Griechisches Gesprächspaar betrachtet Handwerkszeug, eine Rechnung und eine Rentenkasse unter einem Schirm.

Rentenpflicht für Selbstständige

Anders als Beschäftigte müssen die meisten Selbstständigen in Deutschland nicht für das Alter vorsorgen [4]. Die Alterssicherungskommission empfiehlt, neue Selbstständige ohne Befreiungsmöglichkeit gesetzlich zu versichern; die Regierung aus CDU/CSU und SPD will das umsetzen, einen Gesetzentwurf gab es Anfang Oktober 2026 nicht [1][19]. Die Rentenversicherung unterstützt die Pflicht, Selbstständigenverbände fürchten weniger Gründungen [3][4].

  • 2,6 Millionen Selbstständige im Haupterwerb sind für das Alter nicht pflichtversichert [4]
  • 7 % der Selbstständigen sorgen nach einer Befragung gar nicht für das Alter vor [5]
  • 4,4 % der früher Selbstständigen über 65 beziehen Grundsicherung, mehr als doppelt so viele wie bei früher Beschäftigten [4]

Der Vorschlag

Wer sich nach einem Stichtag selbstständig macht, zahlt Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung, nach Einkommen oder als festen Regelbeitrag, anfangs auf Wunsch nur die Hälfte.

Die Debatte

SPD, Grüne und Linke wollen eine Schutzlücke schließen: Früher Selbstständige sind im Alter öfter arm, mehr Beitragszahler stützen die Rentenkasse, und wer nicht vorsorgt, soll andere nicht mehr unterbieten können. Die AfD will den Kreis der Versicherten zwar erweitern, verlangt aber eine Ausnahme für alle, die anders vorsorgen. Die Selbstständigenverbände warnen vor weniger Gründungen, solange Beiträge und Statusprüfung nicht zugleich reformiert werden. Abgestimmt wurde noch nicht: Der Bundestag sprach am 26. Juni 2026 in einer Aktuellen Stunde der Linken darüber, am 2. Juli vereinbarte der Koalitionsausschuss die Umsetzung.

  • „Das bedeutet mehr Beitragszahlerinnen und Beitragszahler für die gesetzliche Rente, was diese stabilisiert, schließt aber auch eine wichtige Schutzlücke.“

    spricht dafür: Annika Klose, SPD Bundestag, 26. Juni 2026
  • „Wir halten das für einen unzulässigen Eingriff in die Entscheidungsfreiheit der Betroffenen.“

    spricht dagegen: Ulrike Schielke-Ziesing, AfD Bundestag, 26. Juni 2026
  • „Wir heben dabei zwei Maßnahmen hervor, die aus unserer Sicht zwingend zeitgleich mit den Empfehlungen der Rentenkommission umgesetzt werden müssen, um einen massiven Einbruch der Zahl der Gründungen und Bestandsselbstständigen zu verhindern.“

    spricht dagegen: Jörn Freynick, Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände Stellungnahme an das Arbeitsministerium, 6. August 2026

Die Analyse

Rentenpflicht für Selbstständige

49 % des Gewichts sprechen dafür, 51 % dagegen.

Das Gewicht eines Arguments verbindet drei Fragen: wie groß die Wirkung ist, wie sicher sie eintritt und wie wichtig das betroffene Gut ist. Je größer das Stück, desto schwerer wiegt das Argument.

Dafür

Dagegen

Ob die Rentenpflicht für neue Selbstständige ein guter Vorschlag ist, lässt die aktuelle Analyse offen; im Mittel liegt sie knapp zurück.

Unklar

Unklar: Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in 32 von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

Gesamteffekt: klein

Wie stark der Vorschlag insgesamt wirkt, in fünf Stufen von sehr klein bis sehr groß, über alle Debatten vergleichbar. Der Kreis ist immer voll, auch wenn die Wirkung insgesamt klein ist; wie groß sie ist, sagt diese Stufe.

Mit ihrem Hauptgrund überzeugen die Befürworter nicht: Die Beiträge, die die Rentenkasse heute stützen, kommen Jahrzehnte später als Renten zurück. Der größte Teil des Gewichts ist also Geld, das nur den Zeitpunkt wechselt, und es kommt darauf an, wo es besser aufgehoben ist: in der Rentenkasse oder in eigener Vorsorge. Dafür sprechen die Minderheit, die sonst nicht vorsorgt, der Schutz bei Erwerbsminderung und die gleiche Last der Umlage für alle Erwerbstätigen, die auch das Unterbieten ohne Vorsorge beendet. Dagegen wiegt der entgangene Ertrag eigener Vorsorge am schwersten, in der Debatte nur als Ruf nach Wahlfreiheit, und die Gründerflaute der Verbände wiegt wenig. Die Lasten wiegen etwas mehr; entscheiden würde, wie viele Gründer ohne Pflicht gar nicht vorsorgen und wie viel mehr eine eigene Anlage abwirft.

Mit eigenen Werten nachrechnen

Wie schwer Leben, Gesundheit, Klima, Zeit und Geld zählen, lässt sich anders gewichten. Der Werte-Shift rechnet die Debatte damit neu.

Zum Werte-Shift →

Im Detail

Alle Argumente

Pro-Argumente5 Argumente

Der Beitragssatz sinkt vorerst

21Punkte

Neue Selbstständige zahlen ein, beziehen aber jahrzehntelang keine Rente. Die Rentenkasse nimmt dadurch zunächst mehr ein; das senkt den Beitragssatz leicht und hebt die Renten etwas. Die Rechnung dafür kommt später, wenn die Ansprüche fällig werden; sie steht auf der Gegenseite.

Wert 5 · BeitragsgemeinschaftImpact 4,4Plausibilität 9,5
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Wert

Betroffen ist Beitrags- und Rentengeld der heutigen Versichertengemeinschaft: Beschäftigte und Arbeitgeber zahlen etwas weniger, Rentnerinnen und Rentner erhalten über die Anpassungsformel etwas mehr. Der Betrag verteilt sich auf rund 33 Millionen Beschäftigte, ihre Arbeitgeber und die Rentner [12] und trifft niemanden spürbar; ein Euro zählt so viel wie ein durchschnittlicher Euro. Ein Aufschlag für einen stabilen Beitragssatz als politisches Ziel ist nicht gebucht. Gebucht ist der Vorgang als Bewegung mit zwei Seiten: Die zahlende Seite steht bei den späteren Beitragszahlern im Gegenargument. Die Einordnung entspricht der Beitragsentlastung in anderen Bewertungen der Sozialversicherung. Der Wert ist mittel: gewöhnliches Beitragsgeld, breit verteilt.

Impact

Die neuen Pflichtversicherten zahlen im Mittel der zehn Jahre ab 2028 rund 2,19 Milliarden Euro Beiträge im Jahr (Spanne 1,2 bis 3,4), hergeleitet wie im ersten Argument aus Gründungen, Abbrüchen und Beitragshöhe [4][6][7]. Renten erhalten sie in diesem Zeitraum fast keine. Ein Beitragssatzpunkt bringt bei 305,9 Milliarden Euro Beitragseinnahmen im Jahr 2024 und 18,6 Prozent Beitragssatz rund 16,4 Milliarden Euro [11]; im Mittel entspricht der Zufluss gut 0,13 Punkten, am Ende des Zeitraums gut 0,2 Punkten. Modellrechnungen für eine Einbeziehung aller nicht abgesicherten Selbstständigen kommen auf 0,3 bis 0,8 Punkte [4][10]; hier zählen nur die neuen Jahrgänge. Nach der Rentenformel geht ein Teil in etwas höhere Renten, der Rest senkt den Beitragssatz; beide Gruppen sind gleich gewichtet, die Aufteilung ändert die Rechnung nicht. Weichen Gründerinnen und Gründer in eine eigene GmbH aus, schrumpft der Zufluss; das steht als eigenes Argument und hier in der Spanne. Der Euro zählt einfach. Den größten Impact der Bewertung trägt der ganze Beitrag, weil er zunächst bei der heutigen Versichertengemeinschaft ankommt.

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501 Tsd Personen
neue Pflichtversicherte im Mittel 2028 bis 2037
× (310,8 Tsd in der Gründungsphase × 3.500 € + 189,9 Tsd danach × 5.779 €) ÷ 500,7 Tsd = 4.365 € halber Regelbeitrag bzw. einkommensabhängig in den ersten drei Jahren; danach 42 % Regelbeitrag, Rest 18,6 % von rund 1.600 € im Monat; Spanne 1,2–3,4 Mrd €
2.185 Mio €
× mittlerer Jahresbeitrag
× × 1,0 Empfängerseite; die zahlende Seite der späteren Beitragszahler steht im Gegenargument; entspricht gut 0,13 Beitragssatzpunkten (16,4 Mrd € je Punkt)
2.185 Mio €
gewichtet: heutige Beitragszahler und Rentner
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
4,37
Normalised Impact
Score 4,37 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 21 von 100

Plausibilität

Dass Beiträge in einem Umlagesystem zuerst die laufenden Renten finanzieren und erst später eigene Renten auslösen, folgt aus der Bauweise der Rentenversicherung. Den Gegenfall bildet dieselbe Rentenkasse ohne die neuen Pflichtversicherten. Der Zufluss tritt ein, sobald die Pflicht gilt. Offen ist allein seine Höhe: Sie ist eine eigene Fortschreibung aus Gründungszahlen, Abbruchquote und Beitragshöhe [4][6][7], die zur Größenordnung der Modellrechnungen von IMK und Deutscher Rentenversicherung passt [4][10]. Dieser Zweifel steht als Spanne in der Rechnung und senkt die Plausibilität nicht; ein Rückgang der Gründungen ist ein eigenes Argument. Als Vollzugsrisiko bleiben Beitragsrückstände, vor denen die Verbände warnen [20]. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Stichtag und Zuschnitt des Gesetzes sind Annahmen dieser Bewertung und gehen nicht in die Plausibilität ein. Die Plausibilität ist sehr hoch: Der Zufluss folgt aus der Pflicht, der Zweifel an der Höhe steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Alterseinkommen für alle, die sonst nicht vorsorgen

1,5Punkte

Die meisten Selbstständigen sorgen bereits für das Alter vor, eine Minderheit aber gar nicht oder zu wenig. Für sie wird aus einem Teil des Einkommens im Erwerbsleben ein Rentenanspruch, der im Alter dort ankommt, wo das Geld am knappsten ist. Wer ohnehin vorsorgt, schichtet dagegen nur um.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 0,5Plausibilität 6
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Wert

Gezählt wird Geld derselben Menschen zu zwei Zeitpunkten: im Erwerbsleben gezahlt, im Alter als Rente erhalten. Gezählt wird, dass ein Euro im Alter bei sehr geringem Einkommen schwerer wiegt als ein Euro in der Erwerbsphase. Zwei Drittel der Selbstständigen ohne jede Vorsorge haben ein Haushaltseinkommen unter 2.000 Euro im Monat [5]; im Alter gehören ehemals Selbstständige zu 18 Prozent zu den einkommensschwächsten Haushalten, ehemals Beschäftigte zu rund 10 Prozent [4]. Angesetzt ist für die Erwerbsphase das Gewicht des zweiten Einkommensfünftels, für das Alter das des untersten. Ein Aufschlag dafür, dass hier die Existenzsicherung im Alter berührt ist, ist nicht gebucht, weil die Lage dieser Haushalte schon im Gewicht des Euro steckt. Der Wert ist mittel: Es geht um Geld privater Haushalte, dessen Gewicht ihre Einkommenslage trägt.

