Griechisches Gesprächspaar untersucht eine unbeschriftete Zigarettenschachtel, ein Steuersiegel und ansteigende Münzstapel.

Tabaksteuer bis 2030

Um Haushaltslücken zu schließen, hebt der Bund die Tabaksteuer vier Jahre lang jedes Jahr an; ein Änderungsantrag der Koalition verteuerte Zigaretten stärker als der Regierungsentwurf [2][3]. Krankenkassen und Krebsforscher unterstützen höhere Preise und wollen das Geld für Gesundheit binden, Tabakwirtschaft und Zollgewerkschaften warnen vor Käufen im Ausland und auf dem Schwarzmarkt [3][23][27]. Der Bundestag beschloss die Erhöhung am 15. Oktober 2026 in der Fassung des Finanzausschusses, die Zigarren und Pfeifentabak schwächer, Feinschnitt und Liquids etwas stärker belastet [30][31].

  • 19,1 % der Menschen ab 15 Jahren rauchen, nach dem Mikrozensus 2025 [8]
  • 131.000 Todesfälle gingen 2023 in Deutschland auf das Rauchen zurück [8]
  • 8,05 € kostet eine Packung Zigaretten im Jahr 2026 [25]

Der Vorschlag

Die Tabaksteuer steigt von 2027 bis 2030 jedes Jahr, bis eine Packung Zigaretten knapp 12 Euro kostet.

Die Debatte

Union und SPD begründeten die Erhöhung offen mit dem Haushalt und zugleich mit dem Gesundheitsschutz: Höhere Preise sollen vor allem Jugendliche vom Einstieg abhalten. AfD und Linke halten den Gesundheitszweck für vorgeschoben; die AfD warnt vor Schwarzmarkt und ausbleibenden Einnahmen, die Linke vor einer Last, die vor allem kleine Einkommen tragen. Die Grünen halten höhere Preise für richtig, lehnten das Gesetz aber ab, weil es vor allem dem Haushalt diene und Feinschnitt als billige Ausweichware lasse. Am 15. Oktober 2026 stimmten CDU/CSU und SPD dafür, AfD, Grüne, Linke und zwei Abgeordnete der Union dagegen [30].

  • „Und ja: Die Tabaksteuer soll einen Beitrag zur Konsolidierung des Bundeshaushaltes leisten, und das ist überhaupt kein Geheimnis, sondern wurde von uns auch immer ehrlich so formuliert. Und gleichzeitig wollen wir Preissignale setzen, die dem Gesundheitsschutz dienen, indem der Einstieg in den Nikotinkonsum weniger attraktiv gemacht wird.“

    spricht dafür: Ingo Vogel, SPD Bundestag, 15. Oktober 2026
  • „Die Rechnung wird nicht damit gemacht, dass Leute aufhören, zu rauchen, sondern damit, dass der stark erhöhte Preis an der Ladenkasse zähneknirschend bezahlt wird. Das Ganze ist kein durchdachtes Konzept und keine seriöse Gesundheitsförderung. Es ist das bekannte Muster dieser Bundesregierung: Belastet wird am Ende nach unten.“

    spricht dagegen: Doris Achelwilm, Die Linke Bundestag, 15. Oktober 2026
  • „Die erhofften Milliarden bleiben aus, weil die Bürger auf den Schwarzmarkt ausweichen.“

    spricht dagegen: Christian Douglas, AfD Bundestag, 15. Oktober 2026

Die Analyse

Tabaksteuer bis 2030

66 % des Gewichts sprechen dafür, 34 % dagegen.

Das Gewicht eines Arguments verbindet drei Fragen: wie groß die Wirkung ist, wie sicher sie eintritt und wie wichtig das betroffene Gut ist. Je größer das Stück, desto schwerer wiegt das Argument.

Dafür

Dagegen

Die Tabaksteuererhöhung bis 2030 ist nach der aktuellen Analyse wahrscheinlich ein guter Vorschlag, und sie hängt an einer Frage: ob der höhere Preis tatsächlich weniger Menschen rauchen lässt.

Wahrscheinlich besser

Wahrscheinlich besser: Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in 89 von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

Gesamteffekt: groß

Wie stark der Vorschlag insgesamt wirkt, in fünf Stufen von sehr klein bis sehr groß, über alle Debatten vergleichbar. Der Kreis ist immer voll, auch wenn die Wirkung insgesamt klein ist; wie groß sie ist, sagt diese Stufe.

Die Analyse kommt zum Ergebnis der Koalition, doch nicht das Geld für den Haushalt trägt die Erhöhung, sondern die Gesundheit. Den größten Teil des Kreises bildet Geld, das nur den Besitzer wechselt, von den Rauchenden zum Bund; bei ihnen wäre es besser aufgehoben, weil dort kleine Einkommen häufiger sind. Darin hat die Linke recht: Die Umbuchung allein ist ein Verlust, und er bleibt das stärkste Argument gegen die Steuer. Weniger Krebs, Infarkte und frühe Tode, in der Debatte nur Begleitzweck neben dem Haushalt, wiegen mehr als dreimal so schwer wie dieser Verlust. Der Schwarzmarkt, vor dem AfD und Teile der Union warnten, wiegt dagegen wenig; offen bleibt vor allem, ob der Preis tatsächlich weniger Menschen rauchen lässt, wie AfD und Linke bezweifeln.

Mit eigenen Werten nachrechnen

Wie schwer Leben, Gesundheit, Klima, Zeit und Geld zählen, lässt sich anders gewichten. Der Werte-Shift rechnet die Debatte damit neu.

Zum Werte-Shift →

Im Detail

Alle Argumente

Pro-Argumente4 Argumente

Weniger Krebs, Infarkte und frühe Tode

24Punkte

Rauchen ist die häufigste vermeidbare Todesursache: 2023 starben in Deutschland rund 131.000 Menschen an seinen Folgen [8]. Nach einer Schätzung für den Bundestag senken die Stufen des Regierungsentwurfs den Tabakkonsum bis 2030 um 11 bis 13 Prozent und die Zahl der Rauchenden um grob 1 bis 1,5 Prozentpunkte; die beschlossene Fassung verteuert Zigaretten stärker, Feinschnitt aber weniger als der Regierungsentwurf, und senkt den Konsum deshalb kaum stärker [6][31]. Über zwanzig Jahre gemittelt entspricht das rund 79.000 gewonnenen gesunden Lebensjahren im Jahr.

Wert 10 · Leben & GesundheitImpact 3,1Plausibilität 7,5
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Wert

Gezählt werden Lebensjahre, die Menschen nicht durch Lungenkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder chronische Lungenkrankheit verlieren, und Jahre ohne diese Krankheiten [8][17]. Den größten Teil machen vorzeitige Todesfälle aus: Rauchende verlieren zwischen 40 und 79 Jahren rund 12 bis 13 Jahre Lebenserwartung gegenüber Menschen, die nie geraucht haben [10]. Mitgezählt sind die Folgen des Passivrauchens, die mit der Zahl der Rauchenden sinken [11]. Das ist Leben und körperliche Unversehrtheit im Kern, die höchste Stufe der Skala, auf der auch vermiedene Verkehrstote stehen. Menschen mit kleinem Einkommen rauchen häufiger und reagieren stärker auf Preise; ihnen kommt ein überproportionaler Teil der Jahre zugute [6][9][14]. Dieser Verteilungsbefund hebt den Wert nicht zusätzlich, er zeigt nur, wem die Jahre zugutekommen. Der Wert ist sehr hoch: Es geht um vorzeitigen Tod und schwere Krankheit, nicht um Geld oder Komfort.

