Elterngeld für 18 Monate

Mindest- und Höchstbetrag des Elterngelds gelten seit seiner Einführung unverändert und haben rund ein Drittel ihrer Kaufkraft verloren [23][36]. Die Grünen fordern ein längeres und höheres Elterngeld, die Koalition aus CDU/CSU und SPD plant mit einem Referentenentwurf des Familienministeriums ein kürzeres [1][22]. Am 15. Oktober 2026 hat der Bundestag die Forderung in einem weiteren Antrag der Grünen beraten und an die Ausschüsse überwiesen; einen Gesetzentwurf der Regierung gibt es noch nicht [3][28][38].

  • 72,6 % der Väter mit Elterngeld nahmen für ihr 2023 geborenes Kind höchstens zwei Monate [10]
  • 197.000 Eltern bekamen für ein 2023 geborenes Kind nur den Mindestbetrag [10]
  • 7,51 Mrd. € veranschlagt der Bund 2026 für das Elterngeld [15]

Der Vorschlag

Das Basiselterngeld reicht bis zu 18 statt 14 Monate, davon sechs für jeden Elternteil, und Mindest- und Höchstbetrag steigen auf 500 und 2.400 € im Monat.

Die Debatte

Die Grünen begründen ihre Forderung mit der Gleichstellung, weil Väter mehr Sorgearbeit übernehmen sollen, und wie die Linke mit Beträgen, die seit der Einführung des Elterngelds nicht gestiegen sind. CDU/CSU halten mehr Monate und an die Preise gekoppelte Beträge ohne Gegenfinanzierung für nicht bezahlbar und wollen das Elterngeld einfacher und digitaler machen. SPD und AfD halten höhere Beträge im Grundsatz für richtig, die AfD nennt die Anträge der Grünen aber Populismus. Abgestimmt wurde nicht: Am 15. Oktober 2026 ging der Antrag nach der Aussprache in die Ausschüsse, wie am 10. Oktober 2025 schon ein Antrag der Linken für einen höheren Mindestbetrag.

  • „Auch wir halten es für richtig und wichtig, dass Väter mehr Care-Arbeit leisten. Deshalb sagen wir: Mindestens ein Drittel der Elternzeit soll von jedem Elternteil genutzt werden.“

    spricht dafür: Misbah Khan, Grüne Bundestag, 10. Oktober 2025
  • „Wir leben in Zeiten, in denen jeder Euro im Bundeshaushalt zweimal umgedreht werden muss. Deshalb ist Ihr Vorschlag, den Mindest- und Höchstbetrag automatisch an den Index zu koppeln, zurzeit so nicht finanzierbar.“

    spricht dagegen: Konrad Körner, CDU/CSU Bundestag, 10. Oktober 2025
  • „Wir setzen stattdessen auf ein einfacheres, digitaleres und partnerschaftliches Elterngeld. Das halte ich für den richtigen Weg: bestehende Leistungen wirksamer zu machen, statt immer neue Versprechen ohne solide Gegenfinanzierung abzugeben.“

    spricht dagegen: Christoph Naser, CDU/CSU Bundestag, 15. Oktober 2026

Die Analyse

Elterngeld für 18 Monate

45 % des Gewichts sprechen dafür, 55 % dagegen.

Das Gewicht eines Arguments verbindet drei Fragen: wie groß die Wirkung ist, wie sicher sie eintritt und wie wichtig das betroffene Gut ist. Je größer das Stück, desto schwerer wiegt das Argument.

Dafür

Dagegen

Elterngeld für 18 Monate ist nach der aktuellen Analyse ein schlechter Vorschlag, vor allem weil die zusätzlichen Monate Arbeitszeit und Steuergeld kosten, ohne dass ein Nutzen für Kinder oder Paare belegt ist.

Sehr wahrscheinlich schlechter

Sehr wahrscheinlich schlechter: Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in weniger als einer von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

Gesamteffekt: mittel

Wie stark der Vorschlag insgesamt wirkt, in fünf Stufen von sehr klein bis sehr groß, über alle Debatten vergleichbar. Der Kreis ist immer voll, auch wenn die Wirkung insgesamt klein ist; wie groß sie ist, sagt diese Stufe.

Die Analyse landet bei der Union, aber wegen eines Postens, der in der Debatte kaum vorkam: der Arbeit, die in den zusätzlichen Vätermonaten fehlt. Früher zurückkehrende Mütter und frei werdende Krippenplätze gleichen davon weniger als die Hälfte aus. Zwar ist der größte Teil des Kreises Geld, das nur den Besitzer wechselt, vom Bund zu den Familien, und dort zählt, bei wem derselbe Euro mehr bewirkt. Bei kleinen Einkommen ist er besser aufgehoben als im Bundeshaushalt, beim höheren Höchstbetrag ist es umgekehrt, und bei den zusätzlichen Monaten heben sich Zahlung und Ausgabe fast auf. Das Hauptargument der Grünen, dass Väter dauerhaft mehr Sorgearbeit übernehmen, ist nur für kurze Elternzeiten belegt und geht deshalb in keine Summe ein.

Mit eigenen Werten nachrechnen

Wie schwer Leben, Gesundheit, Klima, Zeit und Geld zählen, lässt sich anders gewichten. Der Werte-Shift rechnet die Debatte damit neu.

Zum Werte-Shift →

Im Detail

Alle Argumente

Pro-Argumente9 Argumente

Mehr Elterngeld für kleinere Einkommen

21Punkte

Der Mindestbetrag steigt von 300 auf 500 € im Monat, und Eltern, die ihre Monate gleichmäßig teilen, erhalten bis zu neun Monate lang 80 statt rund 66 % ihres Nettolohns. Nach Abzug dessen, was Grundsicherung und Wohngeld wieder anrechnen, fließen so rund 740 Mio € im Jahr mehr an Familien mit kleinem und mittlerem Einkommen.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 4,4Plausibilität 9,5
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Wert

Der Strom ist Geld, das Familien im Jahr der Geburt zusätzlich erhalten. Den Mindestbetrag bekommen vor allem Mütter ohne eigenes Erwerbseinkommen vor der Geburt; 2023 traf das auf 176.111 Mütter und 21.088 Väter zu [10]. Ihr Haushaltseinkommen liegt nach eigener Setzung bei rund zwei Dritteln der Mitte, die bei 28.890 € je Person und Jahr liegt [18]. Ein Euro zählt nach der Regel dieser Seite umso mehr, je kleiner das Einkommen ist: hier rund 1,5-mal so viel wie in der Mitte (Spanne 1,2 bis 2,0). Die höhere Ersatzrate erreicht Eltern mit mittlerem Einkommen, deren Haushalt nahe der Mitte liegt; angesetzt ist 0,95 (Spanne 0,8 bis 1,15). Gemittelt zählt ein Euro hier 1,19-mal so viel wie im Bundeshaushalt auf der Gegenseite. Bewertet wird ein Haushaltseuro; weil ein großer Teil bei Familien mit kleinem Einkommen ankommt, liegt sein Wert etwas über dem des Bundeseuros.

Impact

Den Mindestbetrag von 300 € erhielten 2023 rund 197.000 Eltern, im Lauf ihres Bezugs im Schnitt 3.644 € (Mütter) und 1.799 € (Väter) [10]. Mit 500 € steigt dieser Betrag um zwei Drittel. Mit rund 40.000 Eltern zwischen 300 und 500 € und umgerechnet auf 654.300 Geburten sind das 469 Mio € im Jahr [13][14]. In der Grundsicherung wird Elterngeld ohne früheres Erwerbseinkommen voll angerechnet [8]; 12,7 % der Kinder leben in Bedarfsgemeinschaften [29], unter den Empfängern des Mindestbetrags ist der Anteil weit höher. Angesetzt sind 45 % (Setzung, Spanne 30 bis 55 %), es bleiben 258 Mio €. Die Ersatzrate von 80 % für neun Monate je Elternteil und 50 % danach ist im Antrag nur ein Beispiel [1]; bewertet ist dieses Beispiel. Für Mütter mit mittlerem Einkommen bringt es rund 7,6 % mehr, weil die ersten zwei Monate durch Mutterschaftsgeld gedeckt sind [9], für Väter rund 21 %. Nach 3 % Anrechnung bei Wohngeld und Grundsicherung [8] sind das 421 Mio € (Spanne 290 bis 590); dazu kommen 60 Mio € Preisanpassung des Mindestbetrags. Zusammen 739 Mio € im Jahr, gewichtet mit 1,19. Seit 2007 haben die Beträge rund ein Drittel ihrer Kaufkraft verloren: 300 € von damals entsprächen heute rund 440 € [23][36]; der neue Mindestbetrag von 500 € liegt etwas darüber. Viele Familien erhalten etwas mehr, ein großer Teil davon kommt bei kleinen Einkommen an, und das ergibt einen mittleren Impact.