Impact

Im Mittel der zehn Jahre ab 2028 sind rund 501.000 neue Selbstständige pflichtversichert: Jedes Jahr beginnen rund 206.000 Menschen eine Selbstständigkeit im Vollerwerb [6], davon rund 72 Prozent ohne bestehende Pflichtabsicherung [4], und ein Drittel gibt innerhalb von drei Jahren wieder auf [7]. In den ersten drei Jahren zahlen sie angesetzt im Mittel 3.500 Euro im Jahr, danach rund 5.800 Euro, weil 42 Prozent den Regelbeitrag zahlen und die übrigen nach ihrem meist niedrigen Einkommen [3][4][18]; zusammen sind das rund 2,19 Milliarden Euro Beiträge im Jahr (Spanne 1,2 bis 3,4). Zusätzlich gespart wird angesetzt bei 15 Prozent dieser Beiträge; das ist eine Setzung mit einer Spanne von 7 bis 30 Prozent. Belegt ist nur der Anteil der Personen: 7 Prozent aller Selbstständigen sorgen nach einer Befragung von 2024 gar nicht vor, unter den nicht Pflichtversicherten rund 10 Prozent, und rund ein Fünftel der Selbstständigen ohne Pflichtabsicherung hat geringe Ansprüche und kein Vermögen [4][5]. Der Anteil an den Beiträgen liegt darunter, weil diese Gruppe wenig verdient und niedrige Beiträge zahlt; er liegt darüber, soweit auch Vorsorgende den Pflichtbeitrag nicht voll durch weniger eigenes Sparen ausgleichen. Von den 328 Millionen Euro fallen angesetzt 30 Prozent bei Menschen an, die im Alter trotzdem Grundsicherung beziehen. Ihnen bleibt nach 33 Versicherungsjahren ein Freibetrag von 100 Euro im Monat plus 30 Prozent der darüber liegenden Rente, höchstens 281,50 Euro [21][22]; angesetzt ist, dass so ein Viertel ihrer Rente bei ihnen ankommt (Setzung, Spanne 0 bis 50 Prozent). Zusammen mit den übrigen 70 Prozent sind das rund 254 Millionen Euro im Jahr (Spanne 90 bis 600). Dieses Geld wandert aus einer Lebensphase mit niedrigem in eine mit sehr niedrigem Einkommen; gezählt ist der Gewichtsunterschied zwischen beiden, angesetzt mit 1. Die Rente wird erst nach dem Bewertungszeitraum fällig und wird den Beitragsjahren zugerechnet. Klein bleibt der Impact, weil nur eine Minderheit zusätzlich vorsorgt und nur der Gewichtsunterschied zählt.

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501 Tsd Personen
neue Pflichtversicherte im Mittel 2028 bis 2037
× (310,8 Tsd in der Gründungsphase × 3.500 € + 189,9 Tsd danach × 5.779 €) ÷ 500,7 Tsd = 4.365 € halber Regelbeitrag bzw. einkommensabhängig in den ersten drei Jahren; danach 42 % Regelbeitrag, Rest 18,6 % von rund 1.600 € im Monat; Spanne 1,2–3,4 Mrd €
2.185 Mio €
× mittlerer Jahresbeitrag
× × 15 % Setzung für den Anteil an den Beiträgen, Spanne 7–30 %; belegt ist nur der Personenanteil (7 % ohne jede Vorsorge, rund ein Fünftel mit geringen Ansprüchen)
327,8 Mio €
davon zusätzliche Vorsorge
× × 77,5 % = 70 % ohne spätere Grundsicherung + 30 % × ein Viertel Freibetrag 30 % landen in der Grundsicherung (4,4 ÷ 15); ihnen bleibt nach 33 Jahren ein Freibetrag, angesetzt ein Viertel der Rente (Setzung, Spanne 0–50 %)
254 Mio €
davon bei den Versicherten selbst im Alter
× × 1,0 unterstes gegenüber zweitem Einkommensfünftel (2,5 − 1,5); Spanne 0,7–1,3; insgesamt 90–600 Mio €
254 Mio €
gewichtet: Gewichtsunterschied Alter gegenüber Erwerbsphase
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,51
Normalised Impact
Score 0,51 Impact × 5 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 1,5 von 100

Plausibilität

Dass Pflichtbeiträge die Ersparnis von Menschen erhöhen, die von sich aus wenig sparen, zeigt eine Untersuchung aus Dänemark von Chetty und Koautoren, die Beschäftigte vor und nach dem Wechsel zu Arbeitgebern mit höheren Pflichtbeiträgen vergleicht [8]. Rund 85 Prozent der Beschäftigten gleichen dort einen höheren Pflichtbeitrag nicht durch weniger eigenes Sparen aus; nur die aktiven Sparer, rund 15 Prozent, schichten um [8]. Für Selbstständige lässt sich dieses Verhältnis nicht übernehmen: Sie haben keinen Arbeitgeber, der für sie spart, und entscheiden über ihre Vorsorge selbst; 93 Prozent sorgen in irgendeiner Form vor [5]. Die Rechnung setzt deshalb fast das umgekehrte Verhältnis an: 15 Prozent der Beiträge sind zusätzliche Vorsorge, 85 Prozent ersetzen andere. Die Studie trägt damit die Richtung, die Höhe ist eine Setzung, und ihre Unsicherheit steht in der Spanne. Den Maßstab bildet die heutige freiwillige Vorsorge; das Design ist quasi-experimentell, eine Ereignisstudie um den Arbeitgeberwechsel. Die eine Störgröße ist der höhere Anteil aktiver Sparer unter Selbstständigen. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen, die Beitragspflicht folgt nicht aus dem Sparverhalten. Die Übertragung von dänischen Beschäftigten auf deutsche Selbstständige kostet einen deutlichen Abschlag. Als Satz über die Welt: In sechs von zehn Fällen entsteht bei der Minderheit ohne ausreichende Vorsorge tatsächlich zusätzliches Alterseinkommen. Die Plausibilität ist mittel: Der Mechanismus ist an echten Änderungen gemessen, aber an Beschäftigten in einem anderen Land.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 7 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Schutz bei Erwerbsminderung und Tod

0,9Punkte

Wer als Selbstständiger keine Pflichtbeiträge mehr zahlt, verliert nach rund zwei Jahren den Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente aus früherer Beschäftigung. Mit der Pflicht bleibt er bestehen, ohne Gesundheitsprüfung, und Hinterbliebene sind besser abgesichert. Im Bewertungszeitraum betrifft das rund 930 neue Erwerbsminderungsrenten und einige Hundert Todesfälle im Jahr.

Wert 5 · AbsicherungImpact 0,2Plausibilität 9,5
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Wert

Gezählt ist Geld, das aus der Gemeinschaft der Versicherten an Menschen fließt, die wegen Krankheit nicht mehr arbeiten können, und an Hinterbliebene. Ihr Einkommen fällt ohne Rente meist in den untersten Bereich, ein Euro wiegt bei ihnen schwerer als bei der breiten Versichertengemeinschaft. Erkrankung und Tod selbst ändert die Maßnahme nicht; gebucht ist nur das Einkommen danach. Die Rentenversicherung schützt ohne Gesundheitsprüfung und ohne Risikoaufschläge [4]; die Verlässlichkeit dieser Zusage trägt einen kleinen Teil des Werts. Ein Aufschlag für die Schwere der Lage ist nicht gebucht, weil sie im Gewicht des Euro steckt. Der Wert ist mittel: Geld für Menschen in einer Notlage, deren Gewicht im Euro steckt.

Impact

Eine Erwerbsminderungsrente erhält, wer fünf Versicherungsjahre hat und in den letzten fünf Jahren drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt hat [24]. Die meisten gründen mit Mitte dreißig nach Jahren in einer Beschäftigung [7] und bringen die fünf Jahre mit; ohne Pflicht erlischt ihr Schutz rund zwei Jahre nach dem letzten Pflichtbeitrag, mit Pflicht bleibt er. Angesetzt ist, dass 80 Prozent der neu Versicherten diese Vorzeiten haben (Setzung, Spanne 60 bis 95); für sie zählt der Bestand ab dem dritten Jahr, für die übrigen der ab dem sechsten, zusammen im Mittel rund 232.000 Menschen [4][6][7]. 2024 gingen 171.732 Menschen neu in eine Erwerbsminderungsrente, bei rund 33 Millionen versicherungspflichtig Beschäftigten etwa 0,5 Prozent im Jahr [12]; für die jüngeren Gründerinnen und Gründer sind 0,4 Prozent angesetzt, rund 930 Fälle im Jahr. Die Rente betrug bei Rentenbeginn im Mittel 1.041 Euro im Monat [12] und wird angesetzt zwölf Jahre gezahlt; 60 Prozent der Betroffenen haben angesetzt keine private Berufsunfähigkeitsversicherung (Setzung, Spanne 40 bis 80). Das sind rund 84 Millionen Euro im Jahr. Hinzu kommt der Schutz der Hinterbliebenen: Von rund 417.000 Versicherten mit erfüllter Wartezeit stirbt im Alter um 40 etwa einer von tausend im Jahr [29]. Je Fall sind 500 Euro Witwen- und Waisenrente im Monat über 15 Jahre angesetzt, bei einem Mittel aller Renten wegen Todes von 717 Euro [12], und ein Viertel davon als zusätzlich durch die Pflicht, weil viele Ansprüche aus früherer Beschäftigung schon bestehen (Setzung, Spanne 10 bis 40 Prozent): rund 9 Millionen Euro. Reha-Leistungen zahlt für gesetzlich Krankenversicherte künftig die Rentenversicherung statt der Krankenkasse [25]; das wechselt den Zahler und ist nicht gezählt. Beide Beträge zählen mit dem Gewichtsunterschied zwischen Versichertengemeinschaft und Betroffenen, angesetzt mit 1, zusammen rund 93 Millionen Euro im Jahr (Spanne 51 bis 140). Klein, aber gut doppelt so groß wie bei einem Schutz erst nach fünf Jahren ist der Impact, weil die Pflicht bestehende Ansprüche aus früherer Beschäftigung erhält.

