Einnahmen für den Bundeshaushalt
Zehn Prozent auf rund 34 Milliarden Euro erfasste Digitalumsätze bringen brutto gut 3,3 Milliarden Euro im Jahr, netto nach dem Abzug als Betriebsausgabe rund 3,1 Milliarden. Woher das Geld kommt, steht als Gegenstück auf der anderen Seite. Wer davon schwerer oder leichter belastet wird, steht in eigenen Argumenten.
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Wert
Gezählt wird Geld, das in den Bundeshaushalt fließt. Ein Euro des Staates zählt so viel wie ein Euro im Budget eines mittleren Haushalts. Der Antrag bestimmt nur für den Werbeanteil eine Verwendung: Medien, Kultur und Medienkompetenz sollen gefördert werden [1]; nach dieser Rechnung sind das rund 1,4 Milliarden Euro im Jahr. Ein Programm dafür steht nicht im Antrag, der Betrag zählt deshalb wie jeder andere Haushaltseuro, und die Förderung steht als eigenes, noch nicht bewertetes Argument daneben. Gebucht ist der Vorgang als Bewegung mit zwei Seiten: Was die Zahler abgeben, steht im ersten Contra-Argument zum selben Gewicht. Der Wert ist mittel: Es ist Geld ohne festgelegten Zweck.
Impact
Der Antrag erfasst Onlinewerbung, Vermittlungsplattformen, Cloud-Infrastruktur und Datenhandel von Konzernen mit mindestens 750 Millionen Euro Weltumsatz und 50 Millionen Euro solchen Umsatz in Deutschland [1]. Die Werbung ist mit 15 Milliarden Euro angesetzt: Der Werbeverband zählt 2025 rund 15,8 Milliarden Euro Onlinewerbung aller Anbieter [12], Österreichs Steuer hochgerechnet ergäbe 22,5 Milliarden [14][15][16], die Verbandszahl erfasst also offenbar nicht alles. Die Plattformen tragen 7 Milliarden, davon 3,6 Milliarden aus 15 Prozent Provision auf 24,1 Milliarden Euro Umsatz der Drittverkäufer [8][17][18]. Die Cloud-Infrastruktur trägt 12,3 Milliarden, ein Fünftel des europäischen Markts von 72 Milliarden, zu 85 Prozent bei Anbietern über den Schwellen [19]. Auf 34,3 Milliarden Euro, Spanne 28,1 bis 40,5, ergibt der Satz nach dem Rückgang der Käufe 3,34 Milliarden brutto. Weil fast alles weitergegeben wird, mindert die Steuer die Ertragsteuern der Zahler nur wenig; netto bleiben 3,10 Milliarden Euro im Jahr, Spanne 2,55 bis 3,78. Großbritannien nimmt bei 2 Prozent rund 808 Millionen Pfund ein [21], seine Bemessungsgrundlage ohne Cloud liegt damit bei rund 40 Milliarden Pfund. Das ist deutlich mehr als die hier angesetzten 22 Milliarden Euro ohne Cloud; eine Aufschlüsselung für den Abgleich fehlt, die Spanne reicht deshalb weit nach oben. Das Netzwerk Steuergerechtigkeit kommt für vier US-Konzerne auf bis zu 4 Milliarden [20]; die Fraktion nennt 19 Milliarden ohne Rechnung [4]. Der Impact ist der größte dieser Bewertung: rund 3 Milliarden Euro im Jahr, deren Gegenstück auf der anderen Seite steht.
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| Erfasste Onlinewerbung ZAW 2025: 27,88 Mrd € × 56,6 % = 15,8 Mrd € Onlinewerbung aller Anbieter; Österreichs Steuer hochgerechnet ergäbe 22,5 Mrd €, die ZAW-Zahl erfasst offenbar nicht alles [12][13][14][15][16] | Setzung, Spanne 12.500 bis 20.000 | 15.000 Mio €/Jahr | |
| + | Vermittlungs- und Plattformleistungen Marktplätze: 38,8 Mrd € ohne Umsatzsteuer × 62 % Drittverkäufer × 15 % Provision = 3,6 Mrd €; der Rest sind Setzungen, Spanne 4.500 bis 11.000 [8][17][18] | 3.600 Provisionen + 1.800 Händlergebühren + 1.600 übrige Plattformen | 7.000 Mio €/Jahr |
| + | Cloud-Infrastruktur Europa 2025 rund 72 Mrd €; deutscher Anteil ein Fünftel (Setzung, 15 bis 25 %); 85 % bei Anbietern über beiden Schwellen; Spanne 9.000 bis 16.500 [19] | 72.000 × 20 % × 85 % | 12.300 Mio €/Jahr |
| = | Erfasste Digitalumsätze in Deutschland 80-%-Band der drei Teile 28.100 bis 40.500; Datenhandel nicht beziffert | 34.300 Mio €/Jahr | |
| × | nach dem Rückgang der Käufe 9 % höhere Preise × 0,3 Mengenreaktion = 2,7 % weniger Käufe (wie im Argument zu teureren Diensten) | 0,973 | 33.374 Mio €/Jahr |
| × | Digitalsteuer brutto Steuersatz laut Antrag [1] | 10 % | 3.337 Mio €/Jahr |
| × | Digitalsteuer netto Abzug als Betriebsausgabe nur, wo die Last nicht weitergegeben wird; Setzung, Spanne 0,85 bis 0,97 | 0,93 | 3.104 Mio €/Jahr |
| × | gewichtet: Euro des Staates Empfängerbein; das Zahlbein steht gleich gewichtet im ersten Contra-Argument, wer schwerer oder leichter trägt, steht in eigenen Argumenten | 1,0 | 3.104 Mio €/Jahr |
| ÷ | Normalised Impact Maßstab dieser Seite | 500 Mio € je Punkt | 6,21 |
Plausibilität
Behauptet wird, dass die Steuer, solange sie gilt, Geld einbringt; die Höhe steht in der Spanne. Verglichen wird mit dem geltenden Recht ohne Digitalsteuer und ohne die von der Regierung geprüfte Plattformabgabe, für die bis Oktober 2026 kein Entwurf vorliegt [2][6]. Dass Steuern dieser Art Geld einbringen, zeigen Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, die Türkei und Großbritannien [8][21]. Dass die Steuer vor Gericht fallen könnte, steht als eigenes Argument mit den Folgen einer Rückzahlung auf der Gegenseite und wird hier nicht ein zweites Mal abgezogen. Ein Rückzug unter dem Druck der USA, wie in Kanada und Indien [26][40], beendet die Steuer nur für die Zukunft und verkleinert alle Posten dieser Bewertung im selben Verhältnis. Umgekehrt beeinflussen die Einnahmen den Beschluss nicht. Dass die Steuer, solange sie gilt, Einnahmen bringt, trifft praktisch immer zu. Die Plausibilität ist sehr hoch: Die Einnahme folgt aus dem Steuersatz, unsicher ist nur ihre Höhe.