde 2025 aus dem Gesetz gestrichen [8][49]. Sie kam 2024 auf 13,2 Millionen Tonnen [10]; mit dem höheren Biomasseanteil von 57 statt 53,5 Prozent, den der Bundestag verlangt, sind es rund 12,2 Millionen Tonnen [5]. Für 2028 bis 2030 legt das Gesetz die nationale Menge fest; die Jahre danach stehen wegen fehlender Mengen im Argument zum Restsystem. Der Preis knüpft nach dem Gesetz an die Versteigerungen von Emissionszertifikaten nach § 10 Absatz 1 TEHG an, also an den europäischen Brennstoffhandel [5]: Für 2028 erwartet die Bertelsmann Stiftung rund 60 Euro, der Projektionsbericht 95 Euro, für 2030 rechnen Institute mit 120 bis 151 Euro [21][39]. Ein Mechanismus gibt zusätzliche Zertifikate frei, sobald der Preis zwei Monate über 45 Euro in Preisen von 2020 liegt, und das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft erwartet den europäischen Preis anfangs unter dem nationalen [39][40]. Angesetzt sind 70 Euro je Tonne, Spanne 50 bis 130 Euro. Das ergibt 36,6 Millionen Tonnen und rund 2,6 Milliarden Euro, auf zehn Jahre verteilt ein Normalised Impact von 1,3 auf der Karte. Der Impact ist klein: eine Branche, drei Jahre lang ein voller Preis auf rund 12 Millionen Tonnen.

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36,6 Mio t
Abfallverbrennung, fossiler Anteil, 2028 bis 2030
× × 70 € je Tonne Setzung, Spanne 50 bis 130 €: ETS2-Erwartung 60 € (2028) bis 120–151 € (2030), weicher Deckel 45 € in Preisen von 2020
2,56 Mrd €
Preis der Versteigerungen im europäischen Brennstoffhandel
÷ ÷ 10 Jahre
256,3 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,28
Normalised Impact
Score 1,28 Impact × 5 Wert × 8,5 Plausibilität ÷ 10 = 5,4 von 100

Plausibilität

Dass der Preis auf Abfall nach 2027 weiterläuft, folgt aus § 24 und § 10 Absatz 3 des Gesetzes in der Fassung vom 15. Oktober 2026 und den festgelegten Mengen bis 2030 [5]. Kontrafaktum ist dieses Recht; das Design ist definitorisch, die Betreiber sparen genau den Preis, den sie sonst zahlen müssten. Die eine Störgröße ist eine Rechtsänderung vor 2028; der Bundestag lässt aber erst für die Zeit nach einer Einbeziehung in den europäischen Handel prüfen, Anlagen auszunehmen [5]. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Dieses Argument trifft in etwa achteinhalb von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist hoch: Preis und Menge stehen im Gesetz, offen ist eine spätere Ausnahme.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Mehr Marge für Lieferanten

4,5Punkte

Nicht jeder Cent, der als CO₂-Preis wegfällt, kommt beim Kunden an. Nach den gemessenen Erfahrungen mit Abgabensenkungen bleibt ein Teil bei Mineralölwirtschaft, Tankstellen, Heizöl- und Gashändlern, angesetzt sind rund 17 Prozent oder 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2027. Dafür liefern sie nichts zusätzlich.

Wert 3 · Einnahme ohne GegenwertImpact 1,6Plausibilität 9,5
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Wert

Der Strom ist Geld, das Lieferanten einnehmen, weil sie den Wegfall des CO₂-Preises nicht vollständig weitergeben. Dafür liefern sie keinen Liter mehr und keine bessere Leistung; nur der Abstand zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis wächst. Bei der Steuersenkung im Mai und Juni 2026 stiegen die Tankstellenmargen bei Diesel um 3,3 Cent und bei Benzin um 1,9 Cent je Liter [16]. Eine Einnahme ohne entsprechende Gegenleistung zählt in dieser Sammlung unter dem gewöhnlichen Geldwert; dieselbe Regel gilt für den nicht weitergegebenen Teil des Tankrabatts und für die Einnahmen von Glücksspielanbietern. Das Gewicht des Geldes ist 1,0 wie bei jedem Unternehmen; ein Teil der Eigentümer sitzt im Ausland, das ist nicht eigens abgezogen. Das Zahlbein des Klimafonds steht als eigenes Argument auf der Gegenseite. Der Wert ist niedrig: Es ist Geld, für das keine Leistung erbracht wird.

Impact

Von den 18,5 Milliarden Euro, die als CO₂-Preis 2027 wegfallen, kommen nach der Herleitung im Argument zu den Käufern rund 83 Prozent an. Der Rest von rund 17 Prozent, 3,2 Milliarden Euro, bleibt in den Margen: bei Kraftstoffen nach den Messungen rund 19 Prozent [16][17][18], bei Heizöl und Gas angesetzt 15 Prozent, weil Gas-Grundversorger Senkungen weitergeben müssen [47], Festpreisverträge aber weiterlaufen und der Antrag keine Weitergabepflicht vorsieht [48]. Die Spanne reicht von 7 bis 29 Prozent, 1,3 bis 5,4 Milliarden Euro. Je mehr bei den Käufern ankommt, desto kleiner ist dieser Posten; beide Argumente hängen gegenläufig an derselben Größe. Umsatzsteuer fällt auf diesen Teil nicht weg, weil der Preis um ihn nicht sinkt. Auf zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 1,6. Der Impact ist klein: rund ein Sechstel des wegfallenden Preises, in einem einzigen Jahr.

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18,48 Mrd €
wegfallender CO₂-Preis 2027
[5]
× × 17,2 % Kraftstoff 19 %, Heizöl und Gas 15 %; Spanne 7–29 %
3,17 Mrd €
nicht weitergegeben
÷ ÷ 10 Jahre
317 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,59
Normalised Impact
Score 1,59 Impact × 3 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 4,5 von 100

Plausibilität

Dass ein Teil des wegfallenden Preises bei den Lieferanten bleibt, ist eine Rechtsfolge des Wegfalls ohne Weitergabepflicht. Kontrafaktum sind Preise und Margen im Korridor 2027. Das Design ist definitorisch für den Betrag; wie groß der Teil ist, zeigen der Auslandsvergleich von ifo und RWI [17][18] und die Kostenauswertung der Markttransparenzstelle [16], und das steht in der Spanne. Die eine Störgröße ist der Rohölpreis während der Änderung, den der Auslandsvergleich festhält. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Das gemeinsame Urteil über diesen Betrag gilt für beide Beine. Dieses Argument trifft in etwa 19 von 20 vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist sehr hoch: Dass ein Teil hängen bleibt, ist mehrfach gemessen, offen ist nur wie viel.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Landwirtschaft bis 2030 entlastet

2,4Punkte

Diesel und Heizgas in Land- und Forstwirtschaft fallen nicht unter den europäischen Brennstoffhandel und blieben nach geltendem Recht national bepreist. Mit der Abschaffung entfällt dort der CO₂-Preis auf rund 7,5 Millionen Tonnen im Jahr, für 2028 bis 2030 rund 1,6 Milliarden Euro. Ob es dazu kommt, ist offen: Die Koalition will die Landwirtschaft ohnehin ausnehmen.

Wert 5 · UnternehmensbudgetsImpact 0,8Plausibilität 6
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Wert

Der Strom besteht aus Geld, das Betrieben der Land- und Forstwirtschaft erspart bleibt. Landwirtschaftliche Betriebe zählen wie andere Unternehmen mit dem Gewicht 1,0. Ein Teil der Kosten wird über Lebensmittelpreise weitergegeben, das ändert am Gewicht wenig. Ein Aufschlag für die Bedeutung der Landwirtschaft kommt nicht in Betracht, weil der Strom aus Geld besteht. Das Zahlbein des Klimafonds steht als eigenes Argument auf der Gegenseite. Der Wert ist mittel: betriebliche Mittel zum Nennwert.

Impact

Der Brennstoffeinsatz der Landwirtschaft verursacht rund 7,5 Millionen Tonnen im Jahr [13]; 2024 zahlten Landwirte knapp 250 Millionen Euro CO₂-Preis [46]. Für 2028 bis 2030 legt das Gesetz die nationale Menge fest [5]. Der Preis knüpft nach dem Gesetz an die Versteigerungen von Emissionszertifikaten nach § 10 Absatz 1 TEHG an, also an den europäischen Brennstoffhandel [5]: Für 2028 erwartet die Bertelsmann Stiftung rund 60 Euro, der Projektionsbericht 95 Euro, für 2030 rechnen Institute mit 120 bis 151 Euro [21][39]. Ein Mechanismus gibt zusätzliche Zertifikate frei, sobald der Preis zwei Monate über 45 Euro in Preisen von 2020 liegt, und das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft erwartet den europäischen Preis anfangs unter dem nationalen [39][40]. Angesetzt sind 70 Euro je Tonne, Spanne 50 bis 130 Euro. Das ergibt 22,5 Millionen Tonnen und rund 1,6 Milliarden Euro. Auf zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 0,8. Der Impact ist klein: rund ein Zehntel der Entlastung der Käufer 2027.

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22,5 Mio t
Brennstoffe der Land- und Forstwirtschaft, 2028 bis 2030
× × 70 € je Tonne Setzung, Spanne 50 bis 130 €
1,58 Mrd €
Preis der Versteigerungen im europäischen Brennstoffhandel
÷ ÷ 10 Jahre
157,5 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,79
Normalised Impact
Score 0,79 Impact × 5 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 2,4 von 100

Plausibilität

Dass der Preis auf landwirtschaftliche Brennstoffe nach 2027 national weiterläuft, folgt aus dem geltenden Recht nur, solange zwei Dinge ausbleiben. Das Gesetz von 2025 sieht vor, diese Brennstoffe mit Billigung der Kommission in den europäischen Handel zu holen, den Antrag dafür hatte die Bundesregierung bis Februar 2026 nicht gestellt [45]. Zugleich wollen die Koalitionsparteien die Landwirtschaft ganz von der Bepreisung ausnehmen; Abgeordnete von Union und SPD haben das 2025 so angekündigt [46]. Kontrafaktum ist das geltende Recht; das Design ist definitorisch, die Betriebe sparen genau den Preis, den sie sonst zahlen müssten. Die eine Störgröße ist diese angekündigte Rechtsänderung, die den Strom ganz entfallen ließe; sie steht in der Plausibilität, nicht in der Spanne. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Dieses Argument trifft in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel: Das Gesetz sieht den Preis vor, die Koalition will ihn abschaffen.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Mehrverbrauch bringt Steuern zurück

0,78Punkte

Billigere Brennstoffe werden etwas mehr verbraucht. Auf jeden zusätzlichen Liter Benzin, Diesel oder Heizöl und jede Kilowattstunde Gas fällt weiter Energiesteuer an, 2027 zusammen rund 420 Millionen Euro; dazu kommt der Vorteil der Käufer aus dem Mehrverbrauch selbst.

