Lab · Alpha · Maßnahmen ausgestalten
Optimum bewerten
Eine gute Bilanz sagt noch nicht, wie stark eine Maßnahme ausfallen sollte. Das Experiment verändert eine bewertete Maßnahme Schritt für Schritt und zeigt, wo ihre Bilanz am höchsten ist.
Wozu die Suche nach einem Optimum dient
Die Maßnahme ausgestalten
Beim Tempolimit geht es um die Höhe des Limits, beim BAföG um den Betrag, bei der Rente um das Zugangsalter. Ein Parameter wird verändert, alles andere bleibt gleich.
Die Begründung prüfen
Steigt eine Kurve immer weiter, fehlen oft Argumente. Eine nachvollziehbare Kurve zeigt, welcher Vorteil nachlässt, welcher Nachteil wächst und wo neue Gruppen betroffen sind.
Der Höchstwert kann innerhalb der Spanne liegen, an ihrem Rand oder in einem breiten Bereich fast gleich guter Ausprägungen. Ein gefundener Gipfel bestätigt die Begründung noch nicht: Er kann schon aus der angenommenen Form der Kurven folgen.
Eine Maßnahme · verschiedene Ausprägungen
Die beste Ausprägung einer Maßnahme
Eine Ausprägung einstellen und mit der bewerteten vergleichen. Die obere Kurve zeigt die Bilanz, die untere, was der nächste Schritt noch bringt. Darunter stehen die Argumente, die sich am stärksten verschieben.
Tempolimit auf Autobahnen
Dieselben Argumente wie bei Tempolimit 130, fortgeschrieben auf andere Limits. Mehr Sicherheit und weniger Emissionen stehen gegen längere Fahrzeiten und eine stärkere Einschränkung.
Rechenstand: Bewertung v7 · Zur Debatte Tempolimit 130 →
Bilanz der Ausprägungen
Nettoeffekt im Mittel, PunkteDie gestrichelte Nulllinie steht für den heutigen Zustand ohne Reform.
Eigens bewertete Varianten
- Tempolimit 120 Besser für die Zukunft · 72 % Nettoeffekt im Mittel +17 Punkte
- Tempolimit 130 Besser für die Zukunft · 77 % Nettoeffekt im Mittel +14 Punkte
- Tempolimit 140 Ausgeglichen · 69 % Nettoeffekt im Mittel +6,8 Punkte
Diese Ausprägung liegt 0,2 Punkte über der bewerteten Ausprägung 130 km/h.
Der nächste Schritt auf 119 km/h verschlechtert die Bilanz (−1,1 Punkte).
Was der nächste Schritt bringt
Punkte je 1 km/h wenigerDer Schritt auf 119 km/h bringt zusammen −1,1 Punkte. Bei rund 125 km/h fällt er auf null: Dort hört die Bilanz auf zu steigen.
Diese Argumente verändern sich am stärksten
Gegenüber 130 km/h, nach der Größe ihrer Änderung sortiert. Grün verbessert, Rot verschlechtert die Bilanz.
Ein niedrigeres Limit verlängert die Fahrzeit. Unter 120 trifft es zusätzlich Abschnitte, die heute schon begrenzt sind.
Dienstfahrten dauern länger, zugleich sinkt ihr Spritverbrauch. Das Argument rechnet beides gegeneinander.
Ein niedrigeres Limit senkt das gefahrene Tempo und damit das Unfallrisiko. Jeder weitere Schritt nach unten bringt weniger zusätzliche Sicherheit.
Je niedriger das Limit, desto größer die Gruppe, die es als Einschränkung erlebt. Unter 120 ist diese Gruppe fortgeschrieben, nicht gemessen.
Zugewinne: +25,3 Punkte. Einbußen: −25,2 Punkte. Zusammen ändert sich die Bilanz um +0,2 Punkte.
Zusätzliche Fahrzeugstunden pro Jahr
64 → 124 Mio.
bewertet → gewähltDirekte CO₂-Minderung pro Jahr
1,57 → 2,73 Mio. t
bewertet → gewähltAnteil, der das Limit als Einschränkung erlebt
9,0 → 21,0 %
bewertet → gewähltAlle Argumente und ihre Veränderungen
Ein niedrigeres Limit verlängert die Fahrzeit. Unter 120 trifft es zusätzlich Abschnitte, die heute schon begrenzt sind.
