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Vorschläge vergleichen

Zwei Vorschläge können beide besser sein als die Entwicklung ohne Reform. Der Vergleich stellt bewertete Vorschläge zum selben Thema direkt gegenüber: welcher wahrscheinlich das bessere Ergebnis bringt und warum.

Arbeitsstand. Diese Seite zeigt ein Experiment; ihre Zahlen und Urteile sind nicht belastbar und können sich ändern. Der Vergleich verwendet vorhandene Bewertungen; ein Vorsprung ist noch keine Empfehlung.

Von „besser als die Ausgangslage“ zu „besser als der andere Vorschlag“

01

Gegen die Ausgangslage

Jede Bewertung erfasst, was die Maßnahme gegenüber der Ausgangslage verändert: der Entwicklung ohne diese Reform. Eine positive Bilanz kann deshalb für mehrere Vorschläge gelten.

02

Vorschlag gegen Vorschlag

Im direkten Vergleich tritt Vorschlag B an die Stelle der Ausgangslage. Gemeinsame Vorteile entscheiden die Wahl erst, wenn sie unterschiedlich groß sind. Am Ende steht ein Urteil: welcher Vorschlag vorn liegt und warum.

Dasselbe Thema · verschiedene Vorschläge

Welcher Vorschlag das bessere Ergebnis bringt

Ein Thema und zwei Vorschläge lassen sich wählen. Der Vergleich nennt den Vorschlag, der wahrscheinlich besser abschneidet, und die Werte und Wirkungen, die den Vorsprung tragen.

Wohnen · zwei Reformpakete

Die Bremse dauerhaft verschärfen oder zusätzlich Auskunft, Beweislast und Sanktionen ändern: Zwei Pakete verfolgen dasselbe Ziel. Verglichen werden ihre vollständigen Bewertungen.

Sehr wahrscheinlich besser · 96 %

ABremse durchsetzen

Bremse durchsetzen bringt sehr wahrscheinlich das bessere Ergebnis als Mietpreisbremse+: vorn in 96 von 100 durchgerechneten Zukünften, im Mittel um 10,69 Punkte.

  • Das Durchsetzungspaket enthält auch die Entfristung und das Schließen der Lücken. Verglichen werden zwei vollständige Pakete; ihre Wirkungen lassen sich nicht addieren.
  • Die Größe des Vorsprungs ist überzeichnet, die Richtung nicht. Die beiden Bewertungen gewichten den Euro derselben Mieter unterschiedlich (1,4 und 1,3; bei möblierten und Indexverträgen 1,4 und 1,0). Mit einheitlichen Gewichten für die Mieter bleiben 5 bis 8 statt 11 Punkte.
  • Rechtsklarheit und Vertrauen sind nur im Durchsetzungspaket gesondert bewertet (rund 3 Punkte). Der fehlende Beitrag im anderen Paket ist offen, keine belegte Nullwirkung.

Warum Bremse durchsetzen vorn liegt

Den Vorsprung von Bremse durchsetzen trägt Geld & Wohlstand (+17,28). Dagegen stehen Wohnraumversorgung (−7,51), Freiheit & Rechte (−0,79) und Bildung & Chancen (−0,33). Die größte einzelne Wirkung dahinter: Mieter entlasten (+35,34). 2 Wertebereiche sind nur in einer der beiden Bewertungen belegt und tragen zusammen +2,14 Punkte bei.

Jeder Balken zeigt, wie viele Punkte ein Wertebereich zum Unterschied beiträgt. Ein Argument zählt in dem Wertebereich, den es vor allem berührt. Vorn liegt dort, wer den größeren Vorteil oder die kleinere Belastung hat.

Beide Vorschläge je Wertebereich mit ihren Argumenten

ABremse durchsetzen

BMietpreisbremse+

Links der Nulllinie stehen Belastungen, rechts Vorteile. Alle Zeilen teilen einen Maßstab.

Geld & Wohlstand
A − B: +17,28

Beide tragen positiv bei. A hat hier den größeren positiven Beitrag.