Wert 5 · Staat & KäuferImpact 0,3Plausibilität 6
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Wert

Der Strom besteht aus zwei Teilen Geld: Energiesteuer, die der Staat auf den Mehrverbrauch einnimmt, und dem Nutzen, den Käufer aus dem zusätzlichen Verbrauch ziehen. Beides zählt zum Nennwert, öffentliche Mittel wie der Euro eines durchschnittlichen Haushalts. Derselbe Mehrverbrauch verursacht auf der Gegenseite zusätzliches CO₂, Unfälle und Stau; diese Folgen stehen dort als eigene Argumente. Die Energiesteuer fließt in den Bundeshaushalt, nicht in den Klimafonds. Ein Gewicht für die Verteilung ist nicht angesetzt, weil Mehrverbrauch und Steuer breit gestreut sind. Der Wert ist mittel: Geld zum Nennwert.

Impact

Das Argument zum Klima leitet her, wie stark der Verbrauch 2027 steigt: um 1,03 Prozent bei Kraftstoffen und 2,21 Prozent bei Heizöl und Gas. Bei 64 Milliarden Litern Kraftstoff im Jahr 2025 sind das rund 662 Millionen Liter [34]. Auf jeden Liter fallen im Mittel 53,9 Cent Energiesteuer an, 47,04 Cent bei Diesel und 65,45 Cent bei Benzin bei 62,5 Prozent Dieselanteil [35]; das sind rund 357 Millionen Euro. Beim Heizen kommen rund 8 Terawattstunden Gas zu 5,50 Euro je Megawattstunde und rund 260 Millionen Liter Heizöl zu 6,135 Cent je Liter hinzu, zusammen rund 60 Millionen Euro [35]. Die Käufer gewinnen am Mehrverbrauch im Mittel die halbe Preissenkung, rund 109 Millionen Euro. Die Umsatzsteuer ist nicht gezählt, weil das Geld für den Mehrverbrauch an anderer Stelle nicht ausgegeben wird und dort ebenfalls Umsatzsteuer getragen hätte. Zusammen sind das 525 Millionen Euro im Jahr 2027, auf zehn Jahre verteilt ein Normalised Impact von 0,26 auf der Karte. Der Impact ist klein: Er gleicht rund drei Prozent des Einnahmeausfalls aus.

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Energiesteuer auf zusätzlichen Kraftstoff 64,05 Mrd l × 1,03 %; Diesel 47,04 Cent, Benzin 65,45 Cent [34][35] 662 Mio l × 53,9 Cent 356,5 Mio €
+ Energiesteuer auf zusätzliches Gas [35] 8,0 TWh × 5,50 € je MWh 43,8 Mio €
+ Energiesteuer auf zusätzliches Heizöl [35] 0,26 Mrd l × 6,135 Cent 15,9 Mio €
+ Vorteil der Käufer am Mehrverbrauch halbe Preissenkung je Mehreinheit 109,1 Mio €
= Rückfluss und Käufervorteil 2027 (Spanne 360–770) 525,3 Mio €
÷ Verteilt auf den Bewertungszeitraum ÷ 10 Jahre 52,53 Mio € im Jahr
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 200 Mio € je Punkt 0,26
Score 0,26 Impact × 5 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 0,8 von 100

Plausibilität

Die Kette hat zwei Glieder: niedrigerer Preis, mehr Verbrauch, und mehr Verbrauch, mehr Steuer. Das zweite ist Arithmetik mit festen Steuersätzen [35]. Das erste ist für Kraftstoffe in vielen Studien gemessen, die Havranek, Irsova und Janda 2012 zusammenfassen, für Heizenergie in deutschen Haushaltsdaten von Schulte und Heindl 2017 [25][26]. Kontrafaktum ist der Verbrauch im Korridor 2027; das Design der Trägerquellen ist kontrolliert, Zeitreihen und Haushaltsbudgets ohne von außen gesetzte Preisänderung. Die eine Störgröße ist die Energiepreiskrise 2026, die die Preise ohnehin hoch hält und die relative Entlastung schmälert; sie spricht für das untere Ende der Spanne. Die Richtung ist geprüft: Der Abgabesatz wird gesetzt und folgt nicht dem Verbrauch. Dieses Argument trifft in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen in dieser Höhe zu. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: Dass mehr verbraucht wird, ist gut belegt, wie viel, nur als Spanne.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 7 Nachweis der Wirkung: Kontrolliert · höchstens 7

Einnahmen anderer EU-Staaten

0,41Punkte

Was Deutschland nach der EU-Lastenteilung an zusätzlichen Emissionsrechten zukaufen müsste, nehmen die verkaufenden Mitgliedstaaten ein. Das Geld verschwindet nicht, es wechselt die Kasse.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,1Plausibilität 5,5
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Wert

Der Strom besteht aus öffentlichen Mitteln anderer Mitgliedstaaten, bewertet zum Nennwert wie der Euro im Bundeshaushalt. Die Lastenteilung erlaubt Staaten mit Überschuss, Emissionsrechte an Staaten mit Fehlbetrag zu verkaufen [29]. Die Zahlung ist eine Bewegung zwischen zwei Kassen; ihr Gegenstück steht auf der Gegenseite. Die zusätzliche Tonne selbst ist im Argument zum Klima bewertet, hier steht nur der Preis, zu dem sie den Besitzer wechselt. Der Wert ist mittel: öffentliche Mittel zum Nennwert.

Impact

Die Lücke der Lastenteilung liegt nach den Projektionsdaten 2026 bei 255 Millionen Tonnen [11]. Die Menge stammt aus dem Argument zum Zukauf: rund 4,1 Millionen zusätzliche Tonnen aus dem Jahr 2027 zu angesetzt 75 Euro, rund 0,31 Milliarden Euro [29]. Für die Zeit nach 2030 ist nichts angesetzt, weil die Regeln dafür nicht feststehen. Auf zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 0,15. Der Impact ist sehr klein: ein Fünfzigstel des Einnahmeausfalls im Klimafonds.

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4,07 Mio t
zusätzliche Tonnen unter der EU-Lastenteilung bis 2030
× × 75 € Setzung, Spanne 30 bis 150 €: Fachleute nennen 50 bis 100 €, 62 bis 95 € und 60 bis 150 €; 2022 kaufte Deutschland Mengen zu rund 1 €
305 Mio €
Preis je zugekaufter Tonne
÷ ÷ 10 Jahre
30,5 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,15
Normalised Impact
Score 0,15 Impact × 5 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,4 von 100

Plausibilität

Ob es zu Zahlungen kommt, entscheidet die Bundesregierung erst nach den Projektionsdaten im März 2027 [30]. Kontrafaktum ist der Zukauf ohne die Aufhebung; das Design ist mechanistisch, eine Kette aus Mehrausstoß, Fehlbetrag und Kaufentscheidung ohne gemessenen Trägerparameter. Die eine Störgröße ist das Angebot: Verfehlen viele große Staaten ihre Ziele, gibt es kaum Emissionsrechte zu kaufen, und die Regeln könnten sich ändern [29]. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Beide Beine tragen dieselbe Plausibilität. Dieses Argument trifft in etwa fünfeinhalb von zehn vergleichbaren Fällen in dieser Höhe zu. Die Plausibilität ist mittel: Die Pflicht ist klar, ob und zu welchem Preis gekauft wird, nicht.

Beleglage: Projektion · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6

Weniger Aufwand im Vollzug

0,27Punkte

Ohne nationalen Emissionshandel entfallen 2027 Versteigerungen, Abgabe und Verwaltung für rund 280 Millionen Zertifikate, ab 2028 der Restbetrieb für Landwirtschaft und Abfall. Vor allem fallen die Sicherheiten weg, die Bieter in den überzeichneten Versteigerungen hinterlegen müssen. Die Berichte für den europäischen Handel bleiben dagegen Pflicht.

Wert 5 · Vollzug & VerfahrenImpact 0,06Plausibilität 9
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Wert

Bewertet werden Arbeitszeit und gebundenes Kapital in Betrieben und Behörden, die für Versteigerung, Abgabe und Ausgleichsverfahren nicht mehr gebraucht werden. Betroffen sind Inverkehrbringer von Brennstoffen, Betreiber von Abfallverbrennungsanlagen und die Deutsche Emissionshandelsstelle. Bewertet wird zum Nennwert, ohne Gewicht für die Verteilung. Bei den Sicherheiten zählt nicht das hinterlegte Geld, das zurückfließt, sondern was es kostet, dieses Geld während der Versteigerung zu binden. Ein Aufschlag für den Klimabezug kommt nicht in Betracht, weil der Strom aus Arbeitszeit und Kapitalkosten besteht. Der Wert ist mittel: gewöhnliche Verfahrenskosten zum Nennwert.