Dienstfahrten dauern länger, zugleich sinkt ihr Spritverbrauch. Das Argument rechnet beides gegeneinander.
Ein niedrigeres Limit senkt das gefahrene Tempo und damit das Unfallrisiko. Jeder weitere Schritt nach unten bringt weniger zusätzliche Sicherheit.
Je niedriger das Limit, desto größer die Gruppe, die es als Einschränkung erlebt. Unter 120 ist diese Gruppe fortgeschrieben, nicht gemessen.
Folgt denselben vermiedenen Unfällen: weniger Sach- und Folgekosten.
Langsameres Fahren senkt den Verbrauch und damit den CO₂-Ausstoß.
Folgt denselben vermiedenen Unfällen: weniger Stau hinter Unfallstellen für private Fahrten.
Folgt dem geringeren Kraftstoffverbrauch privater Haushalte.
Folgt denselben vermiedenen Unfällen: weniger bezahlte Stauzeit auf Dienstfahrten.
Folgt vereinfacht demselben Verlauf wie die CO₂-Minderung.
Folgt vereinfacht demselben Verlauf wie die CO₂-Minderung.
Folgt vereinfacht den zusätzlichen Reisezeitverlusten.
Bleibt bei jedem geprüften Limit gleich.
Bleibt bei jedem geprüften Limit gleich.
Annahmen und Grenzen dieser Rechnung
- Ein gemeinsames Geschwindigkeitsmodell verändert Sicherheit, Zeit und Verbrauch zugleich. Die Kurve verbindet nicht drei getrennt bewertete Ergebnisse.
- Gewichte und Plausibilitäten bleiben auf dem Stand von Tempolimit 130. Wie stark das gefahrene Tempo bei anderen Limits sinkt und wie die betroffene Gruppe wächst, sind Annahmen des Modells.
- Die drei eigenen Bewertungen für 120, 130 und 140 stützen sich je auf eigene Belege und Plausibilitäten. Deshalb liegen ihre Punkte nicht genau auf der Kurve.
- Der Höchstwert liegt bei rund 125 km/h. Andere Annahmen zu Zeit, Sicherheit und Fahrfreude verschieben ihn auf 119 bis 134 km/h; das ist eine Spanne von Szenarien, kein Konfidenzintervall.
Die Rechnung reicht von 100 bis 150 km/h. Auch 150 ist ein Tempolimit und nicht der heutige Zustand ohne Limit.
Jede Bilanz bezieht sich auf denselben Zustand ohne Reform. Gezeigt ist der Erwartungswert der Bilanz, in Punkten wie auf der Debattenseite. Eine Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Ausprägung die beste ist, liefert die Rechnung nicht.
BAföG-Mehrförderung
Die Reform 2026 bringt Geförderten im Mittel rund 52 € mehr im Monat. Hier wächst nur dieser Betrag; Förderkreis, Finanzierung und die übrigen Teile der Reform bleiben gleich.
Rechenstand: Bewertung v4 · Zur Debatte BAföG-Reform 2026 →
Bilanz der Ausprägungen
Nettoeffekt im Mittel, PunkteDie gestrichelte Nulllinie steht für den heutigen Zustand ohne Reform.
- Belege · 83 €/Monat: Bis hier ist die Wirkung auf die Studienaufnahme gemessen: rund 1.000 € mehr im Jahr.
- Mindestlohn · 327 €/Monat: Ab hier bekämen Geförderte mit Höchstsatz mehr als eine Vollzeitkraft zum Mindestlohn netto (rund 1.790 € im Monat). Diese Grenze ist markiert, nicht bewertet.
Diese Ausprägung liegt 89,4 Punkte über der bewerteten Ausprägung 52 €/Monat.
Der nächste Schritt auf 210 €/Monat verbessert die Bilanz (+4,5 Punkte).
Was der nächste Schritt bringt
Punkte je 10 € mehr im MonatDer Schritt auf 210 €/Monat bringt zusammen +4,5 Punkte. Bei rund 1.070 €/Monat fällt er auf null: Dort hört die Bilanz auf zu steigen.
Diese Argumente verändern sich am stärksten
Gegenüber 52 €/Monat, nach der Größe ihrer Änderung sortiert. Grün verbessert, Rot verschlechtert die Bilanz.