Impact

Der Gesundheitsökonom Tobias Effertz erwartet für die Stufen des Regierungsentwurfs bis 2030 einen um 11 bis 13 Prozent niedrigeren Tabakkonsum; etwa die Hälfte davon kommt aus Aufhören und Nichteinstieg, also 5,5 bis 6,5 Prozent weniger Rauchende [6]. Für den Änderungsantrag erwartet er keinen stärkeren Rückgang, weil mehr Rauchende auf Feinschnitt ausweichen [6]. Die beschlossene Fassung besteuert Feinschnitt 2030 mit 121,71 statt 112,98 € je Kilogramm etwas höher als der Änderungsantrag, aber weiter unter den 128,16 € des Regierungsentwurfs; angesetzt bleibt derselbe Rückgang, der kleine Zuschlag liegt in der Spanne [6][31]. Bei 19,1 Prozent Rauchenden unter 71,9 Mio Menschen ab 15 Jahren sind das 1,15 Prozentpunkte oder rund 830.000 Menschen; die Untergrenze von 0,6 Prozentpunkten folgt aus neueren Ländervergleichen, die eine schwächere Reaktion finden [8][12][13][28]. Über zwanzig Jahre gemittelt gilt davon rund drei Viertel, weil sich die Stufen bis 2030 erst aufbauen und die festen Steuerbeträge danach an Gewicht verlieren. Nach der Global-Burden-of-Disease-Studie kostet Tabak in Deutschland rund 2,89 Mio gesunde Lebensjahre im Jahr, 0,21 je rauchender Person [8][11]. Angesetzt sind davon 80 Prozent, weil die Studie mit einer längeren Lebenserwartung als der deutschen rechnet und die heutige Last aus Jahren mit mehr Rauchenden stammt, 2009 noch 25,7 Prozent [29]. Wer aufhört, behält einen Teil des Risikos; angesetzt sind drei Viertel des Gewinns [10]. Gezählt werden auch Jahre, die erst nach 2046 gewonnen werden, weil das Aufhören in die zwanzig Jahre fällt. So ergeben sich rund 79.000 gewonnene gesunde Lebensjahre im Jahr, Spanne 23.000 bis 164.000. Groß fällt der Impact aus: Eine kleine Verschiebung der Raucherquote wirkt auf die größte vermeidbare Todesursache.

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1,15 Prozentpunkte
Rückgang der Raucherquote bis 2030
× × 71,9 Mio 83,5 Mio Einwohner abzüglich 10,8 Mio Kinder unter 14 und eines Jahrgangs von rund 0,8 Mio
0,83 Mio Personen
Menschen ab 15 Jahren
× × 0,755 Aufbau 2027–2030, danach abschmelzende feste Steuerbeträge; Setzung, Spanne 0,65–0,85
0,62 Mio vermiedene Raucherjahre/Jahr
Mittel über zwanzig Jahre
× × 0,168 2,889 Mio tabakbedingte DALY ÷ 13,73 Mio Rauchende = 0,210, davon 80 % (Referenz-Sterbetafel der Studie, höhere Raucherquote früherer Jahre; Spanne 0,65–1,0)
105.085 Lebensjahre/Jahr
gesunde Lebensjahre je Raucherjahr
× × 0,75 frühere Rauchende behalten einen Teil des Risikos; Spanne 0,60–0,85
78.814 Lebensjahre/Jahr
Gewinn beim Aufhören
× × 40.000 € Wert eines gesunden Lebensjahres
3.152,5 Mio €/Jahr
bewertet je gesundem Lebensjahr
÷ 1.000 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,92–6,56
3,15
Normalised Impact
Score 3,15 Impact × 10 Wert × 7,5 Plausibilität ÷ 10 = 24 von 100

Plausibilität

Dass höhere Tabaksteuern die Zahl der Rauchenden senken, das Aufhören fördern und den Einstieg Jugendlicher bremsen, hält die Internationale Krebsforschungsagentur in ihrer Auswertung von 2011 für belegt [9]. Eine neue Studie vergleicht in den 27 Ländern der EU von 2012 bis 2020 Menschen in Ländern mit großen Steuer- und Preissprüngen mit Menschen in Ländern mit stabilen Preisen und findet danach weniger Rauchende [28]. Sie erschien im April 2026 nur als Vorabfassung, als sogenannter Preprint, also noch nicht begutachtet, und gemessen ist die Wirkung vor allem bei 15- bis 24-Jährigen; bei Erwachsenen fällt sie schwächer aus. In Deutschland sank in den Jahren der Steuererhöhungen 2002 bis 2005 der versteuerte Zigarettenabsatz von 145 auf 96 Mrd Stück und der Raucheranteil der 12- bis 17-Jährigen von 28 auf 20 Prozent; ein Teil wanderte in Feinschnitt, und zur selben Zeit kamen die Rauchverbote [6][15]. Verglichen wird mit dem heutigen Tarif ohne weitere Stufe, unter dem die reale Steuer je Zigarette seit 2006 nicht gestiegen ist [6]. Einen ohnehin sinkenden Trend rechnet der Ländervergleich heraus; dass weniger Rauchen die Steuer auslöst, scheidet aus, denn der Satz steht im Gesetz. Wie groß der Rückgang ausfällt, steht in der Spanne, nicht hier. Als Satz über die Welt: In drei von vier vergleichbaren Fällen rauchen nach einer solchen Erhöhung spürbar weniger Menschen, und mit ihnen sinken Krankheit und frühe Tode. Die Plausibilität ist hoch: Die Wirkung des Preises ist vielfach gemessen, die Größe für Deutschland ist eine Schätzung.

Beleglage: Konvergierende Studien · Plausibilität höchstens 8 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Offen: Eine amtliche Auswertung der Raucherquote nach 2030 gegen den Trend vor der Erhöhung würde P bis etwa 8 heben.

Knapp vier Milliarden für den Bund

18Punkte

Nach der beschlossenen Fassung nimmt der Bund 2027 rund 1,5 Mrd € und 2030 rund 4,5 Mrd € mehr ein, über die vier Jahre rund 11,8 Mrd €; der Regierungsentwurf rechnete mit 8,5 Mrd € [2][31]. Das Geld fließt in den Bundeshaushalt und soll Lücken schließen; eine Zweckbindung für Krankenkassen oder Prävention gibt es nicht [2][27]. Bezahlt wird es von den Rauchenden.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 3,7Plausibilität 9,5
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Wert

Gezählt wird Steuergeld, das dem Bund zufließt [2][3]. Ein Euro im öffentlichen Haushalt zählt zum Nennwert, ohne Zuschlag dafür, wofür er später ausgegeben wird. Die Erhöhung gehört zu den Konsolidierungsmaßnahmen des Haushalts; die AOK fordert, die Mehreinnahmen für Krankenversicherung und Pflege zu binden [2][27]. Was die Zahler verlieren, steht spiegelbildlich im Gegenargument. Beide Seiten zusammen heben sich bis auf den Unterschied auf, wer das Geld trägt. Der Wert ist mittel: öffentliches Geld zum Nennwert.