Impact

Der Gesetzentwurf von 2019 bezifferte den laufenden Aufwand der Wirtschaft auf rund 31 Millionen Euro und den der Verwaltung auf 4,4 Millionen Euro im Jahr, davon 3,7 Millionen bei der Emissionshandelsstelle [36]. Die Berichte über Brennstoffmengen bleiben 2027 für den europäischen Handel Pflicht [9]; entfallen nur Versteigerung, Abgabe und Ausgleich, angesetzt sind 10 Millionen Euro für die Wirtschaft, eine Setzung mit einer Spanne von 3 bis 30 Millionen. Schwerer wiegen die Sicherheiten: In den überzeichneten Versteigerungen 2026 waren nach Angaben der kommunalen Unternehmen rund 1.000 Euro Sicherheit je Zertifikat zu 65 Euro nötig [37], und der Bundestag erwartet auch 2027 erhebliche Belastungen der Liquidität [5]. Angesetzt sind dafür 80 Millionen Euro Finanzierungskosten, wie in der Bewertung des eingefrorenen Preises, Spanne 20 bis 250 Millionen. Von 2028 bis 2036 entfällt der Restbetrieb für Landwirtschaft und Abfall, angesetzt mit 3 Millionen Euro im Jahr. Zusammen sind das rund 121 Millionen Euro, auf zehn Jahre verteilt ein Normalised Impact von 0,06 auf der Karte. Der Impact ist sehr klein: Verfahrenskosten, kaum ein Hundertstel der Entlastung der Käufer.

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Aufwand der Wirtschaft 2027 für Versteigerung, Abgabe und Ausgleich Gesamtaufwand 2019 geschätzt 31 Mio € im Jahr; Berichte bleiben für den EU-ETS 2 Pflicht [9][36] Setzung, Spanne 3 bis 30 10 Mio €
+ Verwaltung 2027 davon 3,7 Mio € Emissionshandelsstelle [36] + 4,4 Mio € 14,4 Mio €
+ Finanzierungskosten der Sicherheiten 2027 Setzung, Spanne 20 bis 250 Mio €; rund 1.000 € Sicherheit je Zertifikat 2026 [5][37] + 80 Mio € 94,4 Mio €
+ Restbetrieb 2028 bis 2036 Setzung, Spanne 1 bis 6 Mio € im Jahr + 3 Mio € × 9 Jahre 121,4 Mio €
÷ Verteilt auf den Bewertungszeitraum ÷ 10 Jahre 12,14 Mio € im Jahr
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 200 Mio € je Punkt 0,06
Score 0,06 Impact × 5 Wert × 9 Plausibilität ÷ 10 = 0,3 von 100

Plausibilität

Dass Versteigerung, Abgabe und Ausgleich entfallen, ist eine Rechtsfolge der Aufhebung; niemand muss sein Verhalten ändern. Kontrafaktum ist der Vollzug im Korridor 2027 und im Restsystem danach. Das Design ist definitorisch; dass die Sicherheiten Kapital binden, ist aus den Versteigerungen 2026 beobachtet [37][5]. Die eine Störgröße sind die neuen Gebotsgrenzen von 20 Prozent je Konto, die die Sicherheiten 2027 senken [5]; sie stehen in der Spanne. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Dieses Argument trifft in etwa neun von zehn vergleichbaren Fällen in dieser Höhe zu. Die Plausibilität ist sehr hoch: Der Aufwand entfällt mit dem Gesetz, offen ist nur seine Höhe.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Contra-Argumente11 Argumente

Staat verliert fast 17 Milliarden

40Punkte

Was die Käufer 2027 sparen, fehlt in öffentlichen Kassen: die Erlöse aus dem CO₂-Preis im Klima- und Transformationsfonds und die Umsatzsteuer darauf. Der Fonds bestreitet 2027 fast neun Zehntel seiner eigenen Einnahmen aus dem Brennstoffhandel. Wie die Lücke gedeckt würde, sagt der Antrag nicht.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 8,3Plausibilität 9,5
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Wert

Der Strom besteht aus öffentlichen Mitteln, bewertet zum Nennwert. Ein Euro im Bundeshaushalt wiegt in dieser Sammlung so viel wie ein Euro bei einem durchschnittlichen Haushalt. Der Klimafonds finanziert aus den Erlösen 2027 unter anderem 13,0 Milliarden Euro für Klimaschutz in Gebäuden, 13,3 Milliarden für Entlastungen bei den Energiekosten wie Netzentgeltzuschuss, Strompreiskompensation und Industriestrompreis sowie 3,6 Milliarden für klimafreundliche Mobilität [15]. Was diese Programme bewirkt hätten, ist ein eigener Strom; ein Aufschlag für ihren Zweck wäre eine doppelte Buchung. Weil offen ist, ob der Bund kürzt, Schulden aufnimmt oder Einnahmen erhöht, steht hier der öffentliche Euro ohne Zweckbindung. Die Umsatzsteuer fehlt Bund, Ländern und Gemeinden und zählt ebenso zum Nennwert. Der Wert ist mittel: öffentliche Mittel zum Nennwert, ohne Aufschlag für den Zweck, den sie finanzieren.

Impact

Die Menge ist die Kehrseite des Arguments zu den Käufern und stammt aus derselben Rechnung. Dem Klimafonds fehlen 2027 rund 18,5 Milliarden Euro Erlöse, 280 Millionen Zertifikate zu rund 66 Euro [5]; davon spart er 0,26 Milliarden Euro an Ausgleichszahlungen, die mit dem Gesetz entfallen [15]. Der Wirtschaftsplan 2027 veranschlagt 20,0 Milliarden Euro aus nationalem und europäischem Brennstoffhandel, bei eigenen Einnahmen von 22,5 Milliarden Euro, und entnimmt schon jetzt 6,4 Milliarden Euro aus der Rücklage [15]. Hinzu kommt die Umsatzsteuer auf den Haushaltsanteil, 1,7 Milliarden Euro. Der Teil, den Lieferanten nicht weitergeben, rund 3,2 Milliarden Euro, steht als eigenes Paar mit den Margen. Hier stehen deshalb dieselben 16,7 Milliarden Euro wie auf der Pro-Seite. Zum Vergleich: Das Einfrieren des Preises für 2027 kostet den Fonds nach Angaben der Koalition rund 0,4 Milliarden Euro [5]. Über zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 8,4. Der Impact ist groß für ein einzelnes Jahr: fast die gesamten Brennstofferlöse des Klimafonds für 2027.

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18,48 Mrd €
Erlöse des Klimafonds 2027 nach geltendem Recht
[5]
× × 82,8 % der Rest steht als Paar mit den Margen
15,31 Mrd €
davon bei Käufern ankommend
− − 0,26 Mrd €
15,05 Mrd €
entfallende Ausgleichszahlungen
+ + 1,65 Mrd €
16,71 Mrd €
Umsatzsteuer auf den Haushaltsanteil
÷ ÷ 10 Jahre öffentliche Mittel zählen zum Nennwert
1.671 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
8,35
Normalised Impact
Score 8,35 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 40 von 100

Plausibilität

Der Einnahmeausfall ist die unmittelbare Rechtsfolge der Aufhebung: Ohne Gesetz werden keine Zertifikate verkauft. Kontrafaktum ist der beschlossene Korridor für 2027 [5]. Das Design ist definitorisch; offen sind nur die Absatzmenge, die von Wetter und Konjunktur abhängt, und der Anteil, der bei den Lieferanten bleibt. Beides steht in der Spanne und senkt die Plausibilität nicht ein zweites Mal. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Zahlbein und Empfängerbein beschreiben eine einzige Bewegung und tragen dieselbe Plausibilität. Dieses Argument trifft in etwa 19 von 20 vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist sehr hoch: Dass das Geld fehlt, folgt aus dem Gesetz; wie viel, steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Fonds verliert Erlöse ab 2031

10Punkte

Liefe das Restsystem nach 2030 weiter, fehlten dem Klimafonds dessen Erlöse für 2031 bis 2036, rund 8 Milliarden Euro. Ob es so lange besteht, ist offen.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 4,1Plausibilität 5
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Wert

Der Strom besteht aus öffentlichen Mitteln, bewertet zum Nennwert. Die Erlöse flössen in den Klima- und Transformationsfonds [15]. Was mit dem Geld finanziert würde, ist ein eigener Strom und hier nicht aufgeschlagen. Weil der Weg der Deckung offen ist, zählt der öffentliche Euro ohne Zweckbindung. Die Einordnung folgt derselben Regel wie die übrigen Zahlbeine. Der Wert ist mittel: öffentliche Mittel zum Nennwert.

Impact

Die Menge ist die Kehrseite des Arguments zum Restsystem: 81,6 Millionen Tonnen für 2031 bis 2036 zu angesetzt 100 Euro, Spanne 60 bis 180 Euro [10][13][21]. Für die Abfallverbrennung sind drei volle Jahre angesetzt, weil die Kommission sie ab 2031 stufenweise in den europäischen Industrie-Emissionshandel holen will [28]. Das ergibt rund 8,2 Milliarden Euro. Auf zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 4,1. Der Impact ist mittel: dieselbe Summe wie auf der Gegenseite, nur im öffentlichen Haushalt.

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Abfallverbrennung 2031 bis 2036 Setzung, Spanne 1,5 bis 6 Jahre [10][28] 12,2 Mio t × 3 volle Jahre 36,6 Mio t
+ Land- und Forstwirtschaft 2031 bis 2036 [13] 7,5 Mio t × 6 Jahre 45 Mio t
= national bepreiste Tonnen nach 2030 81,6 Mio t
× Preis der Versteigerungen im europäischen Brennstoffhandel Setzung, Spanne 60 bis 180 € [21] × 100 € je Tonne 8,16 Mrd €
÷ Verteilt auf den Bewertungszeitraum ÷ 10 Jahre 816 Mio € im Jahr
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 200 Mio € je Punkt 4,08
Score 4,08 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 10 von 100

Plausibilität

Für die Jahre ab 2031 legt das Gesetz keine nationale Menge mehr fest, es reicht nur bis 2030 [5]. Ob der Preis auf Abfall und Landwirtschaft dann weiterläuft, hängt an einer Entscheidung, die noch nicht gefallen ist: Für die Fortführung spricht das erklärte Ziel, alle bisher bepreisten Brennstoffe weiter zu bepreisen [7]; dagegen sprechen die angekündigte Ausnahme der Landwirtschaft [46] und der Vorschlag der Kommission, Siedlungsabfall ab 2031 in den europäischen Industrie-Emissionshandel zu holen [28]. Kontrafaktum ist die Fortführung des Restsystems; das Design ist definitorisch für den Betrag, wenn sie kommt. Die eine Störgröße ist genau diese offene Rechtslage; sie steht in der Plausibilität, die Menge in der Spanne. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Dieses Argument trifft in etwa der Hälfte vergleichbarer Fälle zu. Beide Beine tragen dieselbe Plausibilität. Die Plausibilität ist mittel: Ohne gesetzliche Menge ist offen, ob diese Erlöse überhaupt kommen.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Klimafonds-Erlös für die Margen

7,6Punkte

Rund 3,2 Milliarden Euro des wegfallenden CO₂-Preises erreichen die Kunden nicht. Sie fehlen dem Klimafonds wie jeder andere Euro, kommen aber nur bei Lieferanten und Händlern an.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 1,6Plausibilität 9,5
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Wert

Der Strom ist Geld, das der Klimafonds nicht einnimmt und das nicht bei den Käufern ankommt. Getragen wird der Verzicht von der Allgemeinheit über den Fonds. Weil das Gut Geld ist, steht der Wert auf dem Anker gewöhnlicher Geldströme; ein öffentlicher Euro zählt mit 1,0. Eine Pflicht, den Wegfall weiterzugeben, sieht der Antrag nicht vor [1]. Was davon bei den Lieferanten ankommt, steht als Gegenstück auf der Pro-Seite. Der Wert ist mittel: öffentliche Mittel zum Nennwert.