Jeder weitere Euro wiegt etwas weniger, je mehr die Geförderten schon haben: Bei 52 € zählt er knapp doppelt so viel wie beim Bund, bei rund 1.100 € gleich viel.
Der Bund zahlt jeden zusätzlichen Euro, und jeder zählt gleich viel.
Die Zahl der zusätzlichen Studienanfänger wächst nicht unbegrenzt: Wer ohnehin studiert oder nicht studieren will, kommt nicht hinzu.
Mehr als die rund 1.300 Abbrüche je Jahrgang, die auf Geldmangel zurückgehen, lassen sich nicht vermeiden.
Zugewinne: +149,3 Punkte. Einbußen: −59,9 Punkte. Zusammen ändert sich die Bilanz um +89,4 Punkte.
Gewicht des nächsten Euros bei den Geförderten (Bund = 1)
1,93 → 1,70
bewertet → gewähltZusätzliche Abschlüsse je Jahrgang
875 → 2.416
bewertet → gewähltVermiedene Abbrüche je Jahrgang
390 → 970
bewertet → gewähltMehrausgabe des Bundes pro Jahr
394 → 1.514 Mio. €
bewertet → gewähltAlle Argumente und ihre Veränderungen
Jeder weitere Euro wiegt etwas weniger, je mehr die Geförderten schon haben: Bei 52 € zählt er knapp doppelt so viel wie beim Bund, bei rund 1.100 € gleich viel.
Der Bund zahlt jeden zusätzlichen Euro, und jeder zählt gleich viel.
Die Zahl der zusätzlichen Studienanfänger wächst nicht unbegrenzt: Wer ohnehin studiert oder nicht studieren will, kommt nicht hinzu.
Mehr als die rund 1.300 Abbrüche je Jahrgang, die auf Geldmangel zurückgehen, lassen sich nicht vermeiden.
Ein Teil der zusätzlichen Studienanfänger hätte sonst eine Ausbildung begonnen. Folgt derselben Kurve wie die Studienaufnahme.
Wächst mit dem Betrag, den der Bund einnehmen muss: Je 100 € Steuern kostet die Steuerverwaltung rund 1,26 €.
Gehört zum festen Teil der Reform und hängt nicht an der Förderhöhe.
Gehört zum festen Teil der Reform und hängt nicht an der Förderhöhe.
Gehört zum festen Teil der Reform und hängt nicht an der Förderhöhe.
Gehört zum festen Teil der Reform und hängt nicht an der Förderhöhe.
Annahmen und Grenzen dieser Rechnung
- Der Betrag ist ein Mittel über alle Geförderten. Für auswärts wohnende Studierende mit Höchstsatz steigt die Förderung knapp dreimal so stark, bei 52 € also von 855 auf 1.003 € im Monat.
- Jeder weitere Euro wiegt bei den Geförderten etwas weniger, je mehr sie schon haben. Angesetzt ist die Regel der Bewertungsmethode: Ein Euro zählt im Verhältnis des mittleren Einkommens zum eigenen.
- Die Geförderten stehen je zur Hälfte im untersten und im zweiten Fünftel der Einkommen, wie in der Bewertung. Stehen alle im zweiten Fünftel, endet der Anstieg schon bei 730 bis 930 €; stehen alle im untersten, erst bei 1.300 bis 1.400 €.
- Wie schnell die zusätzlichen Studienaufnahmen nachlassen, ist eine Setzung. Belegt ist die Wirkung nur für rund 1.000 € mehr im Jahr, also etwa 83 € im Monat; darüber ist die Kurve Fortschreibung.
- Gebucht ist der Aufwand der Steuerverwaltung, rund 1,26 € je 100 € Steuern. Nicht gebucht sind Ausweichreaktionen der Steuerzahler und fehlende Studienplätze; beides würde den Höchstwert nach links verschieben.
- Null Mehrförderung enthält die festen Teile der Reform. Ohne Reform ist die Bilanz null.
Die Rechnung reicht bis 1.600 € im Monat. Darüber gilt sie nicht.
Jede Bilanz bezieht sich auf denselben Zustand ohne Reform. Gezeigt ist der Erwartungswert der Bilanz, in Punkten wie auf der Debattenseite. Eine Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Ausprägung die beste ist, liefert die Rechnung nicht.