Impact

Der Regierungsentwurf rechnete mit 756 Mio € im Jahr 2027 und 3,59 Mrd € im Jahr 2030, zusammen 8,5 Mrd € [2]. Nach der beschlossenen Fassung sind es 1,507 Mrd € im Jahr 2027, 2,437 Mrd € 2028, 3,419 Mrd € 2029 und 4,461 Mrd € im Jahr 2030, zusammen 11,824 Mrd €; der Ausschuss nennt für 2030 bis zu 4,5 Mrd € [31]. Gegenüber dem Änderungsantrag mit 1,523 Mrd € für 2027 bringt sie im ersten Jahr etwas weniger, weil Zigarren und Pfeifentabak erst ab März und schwächer belastet werden, danach etwas mehr aus Feinschnitt und Liquids [3][31]. Welche Absatzmengen das Ministerium dafür annimmt, legt es nicht offen [25]. Ab 2031 bleiben die festen Steuerbeträge stehen, während Preise und Löhne steigen; angesetzt sind dafür im Mittel rund 3,94 Mrd € im Jahr, gut ein Zehntel unter dem Betrag von 2030. Über zwanzig Jahre ergibt das rund 3,74 Mrd € im Jahr. Die Untergrenze von 1,8 Mrd € folgt der Rechnung, die die Tabakwirtschaft zum Änderungsantrag vorgelegt hat und die bei unveränderten Zigarettensätzen auch für die beschlossene Fassung gilt: Danach bringt die Erhöhung bis 2030 nur 5,5 Mrd €, bei starker Reaktion der Rauchenden 1,1 bis 2,2 Mrd € [25][31]. Die Tabakwirtschaft hielt im Sommer sogar Mindereinnahmen für möglich, und von 2022 bis 2024 lag das Aufkommen jedes Jahr 0,4 bis 1,3 Mrd € unter der Schätzung [24][26]. Die Obergrenze setzt den Betrag von 2030 für alle Jahre an. Groß ist der Impact mit knapp vier Milliarden Euro im Jahr, die nur die Tasche wechseln.

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11.824 Mio €
Mehreinnahmen 2027–2030
+ + 16 × 3.940 Mio € feste Steuerbeträge verlieren real an Gewicht; Setzung, gut ein Zehntel unter 2030
74.864 Mio €
Mehreinnahmen 2031–2046
÷ ÷ 20 Bewertungshorizont 2027–2046
3.743 Mio €/Jahr
je Jahr über zwanzig Jahre
× × 1,0 Empfangsbein; Zahlbein ist con-1; gerundet
3.740 Mio €/Jahr
gewichtet: Bund
÷ 1.000 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 1,8–4,46
3,74
Normalised Impact
Score 3,74 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 18 von 100

Plausibilität

Die Einnahme folgt aus dem Steuertarif: Wer Tabakwaren in Deutschland in Verkehr bringt, zahlt je Stück oder Kilogramm den erhöhten Satz über die Steuerzeichen [2]. Verglichen wird mit dem Tarif von 2026 ohne weitere Stufe. Dass Geld zusätzlich fließt, steht damit fest; wie viel, hängt daran, wie viele Rauchende auf Feinschnitt, Einkäufe im Ausland oder unversteuerte Ware ausweichen, und das steht in der Spanne, nicht hier [6][25]. Offen bleibt allein, ob der Tarif bis 2030 so bleibt: Nach einer neuen EU-Tabaksteuerrichtlinie will die Regierung die Sätze wahrscheinlich noch einmal anpassen [2]. Die Einnahme ist die andere Seite der Zahlung der Rauchenden und trägt dieselbe Plausibilität. Als Satz über die Welt: Das Geld fließt fast sicher, in neunzehn von zwanzig Fällen ohne spätere Änderung des Tarifs. Die Plausibilität ist sehr hoch: Der Eintritt folgt aus dem Gesetz, offen ist nur eine spätere Anpassung des Tarifs.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Weniger Arbeitsausfall

4,1Punkte

Rauchbedingte Krankheiten führen zu Krankentagen, Frühverrentung und Todesfällen im Erwerbsalter; Effertz beziffert die Verluste an Arbeit auf rund 67 Mrd € im Jahr [6]. Gehen sie mit der Zahl der Rauchenden zurück, bleiben rund 1,83 Mrd € im Jahr an Arbeit erhalten. Angesetzt ist die Hälfte: Krankentage zählen voll, Frühverrentung und Tod nur zu gut einem Fünftel, weil meist andere die Stelle übernehmen, die sonst anderswo arbeiten würden.

Wert 6 · Wohlstand & ProduktionImpact 0,9Plausibilität 7,5
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Wert

Gezählt wird Arbeit, die geleistet werden kann: weniger Krankentage, weniger Erwerbsminderung und weniger Todesfälle vor dem Rentenalter [6]. Das ist Wertschöpfung, aus der Löhne, Beiträge und Steuern gezahlt werden. Das Leben selbst ist im Gesundheitsargument gezählt; hier geht es allein um die Arbeit, die darin nicht enthalten ist. Der Wert liegt eine Stufe über dem Geld der Haushalte, weil die Leistung neu entsteht und nicht nur den Besitzer wechselt. Wer die Ausfälle heute trägt, ob Beschäftigte, Betriebe oder Sozialkassen, ändert daran nichts. Der Wert ist mittel: gesamtwirtschaftliche Leistung, nicht Gesundheit.

Impact

Effertz beziffert die Kosten des Rauchens für 2018 auf rund 97 Mrd € im Jahr, davon rund 30,3 Mrd € Behandlungskosten; die übrigen rund 67 Mrd € sind Verluste durch Krankentage, Frühverrentung und frühen Tod [6][17]. Mit demselben Rückgang wie bei den Behandlungskosten, rund 3,4 Prozent, und demselben Abschlag für die höhere Raucherquote früherer Jahre sind das rund 1,83 Mrd € im Jahr [29]. Krankentage gehen voll verloren. Scheidet jemand früh aus dem Beruf aus oder stirbt, zählt nur gut ein Fünftel seiner Arbeit, weil bei normaler Lage am Arbeitsmarkt rund vier Fünftel der Stelle von Menschen übernommen werden, die sonst anderswo arbeiten würden. Wie sich die Verluste auf beide Fälle verteilen, weist die Rechnung nicht aus; angesetzt ist die Hälfte, Spanne 0,3 bis 0,7, rund 0,91 Mrd € im Jahr. Die Zahl von 2018 ist nicht auf heutige Löhne fortgeschrieben; Effertz schätzt die Gesamtkosten 2026 auf rund 120 Mrd € [6]. Mittelgroß und unsicherer als der Gesundheitsgewinn ist der Impact, weil offen ist, wie viel der Verluste auf Krankentage entfällt.

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67.000 Mio €/Jahr
Verluste an Arbeit durch Rauchen 2018
× × 3,41 % wie bei den Behandlungskosten
2.284,8 Mio €/Jahr
Rückgang
× × 0,8 heutige Verluste stammen aus Jahren mit höherer Raucherquote; Spanne 0,65–1,0
1.827,8 Mio €/Jahr
Verluste aus früheren Raucherjahren
× × 0,5 Krankentage voll, Frühverrentung und Tod × 0,21; Aufteilung nicht ausgewiesen, Setzung, Spanne 0,3–0,7
913,9 Mio €/Jahr
Anteil echter Verlust an Arbeit
÷ 1.000 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,16–2,66
0,91
Normalised Impact
Score 0,91 Impact × 6 Wert × 7,5 Plausibilität ÷ 10 = 4,1 von 100

Plausibilität

Der Arbeitsausfall folgt aus denselben vermiedenen Erkrankungen wie der Gesundheitsgewinn [6][10]. Ob das geschieht, ist dieselbe Frage wie beim Gesundheitsgewinn und hier gleich beantwortet [9][28]. Verglichen wird mit dem heutigen Tarif ohne weitere Stufe. Die Höhe ist gerechnet und nicht gemessen: Die Krankheitskostenrechnung verknüpft Rauchen mit Krankentagen, Frühverrentung und Sterblichkeit im Erwerbsalter, und wie viel davon wirklich an Arbeit fehlt, steht in der Spanne. Dass weniger Arbeitsausfall die Steuer auslöst, scheidet aus. Als Satz über die Welt: In drei von vier Fällen sinkt der Arbeitsausfall, weil weniger Menschen rauchen. Die Plausibilität ist hoch für die Richtung, die Größe ist unsicher und steht in der Spanne.