Impact

Von den 18,5 Milliarden Euro, auf die der Klimafonds 2027 verzichtet, bleiben nach der Herleitung dieser Bewertung rund 17 Prozent in den Margen, rund 3,2 Milliarden Euro [16][17][18]. Die Spanne reicht von 1,3 bis 5,4 Milliarden Euro. Umsatzsteuer geht auf diesen Teil nicht verloren, weil der Preis um ihn nicht sinkt. Der Betrag ist auf zehn Jahre verteilt und mit 1,0 gewichtet. Auf der Karte ergibt das einen Normalised Impact von 1,6. Der Impact ist klein: ein Sechstel des wegfallenden Preises, das niemanden an der Zapfsäule oder Gasrechnung entlastet.

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18,48 Mrd €
wegfallende Erlöse des Klimafonds 2027
[5]
× × 17,2 % Spanne 7–29 %
3,17 Mrd €
nicht weitergegeben
÷ ÷ 10 Jahre
317 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,59
Normalised Impact
Score 1,59 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 7,6 von 100

Plausibilität

Der Erlösausfall steht mit dem Gesetz fest [5]. Kontrafaktum ist der Korridor 2027. Das Design ist definitorisch; die Aufteilung zwischen Käufern und Lieferanten ist eine Größenfrage und steht in der Spanne. Die eine Störgröße ist der Rohölpreis während der Änderung. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Beide Beine tragen dieselbe Plausibilität. Dieses Argument trifft in etwa 19 von 20 vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist sehr hoch: Der Betrag folgt aus dem Gesetz, offen ist nur der genaue Anteil.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Fonds verliert Abfall-Erlöse bis 2030

5,4Punkte

Die nationalen Erlöse aus der Abfallverbrennung, die von 2028 bis 2030 weiterlaufen würden, fehlen dem Klimafonds ebenso, rund 2,6 Milliarden Euro.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 1,3Plausibilität 8,5
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Wert

Der Strom besteht aus öffentlichen Mitteln, bewertet zum Nennwert. Die Erlöse fließen in den Klima- und Transformationsfonds, der für 2028 bis 2030 weiter mit Einnahmen aus dem Brennstoffhandel plant [15]. Was mit dem Geld finanziert würde, ist ein eigener Strom und hier nicht aufgeschlagen. Weil der Weg der Deckung offen ist, zählt der öffentliche Euro ohne Zweckbindung. Die Einordnung folgt derselben Regel wie das Zahlbein für 2027. Der Wert ist mittel: öffentliche Mittel zum Nennwert.

Impact

Die Menge ist die Kehrseite des Arguments zur Abfallverbrennung und stammt aus derselben Rechnung. Für 2028 bis 2030 bleiben nach geltendem Recht rund 36,6 Millionen Tonnen national bepreist, zum Preis der Versteigerungen im europäischen Brennstoffhandel [5]. Angesetzt sind 70 Euro je Tonne, Spanne 50 bis 130 Euro [21][40]. Das ergibt rund 2,6 Milliarden Euro. Auf der Karte ergibt das einen Normalised Impact von 1,3. Der Impact ist klein: dieselbe Summe wie auf der Gegenseite, nur im öffentlichen Haushalt.

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36,6 Mio t
Abfallverbrennung, fossiler Anteil, 2028 bis 2030
× × 70 € je Tonne Setzung, Spanne 50 bis 130 €
2,56 Mrd €
Preis der Versteigerungen im europäischen Brennstoffhandel
÷ ÷ 10 Jahre
256,3 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,28
Normalised Impact
Score 1,28 Impact × 5 Wert × 8,5 Plausibilität ÷ 10 = 5,4 von 100

Plausibilität

Der Einnahmeausfall folgt unmittelbar aus der Aufhebung [5]. Kontrafaktum ist das geltende Recht mit Weiterverkauf nach 2027; das Design ist definitorisch. Die eine Störgröße ist dieselbe wie auf der Gegenseite, eine Rechtsänderung vor 2028. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Beide Beine beschreiben eine Bewegung und tragen dieselbe Plausibilität. Dieses Argument trifft in etwa achteinhalb von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist hoch: Das Geld fehlt mit dem Gesetz, offen ist eine spätere Ausnahme.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Fonds verliert Agrar-Erlöse bis 2030

2,4Punkte

Die nationalen Erlöse aus landwirtschaftlichen Brennstoffen 2028 bis 2030 fehlen dem Klimafonds ebenso, rund 1,6 Milliarden Euro, sofern die Landwirtschaft bis dahin nicht ohnehin ausgenommen wird.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,8Plausibilität 6
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Wert

Der Strom besteht aus öffentlichen Mitteln, bewertet zum Nennwert. Die Erlöse fließen in den Klima- und Transformationsfonds [15]. Was mit dem Geld finanziert würde, ist ein eigener Strom und hier nicht aufgeschlagen. Weil der Weg der Deckung offen ist, zählt der öffentliche Euro ohne Zweckbindung. Die Einordnung folgt derselben Regel wie das Zahlbein für 2027. Der Wert ist mittel: öffentliche Mittel zum Nennwert.

Impact

Die Menge ist die Kehrseite des Arguments zur Landwirtschaft: 22,5 Millionen Tonnen für 2028 bis 2030 zu angesetzt 70 Euro, Spanne 50 bis 130 Euro [13][21]. Das ergibt rund 1,6 Milliarden Euro. Der Agrardiesel und seine Steuererstattung sind davon nicht berührt. Auf zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 0,8. Der Impact ist klein: dieselbe Summe wie auf der Gegenseite, nur im öffentlichen Haushalt.

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22,5 Mio t
Brennstoffe der Land- und Forstwirtschaft, 2028 bis 2030
× × 70 € je Tonne Setzung, Spanne 50 bis 130 €
1,58 Mrd €
Preis der Versteigerungen im europäischen Brennstoffhandel
÷ ÷ 10 Jahre
157,5 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,79
Normalised Impact
Score 0,79 Impact × 5 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 2,4 von 100

Plausibilität

Dass der Preis auf landwirtschaftliche Brennstoffe nach 2027 national weiterläuft, folgt aus dem geltenden Recht nur, solange zwei Dinge ausbleiben. Das Gesetz von 2025 sieht vor, diese Brennstoffe mit Billigung der Kommission in den europäischen Handel zu holen, den Antrag dafür hatte die Bundesregierung bis Februar 2026 nicht gestellt [45]. Zugleich wollen die Koalitionsparteien die Landwirtschaft ganz von der Bepreisung ausnehmen; Abgeordnete von Union und SPD haben das 2025 so angekündigt [46]. Kontrafaktum ist das geltende Recht; das Design ist definitorisch, die Betriebe sparen genau den Preis, den sie sonst zahlen müssten. Die eine Störgröße ist diese angekündigte Rechtsänderung, die den Strom ganz entfallen ließe; sie steht in der Plausibilität, nicht in der Spanne. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Dieses Argument trifft in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen zu. Beide Beine tragen dieselbe Plausibilität. Die Plausibilität ist mittel: Das Gesetz sieht die Erlöse vor, die Koalition will sie abschaffen.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Mehr CO₂ aus Brennstoffen

0,97Punkte

Wer billiger heizt und tankt, verbraucht etwas mehr. 2027 entstehen dadurch in Deutschland rund 4,1 Millionen Tonnen CO₂ zusätzlich, knapp anderthalb Prozent der national bepreisten Emissionen, und bei Förderung und Transport außerhalb Europas weitere rund 0,5 Millionen Tonnen. Ab 2028 deckelt der europäische Emissionshandel die Menge für Gebäude und Straßenverkehr; dort ändert die Abschaffung am Ausstoß nichts mehr.

Wert 7 · KlimaImpact 0,2Plausibilität 6
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Wert

Betroffen ist das Klima: Jede zusätzliche Tonne CO₂ verursacht Folgen, die weltweit und über Jahrzehnte anfallen und sich nicht zurückholen lassen. Getragen werden sie von Menschen, die an der Entscheidung nicht beteiligt sind. Gebäude und Verkehr verfehlen ihre Jahresmengen nach dem Klimaschutzgesetz bis 2030 um 110 und 187 Millionen Tonnen, das Ziel der EU-Lastenteilung um 255 Millionen Tonnen [11]. Der Wert liegt damit über dem gewöhnlicher Geldströme und unter dem von Leib und Leben. Die Einstufung folgt derselben Regel wie bei anderen Klimaströmen dieser Sammlung. Der Wert ist hoch: Klimaschäden treffen viele Menschen dauerhaft und sind nicht rückholbar.