Renten-Sonderzugang nach 45 Versicherungsjahren
Der Sonderzugang wird schrittweise von 65 auf 67 angehoben, mit der Schutzrente für gesundheitlich Belastete wie in der Bewertung. Längere Arbeit, nicht gezahlte Renten und verlorene Ruhestandszeit ändern sich gemeinsam.
Rechenstand: Bewertung v3 · Zur Debatte Rente mit 63 streichen →
Bilanz der Ausprägungen
Nettoeffekt im Mittel, PunkteDie gestrichelte Nulllinie steht für den heutigen Zustand ohne Reform.
Diese Ausprägung liegt 3,5 Punkte unter der bewerteten Ausprägung 67,0 Jahre.
Der nächste Schritt auf 66,1 Jahre verbessert die Bilanz (+0,4 Punkte).
Was der nächste Schritt bringt
Punkte je 0,1 Jahre späterDer Schritt auf 66,1 Jahre bringt zusammen +0,4 Punkte. Er bleibt bis zum Rand der Rechnung positiv, bis 67,0 Jahre.
Unter 0,05 Punkten: Belastende Arbeit · Ruhestandsplanung · Gesundheitsprüfung
Diese Argumente verändern sich am stärksten
Gegenüber 67,0 Jahre, nach der Größe ihrer Änderung sortiert. Grün verbessert, Rot verschlechtert die Bilanz.
Folgt den nicht gezahlten Renten, zusammen mit ihren beiden Gegenseiten.
Gegenseite derselben nicht gezahlten Renten.
Folgt der zusätzlich geleisteten Arbeit. Der Zuwachs je weiterer Stufe wird im Modell kleiner.
Gegenseite derselben nicht gezahlten Renten.
Zugewinne: +10,3 Punkte. Einbußen: −13,8 Punkte. Zusammen ändert sich die Bilanz um −3,5 Punkte.
Zusätzlich geleistete Vollzeitjahre je Jahrgang
81.800 → 44.723
bewertet → gewähltNicht gezahlte Renten pro Jahr
3,56 → 2,00 Mrd. €
bewertet → gewähltAlle Argumente und ihre Veränderungen
Folgt den nicht gezahlten Renten, zusammen mit ihren beiden Gegenseiten.
Gegenseite derselben nicht gezahlten Renten.
Folgt der zusätzlich geleisteten Arbeit. Der Zuwachs je weiterer Stufe wird im Modell kleiner.
Gegenseite derselben nicht gezahlten Renten.
Folgt derselben zusätzlich geleisteten Arbeit wie die Steuern und Beiträge.
Folgt denselben nicht gezahlten Renten.
Wächst mit dem Umfang der Änderung.
Wächst mit dem Vorsprung der Schutzrente vor dem Sonderzugang: Je größer er ist, desto mehr Menschen stellen einen Antrag.
Folgt derselben Arbeit. Je höher das Alter, desto schwerer wiegt jedes weitere Arbeitsjahr.
Annahmen und Grenzen dieser Rechnung
- Die Rechnung nutzt die Beiträge der Bewertung mit Schutzrente. Dieselbe zusätzlich geleistete Arbeit verändert Einnahmen, Ruhestandszeit und Gesundheitslast gemeinsam.
- Die nicht gezahlten Renten verändern Entlastung und Verluste gemeinsam; ein Transfer zählt nur mit dem Unterschied der Gewichte.
- Dass Arbeit und Renten je Stufe weniger zunehmen und die Gesundheitslast mit dem Alter steigt, ist gesetzt. In 108 geprüften Formen bleibt 67 vorn; die Zahl ist keine Wahrscheinlichkeit.
- Die Prüfkosten der Schutzrente wachsen mit dem Vorsprung, den sie gegenüber dem Sonderzugang bietet. Wird jede Prüfung schon bei der ersten Stufe fällig, ändert sich das Ergebnis nicht.
- Auch wenn ein verlorenes Ruhestandsjahr mit 20.000 € statt 12.000 € bewertet wird, bleibt 67 vorn, mit +4,6 statt +8,2 Punkten.
Bei 67 ist der Sonderzugang ganz geschlossen. Eine höhere Grenze wäre eine andere Maßnahme mit anderen Betroffenen.
Jede Bilanz bezieht sich auf denselben Zustand ohne Reform. Gezeigt ist der Erwartungswert der Bilanz, in Punkten wie auf der Debattenseite. Eine Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Ausprägung die beste ist, liefert die Rechnung nicht.