Beleglage: Konvergierende Studien · Plausibilität höchstens 8 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Weniger Behandlungskosten

3,9Punkte

Wer nicht an Lungenkrebs, Herzinfarkt oder chronischer Lungenkrankheit erkrankt, braucht keine Behandlung. Die Behandlungskosten des Rauchens liegen 2026 bei rund 38 Mrd € im Jahr [6]. Sinkt die Zahl der Rauchenden wie erwartet, spart das Gesundheitswesen rund 1,04 Mrd € im Jahr.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 1,0Plausibilität 7,5
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Wert

Gezählt werden Ausgaben für Praxis, Klinik, Arzneimittel und Rehabilitation, die wegfallen, weil weniger Menschen an den Folgen des Rauchens erkranken [6]. Sie fallen zum größten Teil bei den Krankenkassen an, also bei der Gemeinschaft der Beitragszahler. Ein Euro dort zählt so viel wie ein Euro im öffentlichen Haushalt, ohne Zu- oder Abschlag. Die Gesundheit der Betroffenen selbst steht im eigenen Argument und wird hier nicht noch einmal bewertet. Gezählt wird nur Geld, das an anderer Stelle frei wird. Der Wert ist mittel: öffentliches Geld zum Nennwert.

Impact

Effertz beziffert die direkten Kosten des Rauchens für 2018 auf rund 30,3 Mrd € und schreibt sie für 2026 auf rund 38 Mrd € im Jahr fort [6]. Rund 624.000 vermiedene Raucherjahre im Jahr sind 4,5 Prozent der 13,7 Mio Rauchenden ab 15 Jahren [8]; mit drei Vierteln des Gewinns beim Aufhören sinken die Kosten um rund 3,4 Prozent. Angesetzt sind davon 80 Prozent, weil die heutigen Kosten aus Jahren mit mehr Rauchenden stammen [29]. Das ergibt rund 1,04 Mrd € im Jahr, Spanne 0,30 bis 2,16 Mrd €. Kosten für Behandlungen in den gewonnenen Lebensjahren sind nicht abgezogen, wie in den übrigen Gesundheitsbewertungen dieser Seite. Effertz erwartet langfristig sogar 4 bis 5 Mrd € weniger im Jahr, weil er die Kosten am gesamten Konsum misst; wer nur weniger raucht, gewinnt aber wenig Gesundheit, deshalb zählt hier allein die Zahl der Rauchenden [6]. Im Mittelfeld liegt der Impact: gut ein Viertel der erwarteten Steuereinnahmen, mit breiter Spanne.

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38.000 Mio €/Jahr
Behandlungskosten des Rauchens 2026
[6]
× × 3,41 % 0,624 Mio vermiedene Raucherjahre ÷ 13,73 Mio Rauchende × 0,75
1.295,8 Mio €/Jahr
Rückgang
[8]
× × 0,8 heutige Kosten stammen aus Jahren mit höherer Raucherquote; Spanne 0,65–1,0
1.036,7 Mio €/Jahr
Kosten aus früheren Raucherjahren
÷ 1.000 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,3–2,16
1,04
Normalised Impact
Score 1,04 Impact × 5 Wert × 7,5 Plausibilität ÷ 10 = 3,9 von 100

Plausibilität

Die Einsparung folgt aus denselben vermiedenen Erkrankungen wie der Gesundheitsgewinn und tritt ein, sobald weniger Menschen rauchen [6][10]. Ob das geschieht, ist dieselbe Frage wie beim Gesundheitsgewinn und hier gleich beantwortet [9][28]. Verglichen wird mit dem heutigen Tarif ohne weitere Stufe. Die Höhe ist gerechnet und nicht gemessen: Die Kosten werden über den Anteil der Rauchenden aus einer Krankheitskostenrechnung abgeleitet, deshalb ist die Spanne breit. Dass niedrigere Behandlungskosten die Steuer auslösen, scheidet aus. Als Satz über die Welt: In drei von vier Fällen sinken die Behandlungskosten, weil weniger Menschen rauchen. Die Plausibilität ist hoch für die Richtung, die Größe steht in der Spanne.

Beleglage: Konvergierende Studien · Plausibilität höchstens 8 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Contra-Argumente4 Argumente

Rauchende zahlen knapp vier Milliarden

25Punkte

Das Gesetz geht davon aus, dass die Steuer voll in die Preise geht [2][31]. Die Steuer auf eine Packung Zigaretten steigt bis 2030 von rund 4,05 € auf 6,19 €; mit Umsatzsteuer kostet die Packung dadurch rund 2,50 € mehr als ohne die Erhöhung [25]. Wer täglich eine Packung raucht und nicht aufhört, zahlt im Jahr gut 900 € mehr; Menschen mit kleinem Einkommen rauchen häufiger und tragen deshalb einen größeren Teil [14].

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 5,2Plausibilität 9,5
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Wert

Der Strom ist Geld, das Rauchende für Tabakwaren zahlen, gewöhnliches Haushaltsgeld. Im untersten Einkommensfünftel rauchen etwa doppelt so viele Menschen wie im obersten, deshalb wiegt ein Euro dieser Steuer schwerer als ein durchschnittlicher Euro [14]. Das Gewicht folgt der Regel für alle Steuern auf Konsumgüter: das Gewicht jedes Einkommensfünftels mal seinem Anteil an den Ausgaben. Weil keine bundesweite Verteilung der Tabakausgaben vorliegt, steht der Anteil der Rauchenden je Fünftel in Berlin und Brandenburg dafür, bei gleichem Verbrauch je rauchender Person [14]. Das ergibt in Berlin 1,40 und in Brandenburg 1,38 bis 1,43, je nach dem nicht ausgewiesenen obersten Fünftel; angesetzt sind 1,4. Die Spanne von 1,3 bis 1,45 trägt, dass Menschen mit kleinem Einkommen häufiger zu Feinschnitt greifen, der je Zigarette geringer besteuert ist. Die Gesundheit derjenigen, die weiterrauchen, ändert sich durch den Preis nicht und steht nicht hier. Der Wert ist mittel: Haushaltsgeld, wegen der Verteilung der Rauchenden höher gewichtet.

Impact

Die Steuer bringt im Mittel der zwanzig Jahre rund 3,74 Mrd € im Jahr, Spanne 1,8 bis 4,46 Mrd € [2][25][31]. Das Gesetz rechnet damit, dass die Hersteller die Steuer vollständig an die Käufer weitergeben; der Wirtschaft entstehen danach keine weiteren Kosten [2][31]. Angesetzt ist deshalb der ganze Betrag bei den Rauchenden, gewichtet mit 1,4. Gezählt ist der Saldo der Rauchenden: Wer weiterraucht, zahlt mehr, wer aufhört, spart die bisherige Steuer. Das ergibt eine Last von rund 5,24 Mrd € im Jahr, Spanne 2,34 bis 6,47 Mrd €. Dem steht die Einnahme des Bundes gegenüber; netto bleibt der Unterschied der Gewichte, rund 1,5 Mrd € im Jahr. Groß erscheint der Impact, weil der ganze Steuerbetrag als Last erscheint; in der Bilanz zählt davon nur der Gewichtsunterschied.