Impact

Im Jahr 2027 deckelt der nationale Handel die Menge nicht: Wer mehr braucht, kauft zum Festpreis nach [5]. Der Wegfall von 66 Euro je Tonne senkt Kraftstoffpreise um rund 8,5 Prozent, 20 Cent je Liter bei 2,27 bis 2,43 Euro, den Gaspreis um 13 Prozent und den Heizölpreis um 12 Prozent [20][21][22][23][24]; bei den Käufern kommen davon 81 Prozent beim Kraftstoff und 85 Prozent beim Heizen an. Beim Kraftstoff ist angesetzt, dass ein Prozent Preissenkung den Absatz um 0,15 Prozent erhöht, wie beim Tankrabatt, Spanne 0,09 bis 0,25 [25]; der Expertenrat rechnet für die Pkw-Fahrleistung mit 0,17 [12]. Beim Heizen sind 0,2 angesetzt, Spanne 0,1 bis 0,4; Schulte und Heindl finden für deutsche Haushalte langfristig 0,5 [26]. Auf 146,3 Millionen Tonnen im Verkehr und 103,4 Millionen Tonnen in Gebäuden im Jahr 2025 sind das 1,5 und 2,3 Millionen Tonnen [11], dazu 0,3 Millionen Tonnen aus den übrigen Brennstoffen der Betriebe; die Abfallverbrennung reagiert auf den Preis kaum. Förderung und Transport von Öl und Gas außerhalb Europas sowie Methan, das dabei entweicht, kommen hinzu: Nach dem EU-Handbuch verursacht die Vorkette bei Pkw ein Drittel der Klimakosten des Auspuffs [32]; ohne die Raffinerien, die in Europa dem Industrie-Emissionshandel unterliegen, sind 13 Prozent angesetzt, Spanne 8 bis 18 Prozent. Ab 2028 fallen Gebäude und Straßenverkehr unter den europäischen Deckel. Mehrausstoß der Landwirtschaft nach 2027 ist nicht angesetzt, weil offen ist, ob sie dann noch bepreist wäre; er läge unter 0,1 Millionen Tonnen im Jahr. Zusammen sind es 4,6 Millionen Tonnen, bewertet mit den Kosten, sie anderswo zu vermeiden, auf der Karte ein Normalised Impact von 0,23, rund ein Siebenunddreißigstel der Entlastung der Käufer. Der Impact ist klein: knapp anderthalb Prozent der bepreisten Emissionen, ein Jahr lang.

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Verkehr 2027 Preis −8,5 % × 81 % weitergegeben × Reaktion 0,15 (Spanne 0,09–0,25) [11][20][24][25] 146,3 Mio t × 1,03 % 1,51 Mio t CO₂
+ Gebäude 2027 Gas −13 %, Heizöl −12 %, × 85 % × Reaktion 0,2 (Spanne 0,1–0,4) [11][21][22][23][26] 103,4 Mio t × 2,21 % 2,29 Mio t CO₂
+ übrige Brennstoffe der Betriebe 2027, ohne Abfall Preis −18 % × 83 % × Reaktion 0,1 18,1 Mio t × 1,49 % 0,27 Mio t CO₂
= zusätzliche Emissionen in Deutschland 2027 4,07 Mio t CO₂
× mit Vorkette außerhalb Europas Setzung, Spanne 1,08–1,18: Vorkette ein Drittel der Auspuffwirkung, ohne Raffinerien im EU-ETS 1 [32] × 1,13 4,6 Mio t CO₂
÷ Verteilt auf den Bewertungszeitraum ÷ 10 Jahre 0,46 Mio t CO₂ im Jahr
× Euro-Gegenwert Vermeidungskosten 100 € je Tonne 46 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 200 Mio € je Punkt 0,23
Score 0,23 Impact × 7 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 1,0 von 100

Plausibilität

Die Kette hat zwei Glieder: niedrigerer Preis, mehr Verbrauch, und mehr Verbrauch, mehr CO₂. Das zweite ist physikalisch gesichert, jeder verbrannte Liter und jede Kilowattstunde setzen eine feste Menge CO₂ frei. Das erste tragen die Meta-Auswertung von Havranek, Irsova und Janda 2012 für Kraftstoffe und das Nachfragesystem von Schulte und Heindl 2017 für Heizenergie [25][26]. Kontrafaktum ist der Verbrauch im Korridor 2027; das Design beider Trägerquellen ist kontrolliert, Zeitreihen und Haushaltsbudgets ohne von außen gesetzte Preisänderung, die Größe steht deshalb als Spanne in der Rechnung. Die eine Störgröße ist die Energiepreiskrise 2026: Kraftstoffe lagen im April 15 bis 45 Prozent über den Annahmen der Projektion [12], die relative Entlastung ist kleiner und die Verbraucher sparen ohnehin, das spricht für das untere Ende. Grenzverkehr verlagert Tankvorgänge nach Deutschland, ohne neue Fahrten auszulösen. Die Richtung ist geprüft: Der Abgabesatz wird gesetzt und folgt nicht dem Verbrauch. Dieses Argument trifft in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: Dass mehr verbraucht wird, ist gut belegt, wie viel, beim Heizen nur aus langfristigen Werten abgeleitet.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 7 Nachweis der Wirkung: Kontrolliert · höchstens 7

Mehr Stau für alle

0,54Punkte

Jeder zusätzliche Kilometer kostet andere Verkehrsteilnehmer Zeit. Bei 5,8 Milliarden zusätzlichen Pkw-Kilometern im Jahr 2027 sind das rund 31 Millionen Stunden im Stau.

Wert 9 · LebenszeitImpact 0,1Plausibilität 5,5
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Wert

Bewertet wird Lebenszeit, die Menschen im Stau verlieren, weil andere mehr fahren. Sie ist teilbar und zurückholbar und steht deshalb eine Stufe unter Leib und Leben. Wer im Stau steht, wartet unfreiwillig, die Stunde zählt deshalb voll. Betroffen sind nicht die zusätzlichen Fahrer selbst, sondern alle anderen auf denselben Strecken. Berufliche Fahrten sind nicht eigens als bezahlte Arbeitszeit getrennt. Der Wert ist sehr hoch: unfreiwillig verlorene Lebenszeit vieler Menschen.

Impact

Pkw fuhren 2025 in Deutschland 562,3 Milliarden Kilometer [33]. Bei 1,03 Prozent mehr Kraftstoff, wie im Argument zum Klima hergeleitet, sind das rund 5,8 Milliarden zusätzliche Kilometer im Jahr 2027 [25]. Das EU-Handbuch der externen Kosten des Verkehrs beziffert die Stauzeit, die ein Pkw-Kilometer in Deutschland im Mittel verursacht, auf 6,02 Cent, bewertet mit seinen Zeitwerten von 16,40 Euro für Berufswege und 7,60 Euro für private Fahrten [32]. Bei einem Mittel von 11,10 Euro je Stunde sind das rund 31 Millionen verlorene Stunden. Der Mittelwert ist eine grobe Näherung: Zusätzliche Fahrten in der Hauptverkehrszeit verursachen ein Vielfaches, Fahrten auf freien Landstraßen fast nichts; die Spanne reicht deshalb vom Viertel bis zum Anderthalbfachen. Ab 2028 setzt der europäische Handel den Kraftstoffpreis, danach entsteht kein zusätzlicher Stau. Auf zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 0,11, knapp halb so viel wie das zusätzliche CO₂. Der Impact ist sehr klein: Stunden verteilt auf Millionen Menschen in einem einzigen Jahr.

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562,3 Mrd km
Pkw-Kilometer 2025
× × 1,03 % wie im Argument zum Klima hergeleitet
5,81 Mrd km
zusätzlich 2027
× × 6,02 Cent je km Mittelwert Deutschland, Preisstand 2016
349,6 Mio €
verursachte Stauzeit, in Euro des Handbuchs
÷ ÷ 11,10 € je Stunde Zeitwert des Handbuchs, 40 % Berufswege zu 16,40 €, 60 % privat zu 7,60 €
31,5 Mio Stunden
verlorene Stunden
÷ ÷ 10 Jahre
3,15 Mio Stunden im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
× 6,85 € je Stunde erzwungenes Warten zählt als volle wache Stunde
21,57 Mio €
Euro-Gegenwert
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,11
Normalised Impact
Score 0,11 Impact × 9 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,5 von 100

Plausibilität

Dass zusätzlicher Verkehr Stau verstärkt, ist als Mechanismus unstrittig; die Menge stützt sich auf das Stau-Modell des EU-Handbuchs von 2019, eine Rechnung mit Verkehrsflüssen und Kapazitäten, keine Messung dieser Maßnahme [32]. Kontrafaktum ist der Verkehr im Korridor 2027. Das Design ist mechanistisch: Mehrabsatz aus der Auswertung vieler Studien [25], Stauzeit je Kilometer aus einem Modellmittelwert. Die eine Störgröße ist die Verteilung des Mehrverkehrs über Strecken und Uhrzeiten; sie steht in der Spanne. Die Richtung ist geprüft, mehr Stau verursacht keinen niedrigeren Abgabesatz. Dieses Argument trifft in etwa fünfeinhalb von zehn vergleichbaren Fällen in dieser Höhe zu. Die Plausibilität ist mittel: Mehr Verkehr heißt mehr Stau, wie viel genau, beruht auf einem europäischen Modellwert.

Beleglage: Projektion · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6

Mehr Fahrten, mehr Unfälle

0,42Punkte

Billigerer Kraftstoff heißt etwas mehr Verkehr. 2027 sind das rund 1 Prozent mehr gefahrene Kilometer und mit ihnen rund 29 zusätzliche Verkehrstote, 510 Schwer- und 3.300 Leichtverletzte.

Wert 10 · Leben & GesundheitImpact 0,07Plausibilität 6
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Wert

Bewertet werden Leben und Gesundheit von Menschen, die im Straßenverkehr sterben oder verletzt werden. Mit Toten und Schwerverletzten wiegt der Strom auf der obersten Stufe; die Leichtverletzten senken das Gewicht kaum, weil sie in der Rechnung wenig ausmachen. Das Leid der Angehörigen ist als Zehntel der Fälle bei Toten und Schwerverletzten enthalten. Behandlungskosten, Polizeieinsätze und Sachschäden sind nicht enthalten. Der Wert ist sehr hoch: Es geht um Leben und schwere Verletzungen.