So ist die Rechnung aufgebaut
- Einen Parameter verändern. Limit, Betrag oder Zugangsalter bilden die waagerechte Achse. Ausgangszustand, Zeitraum, Gewichte und die übrige Ausgestaltung bleiben gleich.
- Argumente mit derselben Ursache gemeinsam verändern. Eine längere Fahrzeit verändert private Zeitverluste und die Kosten der Betriebe zugleich. Ein Transfer zählt auf beiden Seiten.
- Den Grenznutzen lesen. Die untere Kurve zeigt, was der nächste Schritt noch bringt. Wo sie die Nulllinie kreuzt, hört die Bilanz auf zu steigen, auch wenn sie insgesamt noch positiv ist.
- Die Begründung auf Vollständigkeit prüfen. Neue betroffene Gruppen, Kapazitätsgrenzen oder Kosten der Finanzierung können weitere Argumente nötig machen. Die Marken im Bild zeigen solche Grenzen, ohne sie zu bewerten.
Was die drei Beispiele zeigen
Tempolimit. Die Kurve hat ihren Höchstwert bei rund 125 km/h, zwischen 121 und 129 km/h liegen alle Ausprägungen höchstens einen Punkt darunter. Die eigene Bewertung von Tempolimit 120 liegt höher als die Kurve, weil sie sich auf eigene Belege stützt.
BAföG. Die Bilanz steigt, bis Geförderte im Mittel rund 1.070 € mehr im Monat bekommen. Bis dahin wiegt jeder weitere Euro bei ihnen schwerer als beim Bund, auch nach dem Aufwand, das Geld über Steuern einzunehmen. Das liegt weit jenseits der Belege, die bis rund 83 € mehr im Monat reichen. Schon ab rund 330 € bekämen Geförderte mit Höchstsatz mehr als eine Vollzeitkraft zum Mindestlohn netto.
Rente. Den Sonderzugang zu schließen bringt mit jeder Stufe weniger, aber bis 67 immer noch mehr. Auch bei einem deutlich höher bewerteten Ruhestandsjahr bleibt 67 vorn.
Eine sinkende Kurve des Grenznutzens heißt nicht, dass die Maßnahme schadet. „Mehr lohnt sich nicht mehr“ ist eine andere Aussage als „die Maßnahme ist insgesamt schlecht“.
Vom Versuch zur belastbaren Bewertung
Jedes Argument braucht einen Wirkungsmechanismus, die betroffenen Gruppen, einen belegten Bereich für den Parameter und eine begründete Spanne. Eine neue Ausgestaltung oder Finanzierung braucht eigene Wirkungen.
Ein pauschaler Abzug, der nur den gewünschten Gipfel erzeugt, ersetzt kein Argument. Was schon als Gesundheit, Geld oder Zeit gezählt ist, zählt nicht ein zweites Mal. Zulässigkeitsgrenzen werden getrennt geprüft und nicht durch eine hohe Bilanz aufgehoben.
Eine spätere Fassung sollte für jede Ausprägung dieselben unsicheren Annahmen ziehen. Das Ergebnis wäre ein Bereich guter Ausprägungen mit sichtbaren Folgen für einzelne Gruppen.
Rechenstand und Herkunft der Kurven
Tempolimit: gemeinsames Geschwindigkeitsmodell vom 4. Oktober 2026, geeicht auf die Bewertung Tempolimit 130 (v7). BAföG: Grenznutzen-Rechnung vom 7. Oktober 2026 auf der Bewertung der BAföG-Reform 2026 (v4, mit dem Aufwand der Steuerverwaltung). Rente: Rechnung vom 7. Oktober 2026 auf der Bewertung „Rente mit 63 streichen“ mit Schutzrente (v3).
Die Rechnungen übernehmen Gewichte, Plausibilitäten und Spannen der Bewertungen unverändert. Gezeigt ist der Erwartungswert der Bilanz in Punkten der Debattenseite. Das ist eine andere Größe als der Anteil der Durchläufe mit positivem Nettoeffekt, den das Badge zeigt.
Das Medianeinkommen stammt aus dem Mikrozensus 2025 (Destatis), die BAföG-Zahlen aus der amtlichen Statistik 2025, die Wirkung auf die Studienaufnahme aus Steiner und Wrohlich (IZA, 2008). Daten und Skripte liegen im Repository unter docs/recherche/2026-10-07-lab-optimum-bewertung.