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3.740 Mio €/Jahr
Steueraufkommen je Jahr
× × 100 % volle Weitergabe in die Preise laut Entwurf und Beschlussempfehlung
3.740 Mio €/Jahr
davon Rauchende
× × 1,4 Gewicht je Einkommensfünftel × Anteil der Rauchenden; Spanne 1,3–1,45
5.236 Mio €/Jahr
gewichtet nach Einkommen
÷ 1.000 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 2,34–6,47
5,24
Normalised Impact
Score 5,24 Impact × 5 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 25 von 100

Plausibilität

Die Zahllast folgt aus dem Steuertarif: Die Steuer je Packung steigt bis 2030 von rund 4,05 € auf 6,19 €, die Mindeststeuer je Zigarette auf rund 38 Cent [6][25]. Verglichen wird mit dem Tarif von 2026 ohne weitere Stufe. Dass die Rauchenden mehr zahlen, steht damit fest; wie viel, hängt an Ausweichen und Weitergabe und steht in der Spanne [2]. Offen bleibt allein, ob der Tarif bis 2030 so bleibt, weil die Regierung nach einer neuen EU-Richtlinie nachsteuern will [2]. Die Zahlung ist die andere Seite der Einnahme des Bundes und trägt dieselbe Plausibilität. Als Satz über die Welt: Die Rauchenden zahlen fast sicher mehr, in neunzehn von zwanzig Fällen ohne spätere Änderung des Tarifs. Die Plausibilität ist sehr hoch: Der Eintritt folgt aus dem Gesetz, offen ist nur eine spätere Anpassung des Tarifs.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Mehr Käufe im Ausland und Schwarzmarkt

0,74Punkte

Steigen die Preise in Deutschland, kaufen mehr Rauchende im Ausland oder beim Schwarzhändler. Heute werden rund 12,5 Mrd Zigaretten im Jahr geraucht, die nicht in Deutschland versteuert sind, 10,6 Mrd davon legal im Ausland gekauft, 1,9 Mrd illegal [25]. Was die Rauchenden dafür zahlen, fließt an ausländische Kassen oder an Händler ohne Erlaubnis und geht dem Land verloren.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 0,4Plausibilität 3,5
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Wert

Gezählt wird Geld der Rauchenden, das nicht mehr als deutsche Steuer zurückkommt, sondern an ausländische Finanzämter oder an Schwarzhändler fließt [25]. Die Steuereinnahme selbst ist im Paar aus Einnahme und Zahllast gezählt; dort ist den Ausweichenden die entfallene deutsche Steuer gutgeschrieben, obwohl sie dafür anderswo zahlen. Dieses Geld ist gewöhnliches Haushaltsgeld der Rauchenden und trägt ihr Gewicht von 1,4 [14]. Die Gewinne organisierter Kriminalität und die zusätzliche Arbeit des Zolls, für die die Zollgewerkschaften mehr Personal fordern, sind darin nicht eigens bewertet [3][23]. Der Wert ist mittel: Haushaltsgeld, das dem Land verloren geht.

Impact

Nach einer Erhebung im Auftrag der Industrie wurden 2025 rund 12,5 Mrd Zigaretten geraucht, die nicht in Deutschland versteuert waren; 2024 zählte sie 1,65 Mrd illegale Stück [16][25]. Eine Modellrechnung im Auftrag der Tabakwirtschaft erwartet bis 2030 bei starker Reaktion bis zu 8,4 Prozent illegale und 32 Prozent im Ausland gekaufte Zigaretten, gemessen am versteuerten Absatz; das wären rund 7,7 Mrd Stück mehr als heute [25]. Effertz findet dagegen in 20 Jahren Daten keine Reaktion der unversteuerten Menge auf den deutschen Preis [6]. Angesetzt sind 2 Mrd Stück mehr im Jahr 2030, falls Rauchende spürbar ausweichen, Spanne 0,7 bis 7,7 Mrd; die Untergrenze entspricht dem jährlichen Zuwachs der Auslandskäufe von 2021 bis 2025 [25]. Ob überhaupt mehr Rauchende ausweichen, ist eine Frage der Plausibilität. Über zwanzig Jahre gemittelt sind es rund drei Viertel. Je Stück fließen rund 20 Cent ins Ausland oder an Händler ohne Erlaubnis, so viel wie die heutige deutsche Steuer, Spanne 15 bis 25 Cent [25]. Mit dem Gewicht der Rauchenden ergibt das rund 0,42 Mrd € im Jahr, Spanne 0,14 bis 1,7 Mrd €. Beim Wasserpfeifentabak brach der legale Absatz 2022 binnen eines Halbjahres ein, lag 2025 aber wieder bei 1.162 Tonnen [6][7]. Klein bis mittel fällt der Impact aus, mit sehr breiter Spanne.

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2 Mrd Stück/Jahr
zusätzlich nicht in Deutschland versteuerte Zigaretten 2030
× × 0,755 wie pro-1; Spanne 0,65–0,85
1,51 Mrd Stück/Jahr
Mittel über zwanzig Jahre
× × 20 Cent Steuer je Stück ohne Erhöhung (4,05 € ÷ 20); Setzung, Spanne 15–25 Cent
302 Mio €/Jahr
Abfluss je Stück
× × 1,4 Gewicht der Rauchenden wie con-1
422,8 Mio €/Jahr
gewichtet nach Einkommen
÷ 1.000 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,14–1,67
0,42
Normalised Impact
Score 0,42 Impact × 5 Wert × 3,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,7 von 100

Plausibilität

Ob mehr Rauchende ins Ausland oder auf den Schwarzmarkt ausweichen, ist umstritten. Dafür spricht, dass die legal im Ausland gekauften Zigaretten von 2021 bis 2025 von 7,8 auf 10,6 Mrd Stück stiegen und Frankreich und die Niederlande nach starken Erhöhungen mehr Auslandskäufe sahen [25]. Dagegen spricht, dass die unversteuerte Menge in Deutschland in 20 Jahren nicht auf den Preis reagiert hat und die westlichen Nachbarländer ihre Steuern stärker erhöht haben als Deutschland [6]. Beide Befunde stützen sich auf Erhebungen im Auftrag der Industrie und vergleichen nur Zeitreihen, ohne Vergleichsgruppe [6][25]. Wie streng der Zoll kontrolliert, bestimmt das Ergebnis mit [9]. Dass mehr Auslandskäufe die Steuer auslösen, scheidet aus. Als Satz über die Welt: In etwa einem von drei Fällen weichen spürbar mehr Rauchende aus. Die Plausibilität ist niedrig: Für und gegen ein Ausweichen sprechen gleich starke Befunde.

Beleglage: Projektion · Plausibilität höchstens 5,5 Nachweis der Wirkung: Assoziativ · höchstens 5,5 Einordnung: Tragendes Glied bestritten · Plausibilität 3,5–4

Offen: Eine amtliche Messung unversteuerter Mengen durch Zoll oder Statistisches Bundesamt, wie Effertz sie fordert, würde P in die eine oder die andere Richtung verschieben.

Verzicht für die, die gern rauchen

0,3Punkte

Wer wegen des Preises weniger raucht oder aufhört, verzichtet auf etwas, das er gern hatte. Bei Menschen, die aus Abhängigkeit und nicht aus freien Stücken rauchen, ist das kein Verlust. Angesetzt ist der Verzicht der übrigen, gut der Hälfte, so bewertet, als verlöre jeder Rauchende im Jahr gut drei Stunden Freizeit.

Wert 4 · Erlebniswert & VorliebenImpact 0,1Plausibilität 7,5
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Wert

Gezählt wird der Genuss an Zigaretten und Tabak, den Menschen frei gewählt haben. Das ist eine Vorliebe, kein Grundbedürfnis, und es berührt weder Gesundheit noch Existenz. Wer abhängig ist, würde frei nicht so entscheiden; rund 5,6 Mio Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren galten 2012 als tabakabhängig [19]. Für diesen Teil ist der Verzicht Schutz und kein Verlust, sein Gewinn steht im Gesundheitsargument. Der Eingriff in die freie Wahl als solche steht ebenfalls getrennt. Der Wert ist niedrig: eine Genussvorliebe, kein Grundbedürfnis.