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neu Versicherte mit Schutz bei Erwerbsminderung, Mittel 2028 bis 2037 80 % bringen fünf Versicherungsjahre aus früherer Beschäftigung mit (Setzung, Spanne 60–95 %); ohne Pflicht erlischt ihr Schutz rund zwei Jahre nach dem letzten Pflichtbeitrag [4][6][7][24] 80 % × 269,2 Tsd (Bestand ab dem dritten Jahr) + 20 % × 84,0 Tsd (ab dem sechsten Jahr) 232,2 Tsd Personen
× Erwerbsminderungsrenten ohne private Absicherung 171.732 Zugänge ÷ 33 Mio Beschäftigte ≈ 0,52 %, für jüngere Gründer abgesenkt; Dauer und Anteil ohne Berufsunfähigkeitsversicherung Setzung (8–15 Jahre, 40–80 %) [7][12] × 0,4 % = 929 Fälle × 1.041 € × 12 × 12 Jahre × 60 % 83,6 Mio €
+ zusätzliche Hinterbliebenenrenten Sterblichkeit im Alter 40: Männer 0,13 %, Frauen 0,07 %; Rente je Fall, Dauer und zusätzlicher Teil sind Setzungen (10–40 %), weil viele Ansprüche aus früherer Beschäftigung schon bestehen [12][29] 417,4 Tsd × 0,1 % = 417 Todesfälle × 500 € × 12 × 15 Jahre × 25 % 9,4 Mio €
= Leistungen im Jahr, gewichtet mit dem Gewichtsunterschied 1,0 (Spanne 51–140) [25] Betroffene gegenüber Versichertengemeinschaft; Reha ist ein Wechsel des Zahlers und nicht gezählt 93 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 500 Mio € je Punkt 0,19
Score 0,19 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,9 von 100

Plausibilität

Der Anspruch folgt aus dem Gesetz, sobald Wartezeit und Pflichtbeiträge erfüllt sind [24]; dafür muss niemand sein Verhalten ändern. Ohne Pflichtversicherung wären dieselben Selbstständigen nur mit privater Vorsorge oder Grundsicherung gegen Erwerbsminderung und Tod geschützt. Der Schutz tritt mit der Pflicht ein. Offen ist allein die Höhe: Zugangsrate und Rentenhöhe stammen aus der Rentenstatistik [12], die Sterblichkeit aus der Sterbetafel [29]; der Anteil mit Vorzeiten, der Anteil ohne private Absicherung und der zusätzliche Teil der Hinterbliebenenrenten sind Setzungen. Dazu kommt, dass Gründerinnen und Gründer jünger und womöglich gesünder sind als der Durchschnitt der Beschäftigten. Diese Zweifel stehen als Spanne in der Rechnung und senken die Plausibilität nicht. Als Vollzugsrisiko bleibt, dass Beiträge nicht gezahlt werden und der Schutz dann fehlt [20]. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Die Plausibilität ist sehr hoch: Der Anspruch steht im Gesetz, der Zweifel an der Höhe steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Weniger Grundsicherung im Alter

0,71Punkte

Wer im Alter auf Grundsicherung angewiesen wäre, bekommt künftig einen Teil davon als eigene Rente, und der Staat zahlt entsprechend weniger Grundsicherung. Ein Freibetrag lässt den Versicherten angesetzt ein Viertel der Rente; drei Viertel entlasten den Staat. Das Geld kommt aus den Beiträgen derselben Menschen, ihre Seite steht im Gegenargument.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,1Plausibilität 9,5
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Wert

Auf dieser Seite steht Steuergeld, das Bund und Kommunen für die Grundsicherung im Alter nicht ausgeben müssen. Für die öffentlichen Haushalte ist das ein gewöhnlicher Posten, ein Euro zählt so viel wie ein durchschnittlicher Euro. Ein Aufschlag dafür, dass weniger Menschen auf Fürsorge angewiesen sind, ist nicht gebucht. Gebucht ist der Vorgang als Bewegung mit zwei Seiten: Die zahlende Seite steht bei den Selbstständigen mit sehr niedrigem Einkommen im Gegenargument, und in die Bilanz geht nur ein, was unterwegs an Gewicht gewinnt oder verliert. Die Einordnung entspricht anderen Entlastungen öffentlicher Kassen in diesem Bereich. Diese Entlastung ist zugleich der Teil des Dumpingwettbewerbs, den die SPD nennt, der auf Kosten der Steuerzahler geht: Wer ohne Vorsorge billiger anbietet und im Alter Grundsicherung bezieht, lässt einen Teil seiner Kosten von der Allgemeinheit tragen [31]. Der Wert ist mittel: gewöhnliches Steuergeld zum Nennwert.

Impact

Über 65-Jährige, die früher selbstständig waren, beziehen zu 4,4 Prozent Grundsicherung im Alter, ehemals Beschäftigte zu rund 2 Prozent [4]. Wer Grundsicherung bezieht, bekommt eine eigene Rente darauf angerechnet, der Staat zahlt entsprechend weniger. Angesetzt ist, dass von den 15 Prozent zusätzlicher Vorsorge aus dem ersten Argument 30 Prozent bei Menschen anfallen, die später trotzdem Grundsicherung beziehen; das ist das Verhältnis von 4,4 zu 15 Prozent [4][5]. Von rund 2,19 Milliarden Euro Beiträgen im Jahr sind das rund 98 Millionen Euro. Angerechnet wird die Rente aber nicht ganz: Wer 33 Jahre Pflichtbeiträge oder gleichgestellte Zeiten hat, behält 100 Euro im Monat und 30 Prozent der darüber liegenden Rente, höchstens die Hälfte des Regelsatzes von 563 Euro [21][22][23]. Wer mit Mitte dreißig gründet und bis zur Rente versichert bleibt, erreicht diese 33 Jahre. Angesetzt ist, dass im Mittel ein Viertel der Rente beim Empfänger bleibt (Setzung, Spanne 0 bis 50 Prozent); dieser Teil steht im ersten Argument. Die übrigen drei Viertel, rund 74 Millionen Euro im Jahr (Spanne 24 bis 180), ersetzen Grundsicherung. Dass Pflichtbeiträge von der Steuer absetzbar sind und die Renten später besteuert werden, verschiebt Geld zwischen Staat und Selbstständigen bei fast gleichem Gewicht und ist nicht gezählt. Die Rente wird erst nach dem Bewertungszeitraum fällig und den Beitragsjahren zugerechnet. Gering fällt der Impact aus: Es geht um eine kleine Gruppe, deren spätere Rente zum größeren Teil die Grundsicherung ersetzt.

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501 Tsd Personen
neue Pflichtversicherte im Mittel 2028 bis 2037
× (310,8 Tsd in der Gründungsphase × 3.500 € + 189,9 Tsd danach × 5.779 €) ÷ 500,7 Tsd = 4.365 € halber Regelbeitrag bzw. einkommensabhängig in den ersten drei Jahren; danach 42 % Regelbeitrag, Rest 18,6 % von rund 1.600 € im Monat; Spanne 1,2–3,4 Mrd €
2.185 Mio €
× mittlerer Jahresbeitrag
× × 15 % wie im ersten Argument; Setzung, Spanne 7–30 %
327,8 Mio €
davon zusätzliche Vorsorge
× × 30 % 4,4 % Grundsicherungsquote ÷ 15 %; Spanne 20–40 %
98,3 Mio €
davon bei späteren Grundsicherungsbeziehern
[4]
× × 75 % ein Viertel bleibt über den Freibetrag beim Empfänger und steht im ersten Argument (Setzung, Spanne 0–50 %)
73,7 Mio €
davon auf die Grundsicherung angerechnet
× × 1,0 Empfängerseite, die zahlende Seite steht im Gegenargument; Spanne 24–180 Mio €
73,7 Mio €
gewichtet: öffentliche Haushalte
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,15
Normalised Impact
Score 0,15 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,7 von 100

Plausibilität

Dass eine Rente auf die Grundsicherung angerechnet wird, folgt aus dem Gesetz, ebenso der Freibetrag [21]; dafür muss niemand sein Verhalten ändern. Ohne die Pflicht bezöge dieselbe Gruppe im Alter Grundsicherung in voller Höhe. Die Entlastung tritt mit jeder angerechneten Rente ein. Offen ist allein die Höhe: der Anteil der Betroffenen, abgeleitet aus dem Abstand zwischen ehemals Selbstständigen und Beschäftigten in der Grundsicherung [4], und der Anteil, den der Freibetrag schützt. Beides steht als Spanne in der Rechnung und senkt die Plausibilität nicht. Als Vollzugsrisiko bleibt, dass Beiträge nicht gezahlt werden und dann keine Rente entsteht; Verbände warnen vor Beitragsrückständen [20]. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Beide Seiten des Vorgangs tragen dieselbe Plausibilität, weil es derselbe Betrag ist. Die Plausibilität ist sehr hoch: Die Anrechnung steht im Gesetz, der Zweifel an der Höhe steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Gleiche Last der Umlage

0,67Punkte

Beschäftigte nehmen hin, dass die Umlage ihre Beiträge niedriger verzinst als eine sichere Anlage; das ist ihr Anteil an der Finanzierung der laufenden Renten. Selbstständige ohne Pflichtabsicherung tragen diese Last bisher nicht. Die Pflicht beendet die Ungleichbehandlung für neue Selbstständige; Versorgungswerke und Künstlersozialkasse bleiben unberührt.

Wert 7 · VerteilungsgerechtigkeitImpact 0,1Plausibilität 9,5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Bewertet wird die Lastverteilung in der gesetzlichen Rentenversicherung zwischen Beschäftigten und Selbstständigen, nicht das Geld selbst, das steht in den Geldargumenten. Beschäftigte sind pflichtversichert und nehmen hin, dass die Umlage ihre Beiträge niedriger verzinst als eine sichere Anlage; dieser Abstand ist ihr Anteil daran, dass laufende Renten aus laufenden Beiträgen gezahlt werden. Selbstständige ohne Pflichtabsicherung tragen diese Last bisher nicht mit, obwohl sie im Alter dieselbe Grundsicherung in Anspruch nehmen können, ehemals Selbstständige sogar doppelt so häufig wie ehemals Beschäftigte [4]. Die Alterssicherungskommission empfiehlt, neue Selbstständige ohne Befreiungsmöglichkeit einzubeziehen, und die Deutsche Rentenversicherung lehnt eine Wahlfreiheit ab [1][3][4]. Die Legitimität einer Pflichtversicherung hängt daran, dass ihre Lasten nicht von der Erwerbsform abhängen. Ein spiegelbildliches Gegenargument gibt es nicht: Wer in einem Versorgungswerk oder der Künstlersozialkasse abgesichert ist, bleibt dort, und wer schon selbstständig ist, kann sich befreien lassen [3]. Hierher gehört auch der Dumpingwettbewerb, den die SPD in der Debatte nennt: Wer weder Beiträge zahlt noch selbst vorsorgt, kann Beschäftigte und vorsorgende Selbstständige im Preis unterbieten [31]. Soweit dieser Preisvorteil aus der gesparten Last der Umlage stammt, ist er die hier bewertete ungleiche Lastverteilung. Soweit er darauf baut, dass im Alter die Grundsicherung einspringt, steht er bei der entlasteten Grundsicherung. Was Kunden danach mehr zahlen und vorsorgende Anbieter mehr einnehmen, wechselt zwischen Gruppen mit gleichem Gewicht; ein eigenes Argument zählte deshalb dieselbe Last ein zweites Mal. Der Wert ist erhöht, weil eine gleiche Lastverteilung die Akzeptanz der Pflichtversicherung trägt, aber unterhalb von Gesundheit und Existenzsicherung.

Impact

Die Last, die die Pflicht künftig auch neuen Selbstständigen auferlegt, ist der Abstand zwischen der Verzinsung der Umlage und einer sicheren Anlage. Die gesetzliche Rente verzinst Beiträge rechnerisch mit rund 3 Prozent im Jahr [26], zehnjährige Bundesanleihen brachten im September 2026 rund 3,5 Prozent [28]; über die angesetzten 25 Jahre zwischen Einzahlung und mittlerem Rentenbezug summiert sich dieser halbe Punkt auf 13,3 Prozent des Beitrags. Grundlage sind die rund 2,19 Milliarden Euro Beiträge im Jahr ohne den Teil, der im Alter nur Grundsicherung ersetzt und im Gegenargument dazu schon ganz als Last steht: rund 2,11 Milliarden Euro, davon 13,3 Prozent sind rund 281 Millionen Euro im Jahr [4][6][7]. Der Geldbetrag selbst ist hier nicht gezählt: Er geht von den neu Versicherten an die Beitragsgemeinschaft und steht beim Argument zu den späteren Ansprüchen als gezeigter Zins, und den Ertrag über der Bundesanleihe zählt das Argument zum entgangenen Ertrag eigener Vorsorge. Gezählt ist allein das Mehrgewicht der gleichen Lastverteilung, angesetzt wie bei der Lastverschiebung zwischen Kinderlosen und Eltern in der Bewertung des Kinderlosenzuschlags in der Pflegeversicherung, 18 Prozent des verschobenen Betrags. Weil keine eigene Rechnung dieses Gewicht stützt, gilt die Spanne der übernommenen Setzung, 8 bis 30 Prozent. Das ergibt auf der Karte einen Normalised Impact von 0,1 (Spanne 0,04 bis 0,2), rund halb so viel wie der Schutz bei Erwerbsminderung und Tod. Sehr klein bleibt der Impact: ein Gerechtigkeitsgewinn auf einem Teil des Zinsabstands.