Impact

2025 starben auf deutschen Straßen 2.832 Menschen, rund 49.200 wurden schwer und rund 322.000 leicht verletzt [31]. Angesetzt ist wie beim Tankrabatt, dass die Fahrleistung im selben Maß steigt wie der Kraftstoffabsatz, 2027 um 1,03 Prozent, und die Unfälle mit ihr, Spanne 0,6 bis 1,7 Prozent [25]. Das ergibt rund 29 zusätzliche Tote, 508 Schwer- und 3.326 Leichtverletzte, alle im Jahr 2027. Eine Studie aus den USA fand, dass 10 Cent niedrigere Benzinpreise die Zahl der Verkehrstoten über zwei Jahre um 2,3 Prozent erhöhten; bezogen auf die Preisänderung ist das eher mehr als hier angesetzt [41]. Ab 2028 setzt der europäische Handel den Kraftstoffpreis, die Abschaffung ändert am Verkehr dann nichts mehr. Auf zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 0,07, gut ein Viertel des zusätzlichen CO₂. Der Impact ist sehr klein: wenige zusätzliche Fälle, weil die Entlastung nur ein Jahr wirkt, aber jeder davon wiegt schwer.

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zusätzliche Verkehrstote 2027 Unfälle wachsen mit der Fahrleistung [25][31] 2.832 × 1,03 % 29,25 Tote
× Lebensjahre-Gegenwert der Toten, mit Leid der Angehörigen 35 verlorene Lebensjahre je Todesfall, Angehörige ein Zehntel 29,25 × 1,4 Mio € × 1,1 45 Mio €
+ zusätzliche Schwerverletzte, mit Leid der Angehörigen [31] 49.200 × 1,03 % = 508 × 120.000 € × 1,1 67,1 Mio €
+ zusätzliche Leichtverletzte [31] 322.000 × 1,03 % = 3.326 × 6.000 € 20 Mio €
= Gesundheitsverlust 2027 (Spanne 79–220) 132,1 Mio €
÷ Verteilt auf den Bewertungszeitraum ÷ 10 Jahre 13,21 Mio € im Jahr
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 200 Mio € je Punkt 0,07
Score 0,07 Impact × 10 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 0,4 von 100

Plausibilität

Die Kette hat drei Glieder: niedrigerer Preis, mehr Kraftstoff und gefahrene Kilometer, mehr Unfälle. Das erste ist in vielen Studien gemessen [25]; dass Unfälle mit sinkenden Kraftstoffpreisen zunehmen, zeigt die Studie von Grabowski und Morrisey 2004 mit Monatsdaten der US-Bundesstaaten von 1983 bis 2000 [41]. Kontrafaktum sind Fahrleistung und Unfälle im Korridor 2027. Das Design der Trägerquelle ist kontrolliert, ein Panelvergleich mit festen Effekten je Bundesstaat ohne von außen gesetzte Preisänderung. Die eine Störgröße ist die Konjunktur, die Preise und Fahrleistung zugleich bewegt; die festen Effekte fangen sie nur teilweise auf, die US-Studie dient deshalb nur als Gegenprobe. Die Richtung ist geprüft: Der Abgabesatz geht dem Unfallgeschehen voraus. Dass die Unfälle genau im Verhältnis zur Fahrleistung steigen, ist eine Vereinfachung, die in der Spanne steht. Dieses Argument trifft in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: Mehr Fahren heißt mehr Unfälle, die genaue Zahl bleibt eine Spanne.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 7 Nachweis der Wirkung: Kontrolliert · höchstens 7

Zukauf von Emissionsrechten

0,41Punkte

Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft und Abfall fallen unter die EU-Lastenteilung, und Deutschland verfehlt deren Ziel bis 2030 schon nach heutiger Projektion um rund 255 Millionen Tonnen. Jede zusätzliche Tonne bis 2030 vergrößert die Lücke, die der Bund durch Zukauf von Emissionsrechten anderer Mitgliedstaaten schließen müsste. Angesetzt sind 4,1 Millionen Tonnen zu rund 75 Euro.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,1Plausibilität 5,5
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Wert

Der Strom besteht aus Mitteln des Bundeshaushalts, bewertet zum Nennwert. Für den Ankauf von Emissionszuweisungen gibt es im Haushalt bereits einen Titel ohne Ansatz [30]. Die Zahlung geht an andere Mitgliedstaaten und steht dort als Einnahme auf der Pro-Seite. Die zusätzliche Tonne ist nur einmal bewertet, im Argument zum Klima: Geht sie in die Luft, ist das der Schaden; wird sie anderswo vermieden, kostet die Vermeidung dasselbe, weil die Tonne mit ihren Vermeidungskosten zählt. Die Zahlung selbst ist in keinem der beiden Fälle ein zweiter Klimaschaden, sondern der Preis, zu dem ein Recht den Besitzer wechselt. Der Wert ist mittel: öffentliche Mittel zum Nennwert.

Impact

Nach den Projektionsdaten 2026 verfehlt Deutschland das Ziel der EU-Lastenteilung für 2021 bis 2030 um 255,1 Millionen Tonnen [11][12]. Die Abschaffung vergrößert die Lücke um die zusätzlichen Tonnen, die 2027 in Deutschland anfallen, 4,07 Millionen Tonnen aus dem Argument zum Klima; die Vorkette im Ausland zählt nicht zur deutschen Lücke. Mehrausstoß der Landwirtschaft nach 2027 ist nicht angesetzt, weil offen ist, ob sie dann noch bepreist wäre. Was eine Tonne kosten wird, ist offen: Fachleute nannten 2025 mindestens 50 bis 100 Euro und, bei 224 Millionen Tonnen Lücke, 62 bis 95 Euro [29]; Agora Energiewende nennt 60 bis 150 Euro, während Deutschland 2022 kleinere Mengen für rund einen Euro je Tonne erwarb [50]. Angesetzt sind 75 Euro, Spanne 30 bis 150 Euro, zusammen rund 0,31 Milliarden Euro. Auf zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 0,15. Der Impact ist sehr klein: weniger als zwei Prozent einer ohnehin bestehenden Lücke.

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4,07 Mio t
zusätzliche Tonnen unter der EU-Lastenteilung bis 2030
× × 75 € Setzung, Spanne 30 bis 150 €: Fachleute nennen 50 bis 100 €, 62 bis 95 € und 60 bis 150 €; 2022 kaufte Deutschland Mengen zu rund 1 €
305 Mio €
Preis je zugekaufter Tonne
÷ ÷ 10 Jahre
30,5 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,15
Normalised Impact
Score 0,15 Impact × 5 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,4 von 100

Plausibilität

Dass Mehrausstoß die Lücke vergrößert, folgt aus der Verordnung; ob Deutschland dafür zahlt, entscheidet die Bundesregierung im Haushaltsverfahren, sobald die Projektionsdaten im März 2027 eine Verfehlung zeigen [30]. Kontrafaktum ist der Zukauf ohne die Aufhebung; das Design ist mechanistisch, eine Kette aus Mehrausstoß, Fehlbetrag und Kaufentscheidung ohne gemessenen Trägerparameter. Die eine Störgröße ist das Angebot: Verfehlen viele große Staaten ihre Ziele, gibt es kaum Emissionsrechte zu kaufen, und die EU könnte die Regeln anpassen; Strafzahlungen sieht die Verordnung nicht vor [29]. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Zahlbein und Empfängerbein tragen dieselbe Plausibilität. Dieses Argument trifft in etwa fünfeinhalb von zehn vergleichbaren Fällen in dieser Höhe zu. Die Plausibilität ist mittel: Die Lücke wächst sicher, ob und zu welchem Preis gekauft wird, ist offen.

Beleglage: Projektion · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6

Preissignal ohne Verlass

0,16Punkte

Der CO₂-Preis soll Investitionen über Jahrzehnte lenken, in Heizungen, Fahrzeuge und Anlagen. Ein Jahr vor dem Start des europäischen Handels ganz auszusteigen, stellt die Verlässlichkeit dieses Pfads infrage. Wie stark das Investitionen dämpft, hat niemand gemessen.

Wert 6 · SystemvertrauenImpact 0,09Plausibilität 3
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Wert

Bewertet wird die Steuerungsfähigkeit eines Instruments, nicht ein einzelner Geldbetrag. Ein CO₂-Preis wirkt über die Erwartung: Wer heute eine Heizung, ein Fahrzeug oder eine Anlage beschafft, rechnet mit dem Preis der nächsten Jahre. Diese Erwartung ist der Wirkstoff des Instruments; ohne sie bleibt eine Abgabe. Der Wert liegt auf der Ebene der Funktionsfähigkeit eines Steuerungssystems, über reinem Komfort und unter dem Klimaschaden selbst; dieselbe Einstufung trägt das entsprechende Argument zum eingefrorenen Preis. Der Wert ist mittel: Es geht um die Verlässlichkeit eines Steuerungsinstruments, nicht um ein konkretes Gut.

Impact

Eine Messgröße gibt es nicht; die Größenordnung wird aus dem Investitionsvolumen abgeleitet, das an der Preiserwartung hängt. Allein die geförderten Einzelmaßnahmen an Gebäuden standen im Förderjahr 2024 für 18,2 Milliarden Euro Investitionen [38]. Angesetzt ist wie beim eingefrorenen Preis, dass 1 Prozent eines solchen Jahresvolumens ausbleibt oder verschoben wird, rund 180 Millionen Euro, Spanne 40 bis 600 Millionen; das ist eine Setzung ohne Erhebung. Dämpfend wirkt, dass ab 2028 der europäische Handel den Preis für Gebäude und Verkehr setzt, für 2030 erwarten Institute 120 bis 151 Euro je Tonne [21][40]. Verstärkend wirkt, dass ein vollständiger Ausstieg ein deutlicheres Signal ist als ein Einfrieren, und dass der Preis für Heizen und Tanken 2027 auf null fiele und 2028 mit dem europäischen Handel sprunghaft auf dessen Marktpreis stiege; diese Klippe erschwert die Planung zusätzlich. Über zehn Jahre verteilt ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 0,09. Der Impact ist sehr klein: Betroffen ist nur der Teil der Investitionen, der an der Glaubwürdigkeit des Pfads hängt.