Impact

In Deutschland wurden 2025 66,4 Mrd Zigaretten und 24.864 Tonnen Feinschnitt versteuert [7]; mit 0,7 Gramm je selbstgedrehter Zigarette sind das zusammen rund 102 Mrd Stück. Effertz erwartet bis 2030 rund 12 Prozent weniger Konsum, Spanne 11 bis 13 Prozent [6]; das sind rund 12 Mrd Stück im Jahr. Wer verzichtet, verliert höchstens den Preisaufschlag, den er spart, angesetzt ist die Hälfte: Durch die Steuer wird eine Packung um rund 2,50 € teurer als ohne sie, das sind 6,4 Cent je Stück [25]. Über zwanzig Jahre gemittelt gilt davon rund drei Viertel. Rund 5,6 Mio Abhängige 2012 gegenüber rund 12 Mio Rauchenden derselben Altersgruppe 2018 ergeben knapp die Hälfte, die nicht frei entscheidet; angesetzt sind 55 Prozent freier Verzicht, Spanne 40 bis 70 Prozent [19][20]. Je Rauchenden ist das ein kleiner Verlust, so bewertet, als kostete er gut drei Stunden Freizeit im Jahr; er wird kaum bemerkt und zählt zu drei Zehnteln, Spanne 30 bis 40 Prozent. Klein bleibt der Impact: viele nicht gerauchte Zigaretten, aber je Stück ein geringer Verlust.

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101,9 Mrd Stück/Jahr
versteuerte Stück 2025
[7]
× × 12 % Projektion 11–13 %
12,23 Mrd Stück/Jahr
Rückgang des Konsums bis 2030
[6]
× × 6,4 Cent Hälfte von rund 2,55 € Aufschlag je Packung (Steuer plus Umsatzsteuer) ÷ 20
782,7 Mio €/Jahr
Verlust je nicht gerauchtem Stück
× × 0,755 wie pro-1; Spanne 0,65–0,85
591 Mio €/Jahr
Mittel über zwanzig Jahre
× × 55 % ohne Abhängige; Spanne 40–70 %
325 Mio €/Jahr
nur freier Verzicht
× × 0,3 rund 24 € je Rauchenden und Jahr, unter 0,1 % des Einkommens; Spanne 0,3–0,4
97,5 Mio €/Jahr
Spürbarkeit je Kopf
÷ 1.000 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,056–0,2
0,1
Normalised Impact
Score 0,1 Impact × 4 Wert × 7,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,3 von 100

Plausibilität

Dass höhere Preise den Tabakkonsum senken, ist vielfach gemessen, auch in Vergleichen von Ländern mit und ohne große Preissprünge [9][15][28]. Ob weniger geraucht wird, ist dieselbe Frage wie beim Gesundheitsgewinn und hier gleich beantwortet. Verglichen wird mit dem heutigen Tarif ohne weitere Stufe. Der Verlust je Stück folgt der üblichen Regel, dass er zwischen null und dem gesparten Aufschlag liegt; wie groß er ist und wie viele frei entscheiden, steht in der Spanne. Dass der Verzicht die Steuer auslöst, scheidet aus. Als Satz über die Welt: In drei von vier Fällen wird weniger geraucht, und dann tritt der Verzicht ein. Die Plausibilität ist hoch: Der Rückgang des Konsums ist gut belegt, der Wert des Verzichts angesetzt.

Beleglage: Konvergierende Studien · Plausibilität höchstens 8 Nachweis der Wirkung: Quasi-experimentell · höchstens 8

Der Staat lenkt den Konsum

0,15Punkte

Die Steuer soll nicht nur Geld bringen, sondern das Rauchen verringern [1][2]. In einer Umfrage vom Oktober 2025 unterstützten 66 Prozent regelmäßige Tabaksteuererhöhungen, ein Drittel nicht [15]. Für viele ist es eine Frage der Selbstbestimmung, ob und wie viel sie rauchen.

Wert 4 · AlltagsautonomieImpact 0,04Plausibilität 9,5
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Wert

Gezählt wird der Eingriff in die freie Wahl: Der Staat verteuert ein erlaubtes Produkt, damit weniger davon gekauft wird. Das betrifft die selbstbestimmte Alltagsführung, nicht ein Grundrecht; niemandem wird das Rauchen verboten. Der Betrag, den Rauchende zahlen, und der Genuss, auf den sie verzichten, stehen in eigenen Argumenten. Hier geht es allein um die Ablehnung, gelenkt zu werden. Der Ökonom Fritz Söllner hält die Steuer für nicht gerechtfertigt und fordert, sie mindestens auf das EU-rechtliche Minimum zu senken [3]. Der Wert ist niedrig: Selbstbestimmung im Alltag, unterhalb eines Grundrechtseingriffs.

Impact

In der Kantar-Umfrage für das Deutsche Krebsforschungszentrum vom Oktober 2025 unterstützten 66 Prozent regelmäßige Tabaksteuererhöhungen [15]; ein Drittel tat das nicht. Bezogen auf 59,2 Mio wahlberechtigte Erwachsene sind das rund 20 Mio Menschen [18]. Bewertet ist das so, als kostete das Gelenktwerden jeden von ihnen rund eine Viertelstunde im Jahr, Spanne acht bis dreißig Minuten. Das liegt im Rahmen dessen, was auf dieser Seite für verbreitete, aber diffuse Ablehnung angesetzt wird. Nicht jeder, der eine Erhöhung nicht unterstützt, lehnt sie ab; die Zahl der Betroffenen ist damit eher hoch angesetzt. Der Impact bleibt klein: viele Betroffene, aber je Person eine sehr geringe Last.

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59,2 Mio Personen
Wahlberechtigte Erwachsene
× × 34 % Kantar für DKFZ, Oktober 2025
20,13 Mio Personen
unterstützen regelmäßige Erhöhungen nicht
× × 2 € diffuse Missbilligung; Setzung, Spanne 1–3,50 €
40,3 Mio €/Jahr
Last je Person und Jahr
÷ 1.000 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite; Spanne 0,02–0,07
0,04
Normalised Impact
Score 0,04 Impact × 4 Wert × 9,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,1 von 100

Plausibilität

Dass ein Teil der Erwachsenen regelmäßige Erhöhungen nicht unterstützt, ist gemessen [15]. Verglichen wird mit einem Zustand ohne weiteren Eingriff in den Tabakpreis. Die Lenkung ist erklärter Zweck des Gesetzes, und die Haltung ist erhoben, nicht geschätzt; dass es diese Ablehnung gibt, steht damit fest [2][15]. Unsicher ist, wie viele die Erhöhung wirklich ablehnen, denn es liegt nur eine Erhebung vor, beauftragt vom Krebsforschungszentrum, und nicht unterstützen heißt nicht ablehnen; das steht in der Spanne. Offen bleibt allein, ob die Haltung bis 2030 so bleibt. Als Satz über die Welt: Ein Teil der Erwachsenen lehnt die Lenkung fast sicher ab, in neunzehn von zwanzig Fällen. Die Plausibilität ist sehr hoch: Die Haltung ist gemessen, ihr Gewicht gesetzt.