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2.111 Mio €
Beiträge der neuen Pflichtversicherten ohne den Teil, der nur Grundsicherung ersetzt
× × 13,3 % = 0,5 Punkte × 25 Jahre, mit Zinseszins Umlage rund 3 %, Bundesanleihe rund 3,5 %; Haltedauer 25 Jahre ist Setzung; der Geldbetrag ist beim Argument zu den späteren Ansprüchen gezeigt, nicht gezählt
280,8 Mio €
× Zinsabstand der Umlage zur Bundesanleihe über die Haltedauer
× × 18 % Setzung wie in der Bewertung des Kinderlosenzuschlags in der Pflegeversicherung, hier ohne eigene Rechnung; Spanne 8–30 % wie dort (19–98 Mio €)
50,5 Mio €
Mehrgewicht der gleichen Lastverteilung
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,1
Normalised Impact
Score 0,1 Impact × 7 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,7 von 100

Plausibilität

Dass neue Selbstständige mit der Pflicht dieselbe Verzinsung ihrer Beiträge hinnehmen wie Beschäftigte, ist keine Prognose, sondern folgt aus dem Gesetz: Sie erwerben Ansprüche nach derselben Rentenformel [1][4]. Verglichen wird mit dem heutigen Zustand, in dem rund 2,6 Millionen Selbstständige im Haupterwerb nicht verpflichtend abgesichert sind [4]. Die Kommission empfiehlt, diese Lücke für neue Selbstständige ohne Befreiungsmöglichkeit zu schließen [1][3]. Offen ist nicht das Ob, sondern das Gewicht: Es ist eine übernommene Setzung, und ob Selbstständige die Lasten der Umlage mittragen sollen, ist eine Wertfrage, über die Selbstständigenverbände anders urteilen als Kommission und Rentenversicherung [3][4]. Dieser Zweifel steht vollständig in der Spanne, die wie in der übernommenen Setzung von 8 bis 30 Prozent reicht, und senkt die Plausibilität nicht ein zweites Mal. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen; ein kleines Restrisiko liegt wie bei den Geldargumenten in Beitragsrückständen [20]. Als Satz über die Welt: Die gleiche Lastverteilung tritt in neunzehn von zwanzig vergleichbaren Fällen ein; wie viel sie zählt, sagt die Spanne. Die Plausibilität ist sehr hoch für die Gleichbehandlung selbst; ihr Gewicht ist eine Setzung und steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Contra-Argumente8 Argumente

Die Ansprüche zahlen spätere Beitragszahler

21Punkte

Jeder Beitrag der neuen Pflichtversicherten begründet einen Rentenanspruch. Ab den 2050er Jahren wird er fällig, dann stehen den Einnahmen entsprechende Ausgaben gegenüber. Langfristig ist die Einbeziehung für die Rentenkasse etwa neutral; der heutige Vorteil ist ein Vorgriff auf spätere Beitragszahler.

Wert 5 · Künftige BeitragszahlerImpact 4,4Plausibilität 9,5
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Wert

Auf dieser Seite steht Beitragsgeld künftiger Versicherter und Arbeitgeber, die die Renten der heute neu Versicherten finanzieren. Er verteilt sich wie der heutige Vorteil breit über die Beitragszahler und zählt wie ein durchschnittlicher Euro. Dass hier eine Generation auf Kosten einer späteren entlastet wird, ist keine zusätzliche Buchung: Der Betrag steht einmal auf jeder Seite, und in die Bilanz geht nur ein Gewichtsunterschied ein, der hier null ist. Ein Aufschlag für die Gerechtigkeit zwischen den Generationen ist nicht gebucht. Das Argument ist die Gegenseite zum Vorteil der heutigen Beitragszahler. Der Wert ist mittel: gewöhnliches Beitragsgeld, breit verteilt, nur später.

Impact

Die rund 2,19 Milliarden Euro Beiträge im Jahr (Spanne 1,2 bis 3,4) begründen Rentenansprüche der neuen Versicherten [4]. Modellrechnungen zeigen, dass der Einführungsgewinn ab Mitte der 2050er Jahre nachlässt, weil die Rentenausgaben steigen, und dass der Beitragssatz langfristig zum Ausgangspfad zurückkehrt [10][18]. Die Deutsche Rentenversicherung hält die Einbeziehung langfristig für voraussichtlich finanzneutral [4]. Angesetzt ist deshalb, dass jeder heute gezahlte Euro später einen Euro Rentenausgaben auslöst, den die dann Versicherten aufbringen. Was die Verschiebung kostet, ist der Zins: Die Rentenkasse hat das Geld Jahrzehnte früher und verzinst die Ansprüche rechnerisch mit rund 3 Prozent im Jahr [26], während zehnjährige Bundesanleihen im September 2026 rund 3,5 Prozent brachten [28]. Auf im Mittel rund 8 Milliarden Euro angesammelte Beiträge sind das je nach Lohnentwicklung 10 bis 40 Millionen Euro im Jahr. Sie gehen von den neu Versicherten an die Beitragsgemeinschaft, zwischen Gruppen mit gleichem Gewicht, und sind deshalb gezeigt, nicht gezählt. Der größere Abstand zu dem, was eine Anlage am Kapitalmarkt gebracht hätte, steht als eigenes Argument. Die Zahlung fällt nach dem Bewertungszeitraum an und wird den Beitragsjahren zugerechnet; der Euro zählt wie auf der Gegenseite einfach. Genau so groß wie der heutige Vorteil fällt der Impact aus, weil derselbe Beitrag später als Rente ausgezahlt wird.

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501 Tsd Personen
neue Pflichtversicherte im Mittel 2028 bis 2037
× (310,8 Tsd in der Gründungsphase × 3.500 € + 189,9 Tsd danach × 5.779 €) ÷ 500,7 Tsd = 4.365 € halber Regelbeitrag bzw. einkommensabhängig in den ersten drei Jahren; danach 42 % Regelbeitrag, Rest 18,6 % von rund 1.600 € im Monat; Spanne 1,2–3,4 Mrd €
2.185 Mio €
× mittlerer Jahresbeitrag
× × 1,0 Gegenseite zum heutigen Vorteil; Ansprüche fallen ab den 2050er Jahren an und werden den Beitragsjahren zugerechnet; der Zins der Verschiebung (10–40 Mio € im Jahr) ist gezeigt, nicht gezählt
2.185 Mio €
gewichtet: spätere Beitragszahler
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
4,37
Normalised Impact
Score 4,37 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 21 von 100

Plausibilität

Dass ein Beitrag einen Rentenanspruch begründet, folgt aus dem Gesetz. Gemessen wird an derselben Rentenkasse ohne die neuen Pflichtversicherten. Die spätere Last tritt mit jedem gezahlten Beitrag ein. Offen ist allein ihre Höhe: Dass sich Einnahmen und Ausgaben langfristig etwa ausgleichen, zeigen die Simulationen von IMK und Max-Planck-Institut [10][18]; leben Selbstständige länger als Beschäftigte, kostet ihr Anspruch mehr [18]. Dieser Zweifel steht als Spanne in der Rechnung und senkt die Plausibilität nicht. Als Vollzugsrisiko bleiben Beitragsrückstände; dann entfällt mit dem Zufluss auch der Anspruch [20]. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Beide Seiten tragen dieselbe Plausibilität, weil es derselbe Betrag ist. Die Plausibilität ist sehr hoch: Der Anspruch folgt aus dem Gesetz, der Zweifel an der Höhe steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Entgangener Ertrag eigener Vorsorge

1,1Punkte

Die meisten Selbstständigen sorgen bereits vor, mit Immobilien, Versicherungen oder Wertpapieren. Der Pflichtbeitrag ersetzt bei ihnen einen großen Teil dieser Vorsorge, und die Umlage verzinst ihn niedriger als eine Anlage am Kapitalmarkt. Gezählt ist nur der Ertrag oberhalb sicherer Staatsanleihen, über rund 25 Jahre angesetzt ein Achtel des eingezahlten Betrags.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 0,4Plausibilität 5,5
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Wert

Betroffen ist das Alterseinkommen von Selbstständigen, die auch ohne Pflicht vorsorgen. Es geht um Geld, um Kaufkraft im Ruhestand, nicht um die Existenz: Diese Gruppe hat Vermögen oder andere Ansprüche. Sie verdient im Mittel mehr als die Selbstständigen ohne Vorsorge, von denen zwei Drittel unter 2.000 Euro Haushaltseinkommen im Monat haben [5]; ihr Euro zählt deshalb etwas weniger als ein durchschnittlicher, angesetzt mit 0,8. Ein Aufschlag für die verlorene Wahlfreiheit ist nicht gebucht. Die Einordnung folgt der Bewertung der gesetzlichen Kapitalrente, in der derselbe Ertragsunterschied zwischen Kapitalanlage und Umlage auf der anderen Seite steht. Der Wert ist mittel: Es geht um Einkommen im Alter bei Haushalten, die nicht knapp sind.

Impact

Von den rund 2,19 Milliarden Euro Beiträgen im Jahr ersetzen angesetzt 85 Prozent, rund 1,86 Milliarden Euro, andere Vorsorge; die übrigen 15 Prozent sind zusätzliches Sparen und stehen im ersten Argument [5]. Die gesetzliche Rente verzinst Beiträge rechnerisch mit rund 3 Prozent im Jahr, bei 2 Prozent Inflation rund 1 Prozent real [26][27]. Der Abstand bis zur Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, real rund 1,5 Prozent [28], ist hier nicht gezählt: Er ist der Zins der Verschiebung, geht von den neu Versicherten an die Beitragsgemeinschaft und steht im Argument zu den späteren Ansprüchen. Gezählt ist nur, was eine eigene Anlage darüber hinaus gebracht hätte. Ein breit gestreutes Wertpapierdepot brachte in der Simulation für die Alterssicherungskommission über 25 Jahre im Median 4,5 Prozent real nach Kosten, in der Hälfte der Fälle zwischen 2,4 und 6,5 Prozent [27]; nach einem Abschlag von 2 Punkten für das Kursrisiko bleiben 2,5 Prozent, ein Punkt über der Bundesanleihe. Das ist der obere Rand. Übliche private Ersparnis ist in der Bewertung der Kapitalrente mit 1,5 Prozent real angesetzt und bringt nicht mehr als die Anleihe; liegt fast die ganze verdrängte Vorsorge so, bleiben 0,2 Punkte als unterer Rand. Angesetzt ist die Mitte, ein halber Punkt im Jahr, und eine Bindung von rund 25 Jahren von der Einzahlung mit Ende dreißig bis zur Mitte des Rentenbezugs [7]; über diese Zeit summiert sich der halbe Punkt auf 13 Prozent des Beitrags. Das sind rund 247 Millionen Euro im Jahr, mit dem Gewicht dieser Gruppe 198 Millionen (Spanne 65 bis 470). Der Schutz bei Erwerbsminderung und Tod, den die Umlage mitliefert, steht als eigenes Argument auf der anderen Seite. Klein bleibt der Impact, obwohl er auf 85 Prozent der Beiträge anfällt: Gezählt ist nur der Ertrag oberhalb sicherer Anleihen.