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Höherer Mindestbetrag, nach Anrechnung in der Grundsicherung Setzung: 45 % (Spanne 30 bis 55 %) werden mit Grundsicherung verrechnet [8][10][13][14][29] 469 Mio € × 55 % 258 Mio € im Jahr
+ Ersatzrate 80 % bis neun Monate, danach 50 % Rechenbeispiel der Begründung; 3 % Anrechnung bei Wohngeld und Grundsicherung [1][8][9][10] 434 Mio € × 97 % 421 Mio € im Jahr
+ Preisanpassung des Mindestbetrags 2 % Preisanstieg je Jahr gegen den eingefrorenen Betrag 10,2 % im Mittel von zehn Jahren 60 Mio € im Jahr
= Mehr Elterngeld bei kleinen und mittleren Einkommen (Spanne 600 bis 920) 739 Mio € im Jahr
× Gewicht der Empfänger Einkommen der Haushalte, ein Euro zählt umgekehrt proportional dazu [18] 1,19 (Mindestbetrag 1,5; Ersatzrate 0,95) 877 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite; Spanne 3,5 bis 5,9 200 Mio € je Punkt 4,39
Score 4,39 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 21 von 100

Plausibilität

Dass Mindestbetrag und Ersatzrate steigen, folgt unmittelbar aus dem Gesetzestext, den der Antrag fordert [1]. Der Betrag hängt nicht daran, wie Eltern reagieren, sondern an der Zahl der Geburten und an der Ausgestaltung der Ersatzrate. Diese lässt der Antrag ausdrücklich offen; die Grünen verlangen an anderer Stelle 80 % für Alleinerziehende [3], was hier nicht angesetzt ist. Diese Unsicherheit steht in der Spanne. Ein Restrisiko liegt darin, dass ein Gesetz die Ersatzrate anders regelt als das Rechenbeispiel. Dasselbe Geld zahlt der Bund auf der Gegenseite, deshalb tragen beide Seiten dieselbe Plausibilität. Dass mehr Geld fließt, folgt aus dem Gesetz, deshalb ist die Plausibilität sehr hoch; wie viel, steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Bezahlte Monate für Väter und Alleinerziehende

21Punkte

Jeder Elternteil hat sechs eigene Monate, Alleinerziehende 18 statt 14. Väter nehmen dadurch voraussichtlich rund 670.000 Monate mehr im Jahr, Alleinerziehende rund 165.000. Für diese Monate fließen nach Anrechnung rund 1,22 Mrd € im Jahr an die Familien.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 6,0Plausibilität 7
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Wert

Der Strom ist Elterngeld für Monate, in denen ein Elternteil zu Hause bleibt, statt zu arbeiten. Es geht vor allem an Väter, die 2023 im Schnitt 1.345 € im Monat erhielten [10]. Ihr Haushalt liegt nach eigener Setzung knapp über der Mitte von 28.890 € je Person und Jahr [18]; ein Euro zählt dort rund 0,93-mal so viel wie in der Mitte, bei Alleinerziehenden rund 1,8-mal. Gemittelt zählt der Euro dieses Stroms 0,98-mal so viel wie im Bundeshaushalt. Gezählt ist das ganze Elterngeld als Gewinn der Familie, und die Zeit mit dem Kind gilt als gleich viel wert wie der Nettolohn, den sie dafür aufgibt. Das ist die Obergrenze des Familiengewinns: Wer die Monate erst wegen des Elterngelds nimmt, schätzt die Zeit mindestens auf den Nettolohn abzüglich Elterngeld, nicht unbedingt höher. Das Geld geht überwiegend an Haushalte nahe der Mitte, also gilt der Wert eines gewöhnlichen Haushaltseuros.

Impact

Von den 2023 geborenen Kindern bezogen 302.135 Väter Elterngeld, 43,6 % der Geburten; 72,6 % von ihnen nahmen höchstens zwei Monate [10][14]. Dass Väter auf reservierte Monate reagieren, ist belegt, aber nicht in voller Höhe. In Norwegen nahmen Väter nach einer um vier Wochen längeren Quote drei Wochen mehr Elternzeit, in Schweden nach einem zusätzlichen Monat fünf Tage mehr [16]. Angesetzt ist, dass Väter die Hälfte der vier zusätzlichen Monate nutzen (Spanne ein Fünftel bis drei Viertel) und drei Prozent mehr Väter Elterngeld beziehen. Das sind rund 666.500 zusätzliche Vätermonate zu je 1.690 €, nach 3 % Anrechnung bei Wohngeld und Grundsicherung 1,09 Mrd € [8][13]. Mütter, deren Partner heute mehr als zwei Monate nimmt, können ihre zwölf Monate künftig ausschöpfen, angesetzt sind 63 Mio €. Alleinerziehende, nach dem Familienstand rund 59.000 Mütter je Jahrgang, erhalten vier Monate mehr [6][10]. Nutzen 70 % sie zu rund 700 € und werden 45 % in der Grundsicherung verrechnet [8], sind das 64 Mio €. Zusammen 1,22 Mrd € im Jahr (Spanne 0,69 bis 1,76), gewichtet mit 0,98. Weil Väter deutlich mehr Monate nehmen, ist dies der größte Posten der Reform, mit mittlerem Impact.

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Zusätzliche Vätermonate Hälfte der vier neuen Monate (Setzung, Spanne 20 bis 75 %) und drei Prozentpunkte mehr Väter [10][13][16] 654.300 × (43,6 % × 4 × 50 % + 3 % × 4,9) 666,5 Tsd Monate im Jahr
× Elterngeld je Vätermonat nach Anrechnung 1.345 € heute, mit 80 % Ersatzrate und 2.400 € Höchstbetrag; 3 % Anrechnung [8][10] 1.690 € × 97 % 1.092,6 Mio € im Jahr
+ Mütter schöpfen zwölf Monate aus Partner, die heute 3 bis 9 Monate nehmen; Setzung [10] 654.300 × 8,9 % × 2 × 50 % × 1.100 € × 97 % 62,5 Mio € im Jahr
+ Alleinerziehende: vier Monate mehr ohne den Teil, der in der Grundsicherung verrechnet wird [6][8][10] 58.960 × 70 % × 4 × 700 € × 55 % 63,6 Mio € im Jahr
= Elterngeld für zusätzliche Monate (Spanne 690 bis 1.760) 1.218,7 Mio € im Jahr
× Gewicht der Empfänger Haushalte nahe der Mitte [18] 0,98 (Väter 0,93; Alleinerziehende 1,8) 1.190 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite; Spanne 3,5 bis 8,8 200 Mio € je Punkt 5,95
Score 5,95 Impact × 5 Wert × 7 Plausibilität ÷ 10 = 21 von 100

Plausibilität

Gezahlt wird nur, wenn Eltern die zusätzlichen Monate tatsächlich nehmen; das ist eine Reaktion, keine Rechtsfolge. Der Beleg sind Untersuchungen zu Reformen in Norwegen und Schweden, die Familien mit Geburten kurz vor und kurz nach dem Stichtag vergleichen [16]. Beide fanden eine längere Elternzeit der Väter, also dieselbe Richtung, aber in sehr unterschiedlicher Stärke. Was diesen Vergleich verzerren könnte, sind andere Änderungen zum selben Stichtag; der Stichtag selbst schließt aus, dass Familien sich in die Reform hineinwählen. Übertragen auf Deutschland ist ein Abschlag fällig, weil die Quote hier um vier Monate statt um vier Wochen wächst und deutsche Väter heute meist genau die zwei reservierten Monate nehmen [10]. Dass Väter mehr Monate nehmen, trifft in etwa sieben von zehn vergleichbaren Fällen in der angesetzten Größenordnung zu. Dieselbe Plausibilität trägt die Ausgabe des Bundes für diese Monate auf der Gegenseite. Gemessen ist die Richtung in zwei Ländern, übertragen die Stärke für Deutschland; das reicht für eine hohe Plausibilität.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 7 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Höherer Höchstbetrag für hohe Einkommen

10Punkte

Der Höchstbetrag steigt von 1.800 auf 2.400 € im Monat und wächst danach mit den Preisen. Davon profitieren Eltern mit einem Nettolohn ab rund 2.800 € im Monat, 2023 jeder dritte Vater und jede achte Mutter im Elterngeld. Zusammen sind das rund 665 Mio € im Jahr.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 2,2Plausibilität 9,5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Der Strom ist Elterngeld, das Eltern mit hohem Lohn zusätzlich erhalten. Den Höchstbetrag erreicht, wer vor der Geburt netto rund 2.770 € im Monat oder mehr verdiente [4]. Im Geburtsjahr bezieht ein Elternteil Elterngeld statt Lohn; der Haushalt liegt dann nach eigener Setzung beim 1,3- bis 1,6-Fachen der Mitte von 28.890 € je Person und Jahr [18]. Ein Euro zählt dort nach der Regel dieser Seite rund 0,66-mal so viel wie in der Mitte (Spanne 0,6 bis 0,75). Die Ausgabe des Bundes auf der Gegenseite zählt mit 1,0. Ein Zuschlag für das Ziel, Väter mit hohem Einkommen zur Elternzeit zu bewegen, steckt nicht im Wert; dieser Teil wirkt über die zusätzlichen Monate. Hier kommt der Haushaltseuro bei höheren Einkommen an und hat deshalb weniger Wert als der Euro des Bundes.

Impact

Den Höchstbetrag erhielten 2023 im ersten Monat 76.763 Mütter und 91.945 Väter [10]; 2024 waren es 32 % der Väter und 12 % der Mütter [12]. Mit 80 % Ersatzrate erreicht ein Nettolohn von 3.000 € die neuen 2.400 €; angesetzt ist ein Gewinn von 580 € in jedem Monat bis zum neunten. Mütter verlieren in den Monaten zehn bis zwölf bei 50 % rund 50 € gegenüber heute, die ersten zwei Monate deckt das Mutterschaftsgeld [9]. Je Mutter am Höchstbetrag sind das 3.910 € mehr, je Vater bei 2,86 Monaten 1.660 €; umgerechnet auf 654.300 Geburten 427 Mio € im Jahr [13][14]. Dazu kommt die Preisanpassung, die gegen den eingefrorenen Betrag im Mittel von zehn Jahren 10,2 % ausmacht, rund 238 Mio €. Zum Vergleich: Preisbereinigt entsprächen die 1.800 € von 2007 heute rund 2.650 €; der neue Höchstbetrag liegt also real noch unter dem Wert von 2007 [23][36]. Zusammen 665 Mio € im Jahr (Spanne 590 bis 740), gewichtet mit 0,66. Der Betrag ist beträchtlich, kommt aber bei Haushalten an, in denen ein Euro weniger bewirkt; deshalb bleibt der Impact klein.