Beleglage: Mechanismus · Plausibilität höchstens 9,5 Nachweis der Wirkung: Definitorisch

Wie belastbar das Ergebnis ist

Unter den angesetzten Annahmen bringt der Vorschlag in 89 von 100 Modellrechnungen mehr, als er kostet.

bringt mehr, als er kostetkostet mehr, als er bringt

Jeder Punkt steht für 200 der 20.000 Modellrechnungen.

Das ist vor allem eine Verteilungsdebatte: Mehr als die Hälfte des Kreises ist Steuer, die von den Rauchenden zum Bund wandert. Ein Euro der Rauchenden wiegt dabei 1,4-mal so schwer wie ein Euro im Bundeshaushalt, weil im untersten Einkommensfünftel etwa doppelt so viele Menschen rauchen wie im obersten; der Bund zählt jeden Euro mit seinem Betrag [14]. Heute liegt die Erhöhung in knapp neun von zehn Durchläufen vorn; wöge der Euro der Rauchenden mehr als das 1,8-Fache, wäre das Ergebnis offen, und hinten läge sie im Mittel erst beim 2,7-Fachen, schwerer als selbst ein Euro im ärmsten Fünftel. Angesetzt ist, dass die Steuer nach 2030 nicht weiter steigt; ein Anschluss, wie ihn Gesundheitsökonomen fordern, würde den Gesundheitsgewinn vergrößern. Gezählt sind auch Lebensjahre, die erst nach 2046 gewonnen werden, weil das Aufhören in die zwanzig Jahre fällt. Flössen die Einnahmen zweckgebunden in Krankenkassen oder Prävention, wie AOK und Krebsforschungszentrum fordern, käme eine eigene Wirkung hinzu, die hier nicht gezählt ist [27].

Verteilung der Modellrechnungen ansehen

20.000 durchgerechnete Zukünfte

Wahrscheinlich besser · 89 %

In 89 von 100 durchgerechneten Zukünften bringt der Vorschlag mehr, als er kostet.

Keine Wirkung ist genau bekannt, jedes Argument hat eine Spanne. Die Rechnung zieht 20.000-mal für jedes Argument eine mögliche Größe aus seiner Spanne und zählt, wie oft der Nutzen die Kosten übersteigt.

Nettoeffekt in Punkten je Zukunft. Links der Null überwiegen die Nachteile, rechts der Nutzen. Acht von zehn Zukünften liegen zwischen −0,4 und +57 Punkten.
Maßstab und Auswertung

Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 1 Mrd. € pro Jahr.

Größenklasse:mittel

Effekt groß (+23) · 79 % der Wirkung positiv

Die Flächen zeigen die einzelnen Argumentgewichte. Der positive Wirkungsanteil verrechnet Geldverschiebungen zwischen beiden Seiten; die Wahrscheinlichkeit eines positiven Nettoeffekts wird gesondert bestimmt.

Wie wir bewerten →

Prüfung und Quellen

Zuletzt geprüft von Claude Opus 5.5 · 29. Oktober 2026 · 10× KI, 1× Mensch
  1. 29. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5neu bewertet

    Auf die beschlossene Ausschussfassung Drs. 21/8605 vom 15. Oktober 2026 umgestellt (11,824 Mrd € 2027–2030, Feinschnitt 121,71 €/kg, Zigarren und Pfeifentabak schwächer); Einnahme und Zahllast nachgezogen, Verteilungshinweis nach D1 ergänzt, Kategorie bleibt wahrscheinlich besser.

  2. 29. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Beschluss vom 15. Oktober 2026 mit Plenarprotokoll und Drs. 21/8605 belegt, Abweichung der Ausschussfassung benannt, Stil bereinigt.

  3. 28. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Seitentexte für den neuen Seitenaufbau (Entwurf G) mit Zitaten aus Primärquellen; keine Zahl geändert.

  4. 20. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1Record aktualisiert

    Summary und Maßstab-Hinweis nach Schreibstil vom 20.10.2026 neu geschrieben; Zahlen unverändert

  5. 19. Oktober 2026KI-PrüfungGPT-6Record aktualisiert

    Lab-Qualitätsprüfung 19.10.2026: politische Quellen, Urheberschaft, Gebiet und Aussageumfang geprüft; zusätzlich Einheiten/Zeitraum und Bindung des Größenestimates an die vorhandene Bewertungsfassung kontrolliert. Quellenlink oder beschreibender Aussage-/Verfahrensumfang korrigiert. Keine neue wissenschaftliche Vollbewertung und keine Neuberechnung der Wirkungsbilanz. Offene Quellen-/Modellgrenzen im Lab-Audit dokumentiert.

  6. 17. Oktober 2026KI-PrüfungGPT-6keine Änderung nötig

    Größenestimate für 2027–2036 als zusätzliche, bedingte Szenariorechnung abgeglichen: Rauchen ab 15 Jahren verringern; gleicher Mengenmaßstab und Annahmen im Lab offengelegt. Keine gemessene Deckungsquote und keine Änderung der vorhandenen Bewertungsparameter oder Bilanz.

  7. 16. Oktober 2026KI-PrüfungGPT-6keine Änderung nötig

    Bedarfsabgleich v1: Weniger Rauchende werden modelliert; der Beitrag zu einem verbindlichen Zehnjahresziel ist noch nicht bestimmt. Abweichenden Umfang der Parteiforderung ausdrücklich getrennt. Nur vorhandenes Wirkungsmodell auf Reichweite, Bedarfsmaßstab und Zeitraum geprüft; keine neue Wirksamkeitsbewertung oder Änderung der Parameter.

  8. 16. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Spanne von con-3 auf den Fall beschränkt, dass Rauchende spürbar ausweichen (das Ob trägt P 3,5), Faktorbänder in Quadratur; Bilanz neu geschrieben, Texte unverändert gültig.

  9. 16. Oktober 2026KI-PrüfungClaude Opus 5.5Record aktualisiert

    Texte auf Bilanz 2.2 nachgezogen

  10. 8. Oktober 2026Von Menschen bewertet, von KI umgesetztClaude Opus 5.5Erstbewertung

    KI-Entwurf der Themen-Automatisierung übernommen; Quellen und Regeln geprüft, P des Gesundheitsgewinns von Julian entschieden