A+24,89
B+7,61
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Wertegruppe aus dem Werte-Shift. Dazu zählen die Katalog-Werte Haushaltsbudget, Staatsfinanzen, Unternehmensbudgets, Vollzug & Verfahren, Wohlstand & Produktion, Frei gewählte Ausgabe, Einnahme ohne Gegenwert.

Freiheit & Rechte
A − B: −0,79

Beide belasten die Bilanz. A hat hier die stärkere Belastung.

A−1,20
B−0,41
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Wertegruppe aus dem Werte-Shift. Dazu zählen die Katalog-Werte Grundrechte & Freiheit, Verfassung & Rechtsstaat, Wahlrecht & Stimmgewicht, Alltagsautonomie, Freie Meinungsbildung.

Nur in einer Bewertung belegt

Systemvertrauen
Differenz offen

Bei A gesondert bewertet. Der Beitrag von B ist offen.

A+1,84
BKein eigenes Argument
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Einzelner Wert aus dem Werte-Katalog, der in keiner der sechs Wertegruppen steht.

A · Bremse durchsetzen
B · Mietpreisbremse+

Kein eigenes Argument. Daraus folgt keine Nullwirkung.

Zeit & Lebensfreude
Differenz offen

Bei B gesondert bewertet. Der Beitrag von A ist offen.

AKein eigenes Argument
B−0,30
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Wertegruppe aus dem Werte-Shift. Dazu zählen die Katalog-Werte Lebenszeit, Zeit & Komfort, Erlebniswert & Vorlieben.

A · Bremse durchsetzen

Kein eigenes Argument. Daraus folgt keine Nullwirkung.

B · Mietpreisbremse+

Die Wirkungen dahinter

Die Argumente beider Bewertungen sind von Hand denselben Wirkungen zugeordnet. Jeder Balken zeigt, wie viele Punkte eine Wirkung zum Unterschied beiträgt.

9 Wirkungsbereiche in beiden Bewertungen erfasst · 1 nur in einer Bewertung. 2 Wirkungsbereiche bündeln 82 % der Unterschiede vor dem Gegenrechnen.

Die Prozentzahl zählt die Beträge der gemeinsamen Unterschiede, bevor Vorteile und Nachteile verrechnet werden; sie ist kein Anteil am Nettovorsprung. Einseitig erfasste Beiträge sind gesondert markiert und im Gesamtwert enthalten. Ihr tatsächlicher Unterschied bleibt offen.

Alle Wirkungen einzeln mit ihren Argumenten

Größte gemeinsame Unterschiede

Mieter entlasten
A − B: +35,34

Beide tragen positiv bei. A hat hier den größeren positiven Beitrag.

A+56,40
B+21,06
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Beide Pakete dämpfen Neuvertragsmieten und schließen die Möblierungs- und Indexlücken. Dieses Geld bleibt bei den Mietern und fehlt den Vermietern; beide Seiten stehen in der Bilanz.

7 weitere gemeinsame Wirkungsbereiche · zusammen −10,61 Punkte für A gegenüber B

Wohnraumversorgung und Instandhaltung
A − B: −7,51

Beide belasten die Bilanz. A hat hier die stärkere Belastung.

A−7,83
B−0,32

Gleicher Wirkungsbereich · Einzelwirkungen unterschiedlich gebündelt.

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Beide Bewertungen erfassen Folgen für Wohnraum und Investitionen. Die Einzelwirkungen sind unterschiedlich gebündelt; aus diesen Gesamtbeiträgen folgt keine direkte Zahl für fehlende Wohnungen oder unterlassene Instandhaltung.

Rechte und Sanktionen
A − B: −0,79

Beide belasten die Bilanz. A hat hier die stärkere Belastung.

A−1,20
B−0,41

Gleicher Wirkungsbereich · Einzelwirkungen unterschiedlich gebündelt.

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Beide Bewertungen erfassen den dauerhaften Eingriff in die Vertragsfreiheit. Das Durchsetzungspaket bewertet zusätzlich das Verhältnismäßigkeitsrisiko der Sanktionen. Die Balken vergleichen diese unterschiedlich gebündelten Beiträge.