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Höherer Höchstbetrag Mütter: sieben Monate +580 €, drei Monate −50 €; Väter: +580 € je Monat [10][13][14] (76.763 × 3.910 € + 91.945 × 2,86 × 580 €) × 0,944 427 Mio € im Jahr
+ Preisanpassung des Höchstbetrags 2 % Preisanstieg je Jahr gegen den eingefrorenen Betrag [23] 10,2 % im Mittel von zehn Jahren 238 Mio € im Jahr
= Mehr Elterngeld bei hohen Einkommen (Spanne 590 bis 740) 665 Mio € im Jahr
× Gewicht der Empfänger Haushalte im Geburtsjahr beim 1,3- bis 1,6-Fachen der Mitte [18] 0,66 (Spanne 0,6 bis 0,75) 439 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite; Spanne 1,9 bis 2,6 200 Mio € je Punkt 2,2
Score 2,2 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 10 von 100

Plausibilität

Dass der Höchstbetrag steigt und mit den Preisen wächst, folgt unmittelbar aus dem geforderten Gesetzestext [1]. Wie viel ankommt, hängt an der Zahl der Geburten, an der Verteilung der Löhne oberhalb von 2.770 € und an der Ersatzrate, die der Antrag offen lässt; das steht in der Spanne. Ein Restrisiko liegt darin, dass ein Gesetz die Grenze für die Berechnung anders zieht als hier angenommen. Dasselbe Geld zahlt der Bund auf der Gegenseite, deshalb tragen beide Seiten dieselbe Plausibilität. Auch hier folgt das Geld aus dem Gesetz, was die Plausibilität sehr hoch macht; die Höhe steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Weniger Krippenplätze nötig

5Punkte

Bleibt der Vater nach dem ersten Lebensjahr einige Monate zu Hause, braucht das Kind in dieser Zeit oft keinen Krippenplatz. Angesetzt sind rund 316.000 Krippenmonate im Jahr. Wo Plätze knapp sind, rückt eine andere Familie nach; sonst sparen Kommunen und Länder. Zusammen sind das rund 360 Mio € im Jahr.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 1,8Plausibilität 5,5
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Wert

Der Strom ist der öffentliche Teil der Kosten eines Krippenplatzes, der in diesen Monaten nicht gebraucht wird. Krippen werden überwiegend aus öffentlichen Mitteln bezahlt; in Schleswig-Holstein trugen Eltern landesweit 20,28 % der Kosten [20]. Wo Plätze knapp sind, geht der frei werdende Platz an eine Familie auf der Warteliste; deren Elternteil kann dann arbeiten, und gezählt sind dann die Steuern und Beiträge aus dieser Arbeit. Beides ist öffentliches Geld und mit dem Gewicht eines öffentlichen Euro bewertet. Die Elternbeiträge, die die Familie spart, sind Teil ihres Tauschs von Lohn gegen Zeit und stehen nicht zusätzlich hier. Betreuungskosten und Steuern und Beiträge, die der öffentlichen Hand zufließen, tragen den Wert eines öffentlichen Euro.

Impact

Mütter behalten ihre zwölf Monate, und Basiselterngeld kann nur einen Monat lang parallel bezogen werden [5]; die zusätzlichen Vätermonate liegen deshalb meist im zweiten Lebensjahr. Von Müttern mit einjährigem Kind arbeiteten 2018 42,2 % [25], in Familien mit Elternzeit des Vaters mehr. Angesetzt ist, dass das Kind in 40 % der zusätzlichen Vätermonate sonst in einer Krippe wäre (Setzung, Spanne 25 bis 50 %), das sind 266.600 Krippenmonate. Dazu kommen 49.500 Monate bei Alleinerziehenden mit Erwerbseinkommen, zusammen 316.100. Ein Krippenplatz kostet ohne Zuschüsse je nach Stunden 1.256 bis 1.884 € im Monat [19]; der öffentliche Anteil von rund 80 % [20] ergibt bei 1.500 € rund 1.200 €. Wo Plätze knapp sind, nach dem im Antrag zitierten Bildungsbericht fehlen sie für 12 % (Ost) bis 23 % (West) der Einjährigen [1], zählen stattdessen rund 1.000 € Steuern und Beiträge der nachrückenden Familie. Angesetzt sind 30 % knappe Märkte, im Mittel 1.140 € je Monat (Spanne 800 bis 1.500), zusammen 360 Mio € im Jahr (Spanne 170 bis 570). Nur ein Teil der zusätzlichen Elternzeit ersetzt Krippenbetreuung, längst nicht jeder Monat; das hält den Impact klein.

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666,5 Tsd Monate im Jahr
Zusätzliche Vätermonate
× 40 % Setzung, Spanne 25 bis 50 %; Mütter mit einjährigem Kind zu 42,2 % erwerbstätig
266,6 Tsd Krippenmonate
Kind wäre sonst in der Krippe
+ 99.000 × 50 %
316,1 Tsd Krippenmonate
Alleinerziehende mit Erwerbseinkommen
× 70 % × 1.200 € + 30 % × 1.000 € öffentlicher Anteil der Platzkosten; in knappen Märkten Steuern und Beiträge der nachrückenden Familie
360,4 Mio € im Jahr
Öffentlicher Wert je Krippenmonat
× Gewicht 1,0
360,4 Mio €
Öffentlicher Euro
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,9 bis 2,9
1,8
Normalised Impact
Score 1,8 Impact × 5 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 5 von 100

Plausibilität

Dass ein Kind, das von einem Elternteil zu Hause betreut wird, keinen Krippenplatz braucht, ergibt sich aus der Sache. Offen ist, wie viele Kinder ohne die Reform in diesen Monaten tatsächlich in einer Krippe wären; dafür gibt es keine Messung für genau diese Familien. Gegenläufig wirkt, dass Familien einen Platz behalten, um ihn nicht zu verlieren, und dass manche Väter ihre Monate parallel zur Mutter nehmen. Ob die nachrückende Familie die gewonnene Zeit für Erwerbsarbeit nutzt, ist ebenfalls nicht gemessen. Die Kostenbelege stammen aus einer Gemeinde und einem Land, eine bundesweite Zahl fehlt. Dass die Entlastung in der angesetzten Größe eintritt, trifft in gut der Hälfte der vergleichbaren Fälle zu. Der Zusammenhang ist schlicht, aber nicht gemessen, und so bleibt die Plausibilität mittel.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6

Mütter arbeiten früher wieder

3,2Punkte

Bleibt der Vater im zweiten Lebensjahr zu Hause, kann eine Mutter, die sonst noch zu Hause wäre, früher wieder arbeiten. Angesetzt ist das für gut ein Drittel der zusätzlichen Vätermonate. Steuern und Beiträge aus dieser Arbeit gleichen einen Teil dessen aus, was in den Vätermonaten fehlt.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 1,2Plausibilität 5,5
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Wert

Der Strom sind Steuern und Sozialbeiträge aus der Arbeit von Müttern, die zurückkehren, weil der Vater die Betreuung übernimmt. Den Nettolohn tauscht die Mutter gegen Zeit mit dem Kind; gezählt wird nur, was der öffentlichen Hand zufließt. Die Rentenbeiträge sind abgezogen, weil ihnen spätere Rentenansprüche gegenüberstehen. Bewertet ist das mit dem Gewicht eines öffentlichen Euro, genau wie der Ausfall in den Vätermonaten auf der Gegenseite. Auch hier zählen Steuern und Beiträge aus zusätzlicher Arbeit, mit dem Wert eines öffentlichen Euro.

Impact

Von Müttern, deren jüngstes Kind ein Jahr alt ist, arbeiteten 2018 42,2 %, ohne Elternzeit gerechnet [25]. In diese Zeit fallen die meisten zusätzlichen Vätermonate. Angesetzt ist, dass in 35 % dieser Monate die Mutter sonst zu Hause wäre und stattdessen arbeitet (Setzung, Spanne 15 bis 50 %). In 40 % arbeitet sie ohnehin und das Kind wäre in einer Krippe, in 25 % ändert sich bei der Mutter nichts. Das sind rund 233.000 Arbeitsmonate von Müttern. Bei rund 1.800 € Nettolohn, oft in Teilzeit, fließen der öffentlichen Hand ohne Rentenbeiträge rund 1.000 € im Monat zu (Setzung, Spanne 600 bis 1.400 €). Das ergibt 233 Mio € im Jahr (Spanne 67 bis 430). Mütter fangen einen Teil der Vätermonate mit eigener Arbeit auf, verdienen im Schnitt aber weniger als Väter; der Impact bleibt deshalb klein.

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666,5 Tsd Monate im Jahr
Zusätzliche Vätermonate
× 35 % Setzung, Spanne 15 bis 50 %; Mütter mit einjährigem Kind zu 42,2 % erwerbstätig
233,3 Tsd Arbeitsmonate
Mutter wäre sonst zu Hause und arbeitet stattdessen
× 1.000 € Nettolohn rund 1.800 €, oft Teilzeit; Setzung, Spanne 600 bis 1.400 €
233,3 Mio € im Jahr
Steuern und Beiträge je Monat ohne Rentenbeiträge
× Gewicht 1,0
233,3 Mio €
Öffentlicher Euro
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,3 bis 2,2
1,17
Normalised Impact
Score 1,17 Impact × 5 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 3,2 von 100

Plausibilität

Eine Untersuchung für Deutschland vergleicht dieselben Väter bei einem Kind vor und einem nach der Einführung der Partnermonate 2007 [17]. Nahmen Väter Elternzeit, arbeiteten die Mütter mehr und die Väter weniger, im Mittel der ersten sechs Jahre 5,8 und 4,1 Stunden pro Woche; die Arbeitszeit des Paares blieb gleich [17]. Für Kinder im zweiten Lebensjahr liegen die Schätzungen bei 5,4 und 6,0 Stunden, sind aber nicht gesichert [17]. Was das verzerren könnte, ist eine Veränderung im Leben der Familie zwischen den Geburten; der Vergleich desselben Vaters schließt feste Unterschiede zwischen Familien aus. Ähnliche Befunde gibt es aus Québec und Spanien [16]. Übertragen werden muss vom Einstieg in die Elternzeit auf längere Vätermonate. Dass Mütter in der angesetzten Größe früher arbeiten, trifft in gut der Hälfte der vergleichbaren Fälle zu. Gemessen ist der Ausgleich für die ersten Vätermonate, übertragen auf die Verlängerung, und das ergibt eine mittlere Plausibilität.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Kontrolliert · höchstens 7

Paare teilen gleichmäßiger

0,35Punkte

Wer die Monate gleichmäßig teilt, erhält das höchste Elterngeld; Mütter könnten deshalb nach neun statt zwölf Monaten in den Beruf zurückkehren. Angesetzt ist, dass vier Prozent der Paare so wechseln. Ein ähnlicher Anreiz in Schweden änderte allerdings nichts.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,3Plausibilität 2
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Wert

Der Strom sind Steuern und Sozialbeiträge aus der Arbeit von Müttern, die drei Monate früher zurückkehren. Gezählt wird nur der Teil, der der öffentlichen Hand zufließt, weil die Mutter ihren Nettolohn gegen Zeit mit dem Kind tauscht. Die Rentenbeiträge sind abgezogen, weil ihnen spätere Rentenansprüche gegenüberstehen. Bewertet ist das mit dem Gewicht eines öffentlichen Euro. Eine frühere Rückkehr stärkt zugleich die spätere Erwerbsbiografie, die hier nicht zusätzlich bewertet ist. Steuern und Beiträge aus zusätzlicher Arbeit gehen mit dem Wert eines öffentlichen Euro ein.