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen.Wie wir prüfen →

Alle 31 Quellen anzeigenQuellen einklappen
  1. Deutscher Bundestag, Textarchiv: Tabaksteuer soll vier Jahre lang regelmäßig erhöht werden (erste Lesung 24.09.2026; Drucksachen 21/7859 und 21/8232; Packungspreise laut Entwurf 8,77 € 2027 bis 11,36 € 2030). bundestag.de
  2. Bundesregierung, Drucksache 21/7859: Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tabaksteuergesetzes (07.09.2026; Steuersätze 2027–2030, Mehreinnahmen 756 / 1.595 / 2.548 / 3.589 Mio €, volle Weitergabe in die Preise, Erfüllungsaufwand einmalig unter 1 Mio €, Anpassung nach neuer EU-Tabaksteuerrichtlinie angekündigt). dserver.bundestag.de
  3. Deutscher Bundestag, Textarchiv: Anhörung zur Änderung des Tabaksteuergesetzes (05.10.2026; Änderungsantrag CDU/CSU und SPD: 1,523 Mrd € 2027, 11,7 Mrd € 2027–2030; Stellungnahmen von AOK, DKFZ, BdZ, NGG, VdR, BVTE, Zollgewerkschaft). bundestag.de
  4. Tagesspiegel: Eine Packung Zigaretten für fast zwölf Euro: Union und SPD wollen Tabaksteuer stärker erhöhen als geplant (27.08.2026; Steuer je Zigarette 29,49–38,19 ct; Packung +1,10 € 2027 bis +3,78 € 2030; 4,4 Mrd € 2030). tagesspiegel.de
  5. ad-hoc-news: Tabaksteuer: Änderungsantrag sieht bis 2030 11,92 Euro pro Packung vor (05.10.2026; Packung 9,20 € 2027 bis 11,92 € 2030; 1,523 Mrd € 2027, 4,435 Mrd € 2030). ad-hoc-news.de
  6. Effertz T (Universität Hamburg): Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses am 05.10.2026 zu Drucksache 21/7859 und Ausschussdrucksache 21(7)175 (Konsum −11 bis −13 %, Raucherquote grob −1 bis −1,5 Prozentpunkte im Regierungsentwurf; Formulierungshilfe: Feinschnitt ab 2028 flacher, Gesamtkonsum kaum stärker gesenkt; Kosten des Rauchens 2018 und 2026; unversteuerter Konsum). bundestag.de
  7. Statistisches Bundesamt: 0,2 % mehr versteuerte Zigaretten im Jahr 2025 (66,4 Mrd Stück; Feinschnitt 24.864 Tonnen; Wasserpfeifentabak 1.162 Tonnen), Pressemitteilung 23.01.2026. destatis.de
  8. Berliner Zeitung (Mikrozensus 2025, Statistisches Bundesamt): Jeder fünfte Mensch in Deutschland raucht (19,1 % ab 15 Jahren; 15,6 % der 15- bis 24-Jährigen; 131.000 tabakbedingte Todesfälle 2023). berliner-zeitung.de
  9. International Agency for Research on Cancer: IARC Handbooks of Cancer Prevention, Volume 14: Effectiveness of Tax and Price Policies for Tobacco Control — Evaluations (2011). handbooks.iarc.who.int
  10. zm-online zu Cho ER et al., NEJM Evidence 3(3), 2024: Vor 40 bringt ein Rauchstopp am meisten (Smoking Cessation and Short- and Longer-Term Mortality; vier nationale Kohorten, 1,48 Mio Erwachsene). zm-online.de
  11. Europäische Kommission, Knowledge4Policy (Global Burden of Disease 2023): Tobacco DALYs: Deutschland 3.460 tabakbedingte DALY je 100.000 Einwohner. knowledge4policy.ec.europa.eu
  12. Pharmazeutische Zeitung (Statistisches Bundesamt): Zahl und Anteil der Kinder in Deutschland leicht gestiegen (Ende 2025: 10,8 Mio Kinder unter 14 Jahren). pharmazeutische-zeitung.de
  13. Statistisches Bundesamt: Bevölkerung Deutschlands sinkt im Jahr 2025 um 0,1 % (83,5 Mio Einwohner). destatis.de
  14. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Mikrozensus: Rauchverhalten nach Einkommensquintilen in Berlin und Brandenburg (2021). statistik-berlin-brandenburg.de
  15. Deutsches Krebsforschungszentrum: Preiserhöhungen für Tabakerzeugnisse und E-Zigaretten: Wirksame Maßnahme mit hoher Zustimmung der Bevölkerung (Policy Brief 2026; Kantar-Umfrage Oktober 2025: 66 % für regelmäßige Erhöhungen). dkfz.de
  16. KPMG im Auftrag von Philip Morris Products SA: Illicit cigarette consumption in Europe — 2024 results (Deutschland: 1,65 Mrd Zigaretten, rund 2 % des Konsums). monitoring.economx.hu
  17. Deutsches Krebsforschungszentrum: Tabakatlas Deutschland 2020 — Auf einen Blick (127.000 Todesfälle 2018; Kosten 97,24 Mrd € im Jahr). uniklinik-freiburg.de
  18. Die Bundeswahlleiterin: Bundestagswahl 2025: mindestens 59,2 Millionen Wahlberechtigte. bundeswahlleiterin.de
  19. Ärzte Zeitung (Epidemiologischer Suchtsurvey 2012): 1,77 Millionen hängen an der Flasche (fast 5,6 Mio Erwachsene von 18 bis 64 Jahren tabakabhängig). aerztezeitung.de
  20. Ärzte Zeitung (Epidemiologischer Suchtsurvey 2018): Schmerzmittel-Sucht stärker verbreitet als Alkoholabhängigkeit (rund 12 Mio Rauchende von 18 bis 64 Jahren, knapp 8 Mio täglich). aerztezeitung.de
  21. Gredner T et al. (Zusammenfassung bei Institut national du cancer): Impact of tobacco control policies on smoking-related cancer incidence in Germany 2020 to 2050 — a simulation study. cancer.fr
  22. ZDFheute: Tabaksteuer-Erhöhung: Zigaretten sollen noch teurer werden (Packung 9,10 € 2027, knapp 11,80 € 2030; rund 800 Mio € im Jahr mehr als im Regierungsentwurf). zdfheute.de
  23. Gewerkschaft der Polizei, Bezirksgruppe Zoll: Tabaksteuererhöhung verlangt die Stärkung des Zolls (Pressemitteilung 29.09.2026). gdp.de
  24. t-online: Höhere Tabaksteuer: Wirtschaft nennt Klingbeils Milliarden-Plan „Blindflug“ (05.07.2026; BVTE erwartet Steuerausfälle von rund 3,2 Mrd €). t-online.de
  25. Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) mit DIW Econ: Stellungnahme zur Anhörung am 05.10.2026 mit Kurzfassung der Studie von DIW Econ im Auftrag von BVTE und Philip Morris (29.09.2026; Formulierungshilfe: 11,75 Mrd € 2027–2030, Steuer je Packung 4,05 € 2026 bis 6,19 € 2030, Packung 8,05 € bis 11,78 €; DIW Econ: 5,5 Mrd €, bei starker Reaktion 1,1–2,2 Mrd €; KPMG 2025: 12,5 Mrd nicht in Deutschland versteuerte Zigaretten). bundestag.de
  26. Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR): Stellungnahme zur Anhörung am 05.10.2026 (Ist-Aufkommen 2022–2024 unter der Steuerschätzung; Mindereinnahmen bei Elastizität −1,3). bundestag.de
  27. AOK-Bundesverband: Stellungnahme zur Anhörung des Finanzausschusses am 05.10.2026 (Formulierungshilfe: stärkerer Preissprung 2027, Feinschnitt ab 2028 flacher; keine Zweckbindung der Einnahmen). bundestag.de
  28. Stoller A, Huber M (Preprint, arXiv:2604.05841): Effect of Cigarette Price and Tax Increases on Smoking in Europe: A Difference-in-Differences Study with Double Machine Learning (Eurobarometer, EU-27, 2012–2020; April 2026). arxiv.org
  29. Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Mikrozensus): Raucherquote der Bevölkerung ab 15 Jahren: 25,7 % (2009), 24,5 % (2013), 22,4 % (2017), 18,9 % (2021). statistikportal.de
  30. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 21/102: Stenografischer Bericht der 102. Sitzung am 15. Oktober 2026 (zweite und dritte Beratung des Tabaksteuergesetzes, Drucksachen 21/7859, 21/8232, 21/8605; Reden S. 198 bis 201, Abstimmung S. 201: CDU/CSU und SPD dafür, AfD, Grüne, Linke und zwei Abgeordnete der Union dagegen). dserver.bundestag.de
  31. Deutscher Bundestag, Finanzausschuss: Beschlussempfehlung und Bericht zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tabaksteuergesetzes, Drucksache 21/8605 vom 14. Oktober 2026 (Mehreinnahmen im Kassenjahr 1.507 / 2.437 / 3.419 / 4.461 Mio € 2027 bis 2030; Belastungsspitzen bei Zigarren, Zigarillos und Pfeifentabak abgemildert). dserver.bundestag.de

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