Wohnungssuche, Vergabe und Abstandszahlungen
A − B: −0,49

Beide belasten die Bilanz. A hat hier die stärkere Belastung.

A−1,46
B−0,97

Gleicher Wirkungsbereich · Einzelwirkungen unterschiedlich gebündelt.

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Beide Bewertungen erfassen Nachteile bei Suche und Vergabe. Suchaufwand ist im einen Paket separat, im anderen mit Auswahl und Abstandszahlungen gebündelt. Die Beiträge vergleichen diesen Wirkungsbereich insgesamt.

Vollzug und Verfahren (netto)
A − B: +0,01

Beide belasten die Bilanz. B hat hier die stärkere Belastung.

A−0,61
B−0,62

Gleicher Wirkungsbereich · Einzelwirkungen unterschiedlich gebündelt.

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Beide Bewertungen erfassen Aufwand für Dokumentation, Kontrolle und Verfahren. Das Durchsetzungspaket zieht zusätzlich ersparte Rechtsstreitkosten und den gewichteten Transfer aus Strafzahlungen ab. Die Balken vergleichen diese unterschiedlich gebündelten Nettobeiträge, nicht allein den Verwaltungsaufwand.

Nur in einer Bewertung erfasst

Rechtsklarheit und Vertrauen
Differenz offen

Bei A gesondert bewertet. Der Beitrag von B ist offen.

A+1,84
BKein eigenes Argument
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Nur das Durchsetzungspaket hat hierzu einen eigenen Beitrag. Im anderen Paket ist diese Wirkung nicht gesondert bewertet; ihr Fehlen beweist keine Nullwirkung.

A · Bremse durchsetzen
B · Mietpreisbremse+

Kein eigenes Argument. Daraus folgt keine Nullwirkung.

Die Bilanzen im Einzelnen

Nettoeffekt in Punkten · Jahresmittel 2027 bis 2036 · gemeinsamer Maßstab

A Gegenüber der Ausgangslage

Bremse durchsetzen

+17,12 Punkte

Sehr wahrscheinlich besser · 99 %

In acht von zehn Fällen zwischen +11,12 und +22,62.

B Gegenüber der Ausgangslage

Mietpreisbremse+

+6,43 Punkte

Wahrscheinlich besser · 88 %

In acht von zehn Fällen zwischen −0,39 und +15,87.

Abstand

A gegenüber B

+10,69 Punkte

A liegt vorn in 96 %, wenn beide gleich laufen (trägt das Urteil), und in 89 %, wenn beide unabhängig ausgehen.

Alle vergleichbaren Vorschläge

Die Einordnung gibt an, in welchem Anteil der durchgerechneten Zukünfte ein Vorschlag besser abschneidet als die Ausgangslage. Der höchste Nettoeffekt und die sicherste Verbesserung können bei verschiedenen Vorschlägen liegen.

Vergleichbare Vorschläge · gemeinsamer Maßstab · sortiert nach Nettoeffekt
MaßnahmeNettoeffekt gegenüber der AusgangslageEinordnungAcht von zehn FällenPositive BeiträgeNegative Beiträge
Bremse durchsetzen ABewertung v4+17,12Sehr wahrscheinlich besser · 99 %+11,12 bis +22,62+59,85−42,74
Mietpreisbremse+ BBewertung v6+6,43Wahrscheinlich besser · 88 %−0,39 bis +15,87+22,21−15,78
Gemeinsame Ausgangslage und Vergleichsrahmen
Ausgangslage
Die Mietpreisbremse gilt nach geltendem Recht bis Ende 2029. Ohne eines der Pakete gibt es ab 2030 keinen Deckel für Neuverträge. Der Regierungsentwurf zu möblierten Wohnungen und Indexmieten liegt seit Juli 2026 im Bundestag und ist nicht beschlossen (Stand 10. Oktober 2026). Beide Bewertungen rechnen einen Teil seiner Wirkung schon der Ausgangslage zu.
Raum
Deutschland · angespannte Wohnungsmärkte
Zeitraum
2027 bis 2036 · 10 Jahre
Unsicherheit
Das Urteil rechnet mit gleichlaufenden Unsicherheiten. Das Durchsetzungspaket enthält die Verschärfung. Beide hängen an derselben Mietentwicklung und derselben Reaktion der Vermieter: Geht das eine Paket gut aus, geht auch das andere gut aus.
Maßstab
Alle Punkte stehen im Anzeige-Maßstab 10. Die Seite von Bremse durchsetzen zeigt ihre Punkte in einem anderen Maßstab; die Zahlen dort lassen sich nicht direkt mit diesen vergleichen.
Ausgestaltung und Bewertungsstand der Vorschläge
  • Mietpreisbremse entfristen und verschärfen Bewertung v6