Impact

Das Rechenbeispiel zahlt 80 % für neun Monate je Elternteil und danach 50 % [1]; ein Paar, das 9 zu 9 teilt, erhält mehr als eines, das 12 zu 6 teilt. Angesetzt ist, dass vier Prozent der 589.000 Paare im Jahr so wechseln (Setzung, Spanne 1 bis 10 %). Die Mütter arbeiten dann im ersten Lebensjahr drei Monate früher; das ist ein anderer Zeitraum als die Rückkehr im zweiten Lebensjahr, die als eigenes Argument steht. Bei rund 1.800 € Nettolohn fließen der öffentlichen Hand je Monat ohne Rentenbeiträge rund 1.000 € zu (Setzung, Spanne 600 bis 1.400 €). Das ergibt 71 Mio € im Jahr (Spanne 16 bis 180). Der Partnerschaftsbonus, der heute gleichmäßige Teilzeit belohnt, wird nur von 8,3 % der Eltern mit Elterngeld Plus genutzt [11]. Nur wenige Paare dürften ihre Aufteilung wegen der Ersatzrate ändern, daher ein sehr kleiner Impact.

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589 Tsd Paare
Paare je Jahr
× 4 % Setzung, Spanne 1 bis 10 %
23,6 Tsd Paare
Paare, die auf 9 zu 9 wechseln
× 3
70,7 Tsd Monate
Monate früherer Rückkehr
× 1.000 € Setzung, Spanne 600 bis 1.400 €
70,7 Mio € im Jahr
Steuern und Beiträge je Arbeitsmonat ohne Rentenbeiträge
× Gewicht 1,0
70,7 Mio €
Öffentlicher Euro
÷ 200 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,08 bis 0,9
0,35
Normalised Impact
Score 0,35 Impact × 5 Wert × 2 Plausibilität ÷ 10 = 0,3 von 100

Plausibilität

Für Deutschland gibt es keine Messung, ob eine höhere Ersatzrate bei gleichmäßiger Aufteilung die Aufteilung verändert. Der nächstliegende Fall ist Schweden: Seit 2008 gab es dort eine Steuergutschrift für Tage, die der zweite Elternteil nimmt, und die Elternzeit der Väter änderte sich nicht [16]. Untersucht wurde die Elternzeit der Väter, also derselbe Ergebnisbegriff. Auch der deutsche Partnerschaftsbonus wird kaum genutzt [11]. Der Anreiz ist hier stärker als in Schweden, weil er die Ersatzrate selbst betrifft. Dass die angesetzte Verschiebung eintritt, trifft in etwa jedem fünften vergleichbaren Fall zu. In Schweden blieb ein ähnlicher Anreiz ohne Wirkung, deshalb bleibt die Plausibilität niedrig.

Beleglage: Präzedenz · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Mechanistisch · höchstens 6 Einordnung: Ausgebliebener Effekt · Plausibilität 1,5–2

Offen: Eine Auswertung des Partnerschaftsbonus oder einer künftigen deutschen Ratenstaffel, die eine Verschiebung der Aufteilung misst, würde die Plausibilität bis etwa 5 heben.

Väter bleiben stärker in der Betreuung

0Punkte

Väter, die Elternzeit nehmen, kümmern sich nach Studien aus Deutschland und Kanada auch Jahre danach mehr um Kinder und Haushalt. Für längere Vätermonate fand sich das in Schweden und Norwegen nicht, und auf Trennungen wirkten zusätzliche Vätermonate je nach Land unterschiedlich. Für eine gleichmäßigere Aufteilung der Sorgearbeit gibt es auf dieser Seite noch keinen Maßstab.

Wert 7 · VerteilungsgerechtigkeitImpact 0Plausibilität 3,5
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Wert

Der Strom wäre eine gleichmäßigere Aufteilung von Kinderbetreuung und Hausarbeit zwischen Müttern und Vätern. Der Antrag begründet die Reform ausdrücklich mit der Gleichstellung [1]. Gemeint ist eine faire Verteilung von Lasten zwischen Gruppen, hier zwischen Frauen und Männern. Ein eigener Wert für die Gleichstellung von Sorgearbeit fehlt im Katalog dieser Seite; angesetzt ist der nächstliegende, die Verteilungsgerechtigkeit. Die Erwerbsarbeit der Mütter steht nicht hier, sondern in eigenen Argumenten. Es geht um die Verteilung zentraler Lasten zwischen Frauen und Männern; ein solches Gut hätte einen hohen Wert.

Impact

Eine Untersuchung für Deutschland vergleicht dieselben Väter beim ersten Kind vor 2007 und bei einem späteren Kind nach der Einführung der Partnermonate [17]. Väter, die Elternzeit nahmen, betreuten ihre Kinder in den ersten sechs Jahren samstags 1,4 und sonntags 1,6 Stunden mehr und machten werktags 0,5 Stunden mehr Hausarbeit [17]. Mütter betreuten werktags 1,3 Stunden weniger [17]. Das betrifft den Schritt von keiner zu einer kurzen Elternzeit. In Québec führten fünf reservierte Vätermonate zusammen mit höherem Lohnersatz dazu, dass Väter auf Dauer rund 37 Minuten am Tag mehr unbezahlte Arbeit leisteten und Mütter häufiger Vollzeit arbeiteten [35]. Auf die Paarbeziehung wirkten zusätzliche Vätermonate uneinheitlich: In Island sanken die Trennungen nach einer Verlängerung um einen Monat deutlich, in Schweden stiegen sie nach dem ersten Vätermonat leicht, und der zweite Monat änderte nichts [33][34]. Am besten belegt ist eine Wirkung auf die Gesundheit der Mütter, wenn Väter in den ersten Wochen nach der Geburt flexibel zu Hause sein können [32]; das betrifft Tage direkt nach der Geburt, nicht die hier bewerteten Monate. Für längere Vätermonate gibt es keinen entsprechenden Befund; wie viel eine gleichmäßigere Aufteilung wert ist, ist auf dieser Seite nicht geregelt. Das Argument ist deshalb aufgenommen, geht aber in keine Summe ein. Gemessen ist die Verschiebung nur für kurze Elternzeiten, und ein Maßstab für ihren Wert fehlt; einen Impact beziffert die Bewertung deshalb nicht.

Plausibilität

Für die Richtung spricht die deutsche Untersuchung, die denselben Vater bei zwei Kindern vergleicht und so feste Unterschiede zwischen Vätern ausschaltet [17]. Was sie verzerren könnte, ist eine Veränderung im Leben des Vaters zwischen den Geburten. Dagegen steht Schweden: Nach dem ersten Vätermonat 1995 nahmen Väter auf Dauer nicht mehr Tage zur Pflege kranker Kinder, ein Stichtagsvergleich [16]. In Norwegen änderte die Verlängerung der Quote von sechs auf zehn Wochen die späteren Verdienste von Müttern und Vätern nicht [16]. Gestützt ist die Richtung, das tragende Glied für eine Verlängerung hat aber Befunde gegen sich. Dass längere Vätermonate die Aufteilung dauerhaft verschieben, trifft in etwa jedem dritten vergleichbaren Fall zu. Einem Befund dafür stehen zwei aus Nachbarländern dagegen, die Plausibilität liegt daher niedrig bis mittel.

Aufgenommen, noch nicht bewertet: Für den Wert einer gleichmäßigeren Aufteilung von Betreuung und Hausarbeit zwischen Müttern und Vätern gibt es auf dieser Seite weder einen Maßstab noch einen Katalogwert; zudem ist die Verschiebung nur für den Einstieg in die Elternzeit gemessen, nicht für längere Vätermonate.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 7 Nachweis der Wirkung: Kontrolliert · höchstens 7 Einordnung: Tragendes Glied bestritten · Plausibilität 3,5–4

Mehr Geburten

0Punkte

Der Antrag nennt die niedrigen Geburtenzahlen als Anlass. Nach dem höheren Elterngeld 2007 bekamen Frauen mit Hochschulabschluss mehr Kinder; Einführung und Verlängerung der Vätermonate in Norwegen änderten an den Geburten dagegen nichts. Wie viel eine zusätzliche gewünschte Geburt wert ist, ist auf dieser Seite noch nicht geregelt.

Wert 7 · Lebensplanung & FamilieImpact 0Plausibilität 2
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Wert

Der Strom wäre die Verwirklichung von Kinderwünschen, die an den Kosten einer Elternzeit scheitern. Der Antrag nennt die niedrigen Geburtenzahlen als Anlass [1]. 2025 wurden in Deutschland rund 654.300 Kinder geboren [13]. Bewertet wäre der erfüllte Lebensplan der Eltern, nicht der spätere Beitrag der Kinder zu Renten und Steuern. Bei einer zentralen, zeitgebundenen Lebensentscheidung wäre der Wert hoch.