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501 Tsd Personen
neue Pflichtversicherte im Mittel 2028 bis 2037
× (310,8 Tsd in der Gründungsphase × 3.500 € + 189,9 Tsd danach × 5.779 €) ÷ 500,7 Tsd = 4.365 € halber Regelbeitrag bzw. einkommensabhängig in den ersten drei Jahren; danach 42 % Regelbeitrag, Rest 18,6 % von rund 1.600 € im Monat; Spanne 1,2–3,4 Mrd €
2.185 Mio €
× mittlerer Jahresbeitrag
× × 85 % Gegenstück zu den 15 % zusätzlicher Vorsorge im ersten Argument; Setzung
1.857,3 Mio €
davon ersetzt andere Vorsorge
[5]
× × 13,3 % = 0,5 Punkte × 25 Jahre, mit Zinseszins gezählt nur der Ertrag über der Bundesanleihe (1,5 % real): 0,2 bis 1 Punkt (Kapitalmarkt 4,5 % − 2 Punkte Risikoabschlag − 1,5 %), Mitte 0,5; der Abstand Bundesanleihe gegen Umlage ist der Zins der Verschiebung und steht bei den späteren Ansprüchen; Haltedauer 25 Jahre ist Setzung
247 Mio €
× entgangener Ertrag oberhalb sicherer Anleihen über die Haltedauer
× × 0,8 Einkommen im Mittel über dem Durchschnitt; Setzung zwischen drittem und viertem Fünftel; Spanne 65–470 Mio €
197,6 Mio €
gewichtet: Selbstständige mit eigener Vorsorge
[5]
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,4
Normalised Impact
Score 0,4 Impact × 5 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 1,1 von 100

Plausibilität

Behauptet wird, dass Selbstständige mit eigener Vorsorge in der Umlage auf einen Ertrag verzichten, den ihre eigene Anlage über sichere Anleihen hinaus gebracht hätte. Dass Kapitalanlagen über Jahrzehnte mehr abwerfen als die Umlage, ist gut belegt: Die Simulation für die Kommission beruht auf Monatsdaten von 1970 bis 2024 [27]. Ohne die Pflicht wäre die private Vorsorge weitergelaufen, und an ihr wird gemessen; das Design ist ein kontrollierter Vergleich historischer Renditereihen mit der Verzinsung der Rente, ohne Zufallsvariation. Die eine Störgröße ist, worin Selbstständige tatsächlich vorsorgen: Ein Teil liegt in Immobilien, Lebensversicherungen und im eigenen Betrieb, deren Ertrag niemand für diese Gruppe gemessen hat; deshalb reicht die Spanne bis hinunter auf 0,2 Punkte. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Unsicher sind zwei weitere Glieder: wie viel der Vorsorge der Pflichtbeitrag wirklich verdrängt und wie lange das Geld gebunden bleibt. Gegen das Argument spricht, dass die gesetzliche Rente lebenslang zahlt und mit den Löhnen steigt, was private Anlagen nicht leisten. Als Satz über die Welt: In gut der Hälfte der Fälle entgeht den Vorsorgenden ein Ertrag in der angesetzten Spanne. Die Plausibilität ist mittel: Der Renditeabstand ist gut belegt, die Übertragung auf die Vorsorge von Selbstständigen und die Bindungsdauer sind es nicht.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 7 Nachweis der Wirkung: Kontrolliert · höchstens 7

Wer wenig verdient, zahlt für die Grundsicherung mit

1Punkte

Selbstständige mit sehr niedrigem Einkommen zahlen über Jahre Beiträge und beziehen im Alter trotzdem Grundsicherung, auf die ihre Rente angerechnet wird. Nach 33 Versicherungsjahren bleibt ihnen ein Freibetrag, angesetzt ein Viertel der Rente; der größere Teil entlastet den Staat. Im Erwerbsleben fehlt das Geld spürbar.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 0,2Plausibilität 9,5
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Wert

Gezahlt wird dieses Geld von Selbstständigen mit sehr niedrigem Einkommen, das sie im Erwerbsleben zahlen und im Alter nicht zusätzlich zurückbekommen. Zwei Drittel der Selbstständigen ohne Vorsorge haben weniger als 2.000 Euro Haushaltseinkommen im Monat, fast 17 Prozent aller Selbstständigen leben unter der Armutsgrenze [5]. Bei so knappen Budgets wiegt ein Euro schwerer als beim Durchschnitt; angesetzt ist das Gewicht des zweiten Einkommensfünftels, das Anderthalbfache. Ein zusätzlicher Aufschlag für die Härte ist nicht gebucht, weil sie im Gewicht des Euro steckt. Gebucht ist der Vorgang als Paar mit der entlasteten Grundsicherung auf der Gegenseite. Der Wert ist mittel: Geld privater Haushalte mit niedrigem Einkommen, deren Lage im Gewicht des Euro steckt.

Impact

Die Rechnung ist dieselbe wie bei der entlasteten Grundsicherung: Von rund 2,19 Milliarden Euro Beiträgen im Jahr sind angesetzt 15 Prozent zusätzliche Vorsorge, davon 30 Prozent bei Menschen, die im Alter trotzdem Grundsicherung beziehen [4][5]. Das sind rund 98 Millionen Euro im Jahr. Ein Viertel davon kommt über den Freibetrag bei den Versicherten selbst an und steht im ersten Argument [21]; drei Viertel, rund 74 Millionen Euro (Spanne 24 bis 180), ersetzen nur Grundsicherung. Für diesen Teil steigt das Alterseinkommen nicht. Im Erwerbsleben fehlen den Betroffenen dagegen bis zu 367,82 Euro im Monat, der halbe Regelbeitrag der ersten drei Jahre [3]. Die Selbständigenverbände rechnen für Teilzeit-Selbstständige knapp über der Geringfügigkeitsgrenze mit Abgaben von über 60 Prozent für Rente, Kranken- und Pflegeversicherung zusammen [3]. Wer die 33 Jahre nicht erreicht, hat keinen Freibetrag; wer sie erreicht, kann zusätzlich einen Zuschlag für langjährig Versicherte mit niedrigem Einkommen erhalten [23]. Beides steht in der Spanne. Der Euro zählt bei den Zahlenden mit dem Anderthalbfachen, beim Staat einfach. Weil die Gruppe klein ist, bleibt der Impact klein; er wiegt schwerer als die Entlastung des Staates, weil dasselbe Geld bei den Zahlenden knapper ist.

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501 Tsd Personen
neue Pflichtversicherte im Mittel 2028 bis 2037
× (310,8 Tsd in der Gründungsphase × 3.500 € + 189,9 Tsd danach × 5.779 €) ÷ 500,7 Tsd = 4.365 € halber Regelbeitrag bzw. einkommensabhängig in den ersten drei Jahren; danach 42 % Regelbeitrag, Rest 18,6 % von rund 1.600 € im Monat; Spanne 1,2–3,4 Mrd €
2.185 Mio €
× mittlerer Jahresbeitrag
× × 15 % wie im ersten Argument; Setzung, Spanne 7–30 %
327,8 Mio €
davon zusätzliche Vorsorge
× × 30 % 4,4 % Grundsicherungsquote ÷ 15 %; Spanne 20–40 %
98,3 Mio €
davon bei späteren Grundsicherungsbeziehern
[4]
× × 75 % ein Viertel bleibt über den Freibetrag beim Empfänger und steht im ersten Argument (Setzung, Spanne 0–50 %)
73,7 Mio €
davon auf die Grundsicherung angerechnet
× × 1,5 zweites Einkommensfünftel; Gegenseite zur entlasteten Grundsicherung; Spanne 36–280 Mio €
110,6 Mio €
gewichtet: Selbstständige mit sehr niedrigem Einkommen
[5]
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,22
Normalised Impact
Score 0,22 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 1 von 100

Plausibilität

Dass die Rente auf die Grundsicherung angerechnet wird, folgt aus dem Gesetz; dafür muss niemand sein Verhalten ändern [21]. Im Vergleich bliebe dieselbe Gruppe ohne Pflichtbeiträge und bezöge im Alter Grundsicherung in voller Höhe. Die Last tritt mit jedem gezahlten Beitrag ein, dessen Rente später angerechnet wird. Offen ist allein die Höhe: wie viele später auf Grundsicherung angewiesen sind [4] und wie viel der Freibetrag ihnen lässt. Beides steht als Spanne in der Rechnung und senkt die Plausibilität nicht. Als Vollzugsrisiko bleibt, dass Beiträge nicht gezahlt werden; dann entfällt die Last ebenso wie die Entlastung des Staates [20]. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Beide Seiten tragen dieselbe Plausibilität, weil es derselbe Betrag ist. Die Plausibilität ist sehr hoch: Die Anrechnung steht im Gesetz, der Zweifel an der Höhe steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Weniger Geld in der Gründungsphase

0,99Punkte

Gerade in den ersten Jahren sind neue Selbstständige knapp bei Kasse; drei Viertel finanzieren ihre Gründung allein aus eigenen Mitteln. Der Pflichtbeitrag bindet Geld, das sonst in Aufträge, Ausstattung oder eine Reserve geflossen wäre. Eine Untersuchung aus Finnland zeigt, dass junge Firmen frei gewordene Beiträge genau dafür verwenden.

Wert 5 · UnternehmensbudgetsImpact 0,3Plausibilität 6
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Wert

Betroffen ist Geld junger Unternehmen, das in der Gründungsphase für Investitionen und Reserven fehlt. Gezählt wird nicht der Beitrag selbst, der als Rentenanspruch zurückkommt, sondern was der Euro im Betrieb mehr wert gewesen wäre als später auf dem Rentenkonto. Das ist ein gewöhnlicher Geldstrom von Betrieben ohne besondere Schwere. Die persönliche Lage der Gründerinnen und Gründer mit sehr niedrigem Einkommen steht im Argument zur Grundsicherung, hier zählt nur der Betrieb. Ein Aufschlag dafür, dass Gründungen für die Wirtschaft insgesamt wichtig sind, ist nicht gebucht; ein Rückgang der Gründungen steht als eigenes Argument. Der Wert ist mittel: Geld von Betrieben zum Nennwert.

Impact

In den ersten drei Jahren nach der Gründung sind im Mittel der zehn Jahre ab 2028 rund 311.000 der neu Versicherten, hergeleitet aus Gründungen und Abbrüchen [4][6][7]. Sie zahlen angesetzt im Mittel 3.500 Euro im Jahr, knapp unter dem halben Regelbeitrag von 367,82 Euro im Monat [3]; zusammen sind das rund 1,09 Milliarden Euro im Jahr. 75 Prozent der Gründerinnen und Gründer finanzieren sich ausschließlich aus eigenen Mitteln [7], ein Kredit als Ersatz ist für viele teuer oder nicht zu haben. Angesetzt ist, dass ein in dieser Phase entzogener Euro im Betrieb 15 Prozent mehr wert gewesen wäre als auf dem Rentenkonto (Setzung, Spanne 5 bis 30). Das sind rund 163 Millionen Euro im Jahr (Spanne 31 bis 483). Nach der Gründungsphase ist kein solcher Verlust angesetzt; was die Bindung des Geldes Menschen ohne eigene Vorsorge kostet, steht in einem eigenen Argument. Nur ein Teil des Beitrags geht verloren, deshalb ist der Impact klein; der Rest kommt als Rente zurück.