    Entfristung; Möblierungs- und Indexlücken schließen.

  • Mietpreisbremse durchsetzbar machen Bewertung v4

    Dasselbe Reformpaket plus Pflichtauskunft, Beweislast beim Vermieter und Strafzahlung.

    Die Durchsetzung enthält auch die Entfristung und das Schließen der Lücken. Die Pakete werden als Alternativen verglichen; ihre Wirkungen dürfen nicht addiert werden.

Tempolimit · drei Vorschläge

Drei bereits bewertete Limits lassen sich paarweise vergleichen. Die Punkte stammen aus eigenen Bewertungen jeder Ausprägung, nicht aus der fortgeschriebenen Kurve des Optimum-Experiments.

Wahrscheinlich besser · 72 %

ATempolimit 120

Tempolimit 120 bringt wahrscheinlich das bessere Ergebnis als Tempolimit 130: vorn in 72 von 100 durchgerechneten Zukünften, im Mittel um 0,27 Punkte.

  • Fast alle Unterschiede folgen aus dem Rückgang der mittleren Geschwindigkeit: 12,1 km/h bei Tempo 120, 6,8 bei Tempo 130, 3,7 bei Tempo 140. Gemessen ist der Wert für 120, der für 130 ist modelliert, der für 140 abgeleitet.
  • Bei Leben und Gesundheit rechnen die Bewertungen mit 78, 49 und 28 vermiedenen Todesfällen im Jahr. Die einzige Feldschätzung für genau Tempo 120 kommt hochgerechnet auf 58. Mit diesem Wert und unveränderter Rechnung für 130 fiele Tempo 120 deutlich zurück: rund 10 statt 15,5 Punkte, gegen 15,2 für Tempo 130.
  • Auf den Debattenseiten liegt Tempo 130 vor Tempo 120. Dort zählt der Anteil der Zukünfte, in denen ein Limit besser ist als kein Limit: 89 % gegen 80 %. Hier zählt der Nettoeffekt im Mittel, und da liegen beide fast gleichauf: 15,51 Punkte für Tempo 120, 15,24 für Tempo 130.

Warum Tempolimit 120 vorn liegt

Den Vorsprung von Tempolimit 120 tragen Leben & Gesundheit (+7,63) und Klima & Umwelt (+6,39). Dagegen stehen Zeit & Lebensfreude (−10,49) und Geld & Wohlstand (−3,26). Die größte einzelne Wirkung dahinter: Todesfälle und Verletzungen vermeiden (+8,16).

Jeder Balken zeigt, wie viele Punkte ein Wertebereich zum Unterschied beiträgt. Ein Argument zählt in dem Wertebereich, den es vor allem berührt. Vorn liegt dort, wer den größeren Vorteil oder die kleinere Belastung hat.

Beide Vorschläge je Wertebereich mit ihren Argumenten

ATempolimit 120

BTempolimit 130

Links der Nulllinie stehen Belastungen, rechts Vorteile. Alle Zeilen teilen einen Maßstab.

Zeit & Lebensfreude
A − B: −10,49

Beide belasten die Bilanz. A hat hier die stärkere Belastung.

A−20,32
B−9,83
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Wertegruppe aus dem Werte-Shift. Dazu zählen die Katalog-Werte Lebenszeit, Zeit & Komfort, Erlebniswert & Vorlieben.

Geld & Wohlstand
A − B: −3,26

Der erfasste Beitrag von A ist negativ, der von B positiv.