Impact

Eine Untersuchung zur Elterngeldreform 2007 vergleicht Frauen, deren Leistung durch die Reform stark stieg, mit Frauen, bei denen sie kaum stieg [24]. Bei Frauen mit Hochschulabschluss lag die Geburtenrate danach um bis zu 22 % höher als bei gering gebildeten Frauen [24]. Diese Reform hob den Lohnersatz für gut verdienende Mütter erstmals an; hier steigen vor allem Höchstbetrag und Vätermonate. Eine Reaktionsstärke, die sich auf diese Änderung übertragen ließe, liegt nicht vor. Wie viel eine zusätzliche gewünschte Geburt wert ist, ist auf dieser Seite nicht geregelt. Das Argument ist deshalb aufgenommen, geht aber in keine Summe ein. Für Menge und Wert fehlt die Grundlage, also bleibt der Impact unbeziffert.

Plausibilität

Der nächste Zwilling dieser Reform sind reservierte Vätermonate, nicht ein höherer Lohnersatz für Mütter. Für die Einführung der Väterquote in Norwegen 1993 und ihre Verlängerung 2009 fanden Untersuchungen mit Stichtagsvergleich keinen Effekt auf die Geburten [16]. Für Spanien wurden nach zwei Wochen Vaterschaftsurlaub sogar weniger und später geborene weitere Kinder gemessen [16]. Für einen höheren Lohnersatz an Mütter zeigt die deutsche Reform 2007 dagegen mehr Geburten bei Hochgebildeten, gemessen mit einem Vergleich der Gruppen vor und nach der Reform [24]. Das Glied, das hier trägt, die Vätermonate, blieb ohne Effekt. Dass die Reform mehr Geburten bringt, trifft in etwa jedem fünften vergleichbaren Fall zu. Im engsten Vergleichsfall blieben die Geburten unverändert, daher die niedrige Plausibilität.

Aufgenommen, noch nicht bewertet: Für den Wert einer zusätzlichen gewünschten Geburt gibt es auf dieser Seite keine Buchungsregel, und die engsten Vergleichsfälle zeigen keinen Effekt, aus dem sich eine Menge ableiten ließe.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 6 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8 Einordnung: Ausgebliebener Effekt · Plausibilität 1,5–2

Kinder mit beiden Eltern als Bezugsperson

0Punkte

Der Antrag argumentiert, Kinder profitierten von mehreren erwachsenen Bezugspersonen. Längere Elternzeiten über das erste Lebensjahr hinaus verbesserten die Entwicklung von Kindern in Deutschland und Österreich im Mittel nicht, und wo zusätzliche Vätermonate den Krippenbesuch verschoben, entwickelten sich Kinder eher etwas schlechter. Ein Nutzen für die Kinder ist nicht belegt.

Wert 8 · BildungschancenImpact 0Plausibilität 2,5
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Wert

Der Strom wäre die Entwicklung der Kinder: Sprache, Verhalten, später Schulerfolg und Abschluss. Der Antrag nennt ausdrücklich, dass Kinder von mehreren erwachsenen Bezugspersonen profitieren [1]. Ein verpasster Bildungsweg lässt sich später kaum nachholen und wirkt über ein ganzes Erwerbsleben. Deshalb wöge dieser Strom schwerer als Geld. Seine Grenze liegt dort, wo es um Gesundheit und Leben ginge, was hier nicht betroffen ist. Bildungschancen von Kindern hätten einen hohen Wert.

Impact

Die zusätzlichen Monate verlängern vor allem die Betreuung durch die Eltern im zweiten Lebensjahr und schieben den Krippenbesuch nach hinten. In Deutschland brachten die Verlängerungen von Mutterschaftsurlaub und Erziehungsgeld bis 1992 keine besseren Schulergebnisse, und auch nach der Elterngeldreform 2007 entwickelten sich die Kinder bis zur Einschulung nicht anders [16]. In Österreich hatte die Verlängerung der bezahlten Elternzeit von einem auf zwei Jahre im Mittel keine Wirkung auf die Schulleistung [16]. Am nächsten an diesem Antrag liegt Spanien, wo die Väterquote zwischen 2017 und 2021 von 4 auf 16 Wochen wuchs: Je vier Wochen Anspruch nahmen Väter rund zwei Wochen mehr, und der Anteil der Kinder mit altersgerechter Entwicklung lag um 12,4 Prozentpunkte niedriger, vor allem weil sie seltener in die Krippe gingen [30]. In Oslo verbesserte ein Krippenplatz mit rund 15 statt 19 Monaten Sprache und Rechnen mit sieben Jahren, je Monat früher um knapp 0,03 Standardabweichungen, allerdings nur bei Kindern aus Familien mit kleinem Einkommen [31]. Der erste Vätermonat in Norwegen 1993 verbesserte dagegen die Schulleistung mit 16 Jahren leicht, vor allem wenn der Vater höher gebildet war als die Mutter [16]. Gut belegt ist ein Nutzen also für den Einstieg der Väter, nicht für zusätzliche Monate im zweiten Lebensjahr; dort weisen die Befunde eher leicht ins Negative. Das Argument ist deshalb aufgenommen, geht aber in keine Summe ein. Für zusätzliche Monate zeigen die Befunde null oder leicht ins Negative; beziffert ist der Impact deshalb nicht.

Plausibilität

Die Befunde stammen aus Vergleichen von Kindern, die kurz vor und kurz nach einer Reform geboren wurden, und aus einer Platzlotterie [16][30][31]. Was sie verzerren könnte, sind andere Änderungen zum selben Stichtag; den Stichtag und das Losglück können Eltern nicht wählen. Gestützt ist nur ein Teil: Der Einstieg der Väter in die Betreuung kann Kindern nützen, längere Betreuung zu Hause im zweiten Lebensjahr blieb im Mittel ohne Wirkung, und wo sie die Krippe ersetzte, schnitten Kinder aus Familien mit kleinem Einkommen schlechter ab. Dass die Kinder durch die zusätzlichen Monate in nennenswertem Umfang profitieren, trifft in etwa jedem vierten vergleichbaren Fall zu. Zu längerer Betreuung zu Hause sind die Befunde null bis leicht negativ, und so fällt die Plausibilität niedrig aus.

Aufgenommen, noch nicht bewertet: Die Befunde zu längerer Elternbetreuung über das erste Lebensjahr hinaus sind null bis leicht negativ, der positive Befund betrifft den ersten Vätermonat; eine auf vier zusätzliche Vätermonate übertragbare Größe liegt nicht vor.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 8 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8 Einordnung: Teilaspekt gestützt · Plausibilität 2,5–3

Contra-Argumente5 Argumente

Mehrausgaben für zusätzliche Monate

21Punkte

Für die zusätzlichen Monate von Vätern, Müttern und Alleinerziehenden zahlt der Bund nach Anrechnung rund 1,22 Mrd € im Jahr. Wie viel es wird, hängt daran, wie viele der neuen Monate Väter tatsächlich nehmen. Zusammen mit den höheren Beträgen steigen die Ausgaben um rund 2,6 Mrd € im Jahr.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 6,1Plausibilität 7
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Wert

Der Strom ist Geld aus dem Bundeshaushalt für Elterngeldmonate, die es heute nicht gibt. Der Antrag nennt keine Gegenfinanzierung [1][2]. Angesetzt ist, dass die Ausgabe andere Ausgaben verdrängt oder aus dem allgemeinen Haushalt gedeckt wird. Bewertet ist jeder Euro mit dem Gewicht eines öffentlichen Euro. Ein Zuschlag für das Thema entfällt. Gewogen werden Haushaltsmittel, die an anderer Stelle fehlen, mit dem Wert eines öffentlichen Euro.

Impact

Die Rechnung ist dieselbe wie bei den bezahlten Monaten auf der Gegenseite. Es sind rund 666.500 zusätzliche Vätermonate zu je 1.690 €, nach Anrechnung 1,09 Mrd €, dazu 63 Mio € für Mütter und 64 Mio € für Alleinerziehende [10][13]. Zusammen 1,22 Mrd € im Jahr. Mit den höheren Beträgen ergibt das rund 2,6 Mrd € Mehrausgaben im Jahr (Spanne 2,1 bis 3,2), gut ein Drittel des heutigen Elterngelds [15]. Die Regierung plant dagegen, das Elterngeld auf zwölf Monate zu verkürzen [22]; ein Gesetzentwurf liegt dem Bundestag nicht vor [28], und die Pläne gehören nicht zum Vergleich. Als größter einzelner Kostenposten erreichen die zusätzlichen Monate einen mittleren Impact.