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310,8 Tsd Personen
neue Pflichtversicherte in den ersten drei Jahren, Mittel 2028 bis 2037
× × 3.500 € knapp unter dem halben Regelbeitrag (4.414 € im Jahr); Spanne 2.500–4.414 €
1.088 Mio €
× Beitrag in der Gründungsphase
[3]
× × 15 % Setzung; 75 % ausschließlich eigenfinanziert; Spanne 5–30 %, insgesamt 31–483 Mio €
163,2 Mio €
× Mehrwert des Euro im Betrieb
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,33
Normalised Impact
Score 0,33 Impact × 5 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 1,0 von 100

Plausibilität

Dass eine Beitragspflicht junge Firmen bindet, zeigt eine Untersuchung aus Finnland von Benzarti, Harju und Matikka: Sie vergleicht Unternehmer mit 30 bis 50 Prozent Firmenanteil, die ab 2011 ihre Beiträge frei wählen durften, mit Unternehmern mit 51 bis 70 Prozent, die das schon vorher durften, vor und nach der Änderung [9]. Wer freikam, senkte seine Beiträge deutlich; junge Firmen steckten das Geld in Umsatz, Löhne und Investitionen, ältere legten es an [9]. Als Gegenfall dient die freie Beitragswahl; das Design ist quasi-experimentell, ein Vorher-nachher-Vergleich mit Kontrollgruppe. Die eine Störgröße ist, dass die finnischen Unternehmer Anteilseigner von Kapitalgesellschaften sind und keine Solo-Gründer; deshalb ein Abschlag für die Übertragung. Eine Umkehr der Richtung scheidet aus, weil die Schwelle von außen gesetzt wurde. Die Höhe des Verlusts je Euro ist eine Setzung und steht als Spanne in der Rechnung. Als Satz über die Welt: In sechs von zehn Fällen tritt der Verlust in etwa der angesetzten Größe ein. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: Dass die Pflicht junge Firmen bremst, ist an einer echten Reform gemessen, die Größe des Verlusts nicht.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 7 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Zwangssparen bei knappem Budget

0,63Punkte

Wer bisher nicht vorsorgt, hat dafür oft einen Grund: Das Geld reicht kaum für Miete, Krankenversicherung und Betrieb. Der Pflichtbeitrag ist für diese Menschen kein verschobener Konsum, sondern fehlt bei Rücklagen und Schuldentilgung. Das Geld kommt als Rente zurück, ist aber Jahrzehnte nicht verfügbar.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 0,3Plausibilität 5
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Wert

Betroffen ist verfügbares Geld von Selbstständigen mit niedrigem Einkommen, die ohne Pflicht nicht vorgesorgt hätten. Zwei Drittel der Selbstständigen ohne Vorsorge haben weniger als 2.000 Euro Haushaltseinkommen im Monat [5]. Bei so knappen Budgets wiegt ein Euro schwerer als beim Durchschnitt; angesetzt ist das Anderthalbfache, dasselbe Gewicht wie für ihre Erwerbsphase im ersten Argument. Es bleibt Geld, nicht Existenz: Der Beitrag kehrt als Rentenanspruch zurück, und die Grundsicherung besteht fort. Ein zusätzlicher Aufschlag für die Härte ist nicht gebucht, weil sie im Gewicht des Euro steckt. Der Wert ist mittel: Geld und Handlungsspielraum bei Haushalten, die beides knapp haben.

Impact

Zusätzlich gespart wird angesetzt bei 15 Prozent der rund 2,19 Milliarden Euro Beiträge im Jahr; ohne den Teil, der später nur Grundsicherung ersetzt und im Argument dazu schon voll als Verlust steht, sind das rund 254 Millionen Euro [4][5]. Dieses Geld ist nicht verloren, es kommt als Rente zurück, und der Vorteil daraus steht im ersten Argument. Gebunden ist es trotzdem, über Jahrzehnte, nicht beleihbar und nicht für Notfälle verfügbar. Die Bewertung der gesetzlichen Kapitalrente setzt für Haushalte ohne Rücklagen 40 Prozent des einbehaltenen Betrags als Nachteil der Bindung an (Spanne 25 bis 60), weil dort Notgroschen und Kredittilgung ausfallen [8]. Derselbe Satz gilt hier; er ist eine Setzung. Abgezogen sind 7,5 Punkte, weil für die Beiträge der ersten drei Jahre, rund die Hälfte des Volumens, schon 15 Prozent im Argument zur Gründungsphase stehen. Es bleiben 32,5 Prozent, rund 83 Millionen Euro im Jahr, mit dem Gewicht dieser Gruppe 124 Millionen (Spanne 31 bis 400). Klein fällt der Impact aus, weil nur die Minderheit ohne eigene Vorsorge betroffen ist; er hebt rund die Hälfte ihres Vorteils im Alter wieder auf.

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501 Tsd Personen
neue Pflichtversicherte im Mittel 2028 bis 2037
× (310,8 Tsd in der Gründungsphase × 3.500 € + 189,9 Tsd danach × 5.779 €) ÷ 500,7 Tsd = 4.365 € halber Regelbeitrag bzw. einkommensabhängig in den ersten drei Jahren; danach 42 % Regelbeitrag, Rest 18,6 % von rund 1.600 € im Monat; Spanne 1,2–3,4 Mrd €
2.185 Mio €
× mittlerer Jahresbeitrag
× × 15 % × 77,5 % wie im ersten Argument; der Teil, der nur Grundsicherung ersetzt, steht im Argument dazu schon voll als Verlust
254 Mio €
davon zusätzliche Vorsorge, die im Alter bei den Versicherten ankommt
× × 32,5 % = 40 % − 7,5 Punkte Setzung wie in der Bewertung der gesetzlichen Kapitalrente für Haushalte ohne Rücklagen; abgezogen sind 15 % auf die Hälfte der Beiträge, die schon im Argument zur Gründungsphase stehen
82,6 Mio €
× Nachteil der Bindung
[8]
× × 1,5 zweites Einkommensfünftel, wie im ersten Argument für die Erwerbsphase; Spanne 31–400 Mio €
123,8 Mio €
gewichtet: Selbstständige mit niedrigem Einkommen
[5]
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,25
Normalised Impact
Score 0,25 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 0,6 von 100

Plausibilität

Dass erzwungenes Sparen Haushalten ohne Rücklagen etwas nimmt, bestreitet niemand; strittig ist allein, wie schwer die Bindung wiegt. Die dänische Untersuchung von Chetty und Koautoren zeigt, dass Pflichtbeiträge bei passiven Sparern nicht durch weniger eigenes Sparen ausgeglichen werden, das Geld also aus dem laufenden Budget kommt [8]. Zum Vergleich dient der Haushalt ohne Pflichtbeitrag; das Design ist quasi-experimentell, eine Ereignisstudie um Arbeitgeberwechsel. Die eine Störgröße ist die Selbstauswahl in Betriebe mit hohen Beiträgen, die der Vergleich desselben Haushalts vor und nach dem Wechsel ausschaltet. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Belegt ist damit, woher der Euro kommt, nicht der Preis der Bindung: Wie viel ein Notgroschen wert ist, lässt sich nicht messen, nur begründet ansetzen. Das Argument tritt nur ein, wenn die Pflicht bei dieser Gruppe überhaupt zusätzliches Sparen auslöst; es hängt an derselben Frage wie ihr Vorteil im Alter. Als Satz über die Welt: In etwa jedem zweiten Fall kostet die Bindung so viel wie angesetzt. Die Plausibilität ist begrenzt: Dass der Nachteil besteht, ist sicher, seine Höhe ist eine Bewertungsfrage.

Beleglage: Plausibilität · Plausibilität höchstens 5 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Verwaltung und Einkommensprüfung

0,52Punkte

Die Rentenversicherung muss Hunderttausende neue Versicherte erfassen, ihre schwankenden Einkommen prüfen und Beiträge einziehen. Verbände warnen zudem vor Nachzahlungen und Beitragsschulden wie in der Krankenversicherung. Der Aufwand ist klein im Verhältnis zum Beitragsstrom.

Wert 5 · Vollzug & VerfahrenImpact 0,1Plausibilität 9,5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Gezählt werden Arbeitszeit und Technik der Rentenversicherung und Zeit der Versicherten für Nachweise. Das sind reale Ressourcen, die anderswo fehlen, ohne besondere Schwere. Ein Euro zählt so viel wie ein durchschnittlicher Euro. Beitragsschulden selbst sind ein Geldstrom zwischen Versicherten und Kasse und hier nicht gebucht; gezählt ist der Aufwand, sie festzustellen und einzutreiben. Die Einordnung entspricht dem Verwaltungsaufwand in anderen Bewertungen dieses Bereichs. Der Wert ist mittel: reale Verwaltungsressourcen zum Nennwert.

Impact

Die Verwaltungs- und Verfahrenskosten der Rentenversicherung liegen bei rund 1,3 Prozent der Ausgaben [13]. Übertragen auf den neuen Beitragsstrom von rund 2,19 Milliarden Euro im Jahr sind das rund 28 Millionen Euro. Bei Selbstständigen kommt die Prüfung schwankender Einkommen über Steuerbescheide hinzu, und Verbände warnen vor Nachzahlungen und Beitragsrückständen, wie sie Selbstständige in der Krankenversicherung schon in Milliardenhöhe haben [20]. Angesetzt ist deshalb der doppelte Kostensatz (Setzung, Spanne einfach bis dreifach). Das sind rund 57 Millionen Euro im Jahr (Spanne 16 bis 131). Der Aufwand fällt an, sobald die Pflicht gilt, unabhängig davon, wie viele gründen. Sehr klein ist der Impact, weil der Aufwand nur ein kleiner Bruchteil der eingezogenen Beiträge ist.

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501 Tsd Personen
neue Pflichtversicherte im Mittel 2028 bis 2037
× (310,8 Tsd in der Gründungsphase × 3.500 € + 189,9 Tsd danach × 5.779 €) ÷ 500,7 Tsd = 4.365 € halber Regelbeitrag bzw. einkommensabhängig in den ersten drei Jahren; danach 42 % Regelbeitrag, Rest 18,6 % von rund 1.600 € im Monat; Spanne 1,2–3,4 Mrd €
2.185 Mio €
× mittlerer Jahresbeitrag
× × 1,3 % Anteil der Verwaltungs- und Verfahrenskosten an den Ausgaben der Rentenversicherung
28,4 Mio €
× Verwaltungskostensatz
× × 2 Setzung, Spanne 1–3 (16–131 Mio €)
56,8 Mio €
× Zuschlag für Einkommensprüfung und Rückstände
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,11
Normalised Impact
Score 0,11 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,5 von 100

Plausibilität

Dass neue Versicherte Verwaltungsaufwand verursachen, folgt aus der Pflicht selbst. Ohne die Pflicht hätte die Rentenversicherung diese neuen Versicherten nicht. Die Kosten entstehen, sobald die Pflicht gilt. Offen ist allein ihre Höhe: Sie ist aus dem Kostensatz der Rentenversicherung abgeleitet [13], der Zuschlag für die Einkommensprüfung ist eine Setzung. Wie viel Aufwand schwankende Einkommen und Rückstände tatsächlich machen, steht als Spanne in der Rechnung und senkt die Plausibilität nicht [20]. Als Vollzugsrisiko bleibt, dass die Rentenversicherung weniger prüft als angesetzt. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Die Plausibilität ist sehr hoch: Die Kosten entstehen mit der Pflicht, der Zweifel an der Höhe steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Weniger Gründungen

0,25Punkte

Selbstständigenverbände erwarten, dass die Beitragspflicht vor allem kleine und Teilzeit-Gründungen abschreckt. Wer deshalb nicht gründet, verliert selbst wenig, weil er eine Alternative hat; es fehlen aber Angebote, Wettbewerb und manche Stelle. Gemessen ist ein solcher Rückgang bisher nicht.