A−0,72
B+2,54
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Wertegruppe aus dem Werte-Shift. Dazu zählen die Katalog-Werte Haushaltsbudget, Staatsfinanzen, Unternehmensbudgets, Vollzug & Verfahren, Wohlstand & Produktion, Frei gewählte Ausgabe, Einnahme ohne Gegenwert.

Die Wirkungen dahinter

Die Argumente beider Bewertungen sind von Hand denselben Wirkungen zugeordnet. Jeder Balken zeigt, wie viele Punkte eine Wirkung zum Unterschied beiträgt.

14 Wirkungsbereiche in beiden Bewertungen erfasst. 5 Wirkungsbereiche bündeln 78 % der Unterschiede vor dem Gegenrechnen.

Die Prozentzahl zählt die Beträge der gemeinsamen Unterschiede, bevor Vorteile und Nachteile verrechnet werden; sie ist kein Anteil am Nettovorsprung.

Alle Wirkungen einzeln mit ihren Argumenten

Größte gemeinsame Unterschiede

Klima schützen
A − B: +5,04

Beide tragen positiv bei. A hat hier den größeren positiven Beitrag.

A+12,88
B+7,84
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Alle drei Limits bewerten vermiedene CO₂-Emissionen.

A · Tempolimit 120
B · Tempolimit 130

9 weitere gemeinsame Wirkungsbereiche · zusammen +5,79 Punkte für A gegenüber B

Weniger Unfallstau im Dienstverkehr
A − B: +1,40

Beide tragen positiv bei. A hat hier den größeren positiven Beitrag.

A+3,32
B+1,93
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Alle drei Limits erfassen Zeit und Kosten beruflicher Fahrten, die durch weniger Unfallstau entfallen.

A · Tempolimit 120
B · Tempolimit 130

Die Bilanzen im Einzelnen

Nettoeffekt in Punkten · Jahresmittel 2027 bis 2036 · gemeinsamer Maßstab

A Gegenüber der Ausgangslage

Tempolimit 120

+15,51 Punkte

Wahrscheinlich besser · 80 %

In acht von zehn Fällen zwischen −19,10 und +47,42.

B Gegenüber der Ausgangslage

Tempolimit 130

+15,24 Punkte

Wahrscheinlich besser · 89 %

In acht von zehn Fällen zwischen −0,57 und +32,74.

Abstand

A gegenüber B

+0,27 Punkte

A liegt vorn in 72 %, wenn beide gleich laufen (trägt das Urteil), und in 58 %, wenn beide unabhängig ausgehen.

Alle vergleichbaren Vorschläge

Die Einordnung gibt an, in welchem Anteil der durchgerechneten Zukünfte ein Vorschlag besser abschneidet als die Ausgangslage. Der höchste Nettoeffekt und die sicherste Verbesserung können bei verschiedenen Vorschlägen liegen.

Vergleichbare Vorschläge · gemeinsamer Maßstab · sortiert nach Nettoeffekt
MaßnahmeNettoeffekt gegenüber der AusgangslageEinordnungAcht von zehn FällenPositive BeiträgeNegative Beiträge
Tempolimit 120 ABewertung v3+15,51Wahrscheinlich besser · 80 %−19,10 bis +47,42+63,23−47,72
Tempolimit 130 BBewertung v8+15,24Wahrscheinlich besser · 89 %−0,57 bis +32,74+38,37−23,13
Tempolimit 140Bewertung v3+7,89Sehr wahrscheinlich besser · 90 %−0,20 bis +17,26+20,57−12,67
Gemeinsame Ausgangslage und Vergleichsrahmen
Ausgangslage
Das bestehende Autobahnnetz behält seine heutigen Regeln; auf rund 70 % gilt kein dauerhaftes Tempolimit.
Raum
Deutschland · Autobahnen
Zeitraum
2027 bis 2036 · 10 Jahre
Unsicherheit
Das Urteil rechnet mit gleichlaufenden Unsicherheiten. Die drei Limits sind Varianten desselben Instruments. Ihre Wirkungen hängen an denselben Größen, etwa am Unfallrückgang je km/h: Geht ein Limit gut aus, gehen auch die anderen gut aus.
Maßstab
Alle Punkte stehen im Anzeige-Maßstab 10.
Ausgestaltung und Bewertungsstand der Vorschläge
  • Tempolimit 120 Bewertung v3

    Allgemeines Autobahnlimit von 120 km/h.