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18,2 Mrd €
Geförderte Investitionen in Gebäude-Einzelmaßnahmen, Förderjahr 2024
× × 1 % Setzung, Spanne 40 bis 600 Mio €
182 Mio €
Anteil, der wegen des aufgehobenen Preises ausbleibt
÷ ÷ 10 Jahre
18,2 Mio € im Jahr
Verteilt auf den Bewertungszeitraum
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,09
Normalised Impact
Score 0,09 Impact × 6 Wert × 3 Plausibilität ÷ 10 = 0,2 von 100

Plausibilität

Für die Wirkung auf Investitionen gibt es keinen Beleg. Gesucht wurde nach einer Auswertung, die die Investitionsreaktion auf die politische Aufhebung eines CO₂-Preises misst; gefunden wurde keine. Kontrafaktum ist damit keines; das Design ist unbestimmt. Die eine Störgröße ist der europäische Handel ab 2028, dessen Preiserwartung das nationale Signal überlagert [21]. Die Richtung ist plausibel, aber nicht geprüft. Die Kette ist benannt, ihr mengentragendes Glied, die Reaktion der Investoren, ist ungeprüft. Als Satz über die Welt: In etwa drei von zehn Fällen tritt die angesetzte Wirkung ein. Die Plausibilität ist niedrig: Der Mechanismus ist nachvollziehbar, für seine Stärke gibt es keine Beobachtung.

Beleglage: Plausibilität · Plausibilität höchstens 5 Nachweis der Wirkung: Unbestimmt · höchstens 5 Einordnung: Kette offen · Plausibilität 3–3,5

Offen: Eine Auswertung von Heizungsabsätzen und Förderanträgen nach einer Aufhebung gegen den Vorjahresverlauf würde zeigen, ob Investitionen ausbleiben, und die Plausibilität bis an den Deckel von 5,0 heben.

Klimaschutz, den das Geld bezahlt hätte

0Punkte

Die Erlöse tragen 2027 fast neun Zehntel der eigenen Einnahmen des Klima- und Transformationsfonds, aus dem Gebäudeförderung, Entlastungen beim Strompreis und Programme für Mobilität und Industrie bezahlt werden. Fallen 18,5 Milliarden Euro weg, müsste der Bund kürzen, Schulden aufnehmen oder Einnahmen erhöhen. Welcher Weg, sagt der Antrag nicht; deshalb ist dieser Kanal aufgenommen, aber nicht bewertet.

Wert 7 · KlimaImpact 0Plausibilität 5
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Wert

Betroffen wäre vor allem das Klima, wenn die Lücke bei Gebäudeförderung und Klimaprogrammen gekürzt würde; träfe die Kürzung die Entlastungen beim Strompreis, wären es Haushalts- und Betriebsbudgets. Die Gebäudeförderung finanziert vor allem Wärmepumpen und Sanierungen, deren Minderung über zwanzig Jahre anfällt [38]. Welcher Wert getroffen wäre, hängt damit an der Kürzung, nicht an der Abschaffung selbst. Die Einstufung folgt derselben Regel wie bei anderen Klimaströmen dieser Sammlung. Der Wert wäre hoch, wenn Klimaprogramme gekürzt würden.

Impact

Der Wirtschaftsplan 2027 sieht 40,3 Milliarden Euro Programmausgaben vor, darunter 13,0 Milliarden für Gebäude und 13,3 Milliarden für Entlastungen bei den Energiekosten, und entnimmt schon 6,4 Milliarden Euro aus der Rücklage bei einer pauschalen Minderausgabe von 4,4 Milliarden [15]. Eine Lücke von rund 18,5 Milliarden Euro ließe sich aus der Rücklage nicht schließen. Bei der Wärmepumpenförderung kostet eine Tonne CO₂ nach der amtlichen Auswertung rund 98 Euro Fördergeld; 4 Milliarden Euro Förderung entsprechen nach dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft höchstens 41 Millionen Tonnen über zwanzig Jahre [38][39]. Gebucht ist nichts davon, weil der Antrag keinen Finanzierungsweg nennt; der Einnahmeausfall steht stattdessen als öffentlicher Euro im Argument zum Staat. Der Impact ist nicht bewertet: Er hängt an einer Haushaltsentscheidung, die nicht getroffen ist.

Plausibilität

Der Mechanismus wäre unstrittig: weniger Fördergeld, weniger geförderte Heizungen und Sanierungen. Das tragende Glied ist aber politisch, ob der Fehlbetrag überhaupt bei den Programmen ankommt. Derselbe Antrag verlangt in einer eigenen Ziffer, alle Klimaschutzregeln aufzuheben [1]; diese Forderung ist nicht Teil der hier bewerteten Maßnahme. Wird eine Kürzung konkret, ist dieses Argument zu bewerten. Die Plausibilität ist nicht bewertet, solange offen ist, ob und wo gekürzt wird.

Aufgenommen, noch nicht bewertet: Aufgenommen, aber nicht bewertet: Das Argument setzt voraus, dass der Fehlbetrag bei den Programmen des Klimafonds gekürzt wird. Der Antrag nennt keinen Finanzierungsweg. Sobald feststeht, wo gekürzt wird, wird das gekürzte Gut hier gebucht, und der Einnahmeausfall im Argument zum Staat entfällt im selben Umfang, weil derselbe Euro nur einmal fehlen kann.

Beleglage: Projektion · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6

Wie belastbar das Ergebnis ist

Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in weniger als einer von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

bringt mehr, als er kostetkostet mehr, als er bringt

Jeder Punkt steht für 200 der 20.000 Modellrechnungen.

Drei Annahmen tragen das Ergebnis. Wie viel des wegfallenden Preises bei den Käufern ankommt, ist aus gemessenen Abgabensenkungen hergeleitet; käme alles an, wäre die Bilanz unklar, der Vorschlag läge in gut fünf von zehn Durchläufen vorn. Je mehr ankommt, desto weniger behalten die Lieferanten; beide Argumente hängen gegenläufig an derselben Größe, das verbindet die Simulation nicht. Was die Lieferanten behalten, zählt wie beim Tankrabatt als Einnahme ohne Gegenleistung; zählte es als gewöhnlicher Unternehmensumsatz, läge der Vorschlag ebenfalls in gut fünf von zehn Durchläufen vorn. Ein Euro der Entlastung wiegt bei Haushalten etwas mehr als im öffentlichen Haushalt; diese Unsicherheit steckt nicht in der Durchlaufzahl, weil beide Seiten der Zahlung gemeinsam schwanken, und bei gleichem Gewicht läge der Vorschlag in praktisch keinem Durchlauf vorn. Der Einnahmeausfall im Klimafonds zählt als öffentlicher Euro ohne Zweck, weil der Antrag keinen Finanzierungsweg nennt; bei Krediten kämen Zinsen hinzu, bei Kürzungen von Gebäudeförderung oder Strompreisentlastungen deren Folgen, beides ist nicht gebucht. Vorausgesetzt ist der Start des europäischen Brennstoffhandels 2028, den das EU-Recht nicht noch einmal verschieben lässt.

Verteilung der Modellrechnungen ansehen

20.000 durchgerechnete Zukünfte

Sehr wahrscheinlich schlechter · 0 %

In weniger als einer von 100 durchgerechneten Zukünften bringt der Vorschlag mehr, als er kostet.

Keine Wirkung ist genau bekannt, jedes Argument hat eine Spanne. Die Rechnung zieht 20.000-mal für jedes Argument eine mögliche Größe aus seiner Spanne und zählt, wie oft der Nutzen die Kosten übersteigt.

Nettoeffekt in Punkten je Zukunft. Links der Null überwiegen die Nachteile, rechts der Nutzen. Acht von zehn Zukünften liegen zwischen −5,5 und −1,1 Punkten.
Maßstab und Auswertung

Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 200 Mio. € pro Jahr.

Größenklasse:mittel

Effekt mittel (−0,62) · 28 % der Wirkung positiv

Die Flächen zeigen die einzelnen Argumentgewichte. Der positive Wirkungsanteil verrechnet Geldverschiebungen zwischen beiden Seiten; die Wahrscheinlichkeit eines positiven Nettoeffekts wird gesondert bestimmt.

Wie wir bewerten →

Prüfung und Quellen

Zuletzt geprüft von Claude Opus 5.5 · 29. Oktober 2026 · 4× KI, 1× Mensch
  1. 29. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Plenarprotokoll 21/96 und Bundesratsstand nachgetragen, Daten ausgeschrieben, Impact-Angabe bei pro-6 und con-5 an Rechenweg und Anzeige angeglichen (0,15).

  2. 28. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Seitentexte für den neuen Seitenaufbau (Entwurf G) mit Zitaten aus Primärquellen; keine Zahl geändert.

  3. 21. Oktober 2026Von Menschen bewertet, von KI umgesetztClaude Opus 5.5keine Änderung nötig

    Durchsicht durch Julian vor der Erstveröffentlichung: Rechnung und Ergebnis bestätigt (Margen als Einnahme ohne Gegenleistung, Weitergabe je Brennstoff, Unfälle wie beim Tankrabatt).

  4. 19. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Erstbewertung

    Neu bewertet: nur Aufhebung des BEHG (21/5322 Ziffer II.4), F0 Korridor 2027 und ETS2 ab 2028; Haushaltsgewicht und Weitergabe je Brennstoff hergeleitet; unabhängiger KI-Gegencheck eingearbeitet.