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Elterngeld für zusätzliche Vätermonate nach Anrechnung [10][13] 666.500 × 1.690 € × 97 % 1.092,6 Mio € im Jahr
+ Mütter und Alleinerziehende 62,5 + 63,6 Mio € 126,1 Mio € im Jahr
= Mehrausgaben für zusätzliche Monate (Spanne 710 bis 1.790) 1.218,7 Mio € im Jahr
× Öffentlicher Euro Gewicht 1,0 1.218,7 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite; Spanne 3,5 bis 9,0 200 Mio € je Punkt 6,09
Score 6,09 Impact × 5 Wert × 7 Plausibilität ÷ 10 = 21 von 100

Plausibilität

Der Bund zahlt nur für Monate, die Eltern tatsächlich nehmen; das hängt an derselben Reaktion der Väter wie auf der Gegenseite. Die Belege sind dieselben: Reformen in Norwegen und Schweden, nach denen Väter mehr Elternzeit nahmen, in sehr unterschiedlicher Stärke [16]. Die Plausibilität ist deshalb dieselbe wie bei den bezahlten Monaten, damit sich beide Seiten auf dieselbe Menge beziehen. Wie viele Monate es werden, steht in der Spanne. Die Ausgabe hängt an der Reaktion der Väter, deren Richtung gemessen ist; das trägt eine hohe Plausibilität.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 7 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Weniger Arbeit in den zusätzlichen Monaten

20Punkte

Wer zusätzliche Elterngeldmonate nimmt, arbeitet in dieser Zeit nicht. Bei rund 670.000 Vätermonaten und knapp 100.000 Monaten von Alleinerziehenden fehlen Steuern und Sozialbeiträge von rund 1,1 Mrd € im Jahr. Einen Teil davon gleichen Mütter aus, die früher zurückkehren; das steht auf der Gegenseite.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 5,7Plausibilität 7
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Wert

Der Strom sind Steuern und Sozialbeiträge, die in den zusätzlichen Monaten ausfallen, weil der Elternteil nicht arbeitet. Das ist öffentliches Geld und deshalb mit dem Gewicht eines öffentlichen Euro bewertet, wie Steuern und Beiträge aus Mehrarbeit in anderen Bewertungen dieser Seite. Den Nettolohn gibt die Familie freiwillig gegen Zeit mit dem Kind auf; dieser Tausch steht nicht hier. Die Rentenbeiträge sind abgezogen, weil ihnen später geringere Rentenansprüche gegenüberstehen. Steuern und Beiträge, die der öffentlichen Hand fehlen, gehen mit dem Wert eines öffentlichen Euro ein.

Impact

Väter, die 2023 Elterngeld bezogen, erhielten im Schnitt 1.345 € im Monat [10]; das entspricht einem Nettolohn von rund 2.600 €, wenn man die bei 2.770 € gedeckelten Einkommen mit rund 3.500 € ansetzt [4]. In Steuerklasse IV sind das rund 4.100 € brutto und 5.000 € Arbeitskosten, in Steuerklasse III deutlich weniger brutto. Ohne Rentenbeiträge fehlen je Vatermonat rund 1.600 € Steuern und Beiträge (Spanne 1.000 bis 2.200 €), etwas zurück holt der Progressionsvorbehalt auf das Elterngeld. Bei 666.500 zusätzlichen Vätermonaten sind das 1,07 Mrd € im Jahr. Dazu kommen rund 99.000 Monate von Alleinerziehenden mit Erwerbseinkommen zu je rund 700 €, zusammen 0,07 Mrd € [6][10]. Zusammen 1,14 Mrd € im Jahr (Spanne 0,55 bis 1,85). Gezählt ist der volle Ausfall; der Ausgleich durch Mütter, die früher zurückkehren, steht als eigenes Argument auf der Gegenseite. Spätere Verdienstfolgen sind nicht gezählt, weil längere Vätermonate in Norwegen die späteren Verdienste nicht veränderten [16]. Jeder zusätzliche Monat zu Hause kostet die öffentliche Hand etwa so viel wie das Elterngeld für ihn, und das ergibt einen mittleren Impact.

▸ Rechenweg anzeigen ▾ Rechenweg ausblenden
Zusätzliche Vätermonate aus den bezahlten Monaten [10] 666,5 Tsd Monate im Jahr
× Steuern und Beiträge je Vatermonat ohne Rentenbeiträge Nettolohn 2.600 €, Arbeitskosten rund 5.000 € (Klasse IV), weniger in Klasse III; Setzung, Spanne 1.000 bis 2.200 € [4][10] 1.600 € 1.066,4 Mio € im Jahr
+ Alleinerziehende mit Erwerbseinkommen [6] 99.000 Monate × 700 € 69,3 Mio € im Jahr
= Fehlende Steuern und Beiträge (Spanne 550 bis 1.850) 1.135,7 Mio € im Jahr
× Öffentlicher Euro Gewicht 1,0 1.135,7 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite; Spanne 2,8 bis 9,3 200 Mio € je Punkt 5,68
Score 5,68 Impact × 5 Wert × 7 Plausibilität ÷ 10 = 20 von 100

Plausibilität

Dass in Elternzeit nicht gearbeitet wird, folgt aus den Regeln des Basiselterngelds [4]. Ob und wie viele zusätzliche Monate genommen werden, hängt an derselben Reaktion der Väter wie bei den bezahlten Monaten; sie ist in Norwegen und Schweden mit Stichtagsvergleichen gemessen [16]. Die Störgröße sind andere Reformteile zum selben Stichtag, die Selbstwahl der Familien schließt der Stichtag aus. Ob die Paare insgesamt weniger arbeiten, hängt zusätzlich an den Müttern: In Deutschland arbeiteten sie mehr, wenn der Vater Elternzeit nahm, und die Arbeitszeit des Paares blieb gleich [17]. Dieser Ausgleich ist auf der Gegenseite gebucht, nicht hier. Dass der Ausfall der Väter in der angesetzten Größe eintritt, trifft in etwa sieben von zehn vergleichbaren Fällen zu. Wie die Ausgabe folgt der Ausfall aus der Reaktion der Väter, deren Richtung gemessen ist, und hat deshalb eine hohe Plausibilität.

Beleglage: Studie · Plausibilität höchstens 7 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Mehrausgaben für kleinere Einkommen

18Punkte

Höherer Mindestbetrag, höhere Ersatzrate und die Anpassung des Mindestbetrags an die Preise kosten den Bund nach Anrechnung rund 740 Mio € im Jahr. Heute gibt er für das Elterngeld 7,5 Mrd € im Jahr aus. Eine Gegenfinanzierung nennt der Antrag nicht.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 3,7Plausibilität 9,5
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Wert

Der Strom ist Geld aus dem Bundeshaushalt, das für andere Aufgaben fehlt oder geliehen werden muss. Das Elterngeld trägt allein der Bund; 2026 sind dafür 7,51 Mrd € veranschlagt [15]. Der Antrag nennt keine Gegenfinanzierung [1][2]. Angesetzt ist deshalb, dass die Mehrausgaben andere Ausgaben verdrängen oder aus dem allgemeinen Haushalt gedeckt werden. Bewertet ist jeder Euro mit dem Gewicht eines öffentlichen Euro, ohne Zuschlag für das Thema. Haushaltsmittel, die an anderer Stelle fehlen, tragen den Wert eines öffentlichen Euro.

Impact

Der Bund zahlt für den höheren Mindestbetrag 258 Mio €, für die höhere Ersatzrate 421 Mio € und für die Preisanpassung des Mindestbetrags 60 Mio € im Jahr mehr. Was in Grundsicherung und Wohngeld wieder angerechnet wird, ist bereits abgezogen [8]. Zusammen 739 Mio € im Jahr, mit derselben Spanne wie auf der Gegenseite. Zum Vergleich: Für die 2023 geborenen Kinder hatten 945.100 Eltern im Schnitt Anspruch auf 8.852 € Elterngeld, zusammen 8,37 Mrd €, auf die Geburten von 2025 umgerechnet 7,90 Mrd € [10][13][14]. Das liegt nahe am Haushaltsansatz von 7,51 Mrd € für 2026 [15]. Jedes Jahr rund ein Zehntel des heutigen Elterngelds ergibt einen kleinen bis mittleren Impact.

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Höherer Mindestbetrag nach Anrechnung 258 Mio € im Jahr
+ Höhere Ersatzrate nach Anrechnung 421 Mio € im Jahr
+ Preisanpassung des Mindestbetrags 60 Mio € im Jahr
= Mehrausgaben für kleinere Einkommen (Spanne 590 bis 990) [15] 739 Mio € im Jahr
× Öffentlicher Euro Gewicht 1,0 739 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite; Spanne 2,9 bis 4,9 200 Mio € je Punkt 3,7
Score 3,7 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 18 von 100

Plausibilität

Dass der Bund mehr zahlt, folgt unmittelbar aus den geforderten Beträgen [1]. Das tritt ein, sobald das Gesetz gilt, unabhängig davon, wie Eltern reagieren. Ein Restrisiko liegt darin, dass ein Gesetz die Ersatzrate anders regelt als das Rechenbeispiel der Begründung [1]. Wie viel es wird, hängt an der Zahl der Geburten und an der Anrechnung; das steht in der Spanne. Es ist dasselbe Geld wie auf der Gegenseite, deshalb tragen beide Seiten dieselbe Plausibilität. Die Ausgabe folgt aus dem Gesetz, was die Plausibilität sehr hoch macht; ihre Größe steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Mehrausgaben für den Höchstbetrag

16Punkte

Der höhere Höchstbetrag und seine Anpassung an die Preise kosten den Bund rund 665 Mio € im Jahr. Das Geld geht an Eltern mit hohem Lohn. Eine Gegenfinanzierung nennt der Antrag nicht.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 3,3Plausibilität 9,5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Der Strom ist Geld aus dem Bundeshaushalt, das für andere Aufgaben fehlt oder geliehen werden muss. Der Antrag nennt keine Gegenfinanzierung [1][2]. Angesetzt ist, dass die Mehrausgaben andere Ausgaben verdrängen oder aus dem allgemeinen Haushalt gedeckt werden. Bewertet ist jeder Euro mit dem Gewicht eines öffentlichen Euro. Ein Zuschlag für das Thema entfällt. Wie bei der ersten Kostenkarte geht es um Haushaltsmittel, die an anderer Stelle fehlen, also um den Wert eines öffentlichen Euro.

Impact

Der Bund zahlt für den höheren Höchstbetrag 427 Mio € und für seine Preisanpassung 238 Mio € im Jahr mehr; beide Posten stehen auf der Gegenseite [10][13][14]. Zusammen 665 Mio € im Jahr, mit derselben Spanne wie auf der Gegenseite. Bei Eltern am Höchstbetrag gibt es kaum Anrechnung, weil sie selten Grundsicherung oder Wohngeld beziehen. Zum Vergleich: 2026 sind für das Elterngeld insgesamt 7,51 Mrd € veranschlagt [15]. Knapp ein Zehntel des heutigen Elterngelds ergibt einen kleinen Impact.