    Eigene Bewertung mit eigenen Belegen und Spannen.

  • Tempolimit 130 Bewertung v8

    Allgemeines Autobahnlimit von 130 km/h.

    Eigene Bewertung mit eigenen Belegen und Spannen.

  • Tempolimit 140 Bewertung v3

    Allgemeines Autobahnlimit von 140 km/h.

    Eigene Bewertung mit eigenen Belegen und Spannen; schwächere Belege für einige Wirkungen als bei 120 und 130.

Was verrechnet wird

Beide Vorschläge brauchen dieselbe Ausgangslage, denselben Zeitraum und denselben Wertmaßstab. Dann ist die Differenz ihrer erwarteten Bilanzen zugleich der erwartete Vorteil von A gegenüber B:

E[DA − DB] = E[DA] − E[DB]

Jeder Beitrag ist Wertgewicht mal Wirkungsgröße mal Plausibilität, so wie auf der Argument-Karte. Die Beiträge werden einmal nach Werten und einmal nach Wirkungen zusammengeführt. Die Summe ist in beiden Zerlegungen dieselbe.

Ein fehlender Beitrag belegt keine fehlende Wirkung. Wo eine Bewertung eine Wirkung nicht gesondert erfasst, bleibt der Unterschied offen, bis sie geprüft ist.

Wie das Urteil entsteht

Vorn liegt der Vorschlag mit dem höheren Nettoeffekt im Mittel. Wie sicher der Vorsprung ist, zeigt der Anteil der durchgerechneten Zukünfte, in denen der Vorschlag vorn liegt. Über 50 % heißt „tendenziell besser“, ab 70 % „wahrscheinlich besser“, ab 90 % „sehr wahrscheinlich besser“.

Der Anteil hängt davon ab, wie die Unsicherheiten beider Vorschläge zusammenhängen. Vorschläge zum selben Thema hängen meist an denselben Größen, etwa an der Mietentwicklung. Das Urteil rechnet deshalb mit gleichlaufenden Unsicherheiten: Eine gute Zukunft für A ist auch eine gute für B. Der Vergleichsrahmen jedes Themas nennt den Grund.

Zum Abgleich steht daneben der Anteil bei unabhängigen Unsicherheiten. Er liegt meist näher an 50 %. Für ein genaues Ergebnis müssten beide Vorschläge in denselben Zukünften gerechnet werden. Diese gemeinsame Modellierung fehlt noch.

Wie das Warum entsteht

Jedes Argument nennt den Wert, den es bepreist. Der Vergleich fasst diese Werte zu den sechs Gruppen des Werte-Shifts zusammen. Werte außerhalb der Gruppen, etwa Wohnraumversorgung, stehen einzeln. Berührt ein Argument mehrere Werte, zählt der wichtigste.

Der Vergleich zeigt damit, welche Wertentscheidung hinter einem Vorsprung steht. Ein Vorschlag kann bei Leben und Klima vorn liegen und bei Zeit hinten. Wer Zeit höher gewichtet, kommt zu einem anderen Urteil.

Zwei Schritte zur Entscheidung

Das Instrument wählen, dann seine Ausgestaltung prüfen

Mietendeckel und Mietpreisbremse wären unterschiedliche Instrumente für dasselbe Thema. Ihre Wahl braucht einen direkten Vergleich. Innerhalb eines Instruments folgt die Frage der Ausgestaltung: etwa die Höhe eines Tempolimits oder der Betrag einer Förderung.

Der beste Vorschlag in dieser Auswahl ist deshalb noch kein globales Optimum. Andere Instrumente, Kombinationen oder Ausgestaltungen könnten besser abschneiden. Kombinationen brauchen eine eigene Bewertung, weil Wirkungen sich überschneiden oder gegenseitig verstärken können.

Eine Maßnahme ausgestalten: Optimum bewerten →

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