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen.Wie wir prüfen →

Alle 52 Quellen anzeigenQuellen einklappen
  1. Deutscher Bundestag: Antrag der Fraktion der AfD: Sofortige Senkung der Energiekosten – Beendigung aller deutschen Klimaschutzmaßnahmen, BT-Drs. 21/5322 vom 14.04.2026 (Ziffer II.4: Aufhebung des BEHG und seiner Verordnungen). dserver.bundestag.de
  2. Deutscher Bundestag: Textarchiv 24.09.2026: Antrag 21/5322 auf Beschlussempfehlung 21/5650 abgelehnt. bundestag.de
  3. AfD-Fraktion im Bundestag: Durch Erleichterung der Kohleverstromung den Erdgasbedarf im Stromsektor reduzieren (13.10.2026): Forderung, EU-Emissionshandel und nationale CO₂-Bepreisung abzuschaffen. afdbundestag.de
  4. Deutscher Bundestag: Textarchiv 15.10.2026: Antrag der AfD 21/8552 zur Kohleverstromung beraten und an den Wirtschaftsausschuss überwiesen. bundestag.de
  5. Deutscher Bundestag, Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit: Beschlussempfehlung und Bericht zum Dritten Gesetz zur Änderung des BEHG, BT-Drs. 21/8626 vom 14.10.2026 (Preiskorridor 2027, § 10 Abs. 3 Nr. 4 und § 24 BEHG, Emissionsmengen bis 2030, Entschließung). dserver.bundestag.de
  6. Deutscher Bundestag: Textarchiv 15.10.2026: Bundestag novelliert das Brennstoffemissionshandelsgesetz (303 Ja, 210 Nein, 52 Enthaltungen). bundestag.de
  7. Deutscher Bundestag: Zweiter Erfahrungsbericht der Bundesregierung zum Brennstoffemissionshandelsgesetz, BT-Drs. 20/14488 vom 20.12.2024 (Anwendungsbereiche BEHG und EU-ETS 2). dserver.bundestag.de
  8. CMS Hasche Sigle: Änderungen im Emissionshandel: Aktueller Stand und Ausblick (Abfallverbrennung bleibt im BEHG, Landwirtschaft ohne Opt-in in den EU-ETS 2). cms.law
  9. Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt): EU-ETS 2: Berichtsphase 2024 bis 2027, Regelphase ab 01.01.2028, nicht erfasste Brennstoffe. dehst.de
  10. Umweltbundesamt: Der nationale Emissionshandel (Emissionen 2024: 294,8 Mio t, ohne Abfallverbrennung 281,6 Mio t). umweltbundesamt.de
  11. Umweltbundesamt: Emissionsdaten 2025 und Projektionsdaten 2026, Hintergrundpapier (14.03.2026). umweltbundesamt.de
  12. Expertenrat für Klimafragen: Prüfbericht zur Berechnung der deutschen Treibhausgasemissionen für das Jahr 2025 und zu den Projektionsdaten 2026. expertenrat-klima.de
  13. Umweltbundesamt: Beitrag der Landwirtschaft zu den Treibhausgas-Emissionen (2025: 60,8 Mio t mit, 53,3 Mio t ohne Brennstoffeinsatz). umweltbundesamt.de
  14. DIW Berlin: CO2-Bepreisung: Klimaprämie zügig einführen, bei höheren Einkommen abschmelzen (Wochenbericht 42/2024). diw.de
  15. Bundesministerium der Finanzen (veröffentlicht von Table.Briefings): Regierungsentwurf des Wirtschaftsplans 2027 des Klima- und Transformationsfonds mit Finanzplan bis 2030 (Juli 2026). table.media
  16. Bundeskartellamt, Markttransparenzstelle für Kraftstoffe: Quartalsbericht Q2/2026: Weitergabe der Energiesteuersenkung (10.07.2026). bundeskartellamt.de
  17. RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (Frondel, Thiel, Vance): Weitergabe des Tankrabatts im Jahr 2022 nahm über die Zeit stark ab (Ruhr Economic Paper 1087, 18.07.2024). rwi-essen.de
  18. ifo Institut (Neumeier u. a.): Tankrabatt nicht vollständig weitergegeben – ifo Tankrabatt-Tracker, Vergleich mit Tankstellen im Ausland (29.06.2026). ifo.de
  19. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de): Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz § 3: Ausweisung des CO₂-Kostenanteils auf Rechnungen für Brennstoffe und Wärme. gesetze-im-internet.de
  20. Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt: Erste Versteigerung im nEHS: Zuschlag am 01.07.2026 bei 65 € je Zertifikat; je Liter rund 15,4 Cent Benzin und 17,2 Cent Diesel. dehst.de
  21. ADAC: CO₂-Steuer fürs Heizen: So hoch ist der CO₂-Preis 2026 – und in der Zukunft (Stand 26.08.2026). adac.de
  22. BDEW: BDEW-Gaspreisanalyse August 2026: Haushalte im Einfamilienhaus 11,93 ct/kWh im Mittel 2026. bdew.de
  23. monrose.de: Heizölpreise diese Woche: Heizöl kostet rund 169 Euro je 100 Liter (16.10.2026). monrose.de
  24. ADAC: Spritpreise: E10 2,267 €, Diesel 2,428 € je Liter (Wochenvergleich, 23.09.2026). presseportal.de
  25. Havranek, Irsova, Janda: Demand for gasoline is more price-inelastic than commonly thought, Energy Economics 34(1), 2012. meta-analysis.cz
  26. Schulte, Heindl: Price and income elasticities of residential energy demand in Germany, Energy Policy 102, 2017 (ZEW Discussion Paper 16-052). ideas.repec.org
  27. Deutscher Mieterbund: Positionspapier CO₂-Kostenaufteilungsgesetz (23.01.2026): Mieter tragen im Mittel rund 73 %, Vermieter rund 27 % der CO₂-Kosten, Auswertung von über 100.000 Gebäuden. mieterbund.de
  28. EUWID Recycling und Entsorgung: EU-Kommission will Abfallverbrennung schrittweise in Emissionshandel einbeziehen (17.07.2026: Siedlungsabfall stufenweise 2031 bis 2034). euwid-recycling.de
  29. Science Media Center Germany: Emissionsbudget bis 2030: Reaktionen zum Gutachten des Expertenrates für Klimafragen (Samadi, Graichen, Lechtenböhmer, Geden zu Zukaufkosten nach der EU-Lastenteilung). sciencemediacenter.de
  30. Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung, BT-Drs. 21/7485 vom 05.08.2026 (Haushaltsvorsorge für den Ankauf von Emissionszuweisungen, Titel 1601 541 01). dserver.bundestag.de
  31. Statistisches Bundesamt: 8 Tote und mehr als 1 000 Verletzte pro Tag bei Verkehrsunfällen im Jahr 2025 (Pressemitteilung, Juli 2026). destatis.de
  32. Europäische Kommission, CE Delft u. a.: Handbook on the external costs of transport, Version 2019 (Tab. 70, 87, 107). infras.ch
  33. Kraftfahrt-Bundesamt: Verkehr in Kilometern 2025 (Pressemitteilung 38/2026, 09.09.2026). kba.de
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  37. Verband kommunaler Unternehmen: CO2-Preis für Heizen und Tanken ab 2027 – VKU warnt: Spekulanten profitieren, Verbraucher zahlen (17.07.2026). vku.de
  38. Prognos, ifeu, FIW, ITG im Auftrag des BMWE: Evaluation der Bundesförderung für effiziente Gebäude, Förderjahr 2024 – Einzelmaßnahmen. energiewechsel.de
  39. Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft: Policy Brief: Eingefrorener CO₂-Preis 2027 – gebremster Klimaschutz, entgangene Milliarden (Juli 2026). foes.de
  40. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages: Mögliche Auswirkungen des geplanten EU-ETS 2 auf den CO2-Preis, WD 5 - 3000 - 105/24 (11.09.2024). bundestag.de
  41. Grabowski, Morrisey: Gasoline prices and motor vehicle fatalities, Journal of Policy Analysis and Management 23(3), 2004. ideas.repec.org
  42. RWTH Aachen (Praktiknjo, Seeger): Kurzstudie: Wirksamkeit des Tankrabatts 2026 zur Entlastung energiearmer Haushalte (16.04.2026): Entlastung nach Einkommenszehnteln. rwth-aachen.de
  43. Statistisches Bundesamt: Einkommensspezifische Energieverbräuche privater Haushalte, WISTA 2/2019 (Tab. 2: Heizenergieverbrauch je Person nach Dezilen und Energieträgern 2013). destatis.de
  44. Statistisches Bundesamt: Wohnsituation privater Haushalte 2022 (Mikrozensus-Zusatzprogramm Wohnen): 58 % der Haushalte wohnen zur Miete. destatis.de
  45. Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt): EU-ETS 2: Leitfaden zum Anwendungsbereich sowie zur Überwachung, Stand Februar 2026 (Opt-in für Land- und Forstwirtschaft, Schiene, Militär: Antrag bis Redaktionsschluss nicht gestellt). dehst.de
  46. taz: Ausnahme vom EU-Emissionshandel: Koalition plant weiteres Steuergeschenk für Landwirte (01.06.2025). taz.de
  47. Bundesgerichtshof: Urteil vom 28.10.2015, VIII ZR 158/11: Kostensenkungen sind bei Tarifanpassungen ebenso zu berücksichtigen wie Kostenerhöhungen. gesetze.co
  48. Zeitung für kommunale Wirtschaft: Wegfall der Gasspeicherumlage: Gaslieferanten müssen die Entlastung per Gesetz weitergeben, auch bei Festpreisverträgen (24.11.2025). zfk.de
  49. International Carbon Action Partnership: Germany adopts law to transition from national ETS to EU ETS 2 (2025): Abfallverbrennung bleibt im nationalen System. icapcarbonaction.com
  50. cleanthinking.de: Emissionslücke: 38 Milliarden für verfehlte Klimaziele (27.07.2026; Agora-Korridor 60–150 €/t, Zukauf 2022 zu rund 1 €/t). cleanthinking.de
  51. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 21/96 vom 24. September 2026: Tagesordnungspunkt 8 a, Antrag 21/5322 (Reden ab S. 11802, Abstimmung über die Beschlussempfehlung 21/5650 S. 11817); Tagesordnungspunkt 32, erste Beratung der BEHG-Novelle, Drs. 21/7869 (S. 11983). dserver.bundestag.de
  52. Bundesrat: Tagesordnung der 1069. Sitzung am 16. Oktober 2026 (ohne das Dritte Gesetz zur Änderung des BEHG). bundesrat.de

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