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Höherer Höchstbetrag 427 Mio € im Jahr
+ Preisanpassung des Höchstbetrags 238 Mio € im Jahr
= Mehrausgaben für den Höchstbetrag (Spanne 570 bis 790) [15] 665 Mio € im Jahr
× Öffentlicher Euro Gewicht 1,0 665 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite; Spanne 2,9 bis 3,9 200 Mio € je Punkt 3,33
Score 3,33 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 16 von 100

Plausibilität

Dass der Bund mehr zahlt, folgt unmittelbar aus dem geforderten Höchstbetrag [1]. Das tritt ein, sobald das Gesetz gilt, unabhängig davon, wie Eltern reagieren. Wie viel es wird, hängt an der Zahl der Geburten und an der Lohnverteilung; das steht in der Spanne. Es ist dasselbe Geld wie auf der Gegenseite, deshalb tragen beide Seiten dieselbe Plausibilität. Auch diese Ausgabe folgt aus dem Gesetz, die Plausibilität ist entsprechend sehr hoch; wie groß sie wird, steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Mehr Arbeit in den Elterngeldstellen

0,04Punkte

Mehr Väter mit mehr Monaten, eine gestaffelte Ersatzrate und die jährliche Anpassung der Beträge machen den Elterngeldstellen der Länder mehr Arbeit. Angesetzt sind rund 1,7 Mio € im Jahr. Das ist im Vergleich zu den Leistungen sehr wenig.

Wert 5 · Vollzug & VerfahrenImpact 0,0085Plausibilität 9,5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Der Strom ist Arbeitszeit in den Elterngeldstellen, die zusätzlich gebraucht wird. Sie fehlt für andere Aufgaben oder muss bezahlt werden. Bewertet ist sie mit dem Gewicht eines öffentlichen Euro. Ein Zuschlag für das Thema entfällt. Der Aufwand der Eltern für die Anträge ist hier nicht eingerechnet, weil sie ohnehin einen Antrag stellen. Zusätzliche Verwaltungsarbeit zählt mit dem Wert eines öffentlichen Euro.

Impact

Der Antrag beziffert den Verwaltungsaufwand nicht [1]. Als Vergleich dient die Einführung des Elterngeld Plus 2015: Die Regierung rechnete mit einmalig 800.000 € Umstellung und jährlich rund 800.000 € mehr Aufwand in den Ländern [21]. Diese Reform ändert mehr: zusätzliche Monate, eine Staffel der Ersatzrate, Anpassung der Beträge und mehr Anträge von Vätern. Angesetzt sind jährlich 1,5 Mio € und einmalig 2 Mio €, auf zehn Jahre verteilt 0,2 Mio € im Jahr (Setzung, Spanne 0,9 bis 4,2 Mio € im Jahr). Zusammen 1,7 Mio € im Jahr. Mit einem Bruchteil eines Promille der Leistungen bleibt der Impact sehr klein.

▸ Rechenweg anzeigen ▾ Rechenweg ausblenden
Laufender Mehraufwand der Länder [21] Setzung, Elterngeld Plus 2015: 0,8 Mio € 1,5 Mio € im Jahr
+ Umstellung, auf zehn Jahre verteilt [21] 2 Mio € ÷ 10 0,2 Mio € im Jahr
= Verwaltungsaufwand (Spanne 0,9 bis 4,2) 1,7 Mio € im Jahr
× Öffentlicher Euro Gewicht 1,0 1,7 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 200 Mio € je Punkt 0,01
Score 0,01 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,0 von 100

Plausibilität

Dass eine Umstellung und zusätzliche Fälle Arbeit machen, folgt aus dem Verfahren: Jeder Antrag wird geprüft und berechnet. Der Aufwand fällt an, sobald das Gesetz gilt, auch wenn kein einziger Vater mehr Monate nimmt, weil Beträge und Staffel umgestellt werden müssen. Wie groß er ist, ist geschätzt und steht in der Spanne. Eine stärker digitalisierte Antragsbearbeitung könnte ihn senken. Dass Aufwand entsteht, ist sicher, und deshalb ist die Plausibilität sehr hoch; wie viel, steht in der Spanne.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Wie belastbar das Ergebnis ist

Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in weniger als einer von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

bringt mehr, als er kostetkostet mehr, als er bringt

Jeder Punkt steht für 200 der 20.000 Modellrechnungen.

Das Ergebnis hängt vor allem daran, wie viel Erwerbsarbeit in den zusätzlichen Vätermonaten unterm Strich verloren geht. Angesetzt ist, dass Mütter in gut einem Drittel dieser Monate stattdessen früher arbeiten. Ohne diesen Ausgleich läge die Reform ebenfalls in keinem Durchlauf vorn, ebenso bei der Hälfte der Monate; fiele der Arbeitsausfall ganz weg, läge sie in knapp neun von zehn Durchläufen vorn. Die Ersatzrate von 80 und 50 % ist ein Beispiel aus der Begründung des Antrags. Bei der heutigen Ersatzrate kostete die Reform rund 1,85 statt 2,6 Mrd € im Jahr, am Ergebnis änderte sich nichts. Gezählt ist das ganze Elterngeld als Gewinn der Familien, die Zeit mit dem Kind so viel wert wie der aufgegebene Nettolohn; das ist die Obergrenze. Mit der Hälfte für die erst durch die Reform genommenen Monate bliebe der Effekt mittel. Der Antrag nennt keine Gegenfinanzierung, angesetzt ist, dass die Ausgaben andere Ausgaben verdrängen. Liehe sich der Bund das Geld, kämen beim Zins zehnjähriger Bundesanleihen vom September 2026 rund 0,5 Mrd € Zinsen im Jahr hinzu, und der Effekt würde groß. Gleichmäßigere Aufteilung der Sorgearbeit, mögliche zusätzliche Geburten und die Entwicklung der Kinder sind aufgenommen, aber nicht bewertet. Zusammen müssten sie etwa sieben Zehntel der in den Vätermonaten fehlenden Steuern und Beiträge aufwiegen, damit die Reform in die Nähe eines Gleichstands kommt.

Verteilung der Modellrechnungen ansehen

20.000 durchgerechnete Zukünfte

Sehr wahrscheinlich schlechter · 0 %

In weniger als einer von 100 durchgerechneten Zukünften bringt der Vorschlag mehr, als er kostet.

Keine Wirkung ist genau bekannt, jedes Argument hat eine Spanne. Die Rechnung zieht 20.000-mal für jedes Argument eine mögliche Größe aus seiner Spanne und zählt, wie oft der Nutzen die Kosten übersteigt.

Nettoeffekt in Punkten je Zukunft. Links der Null überwiegen die Nachteile, rechts der Nutzen. Acht von zehn Zukünften liegen zwischen −21 und −8,3 Punkten.
Maßstab und Auswertung

Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 200 Mio. € pro Jahr.

Größenklasse:mittel

Effekt mittel (−2,8) · 31 % der Wirkung positiv

Die Flächen zeigen die einzelnen Argumentgewichte. Der positive Wirkungsanteil verrechnet Geldverschiebungen zwischen beiden Seiten; die Wahrscheinlichkeit eines positiven Nettoeffekts wird gesondert bestimmt.

Wie wir bewerten →

Prüfung und Quellen

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite.Wie geprüft wird →

Zuletzt geprüft von Claude Opus 5.5 · 29. Oktober 2026 · 6× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 29. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Plenarprotokolle 21/32 und 21/102 als Quellen, Stand 15. Oktober 2026 (Antrag 21/8314 überwiesen) nachgezogen, Daten ausgeschrieben, Mechanik-Sätze umformuliert.

  2. 28. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Seitentexte für den neuen Seitenaufbau (Entwurf G) mit Zitaten aus Primärquellen; keine Zahl geändert.

  3. 21. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1Record aktualisiert

    Summary und Maßstab-Hinweis an den Stil vom 20.10.2026 angeglichen (Urteil nach der aktuellen Analyse, kein Formelanfang); Zahlen unverändert

  4. 20. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Nach redaktioneller Vorgabe von Julian: Belege zu Kindern, Vätern, Paarbeziehung und Müttergesundheit ergänzt (Farré 2024, Drange/Havnes, Patnaik, Olafsson/Steingrimsdottir, Avdic/Karimi, Persson/Rossin-Slater), Fehler zur Reform 1992 korrigiert, Kaufkraftverlust seit 2007, Urteil zu den drei Teilen; Zahlen unverändert

  5. 19. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Zusammenfassung nach der Stilregel vom 19.10.2026 umgestellt: Ergebnis in Worten mit Hauptgrund, ohne Durchlauf-Zahl; Zahlen unverändert