Wert 6 · Wohlstand & ProduktionImpact 0,1Plausibilität 3,5
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Wert

Verloren geht Wertschöpfung, die nicht entsteht, weil eine Gründung unterbleibt. Wer nicht gründet, arbeitet meist anders weiter; sein eigener Verlust ist klein, der Rest ist der Beitrag einer Firma zu Angebot, Wettbewerb und Beschäftigung. Das ist kein bloß verschobener, sondern ein nicht entstandener Euro und zählt deshalb etwas über Geldströmen zum Nennwert. Ein Aufschlag für die Bedeutung von Gründungen als Zukunftsthema ist nicht gebucht. Die Einordnung entspricht anderen Bewertungen, in denen Produktion verloren geht. Der Wert ist mittel: Es geht um Wertschöpfung, die nicht entsteht.

Impact

Rund 148.000 Menschen beginnen jedes Jahr im Vollerwerb eine Selbstständigkeit ohne Pflichtabsicherung [4][6]; im Mittel des Zeitraums wären rund 501.000 von ihnen tätig. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Selbständigenverbände erwartet einen deutlichen Einbruch vor allem bei Teilzeitgründungen, beziffert ihn aber nicht [3]. Angesetzt ist ein Rückgang der Vollerwerbs-Gründungen um 3 Prozent (Setzung, Spanne 1 bis 8, falls der Rückgang eintritt; ob er überhaupt eintritt, ist eine Frage der Plausibilität), rund 15.000 unterbliebene Firmenjahre im Jahr. Je unterbliebenem Firmenjahr gehen angesetzt 4.000 Euro verloren, ein Fünftel eines Jahreseinkommens von rund 20.000 Euro, weil die meisten Solo-Selbstständigen netto unter 1.500 Euro im Monat verdienen (Setzung, Spanne ein Zehntel bis zwei Fünftel) [18]. Das sind rund 60 Millionen Euro im Jahr (Spanne 16 bis 200). Nebenerwerbs-Gründungen, rund 70 Prozent aller Gründungen [3], sind nicht eingerechnet, weil offen ist, ob sie erfasst werden. Wenige Gründungen unterbleiben, und wer nicht gründet, hat meist eine Alternative; deshalb ist der Impact klein.

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501 Tsd Personen
neue Selbstständige ohne Pflichtabsicherung im Mittel 2028 bis 2037
× × 3 % Setzung, Spanne 1–8 %, falls der Rückgang eintritt
15.030 Firmenjahre
× Rückgang der Gründungen
[3]
× × 4.000 € Setzung: ein Fünftel von rund 20.000 € Jahreseinkommen; Spanne 2.000–8.000 €, insgesamt 16–200 Mio €
60,1 Mio €
× Verlust je unterbliebenem Firmenjahr
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,12
Normalised Impact
Score 0,12 Impact × 6 Wert × 3,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,3 von 100

Plausibilität

Die Kette ist benannt: Ein Pflichtbeitrag von bis zu 367,82 Euro im Monat in den ersten drei Jahren erhöht die Kosten einer Gründung, einige Gründungen unterbleiben, ihre Wertschöpfung fehlt [3]. Belegt ist das erste Glied, dass eine Beitragspflicht junge Firmen tatsächlich bindet [9]; wie viele Gründungen deshalb unterbleiben, ist für Deutschland nicht gemessen. Ausgangspunkt ist die heutige Gründungstätigkeit; das Design ist mechanistisch, die Stärke der Reaktion ist ungeprüft. Die eine Störgröße ist der Rückgang der Vollerwerbs-Gründungen um zwei Drittel in 20 Jahren, der ohne die Pflicht stattfand [3] und jeden künftigen Rückgang überlagern wird. Gegen eine starke Wirkung spricht, dass 56 Prozent der Gründenden mit bis zu 5.000 Euro Kapital auskommen [7] und die Beiträge als Rentenanspruch zurückkommen. Als Satz über die Welt: In etwa einem Drittel der Fälle tritt der Rückgang in der angesetzten Größe ein. Die Plausibilität ist niedrig: Die Richtung ist denkbar, das Glied, das die Größe trägt, ist nicht gemessen.

Beleglage: Plausibilität · Plausibilität höchstens 5 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6 Einordnung: Kette offen · Plausibilität 3–3,5

Offen: Eine Messung, wie stark Gründungen auf eine neu eingeführte Beitragspflicht reagieren, etwa aus einem Nachbarland mit vergleichbarer Reform, würde P bis 5,0 heben.

Ausweichen in die GmbH

0,19Punkte

Wer seine Tätigkeit über eine eigene GmbH oder UG führt, gilt als Geschäftsführer der Gesellschaft und fällt nach heutigem Recht meist nicht unter die Sozialversicherungspflicht. Ein Teil der Gründerinnen und Gründer könnte diesen Weg wählen, um der Pflicht zu entgehen. Das kostet Notar, Buchführung und Jahresabschluss, ohne dass etwas entsteht.

Wert 5 · UnternehmensbudgetsImpact 0,1Plausibilität 3,5
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Wert

Gezählt wird Geld kleiner Betriebe für Gründungskosten, Buchführung und Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft, die allein der Umgehung dient. Das sind reale Ressourcen, die für nichts anderes mehr zur Verfügung stehen, ohne besondere Schwere. Ein Euro zählt so viel wie ein durchschnittlicher Euro. Die Beiträge, die der Rentenkasse dadurch entgehen, sind hier nicht gezählt; sie verkleinern den Zufluss und die späteren Ansprüche gleichermaßen. Die Einordnung entspricht anderen Befolgungs- und Ausweichkosten von Betrieben. Der Wert ist mittel: Geld von Betrieben zum Nennwert.

Impact

Mehrheitsgesellschafter, die ihre GmbH selbst führen, gelten in der Regel nicht als sozialversicherungspflichtig [30]. Ob die neue Pflicht sie erfasst, ist offen, weil ein Gesetzentwurf fehlt [19]. Angesetzt ist, dass 7,5 Prozent der im Mittel rund 501.000 neuen Pflichtversicherten in eine GmbH oder UG ausweichen (Setzung, Spanne 4 bis 10), rund 37.600 Betriebe. Je Betrieb sind 1.500 Euro im Jahr an zusätzlichen Kosten für Buchführung, Jahresabschluss und die auf die Jahre verteilte Gründung angesetzt (Setzung). Das sind rund 56 Millionen Euro im Jahr (Spanne 20 bis 100). Der Beitragsstrom schrumpft im selben Maß; das steckt in der Spanne der beiden großen Posten. Nebenerwerbs-Gründungen sind wie überall in dieser Bewertung nicht eingerechnet. Wenige weichen aus, und die Kosten je Betrieb sind überschaubar; der Impact ist deshalb sehr klein.

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501 Tsd Personen
neue Pflichtversicherte im Mittel 2028 bis 2037
× × 7,5 % Setzung, Spanne 4–10 %
37,6 Tsd Betriebe
× Anteil, der in GmbH oder UG ausweicht
× × 1.500 € Setzung: Buchführung, Jahresabschluss, anteilige Gründungskosten; Spanne insgesamt 20–100 Mio €
56,4 Mio €
× zusätzliche Kosten der Rechtsform je Jahr
÷ 500 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,11
Normalised Impact
Score 0,11 Impact × 5 Wert × 3,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,2 von 100

Plausibilität

Die Kette ist benannt: Die Pflicht macht die Selbstständigkeit als Einzelunternehmen teurer, die eigene Gesellschaft bleibt nach heutigem Recht frei, einige wechseln die Rechtsform [30]. Maßstab ist die heutige Wahl der Rechtsform; das Design ist mechanistisch, eine Verhaltenskette ohne gemessene Stärke. Belegt ist nur der Anreiz, nicht die Reaktion: Wie viele Gründer wegen einer Beitragspflicht die Rechtsform wechseln, ist für Deutschland nicht gemessen. Die eine Störgröße ist der Gesetzgeber selbst, der die Lücke schließen kann, indem er Gesellschafter-Geschäftsführer einbezieht. Dagegen spricht auch, dass 56 Prozent der Gründenden mit bis zu 5.000 Euro Kapital auskommen und eine Gesellschaft für sie unverhältnismäßig wäre [7]. Eine Umkehr der Richtung ist ausgeschlossen. Als Satz über die Welt: In etwa einem Drittel der Fälle tritt das Ausweichen in der angesetzten Größe ein. Die Plausibilität ist niedrig: Der Anreiz ist klar, die Reaktion nicht gemessen und die Lücke leicht zu schließen.

Beleglage: Plausibilität · Plausibilität höchstens 5 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6 Einordnung: Kette offen · Plausibilität 3–3,5

Offen: Der Referentenentwurf klärt, ob Gesellschafter-Geschäftsführer erfasst sind; bleibt die Lücke und zeigt die Gründungsstatistik danach eine Verschiebung zu UG und GmbH, hebt das P bis 5,0.

Wie belastbar das Ergebnis ist

Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in 32 von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

bringt mehr, als er kostetkostet mehr, als er bringt

Jeder Punkt steht für 200 der 20.000 Modellrechnungen.

Zwei Setzungen tragen das Ergebnis; die erste ist der Anteil der Beiträge, der zusätzliche Vorsorge ist, angesetzt 15 Prozent bei einer Spanne von 7 bis 30. Belegt ist nur, dass 7 Prozent der Selbstständigen gar nicht vorsorgen und rund ein Fünftel geringe Ansprüche hat [5]. Im Ergebnis liegt die Pflicht in gut drei von zehn Durchläufen vorn; bei 7 Prozent wären es gut zwei von zehn, und sie wäre wahrscheinlich schlechter. Bei 30 Prozent bliebe das Ergebnis unklar, im Mittel weiter knapp zurück. Die zweite ist der Renditeabstand zwischen eigener Vorsorge und sicheren Staatsanleihen: ein halber Prozentpunkt im Jahr über 25 Jahre auf 85 Prozent der Beiträge. Ohne ihn läge die Pflicht in gut sechs von zehn Durchläufen vorn. Bewertet sind zehn Jahre ab einem angenommenen Stichtag 2028 und nur neue Selbstständige im Vollerwerb; Bestandsselbstständige mit Befreiungsrecht und Nebenerwerbs-Gründungen sind nicht gezählt.

Verteilung der Modellrechnungen ansehen

20.000 durchgerechnete Zukünfte

Unklar · 32 %

In 32 von 100 durchgerechneten Zukünften bringt der Vorschlag mehr, als er kostet.