  6. 19. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Erstbewertung

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  1. Deutscher Bundestag: Drucksache 21/7034 vom 09.07.2026: Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „Für ein zukunftsfähiges Elterngeld – Familien stärken und Gleichstellung fördern“ (je sechs Monate Basiselterngeld je Elternteil, sechs frei aufteilbar, 18 Monate für Alleinerziehende, 500/2.400 €, Preisanpassung; Begründung zu 1b: 80 % bis neun Monate je Elternteil, danach 50 %, als Beispiel). dserver.bundestag.de
  2. Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: Fachtext „Unser Modell für ein zukunftsfähiges Elterngeld“ vom 11.07.2026 (ohne Kostenschätzung). gruene-bundestag.de
  3. Deutscher Bundestag: Drucksache 21/8314 vom 01.10.2026: Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „Alleinerziehende entlasten und Kinderarmut bekämpfen“, Nr. 7 (18 Monate, Lohnersatzrate 80 % für Alleinerziehende). dserver.bundestag.de
  4. Bundesministerium der Justiz: § 2 BEEG: Höhe des Elterngeldes (67 %, 65 % ab 1.200 €, bis 100 % unter 1.000 €, Höchstbetrag 1.800 €, Mindestbetrag 300 €, Bemessung höchstens 2.770 €). gesetze-im-internet.de
  5. Bundesministerium der Justiz: § 4 BEEG: Art und Dauer des Bezugs (zwölf Monatsbeträge plus zwei Partnermonate, höchstens zwölf je Elternteil, gleichzeitiger Bezug nur in einem Monat). gesetze-im-internet.de
  6. Bundesministerium der Justiz: § 4c BEEG: Alleiniger Bezug durch einen Elternteil (Alleinerziehende erhalten auch die Partnermonate). gesetze-im-internet.de
  7. Bundesministerium der Justiz: § 1 Abs. 8 BEEG: Einkommensgrenze 175.000 € zu versteuerndes Einkommen. gesetze-im-internet.de
  8. Bundesministerium der Justiz: § 10 BEEG: Verhältnis zu anderen Sozialleistungen (in Grundsicherung und Kinderzuschlag frei nur bis zur Höhe des Erwerbseinkommens vor der Geburt, höchstens 300 €). gesetze-im-internet.de
  9. Bundesministerium der Justiz: § 3 BEEG: Anrechnung von Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss auf das Elterngeld. gesetze-im-internet.de
  10. Statistisches Bundesamt (Destatis): Statistischer Bericht Elterngeld, beendete Leistungsbezüge für im Jahr 2023 geborene Kinder (Tabellen 22922-01 bis -05: 642.965 Mütter, 302.135 Väter, Anspruch je Person, Bezugsdauer, Mindest- und Höchstbetrag, Familienstand). destatis.de
  11. Statistisches Bundesamt (Destatis): Pressemitteilung Nr. 136 vom 16.04.2026: Elterngeld 2025 (1,61 Mio Beziehende, Väteranteil 25,9 %, geplante Dauer Mütter 14,9 und Väter 3,8 Monate, Partnerschaftsbonus 8,3 % der Elterngeld-Plus-Beziehenden). destatis.de
  12. Statistisches Bundesamt (Destatis): Zahl der Woche vom 08.07.2025: Höchstbetrag bei 32 % der Väter und 12 % der Mütter, Mindestbetrag bei 26 % der Mütter und 7 % der Väter (2024). destatis.de
  13. Statistisches Bundesamt (Destatis): Pressemitteilung Nr. 146 vom 28.04.2026: rund 654.300 Geburten im Jahr 2025. destatis.de
  14. Statistisches Bundesamt (Destatis): Press release No. 274 of 17 July 2024: 692,989 births in 2023. destatis.de
  15. Deutscher Bundestag: hib 654/2026 vom 19.08.2026: Haushalt 2027, Einzelplan 17 (Elterngeld 7,51 Mrd € 2026, Regierungsentwurf 7,07 Mrd € 2027). bundestag.de
  16. IZA Institute of Labor Economics: Canaan, Lassen, Rosenbaum, Steingrimsdottir (2022): Maternity Leave and Paternity Leave: Evidence on the Economic Impact of Legislative Changes in High Income Countries, IZA DP 15129 (Literaturüberblick; Tabelle 2 zu Vätermonaten). docs.iza.org
  17. IZA Institute of Labor Economics: Tamm (2018): Fathers’ Parental Leave-Taking, Childcare Involvement and Mothers’ Labor Market Participation, IZA DP 11873 (veröffentlicht in Labour Economics 59, 2019). docs.iza.org
  18. Statistisches Bundesamt (Destatis): Armutsgefährdungsschwelle nach Haushaltstyp, EU-SILC 2025 (Alleinlebende 17.334 € im Jahr). destatis.de
  19. Institut für Public Management (IPM): Bericht über die Neukalkulation der Elternbeiträge für die Gemeinde Zeuthen vom 15.11.2022, Tabelle 1 (Krippe: Platzkosten ohne Zuschüsse 1.256 € bei 6 Stunden bis 1.884 € bei 9 Stunden im Monat, 2023–2024). zeuthen.de
  20. Schleswig-Holsteinischer Landtag: Drucksache 18/4392 vom 21.07.2016: Anteil der Elternbeteiligung an den U3-Kosten (landesweit 20,28 %). landtag.ltsh.de
  21. Deutscher Bundestag: Drucksache 18/2583 vom 22.09.2014: Gesetzentwurf zur Einführung des Elterngeld Plus, Erfüllungsaufwand der Verwaltung (einmalig 800.000 €, jährlich rund 800.000 €). bundestag.de
  22. beck-aktuell: Gesetzentwurf der Bundesregierung: Künftig nur noch zwölf Monate Elterngeld (07.07.2026; Referentenentwurf in der Ressortabstimmung, je drei reservierte Monate, 330/1.900 €). beck-aktuell.de
  23. Institut der deutschen Wirtschaft (IW): Geis-Thöne (2024): Ohne Inflationsausgleich ändert das Elterngeld seinen Charakter, IW-Kurzbericht 97 (preisbereinigt 2023: Mindestbetrag rund 413 €, Höchstbetrag rund 2.480 €). iwkoeln.de
  24. National Bureau of Economic Research: Raute (2017): Can Financial Incentives Reduce the Baby Gap? Evidence from a Reform in Maternity Leave Benefits, NBER Working Paper 23793 (veröffentlicht in Journal of Public Economics 169, 2019). nber.org
  25. Bundeszentrale für politische Bildung: Erwerbstätigkeit von Eltern nach Alter des jüngsten Kindes (Mikrozensus, 2018, realisierte Erwerbstätigkeit ohne Elternzeit: Mütter mit jüngstem Kind im Alter von einem Jahr 42,2 %, zwei Jahren 60,8 %). bpb.de
  26. Deutscher Bundestag: hib 595/2026 vom 20.07.2026: Grüne wollen Elterngeld reformieren (Antrag 21/7034). bundestag.de
  27. Deutscher Bundestag, DIP: Vorgang 337314 „Für ein zukunftsfähiges Elterngeld – Familien stärken und Gleichstellung fördern“, Beratungsstand „Noch nicht beraten“, einzige Drucksache 21/7034 (abgerufen 19.10.2026). dip.bundestag.de
  28. Deutscher Bundestag: Drucksache 21/8495 vom 12.10.2026: Kleine Anfrage der Fraktion der AfD „Elterngeldreform 2027 – Auswirkungen der Haushaltskonsolidierung auf Familien“. dserver.bundestag.de
  29. Deutscher Bundestag: Drucksache 21/4019 vom 05.02.2026: Kleine Anfrage „Sanktionen bei Kindern“ (Anteil der Kinder in Bedarfsgemeinschaften 12,7 %, Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Juni 2025). dserver.bundestag.de
  30. Centre for Economic Performance (LSE): Farré, González, Hupkau, Ruiz-Valenzuela (2024): Paternity Leave and Child Development, CEP Discussion Paper 2024 — Spanien 2017 bis 2021, Väterquote schrittweise von 4 auf 16 Wochen; je 4 Wochen Anspruch rund 2 Wochen mehr Väterzeit, Anteil der Kinder mit altersgerechter Entwicklung 12,4 Prozentpunkte niedriger, vor allem weil die Kinder seltener in die Krippe gingen. cep.lse.ac.uk
  31. IZA Institute of Labor Economics: Drange, Havnes (2015/2019): Child Care Before Age Two and the Development of Language and Numeracy, IZA DP 8904 (Journal of Labor Economics 37(2)) — Oslo, Platzlotterie: Krippeneintritt mit rund 15 statt 19 Monaten, je Monat früher +0,027 Standardabweichungen Sprache und +0,028 Mathematik mit 7 Jahren, Effekt bei Familien mit kleinem Einkommen, null bei hohem. docs.iza.org
  32. American Economic Association: Persson, Rossin-Slater (2024): When Dad Can Stay Home: Fathers' Workplace Flexibility and Maternal Health, AEJ: Applied Economics 16(4) — Schweden 2012, flexible gleichzeitige Vätertage im ersten Lebensjahr: Behandlungen wegen Geburtskomplikationen −12 %, Antibiotika −14 %. aeaweb.org
  33. Copenhagen Business School (akzeptierte Fassung): Olafsson, Steingrimsdottir (2020): How Does Daddy at Home Affect Marital Stability? Economic Journal 130(629) — Island 2001, Väterquote um einen Monat verlängert: Trennungen nach 5 Jahren −11,6, nach 15 Jahren −8,9 Prozentpunkte. research-api.cbs.dk
  34. Monash University (Verlagsfassung): Avdic, Karimi (2018): Modern Family? Paternity Leave and Marital Stability, AEJ: Applied Economics 10(4) — Schweden 1995, erster Vätermonat: Trennungen nach 3 Jahren +1 Prozentpunkt; der zweite Monat 2002 ohne Effekt. researchmgt.monash.edu
  35. Cornell University (Dissertation, veröffentlicht als Journal of Labor Economics 37(4), 2019): Patnaik: Reserving Time for Daddy: The Consequences of Fathers' Quotas — Québec 2006, fünf Wochen Väterquote mit höherem Lohnersatz: Väter langfristig rund 37 Minuten am Tag mehr unbezahlte Arbeit, Mütter +5,4 Prozentpunkte Vollzeit. ecommons.cornell.edu
  36. Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex, Gesamtindex und 12 Abteilungen (2020 = 100), Stand 13.10.2026: Mittel Januar bis September 2026 rund 124,8; 2007 lag der Index bei 84,7. destatis.de
  37. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 21/32 vom 10. Oktober 2025, Tagesordnungspunkt 35: Aussprache zum Antrag der Fraktion Die Linke „Mindestbetrag des Elterngelds erhöhen – Familien und ihre Kinder stärken“ (Drucksache 21/2038), Überweisung an den Familienausschuss ohne Abstimmung (S. 3480 ff.). dserver.bundestag.de
  38. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 21/102 vom 15. Oktober 2026, Tagesordnungspunkt 11: Aussprache zu den Anträgen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „Familien stärken – Geplante Kürzungen unterlassen“ (21/8568) und „Alleinerziehende entlasten und Kinderarmut bekämpfen“ (21/8314), Überweisung an die Ausschüsse ohne Abstimmung (S. 12813 ff.). dserver.bundestag.de

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