Keine Wirkung ist genau bekannt, jedes Argument hat eine Spanne. Die Rechnung zieht 20.000-mal für jedes Argument eine mögliche Größe aus seiner Spanne und zählt, wie oft der Nutzen die Kosten übersteigt.

Nettoeffekt in Punkten je Zukunft. Links der Null überwiegen die Nachteile, rechts der Nutzen. Acht von zehn Zukünften liegen zwischen −3,2 und +1,0 Punkten.
Maßstab und Auswertung

Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 500 Mio. € pro Jahr.

Größenklasse:mittel

Effekt klein (−0,47) · 43 % der Wirkung positiv

Die Flächen zeigen die einzelnen Argumentgewichte. Der positive Wirkungsanteil verrechnet Geldverschiebungen zwischen beiden Seiten; die Wahrscheinlichkeit eines positiven Nettoeffekts wird gesondert bestimmt.

Wie wir bewerten →

Prüfung und Quellen

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite.Wie geprüft wird →

Zuletzt geprüft von Claude Opus 5.5 · 29. Oktober 2026 · 8× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 29. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Transfer-Beine an pro-1, pro-4 (zwei Ströme) und pro-5 als netto gebucht ausgewiesen (netto_grund), keine Zahl geändert, Bilanz unverändert.

  2. 29. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Den in der Debatte genannten Dumpingwettbewerb (Plenarprotokoll 21/87) in pro-5 und pro-2 benannt, keine eigene Karte wegen Doppelzählung.

  3. 29. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Plenarprotokoll 21/87 und Ministerwechsel als Quellen ergänzt, Verfahrensstand und Daten im Maßnahmentext nachgezogen, Hausformeln in den Begründungen umformuliert.

  4. 28. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Seitentexte für den neuen Seitenaufbau (Entwurf G) mit Zitaten aus Plenarprotokollen und Stellungnahmen; keine Zahl geändert.

  5. 20. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1Record aktualisiert

    Summary und Maßstab-Hinweis nach Schreibstil vom 20.10.2026 neu geschrieben; Zahlen unverändert

  6. 16. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Sieben Spannen in Quadratur neu hergeleitet (ab null: Eintrittsfall bzw. kleinste belegte Größe); Bilanz wechselt von wahrscheinlich schlechter auf unklar, Summary und Maßstab-Hinweis nachgezogen.

  7. 16. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Texte auf Bilanz 2.2 nachgezogen

  8. 12. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Erstbewertung

    KI-Entwurf der Themen-Automatisierung, am 12.10.2026 unabhängig nachgeprüft und korrigiert übernommen

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen.Wie wir prüfen →

Alle 32 Quellen anzeigenQuellen einklappen
  1. Alterssicherungskommission: Abschlussbericht der Alterssicherungskommission (24.6.2026), Empfehlung 22: Einbeziehung der Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung. bundesregierung.de
  2. Bundesregierung: FAQ zum Bericht der Alterssicherungskommission (2.7.2026): Ab einem Stichtag sollen auch Selbständige verpflichtend in die Gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. bundesregierung.de
  3. Bundesarbeitsgemeinschaft Selbständigenverbände (BAGSV): Stellungnahme zu den Empfehlungen der Alterssicherungskommission (6.8.2026): Empfehlung 22 im Wortlaut, Regelbeitrag 735,63 €, halber Regelbeitrag 367,82 €, Opt-out für Bestandsselbstständige, erwarteter Einbruch bei Teilzeitgründungen, Abgabenlast über 60 % knapp über der Geringfügigkeitsgrenze. vgsd.de
  4. Deutsche Rentenversicherung: rentenupdate Ausgabe 12: Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen (Daten Juli 2026): 3,6 Mio Selbstständige im Haupterwerb, 72 % nicht verpflichtend abgesichert, 42 % zahlen den Regelbeitrag, Grundsicherung im Alter 4,4 % gegenüber rund 2 %, Beitragssatzeffekte 0,3–0,8 Punkte, langfristig finanzneutral. rentenupdate.drv-bund.de
  5. DIW Berlin: Wochenbericht 12/2026: Nur ein Bruchteil der Selbstständigen in Deutschland sorgt nicht für das Alter vor — 93 % sorgen vor, 7 % nicht, zwei Drittel davon unter 2.000 € Haushaltseinkommen, 17 % unter der Armutsgrenze. diw.de
  6. KfW Research: KfW-Gründungsmonitor 2026 (Pressemitteilung 19.5.2026): 690.000 Gründungen 2025, davon 206.000 im Vollerwerb und 483.000 im Nebenerwerb. kfw.de
  7. KfW Research: KfW-Gründungsmonitor 2025 (Pressemitteilung 3.6.2025): ein Drittel gibt innerhalb von drei Jahren auf, Durchschnittsalter 34,4 Jahre, 75 % ausschließlich eigenfinanziert, 56 % mit bis zu 5.000 € Kapital. kfw.de
  8. Chetty, Friedman, Leth-Petersen, Nielsen, Olsen (Quarterly Journal of Economics 2014): Active vs. Passive Decisions and Crowd-Out in Retirement Savings Accounts: Evidence from Denmark. eml.berkeley.edu
  9. Benzarti, Harju, Matikka (American Economic Review: Insights 2020; NBER Working Paper 25651): Does Mandating Social Insurance Affect Entrepreneurial Activity? — Finnland, Lockerung der Beitragspflicht 2011, Differenz-von-Differenzen. nber.org
  10. IMK / Hans-Böckler-Stiftung: Policy Brief Nr. 211 (April 2026): Stellschrauben und Scheinlösungen in der gesetzlichen Rentenversicherung — Versicherungspflicht der Selbstständigen senkt den Beitragssatz bis Anfang der 2050er um bis zu 0,6 Punkte, danach lässt der Einführungsgewinn nach. imk-boeckler.de
  11. Deutsche Rentenversicherung: Jahresbericht 2024 — Beitragseinnahmen aus Erwerbstätigkeit 305,9 Mrd €. jahresbericht.deutsche-rentenversicherung.de
  12. Deutsche Rentenversicherung: Jahresbericht — Rentenstatistik 2024: 171.732 neue Erwerbsminderungsrenten, mittlerer Zahlbetrag bei Rentenbeginn 1.041 €, rund 33 Mio versicherungspflichtig Beschäftigte. jahresbericht.deutsche-rentenversicherung.de
  13. Deutsche Rentenversicherung Bund: Pressemitteilung 9.12.2025: Verwaltungs- und Verfahrenskosten bei rund 1,3 % der Gesamtausgaben. deutsche-rentenversicherung.de
  14. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Referentenentwurf eines Gesetzes zur Erleichterung der Feststellung des Erwerbsstatus der Selbstständigkeit im Sozialversicherungsrecht (Bearbeitungsstand 26.3.2026): Rentenversicherungspflicht der neuen Selbständigkeit, Inkrafttreten 1.1.2028. table.media
  15. ad-hoc-news / boerse-global: Rentenkommission: 2,6 Millionen Selbstständige könnten Beitragssatz senken (3.10.2026) — Klingbeil fordert, Bas unterstützt die Einbeziehung. ad-hoc-news.de
  16. ZDFheute: Koalition nach Gipfel: Einigkeit trotz wachsender Spannungen (7./8.10.2026) — Reformpaket mit Rente soll bis Jahresende den Bundestag passieren. zdfheute.de
  17. gegen-hartz.de: Rente, Arbeit, Pflege, Kindergeld: Koalition beschließt weitgehende Reformen — Tabelle (2.7.2026): Selbstständige und Politiker in die Rentenversicherung einbeziehen. gegen-hartz.de
  18. Gasche, Rausch (MEA, Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, 2012): Auswirkungen einer Versicherungspflicht der Selbständigen in der Gesetzlichen Rentenversicherung (MEA Discussion Paper 12-2012) — Beitragssatz mittelfristig niedriger, langfristig Rückkehr zum Ausgangspfad; die meisten Solo-Selbstständigen unter 1.500 € netto im Monat. mpisoc.mpg.de
  19. vorunruhestand.de: Die Rentenreform: Alle 33 Punkte im Überblick (29.9.2026, aktualisiert 5.10.2026) — Gesetzgebung läuft, Referentenentwurf steht aus; Empfehlung 22 mit Opt-out für Bestandsselbstständige. vorunruhestand.de
  20. Heidelberg24: Rentenversicherungspflicht für Selbstständige: Verbände warnen vor Gründerflaute und Beitragsschulden (6.8.2026). heidelberg24.de
  21. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 82a SGB XII — Freibetrag für Personen mit Grundrentenzeiten: nach 33 Jahren 100 € monatlich plus 30 % der darüber liegenden gesetzlichen Rente, höchstens 50 % der Regelbedarfsstufe 1. gesetze-im-internet.de
  22. Regelbedarfsstufen-Fortschreibungsverordnung 2026 (17.10.2025, BGBl. 2025 I Nr. 243), Wiedergabe bei buzer.de: Regelbedarfsstufe 1 ab 1.1.2026: 563 €. buzer.de
  23. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 76g SGB VI — Zuschlag an Entgeltpunkten für langjährige Versicherung (Grundrente): mindestens 33 Jahre Grundrentenzeiten, dazu zählen Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit (§ 51 Abs. 3a). gesetze-im-internet.de
  24. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 43 SGB VI — Rente wegen Erwerbsminderung: allgemeine Wartezeit und drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung. gesetze-im-internet.de
  25. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 40 SGB V — Leistungen zur medizinischen Rehabilitation: Krankenkasse leistet nur, wenn kein anderer Sozialversicherungsträger zuständig ist (Abs. 4). gesetze-im-internet.de
  26. WSI / Hans-Böckler-Stiftung (Florian Blank): Policy Brief Nr. 84 (September 2024): Rentenpolitik und das Rentenpaket II — interne Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung in der Regel rund drei Prozent. wsi.de
  27. ZEW Mannheim (Bucher-Koenen, Immesberger): Gesetzliche Kapitalrente: Simulationen im Rahmen der Alterssicherungskommission (23.6.2026) — reale Rendite nach 25 Jahren im Median 4,5 %, 25. bis 75. Perzentil 2,4 bis 6,5 %; angenommene Inflation 2 %. zew.de
  28. Deutsche Bundesbank: Zinsstruktur am Rentenmarkt, Restlaufzeit 10 Jahre: Tageswerte September 2026, Mittel rund 3,5 %. api.statistiken.bundesbank.de
  29. Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiedergabe bei lifetable.de: Sterbetafel 2022/2024 für Deutschland: Sterbewahrscheinlichkeit im Alter 40 Männer 0,13 %, Frauen 0,07 %. lifetable.de
  30. arbeitsrechte.de: Sozialversicherungspflicht des Geschäftsführers: Gesellschafter-Geschäftsführer mit mehr als 50 % der Anteile sind nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig. arbeitsrechte.de
  31. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 21/87 vom 26. Juni 2026: Aktuelle Stunde auf Verlangen der Fraktion Die Linke zu den Empfehlungen der Rentenkommission (Reden Schielke-Ziesing S. 77, Klose S. 83 im PDF). dserver.bundestag.de
  32. Bundesregierung: Alexander Schweitzer ist neuer Arbeits- und Sozialminister (14. Oktober 2026): Ernennung am 13. Oktober 2026 nach dem Rücktritt von Bärbel Bas. bundesregierung.de

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